Donnerstag, 09. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:47 Uhr

Dax rauscht unter 12.000 Punkte

Dax
Dax 12.252,55

Am vergangenen Freitag konnte der Dax noch ein neues Jahreshoch markieren. 12.436 Punkte zählte der deutsche Leitindex, und die Rally schien intakt. Dann flammte der Handelsstreit zwischen den USA und China wieder auf. Bis auf die Ausnahme gestern geht es für den deutschen Aktienmarkt seitdem nach unten.

Bis zum heutigen Handelsschluss büßt der Dax seit Freitag mehr als 450 Punkte ein. Die Verluste heute waren nochmal deutlich: minus 1,7 Prozent auf 11.974 Punkte. Im Handel ist von zunehmender Nervosität mit Beginn einer neuen Runde US-chinesischer Handelsgespräche in Washington die Rede.

Ansonsten macht die Berichtssaison die Musik. Die Deutsche Telekom ist im ersten Quartal 2019 mit dem Umsatz stärker als am Markt erwartet gewachsen und hat ihre Jahresprognose bestätigt. Die Aktie verliert mit minus 0,6 Prozent daher auch weniger als der Gesamtmarkt, was positiv ist.

Positiv werden an der Börse auch die Zahlen von Heidelbergcement aufgenommen, die Aktie legt um 0,5 Prozent zu. Der Baustoffkonzern hat sowohl den Umsatz als auch den Gewinn im ersten Quartal viel stärker gesteigert als erwartet.

Größter Gewinner im Dax sind - ganz ohne Zahlenwerk - die Aktien von Vonovia, die 2,7 Prozent zulegen können. Mit dem Schlussstand von 47,66 Euro steigen sie zugleich auf ein neues Allzeithoch.

Für die Continental-Aktie hingegen geht es nach schwachen ausführlichen Zahlen um 5,3 Prozent nach unten. Damit ist die Aktie Dax-Schlusslicht-

17:22 Uhr

Trotz Handelsstreit - Euro legt zu

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Für den Euro geht es gegen Ende der Handelswoche wieder leicht nach oben. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1251 US-Dollar. Am Mittag hatte er noch unter der Marke von 1,12 Dollar notiert.

Der verschärfte Handelsstreit zwischen den USA und China lastet demnach nicht auf dem Euro. In der Vergangenheit hatte der Dollar oft von weltpolitischen Spannungen profitiert.

"Dem Markt wird aber zunehmend bewusst, dass auch die US-Wirtschaft unter einem Handelskrieg leiden wird", kommentierte Stephan Rieke, Devisenexperte beim Bankhaus Oddo BHF. "Insgesamt nimmt der Devisenmarkt den Handelskonflikt bisher ziemlich gelassen", sagte Rieke. Viele Beobachter gingen wohl davon aus, dass sich die USA und China früher oder später doch noch einigen.

16:56 Uhr

Mitgründer fordert Zerschlagung von Facebook

Facebook
Facebook 192,60

Er gilt als Mastermind hinter der Online-Kampagne von Barack Obama vor den Präsidentschaftswahlen 2008 - nun fordert Chris Hughes öffentlich die Zerschlagung eines Unternehmens, das er einst mitgründete: Facebook.

Das Online-Netzwerk müsse gezwungen werden, die Fotoplattform Instagram und den Chatdienst WhatsApp wieder abzustoßen, schrieb Hughes in einem Beitrag in der "New York Times". Facebook habe sich unter anderem dank der Übernahmen von Instagram und WhatsApp eine Monopol-Position gesichert, argumentierte Hughes, der das Unternehmen vor mehr als einem Jahrzehnt verlassen hatte.

"Selbst wenn Leute Facebook verlassen wollen, haben sie keine wirkliche Alternative", schrieb Hughes. Er hatte sich schon früh dafür stark gemacht, dass Facebook regional auf die Universität Harvard begrenzt bleibt und andere soziale Netzwerke unabhängig davon entstehen sollen - erfolglos.

16:12 Uhr

Börsenzittern - Dax stürzt unter 12.000 Punkte

Es war zu befürchten und ist jetzt eingetreten: Der Dax kommt im Sog einer schwächeren Wall Street noch deutlicher ins Rutschen und rauscht unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten. Der Index gibt um bis zu 1,5 Prozent auf 11.991 Punkte nach. Zuletzt hatte er Mitte April unter der 12.000er-Marke gelegen.

Investoren fürchten eine Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China. Derzeit verhandeln beide Seiten, im Vorfeld hatten die Spannungen zugenommen.

16:04 Uhr

Chevron streicht Milliarden-Kauf - Anleger entzückt

Chevron
Chevron 108,44

In Erwartung schwieriger Verhandlungen im Handelskonflikt legen die Anleger an der Wall Street den Rückwärtsgang ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fällt zu Handelsbeginn um ein Prozent auf 25.700 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gibt 1,1 Prozent auf 2849 Zähler nach, der Index der Technologiebörse Nasdaq sinkt um 1,3 Prozent auf 7842 Punkte.

Unter den Einzelwerten stehen Intel-Aktien unter Druck, nachdem der Chiphersteller für die nächsten drei Jahre ein gebremstes Gewinnwachstum erwartet. Die Papiere geben knapp drei Prozent ab.

Der Verzicht auf eine milliardenschwere Übernahme gefällt Anlegern von Chevron. Der US-Ölkonzern hat sich aus dem Rennen um den Konkurrenten Anadarko Petroleum zurückgezogen. Zuvor hatte Occidental Petroleum seine Offerte angehoben. Chevron-Aktien legen 3,6 Prozent zu. Die Titel von Anadarko gaben rund drei Prozent nach. Occidental-Aktien fallen um mehr als sechs Prozent.

15:36 Uhr

Experte: So investiert man am "einfachsten" in Aktien

Internationale Indizes bieten dank ihrer Marktbreite eine gewisse Sicherheit, die besonders Sparer suchen. Wer auf ETFs setzen möchte, sollte die richtige Index-Auswahl treffen. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit David Wenicker und Martin Lück von der Fondsgesellschaft Blackrock.

 

14:56 Uhr

Trump greift bei Werbung für Medikamente ein

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US-Präsident Donald Trump nannte die neue Vorschrift, die in 60 Tagen in Kraft tritt, "historisch".

(Foto: imago images / UPI Photo)

Pharmafirmen in den USA müssen künftig in der Fernsehwerbung für ihre Produkte auch den Preis nennen. Die neue Vorschrift ist Teil der Bemühungen der US-Regierung, verschreibungspflichtige Medikamente zu vergünstigen - in den Nachbarländern Kanada und Mexiko sind zahlreiche Arzneimittel deutlich billiger als in den USA.

Der Preis eines Medikaments muss demnach am Ende eines Werbespots gezeigt oder genannt werden - wie der Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen. Die Vorschrift gilt für Arzneien, die mehr als 35 Dollar (rund 31 Euro) für eine Behandlung oder für einen Monat kosten.

Der Preis für die zehn am stärksten beworbenen Medikamente liegt zwischen 488 und knapp 17.000 Dollar pro Monat. Werbung für Arzneimittel ist in den USA häufig - und zwar nicht nur für Mittel gegen Kopfschmerzen oder Schnupfen, sondern auch gegen komplexere Krankheiten.

14:45 Uhr

US-Handelsdefizit mit China fällt auf neues Tief

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Die Importe aus China in die USA gaben spürbar nach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Inmitten des Zollstreits mit China ist das von US-Präsident Donald Trump beanstandete Defizit im Warenhandel mit der Volksrepublik auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Es sank im März um 16,2 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium mitteilte.

Die Importe aus dem Reich der Mitte verringerten sich um 6,1 Prozent, während die US-Ausfuhren nach China, befeuert von einem Exportboom bei Sojabohnen, um 23,6 Prozent in die Höhe schnellten. Insgesamt stieg allerdings das US-Defizit im Handel mit dem Ausland um 1,5 Prozent auf 50,0 Milliarden Dollar.

US-Präsident Trump ist das Defizit ein Dorn im Auge. Er kritisierte mehrfach, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie China über den Tisch gezogen.

14:01 Uhr

Türkische Lira stürzt ab - Notenbank muss eingreifen

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,81

Die türkische Lira macht wieder mit einer Abwärtsbewegung auf sich aufmerksam: Diesmal ruft der Kursrückgang sogar die Notenbank des Landes auf den Plan. Die Währungshüter setzen das wöchentliche Refinanzierungsgeschäft aus, um damit ihre Geldpolitik zu straffen und die Lira zu stützen.

Die türkische Währung gibt zuvor deutlich nach und markiert zum Dollar mit 6,24 Lira ein Acht-Monats-Tief. Auslöser ist die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul. Investoren befürchten, dass auf das Land Monate der Unsicherheit bis zum Urnengang am 23. Juni zukommen.

Das Aussetzen von Refinanzierungsgeschäften ist eine Möglichkeit für Notenbanken, der Währung unter die Arme zu greifen. Das sei aber nur eine Notfallmaßnahme, sagte Tim Ash, Schwellenländer-Stratege beim Vermögensverwalter BlueBay. "Das wirkliche Problem ist die fehlende Glaubwürdigkeit der Wirtschaftspolitik."

13:13 Uhr

Scheidender Daimler-Chef: Nachfolger hat es schwer

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Es werde in Zukunft nicht einfacher, orakelt der scheidende Daimler-Chef Dieter Zetsche.

(Foto: REUTERS)

Er war jahrelang das Gesicht von Daimler: Dieter Zetsche. Doch im Mai endet seine Ära an der Spitze des deutschen Autobauers. Sein Nachfolger ist Ola Källenius - doch dieser wird es laut Zetsche alles andere als leicht haben. Der baldige Ex-Chef sieht schwere Aufgaben auf Källenius zukommen.

Dieser müsse einen Weg finden, um die Margen bei der Tochter Mercedes-Benz trotz der hohen Kosten für den Schwenk zur Elektromobilität zu verbessern, sagte Zetsche am Rande der Vorstellung des Mercedes E-Modells EQC in Oslo. "Es liegen viele Anstrengungen vor uns, wir sind in einer Situation der Abkühlung der Wirtschaft."

Der Druck, in Elektro-Modelle und autonomes Fahren zu investieren, habe die Kosten für Forschung und Entwicklung bei Mercedes-Benz-Pkw aufgebläht. Die letzte Quartalsbilanz war trüb ausgefallen, der operative Gewinn schrumpfte um 16 Prozent. Die zentrale Aufgabe für Daimler sei nun, Elektroautos mit einer ordentlichen Rendite herzustellen, sagte Zetsche.

12:44 Uhr

Handelsstreit hält Wall Street weiter unten

Dow Jones
Dow Jones 26.726,00

Nach der Stabilisierung zur Wochenmitte dürfte die Wall Street heute wieder deutlicher unter Druck geraten. Die Märkte stehen dabei weiter ganz im Bann des schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China.

Auch die Verschärfung der US-Sanktionen gegenüber dem Iran trägt nicht zur Entspannung bei den Investoren bei. Mit Spannung werde nun auf die am Donnerstag weitergehenden Handelsgespräche in Washington geschaut.

Für den Wochenverlauf steht beim Dow Jones und anderen Indizes bereits ein Minus von jeweils rund zwei Prozent zu Buche. Auch zur heutigen Eröffnung zeichnen sich weitere Verluste ab. Der Future auf den S&P-500 fällt aktuell um 0,8 Prozent.

12:35 Uhr

Studie: Uber und Lyft verstopfen San Francisco

Lyft
Lyft 55,32

Die US-Unternehmen Uber und Lyft haben die Ära der Fahrdienstvermittler eingeläutet. Sie brüsten sich damit, für die effiziente Nutzung von Fahrzeugen und damit für Entlastung für verkehrsgeplagte Städte zu sorgen. Doch eine neue Studie sät daran Zweifel: In San Francisco könnte demnach genau das Gegenteil der Fall sein.

Denn in der Westküstenmetropole, wo beide Fahrdienst-Unternehmen ihren Hauptsitz haben, stieg das Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren laut der Untersuchung. Für die in der Zeitschrift "Science Advances" veröffentlichte Studie verglichen die Forscher den Verkehr in San Francisco von 2010 mit 2016 - dem Jahr, als sogenannte "Transportation Network Companies" (TNCs) sich als fester Bestandteil des Straßenbildes der kalifornischen Stadt etablierten.

Lyft, das erst Ende März an die Börse gegangen war, stellt die Ergebnisse infrage: In der Studie seien weder der wachsende Tourismus noch die Fahrten von Lieferdiensten ausreichend berücksichtigt worden - in einer Gegend, in der Amazon und andere Online-Händler ihre Aktivitäten zuletzt massiv ausweiteten.

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12:09 Uhr

Handelsstreit - China weist Vorwürfe aus den USA zurück

Das Hin und Her im Handelsstreit zwischen den USA und China belastet weiter die Börsen - der Dax gibt zuletzt 0,8 Prozent nach auf 12.086 Punkte. US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf die chinesische Seite mit der Androhung einer weiteren Zollerhöhung zu erhöhen versucht.

Ranghohe US-Regierungsvertreter hatten in den vergangenen Tagen zudem kritisiert, China habe bereits Zugesagtes während der Verhandlungen wieder zurückgenommen.

Doch die Chinesen wollen von derartigen Vorwürfen nichts wissen: Unmittelbar vor Beginn einer neuen Runde der Handelsgespräche betont Peking, seine bisher gemachten Versprechen gebrochen zu haben. "Die chinesische Seite hat ihre Versprechen gehalten, und das hat sich niemals geändert", sagte der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, in Peking.

11:43 Uhr

Dax - Heidelbergcement top, Conti flop

Mit einem Kursplus von bis zu 3,1 Prozent setzen sich die Aktien von Heidelbergcement an die Dax-Spitze. Das Unternehmen hat zu Jahresauftakt vom milden Winter und der hohen Nachfrage profitiert und Gewinn und Umsatz gesteigert. Positiv sei insbesondere, dass es dem Unternehmen gelungen sei, die Preise anzuheben, schreiben die Experten von Berenberg.

Die Continental-Aktie gibt dagegen 3,6 Prozent nach. Der Auto-Zulieferer bekommt die Absatzflaute der Automobilindustrie stärker zu spüren und hat zu Jahresauftakt weniger Aufträge erhalten.

11:11 Uhr

Briten wollen deutsches Waffenembargo brechen

BAE Systems
BAE Systems 5,46

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hofft im Kampf gegen das deutsche Waffenembargo gegen Saudi-Arabien auf die Hilfe der Regierung in London. "Wir arbeiten eng mit Partnern aus der Branche und der britischen Regierung zusammen, um unsere vertraglichen Verpflichtungen in Saudi-Arabien zu den wichtigen europäischen Kooperationsprogrammen weiter erfüllen zu können", erklärte BAE Systems.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte Ende März das Embargo gegen Saudi-Arabien um sechs Monate verlängert, das nach der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi verhängt worden war. Bei anderen europäischen Regierungen hatte Maas' Alleingang Unmut ausgelöst, weil dadurch zahlreiche milliardenschwere Militäraufträge gefährdet sind.

Das Unternehmen führt ein Konsortium mit Airbus und der Münchner MTU Aero Engines an, das 48 Eurofighter-Militärflugzeuge für zehn Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Euro) an das arabische Land liefern soll. BAE Systems hat seine Prognose für das laufende Jahr angesichts des Exportstopps unter den Vorbehalt "geopolitischer Unsicherheiten" gestellt.

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An den meisten europäischen Rüstungs- und Flugzeugprojekten sind mehrere Länder beteiligt.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

10:36 Uhr

Australiens 50-Dollar-Note hat Rechtschreibfehler

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(Foto: Bank of Australia)

Jedem unterläuft mal ein Rechtschreibfehler - auch in berühmten Romanen finden sie sich, selbst wenn viele Menschen vor der Veröffentlichung nochmal drüberlesen. Gut, in diesen Fällen ist es meist auch eine Menge Text, das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler auftauchen.

Nur sehr wenig Text steht allerdings auf der neuen 50-Dollar-Note von Australien. Unter anderem das Wort "Responsibilty". Dass dem Wort ein "i" fehlt, um es zur deutschen "Verantwortung" zu machen, ist der Notenbank des Landes erst im Nachhinein aufgefallen. 46 Millionen Exemplare des Scheins befinden sich nämlich bereits in Umlauf. Herausgegeben wurde der neue Geldschein bereits vor einem halben Jahr.

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Die Reserve Bank of Australia hat nun angekündigt, dass der Rechtschreibfehler bei der nächsten Auflage im Laufe dieses Jahres korrigiert wird. Alle aktuellen Scheine behalten natürlich ihre Gültigkeit.

09:54 Uhr

Champions-League-Aus - Ajax-Aktien stürzen ab

Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam 17,50

Das Fatale an Aktien von Fußballklubs ist: Der reine Zufall, ein Quentchen Glück des Gegners oder eine Fehleintscheidung des Schiedsrichters können den Unterschied machen zwischen Erfolg oder Niederlage.

Das müssen auch die Anleger von Ajax Amsterdam erfahren, die sich nach dem knappen Ausscheiden des niederländischen Klubs aus der Champions League am Vorabend lieber aus den Papieren zurückziehen. Die Aktien brechen in der Folge um bis zu 21,3 Prozent auf 18,50 Euro ein.

Beim Halbfinal-Rückspiel am Mittwochabend verloren die Niederländer in der Nachspielzeit 2:3 gegen den britischen Verein Tottenham Hotspur. Dieser trifft im Finale am 1. Juni in Madrid nun auf den heimischen Rivalen Liverpool.

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Nicht nur die Spieler von Ajax sind nach der Niederlage gegen Tottenham geschockt - auch die Anleger des Klubs.

(Foto: imago images / VI Images)

 

09:16 Uhr

Verwirrung um Handelsstreit belastet Dax

Dax
Dax 12.252,55

Die unklare Lage im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgt an den Märkten weiterhin für Unsicherheit. Zunächst droht US-Präsident Donald Trump mit höheren Zöllen, gestern gab es jedoch wieder Hinweise auf eine Annäherung, die nächsten Verhandlungen finden heute und morgen in Washington statt.

Für Dax-Anleger bedeutet das, erstmal in Deckung zu bleiben. Der deutsche Leitindex startet mit einem Minus von 0,6 Prozent auf 12.112 Punkte in den Handelstag. "Die Unsicherheit bleibt groß und es ist weiterhin völlig offen, ob es zu einem Deal kommt oder sich die Finanzmärkte auf einen Handelskrieg einstellen müssen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

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08:45 Uhr

Ölpreis in der Zange von Ängsten und Risiken

Die Ölpreise gehen am Morgen wieder auf Tauchstation. Händler nannten die schärfere Rhetorik zwischen den USA und China als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet aktuell 69,67 US-Dollar. Das waren 70 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 49 Cent auf 61,63 Dollar.

Der Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten belastet die Ölpreise, weil er Ängste vor einer konjunkturellen Abkühlung und einer schwächeren Erdölnachfrage schürt. Dem stehen jedoch Risiken auf der Angebotsseite gegenüber, die die Ölpreise in der Tendenz stützen. Hierzu zählen Förderkürzungen durch das Ölkartell Opec, Förderausfälle in Krisenländern wie Venezuela und politische Risiken, darunter der Atomstreit zwischen den USA und Iran.

 

07:38 Uhr

Dax spürt die wachsende Verunsicherung

Am deutschen Aktienmarkt stellen sich Anleger auf ein leichtes Minus zum Auftakt vor. An der Frankfurter Börse dürfte der Leitindex angesichts der ungeklärten Lage im Zollstreit zwischen den USA und China schwächer starten.

  • Zur Xetra-Eröffnung um 9.00 Uhr wird der Dax in den vorbörslich errechneten Indikationen bei 12.156,50 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Kursbarometer noch freundliche 0,7 Prozent im Plus bei 12.179,93 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die eintreffenden Zahlen aus der laufenden Berichtssaison zum ersten Quartal erreicht am Morgen einen weiteren Höhepunkt: Neben den Ergebnissen der Deutschen Telekom stehen noch Zwischenberichte von prominenten Namen wie etwa Adidas, Arcelormittal, Heidelbergcement, Continental, Metro oder auch Rheinmetall an.
07:13 Uhr

Frische Quartalszahlen: Telekom wächst solide

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,29

Die Deutsche Telekom hat ihren Umsatz im ersten Quartal 2019 zwar stärker als am Markt erwartet gesteigert, doch die Gewinnkennziffern blieben etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Jahresprognose konnte der Bonner Dax-Konzern bestätigen.

  • In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres legte der Umsatz um 8,7 Prozent auf 19,488 Milliarden Euro zu. Analysten hatten im Mittel Erlöse von 19,305 Milliarden Euro veranschlagt. Günstige Wechselkurseffekte vor allem wegen des starken Dollar trugen zu drei Vierteln zum restlichen Umsatzplus bei, hinzu kamen Zukäufe in Österreich und den Niederlanden.
  • Das um Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis (Ebitda AL), mit dem die Telekom ab diesem Jahr ihre operative Ertragskraft misst, stieg um 8,3 Prozent auf 5,940 Milliarden Euro. Hier hatten Analysten der Telekom im Mittel mit 5,997 Milliarden Euro etwas mehr zugetraut.
  • Unter dem Strich verdiente die Telekom im Januar, Februar und März bereinigt 1,183 Milliarden Euro und damit geringfügig weniger als im Vorjahr. Hier schlugen die zuletzt höheren Investitionen mit gestiegenen planmäßigen Abschreibungen durch.
06:59 Uhr

Zollstreit macht Asien-Anleger nervös

Nikkei
Nikkei 21.193,81

Im fernöstlichen Aktienhandel zeigen die Trendpfeile am vorletzten Handelstag der Woche nach unten. Für erhebliche Unruhe sorgt weiterhin der Zollstreit zwischen den USA und China, inklusive der US-Zolldrohung gegen ausländische Autobauer.

  • Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans notiert rund 1,0 Prozent im Minus.
  • In Japan sackt der Nikkei-Index um 1,2 Prozent auf 21.334 Punkte ab, nachdem er zuvor im Verlauf bis auf ein Sechs-Wochen-Tief bei 21.315 Zählern gefallen war.
  • Für Donnerstag und Freitag ist eine neue Gesprächsrunde zur Lösung des Zollstreits in Washington angesetzt.

US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Wochenende damit gedroht, an diesem Freitag Importzölle auf chinesische Produkte im Volumen von 200 Milliarden Dollar auf 25 Prozent zu erhöhen und damit die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt.

06:49 Uhr

Gemüse und Fleisch immer teurer: Inflation in China zieht an

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Unruhe in der Bevölkerung: Der Preisanstieg bei Lebensmitteln ist für alle Chinesen schmerzhaft zu spüren.

(Foto: REUTERS)

Starke Preissteigerungen bei Lebensmitteln haben die Inflation in China im April auf ein neues Sechsmonatshoch getrieben.

  • Der Verbraucherpreisindex zog im April insgesamt um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an, teilte die nationale Statistikbehörde in Peking mit.
  • Im März lag das Plus bereits bei 2,3 Prozent. Erklärtes Ziel der chinesischen Wirtschaftslenker ist es, die Inflation in diesem Jahr unter der Marke von 3,0 Prozent zu halten.
  • Lebensmittel verteuerten sich im April um 6,1 Prozent binnen Jahresfrist, das war der höchste Anstieg seit drei Jahren, nachdem im März ein Plus von 4,1 Prozent gemeldet worden war.

Die Teuerung bei den Lebensmitteln trifft die Masse der Bevölkerung: Die Preise für Frischgemüse legten gegenüber dem Vorjahr zuletzt um volle 17,4 Prozent zu, nachdem sie im März um 16,2 Prozent gewachsen waren. Der Preis für Schweinefleisch stieg im April binnen Jahresfrist um 14,4 Prozent nach einem Wachstum von 5,1 Prozent im März.

06:06 Uhr

Euro steuert auf ereignisreichen Handelstag zu

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

Im Devisenhandel beginnt der Tag aus europäischer Sicht mit einer leichten Abschwächung beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung notiert hauchdünn unter dem Niveau des Vorabends.

  • Am frühen Morgen liegt der Euro bei 1,1190 Dollar.
  • Den Referenzkurs zur Wochenmitte hatte die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,1202 (Dienstag: 1,1185) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,8927 (0,8941) Euro.
  • Auf der Konjunkturagenda des Tages tauchen zumindest für die erste Handelshälfte keine potenziell marktbewegende Termine auf. Am Nachmittag werden die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet sowie Angaben zur Inflation und zur Handelsbilanz im März.

Voll im Vordergrund stehen an diesem Donnerstag dagegen die erwarteten Unternehmensergebnisse aus der laufenden Berichtssaison. Zur Zahlenvorlage angekündigt sind dabei auch prominente Namen aus der europäischen Konzernlandschaft wie etwa Deutsche Telekom, Arcelormittal, Adidas, Metro oder Rheinmetall.