Freitag, 17. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Juliane Kipper
17:54 Uhr

Dax schließt kurz unter Allzeithoch

Dax
Dax 13.783,89

Der Dax schließt erstmals wieder seit rund einem Jahr über der Marke von 13.500 Punkten. Zum Rekordhoch fehlen dem deutschen Leitindex damit keine 100 Punkte mehr. Mit einem Plus von 0,72 Prozent auf 13.526 Zähler beendet der Dax den Tag und legt im Wochenverlauf damit um 0,3 Prozent zu.

Gesucht waren vor allem Versorgeraktien. RWE stiegen 3,1 Prozent nach positiven Analystenkommentaren, unter anderem von Goldman Sachs. Hier wurden weiter die Entschädigungszahlungen für die Kosten des Kohleausstiegs gefeiert. Auch Eon zogen um 1,9 Prozent mit.

Auch im Luftfahrtsektor lief es rund: Airbus stiegen um 2,5 Prozent, hier hat China Aircraft Leasing den Kauf von 40 Maschinen des Typs A321neo angekündigt. Für MTU war das ebenfalls eine gute Nachricht, die Aktien kletterten um 1,7 Prozent auf ein neues Allzeithoch.

Gesucht mit den Technologiewerten waren SAP, die sich um 2,9 Prozent verbesserten. Für Bayer ging es um 0,7 Prozent nach oben. Der Mediator im Glyphosat-Rechtsstreit, Ken Feinberg, erwartet einen Vergleich zwischen Bayer und den Klägern schon binnen eines Monats.

15:58 Uhr

US-Börsen eilen von Rekordhoch zu Rekordhoch

Schlumberger
Schlumberger 31,90

Die US-Börsen eilen weiter von Rekordhoch zu Rekordhoch. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewinnen zur Eröffnung jeweils bis zu 0,4 Prozent auf 29.345 Punkte, 9393 Zähler beziehungsweise 3324 Stellen. "Es herrscht eine Menge Enthusiasmus", sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. "Unterstützung erhält der Markt von einer Kombination aus starken Firmenbilanzen und Konjunkturdaten."

So wurden in den USA im Dezember so viele Wohnbauprojekte begonnen wie zuletzt vor 13 Jahren. Zusätzlichen Rückenwind erhalte die Wall Street von ermutigenden chinesischen Daten, sagte Analyst Connor Campbell vom Brokerhaus Spreadex. Sie deuteten darauf hin, dass die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft 2020 wieder stärker wachsen werde.

Bei den Aktienwerten rückte Schlumberger ins Rampenlicht. Dank eines starken Auslandsgeschäfts steigerte der weltgrößte Ölindustrie-Dienstleister den Gewinn überraschend stark auf 545 Millionen Dollar. Schlumberger-Aktien gewannen ein Prozent.

15:15 Uhr

Anleger reagieren erleichtert auf Wahl von Mischustin

Rubel / US-Dollar
Rubel / US-Dollar ,02

Erleichtert reagieren Anleger zudem auf die Wahl von Michail Mischustin zum neuen russischen Ministerpräsidenten. "Seine ersten Aussagen zur Wirtschaftspolitik deuten auf ein hohes Maß an Kontinuität hin", sagte Analyst Anatoliy Shal von der Bank JPMorgan. Der Rubel wertet zu Dollar und Euro um jeweils etwa ein halbes Prozent auf, und der Moskauer Aktienindex markierte mit 3198,19 Punkten ein Rekordhoch.

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14:27 Uhr

Für den Luftfahrtsektor läuft es rund

Airbus steigen um 2,5 Prozent an, hier hat China Aircraft Leasing den Kauf von 40 Maschinen des Typs A321neo angekündigt. Für IAG geht es sogar um 5 Prozent nach oben. In die Muttergesellschaft von British Airways, Aer Lingus und Iberia dürfen nun auch wieder Nicht-EU-Investoren unbegrenzt investieren. Die Analysten von Bernstein sehen dies sehr positiv, damit könne die Aktie zudem Ende Februar wieder in die MSCI-Indizes zurückkehren.

13:39 Uhr

Dax trennen nur wenige Punkte von Allzeithoch

Dax
Dax 13.783,89

Nach dem Waffenstillstand im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit könnte der Dax Experten zufolge in der neuen Woche sein Rekordhoch ins Visier nehmen. Den Takt vorgeben dürften dabei Firmenbilanzen aus den USA und Europa sowie konjunkturelle Stimmungsindikatoren. Zudem liegt das Augenmerk der Anleger auf möglichen Details zur Strategie der Europäischen Zentralbank.

Börsianer können nach der Unterzeichnung einer ersten Handelsvereinbarung zwischen den USA und China erst einmal durchatmen. "Es gibt mehr Planungssicherheit, was sich positiv auf die weltweite Investitionsstimmung auswirken könnte", stellt VP-Bank-Ökonom Thomas Gitzel fest. Den Dax trennen bei einem Stand von 13.520 Punkten nur knapp 80 Punkte von seinem Allzeithoch. Allzu große Euphorie war angesichts weiter bestehender Strafzölle bei den Investoren zunächst nicht aufgekommen, weswegen das Wochenplus nur bei mageren 0,2 Prozent lag.

12:54 Uhr

Wirecard bricht ein

Wirecard
Wirecard 136,10

Nach einem freundlichen Start bricht die Aktie von Wirecard ein. Bei einem hohen Volumen geht es nach unten, der Wert notierte kurz 5 Prozent leichter bei 122,25 Euro. Nachrichten gibt es nach Aussage von Marktteilnehmern keine.

Vielmehr wird auf den Verfalltermin am Terminmarkt verwiesen, wo niedrige Abrechnungspreise angestrebt würden. Damit dürfte die Volatilität über den Tag gesehen hoch bleiben. Inzwischen hat sich die Aktie vom Tief erholt und notiert nur noch 2,2 Prozent im Minus.

12:14 Uhr

Automobilsektor erholt sich wieder

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picture alliance / dpa

Der zuletzt schwache Automobilsektor, der den Dax an den beiden Vortagen gebremst hatte, erholt sich. Volkswagen, Daimler und BMW gewinnen bis zu eineinhalb Prozent dazu. In den vergangenen Tagen hatten Medienberichte über drohende Strafzölle der USA auf Autoimporte aus Europa die Branchenkurse belastet.

11:30 Uhr

Sparfleiß und Aktiengewinne: Privates Geldvermögen auf Rekordhoch

Sparfleiß und gestiegene Aktienkurse treiben das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland auf einen Rekordwert getrieben. Auf 6302 Milliarden Euro summierte sich das Vermögen in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des dritten Quartals 2019, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte.

Das war ein Anstieg um 67 Milliarden Euro oder 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Binnen eines Jahres erhöhte sich das Geldvermögen um 4,5 Prozent. Sparer setzten den Angaben zufolge unter anderem weiter auf Bargeld und Bankeinlagen, die zwar wegen der Zinsflaute kaum noch etwas abwerfen, auf die sie aber schnell zugreifen können. "Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an", erklärte die Bundesbank. Anleger profitierten von gestiegenen Börsenkursen. Aktien und Anteile an Investmentfonds verzeichneten Zugewinne von 15 Milliarden Euro und trugen so ebenfalls zum Anstieg des Geldvermögens bei. Zugleich nutzten die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen, vor allem für den Wohnungsbau. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Privathaushalte um etwa 25 Milliarden auf rund 1861 Milliarden Euro.

Netto, also nach Abzug von Schulden, kletterte das Geldvermögen gegenüber dem Vorquartal um 41 Milliarden Euro auf rund 4441 Milliarden Euro. Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor.

10:42 Uhr

Hoffnung auf Einigung im Glyphosat-Streit gibt Bayer Auftrieb

Bayer
Bayer 76,15

Für die Aktie von Bayer geht es um 1,1 Prozent nach oben. Positiv wird im Handel gewertet, dass sich der Mediator Ken Feinberg im Glyphosat-Rechtsstreit gegenüber Bloomberg dahingehend geäußert habe, dass er einen Vergleich zwischen Bayer und den Klägern innerhalb eines Monats als möglich erachte.

"Eine schnelle Einigung wäre wünschenswert für Bayer", so ein Marktteilnehmer. Allerdings bestehe weiterhin Unsicherheit, in welcher Höhe ein Vergleich festgestellt werde. Dies sei der entscheidende Faktor. Dass die Zahl der Klagen im Vorfeld eines Vergleichs nochmals deutlicher anstiegen, sei dagegen keinen Überraschung.

10:22 Uhr

Hellofresh überzeugt mit Zahlen

Die Aktien des Essenslieferdienstes Hellofresh setzen ihren Aufwärtskurs fort. Sie stehen mit einem Plus von 5,5 Prozent an der Spitze des Kleinwertesegments SDax. Die Experten der britischen Großbank Barclays heben ihr Kursziel auf 25 von 19 Euro an. Am Donnerstag waren die Papiere nach einem Plus bei Umsatz und Gewinn nach oben geschnellt.

09:21 Uhr

RWE profitiert von Milliardenentschädigung

Der deutsche Aktienmarkt startet zum Wochenschluss mit Kursgewinnen in den Handel. Der Dax notiert in den ersten Handelsminuten 0,7 Prozent höher bei 13.519 Punkten. Für gute Stimmung sorgten die jüngsten Konjunkturdaten aus China: Das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft fiel 2019 zwar so gering aus wie seit fast drei Jahrzehnten nicht, es traf aber die Erwartungen der Analysten und lag in der Zielvorgabe der Regierung in Peking.

Positive Analystenkommentare haben die Aktien von RWE auf den höchsten Stand seit sieben Jahren katapultiert. Die Papiere klettern um bis zu 6,1 Prozent auf 31,86 Euro und stehen damit unangefochten an der Dax-Spitze. Die Aussicht auf eine Milliardenentschädigung wegen des Braunkohle-Ausstiegs hatte die Titel bereits am Vortag um zwei Prozent angetrieben.

07:45 Uhr

Aufwind zum Wochenende: Dax schiebt sich in Startposition

Daumen hoch kurz vor dem Wochenende: Am deutschen Aktienmarkt können sich Anleger auf einen freundlichen Auftakt einstellen. Der Leitindex an der Frankfurter Börse wird im Plus erwartet.

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    Kann losgehen: Der Freitagshandel in Frankfurt verspricht günstige Bedingungen.

    (Foto: picture alliance / dpa)

    Die vorbörslich errechneten Indikationen sehen den Dax zur Xetra-Eröffnung um 9.00 Uhr bei 13.470,50 Punkten starten, was einem Aufschlag von 0,3 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das prominenteste deutsche Börsenbarometer prozentual unverändert bei 13.429,43 Zählern aus dem Handel gegangen.
  • Abgesehen von den frischen China-Daten zu BIP und Industrieproduktion steht am Morgen unter anderem die Entwicklung der Verbraucherpreise innerhalb der Eurozone im Vordergrund. Daneben gibt es Gerüchte um einen größeren Zukauf durch Volkswagen in China zum Ausbau der Elektromobilität. Aus den USA folgen am Nachmittag Daten zur Lage bei den Wohnbaubeginnen, bei der Industrieproduktion und beim Verbrauchervertrauen (Michigan-Index).

Vor dem Wochenende steht zudem der erste Verfallstag des jungen Jahres an: Bei Optionen auf Indizes und einzelne Aktien können die Kurse daher unvermittelt stark schwanken.

Dax
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07:30 Uhr

So sieht der Plan zum Braunkohle-Ausstieg aus

Der Plan der Bundesregierung zum Ende der Stromerzeugung mit Braunkohle in Deutschland steht fest. Eine ausführliche Einschätzung finden Sie im ntv-Interview mit DIW-Energieexperten Claudia Kemfert.

*Datenschutz

Mehr dazu können Sie hier nachlesen. Was Klimaschützer von dem Zeitplan halten, sehen Sie hier.

07:24 Uhr

Peking: "Phase-One-Deal" nicht auf Kosten Europas

China hat der Europäischen Union versichert, dass das Teilabkommen im Handelskonflikt mit den USA nicht zu Lasten der Europäer gehen wird. Das zumindest sagt der EU-Botschafter in Peking, Nicolas Chapuis.

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    "Gelenkter Handel" - zum Nachteil der Europäer?

    (Foto: dpa)

    Bei einer Unterrichtung im Außenministerium in Peking Handelskrieg sei ihm zugesichert worden, "dass europäische Unternehmen in keiner Weise, in absolut keiner Weise von dem Abkommen beeinflusst werden", erklärte der europäische Top-Diplomat vor Journalisten.
  • Die EU werde die Umsetzung des sogenannten Phase-One-Deals mit Blick auf diese Zusicherung weiter beobachten, erklärte Chapuis,
  • Die Europäische Union will früheren Angaben genau beobachten, ob das Handelsabkommen mit den Regel der Welthandelsorganisation (WTO) übereinstimmt, und notfalls klagen.

Nach der chinesischen Zusage, über zwei Jahre für 200 Milliarden Dollar mehr Waren in den USA kaufen zu wollen, hatten sich EU-Unternehmen besorgt über einen derart "gelenkten Handel" geäußert, der auf Kosten Europas gehen könnte.

07:02 Uhr

Am Morgen nach den China-Daten: Euro verliert an Stärke

Der letzte Handelstag der Woche beginnt an den Devisenmärkten mit einem deutlich gebremsten Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung kommt von seinem am Vortag erzielten Wochenhoch zurück.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro bei 1,1137 Dollar und hält sich damit im Vergleich zum Vorabend prozentual nahezu unverändert. Im Verlauf des Donnerstagsgeschäfts war der Euro-Kurs bis auf knapp 1,1170 Dollar gestiegen.
  • Bei der Festlegung der täglichen Referenzkurse am Donnerstagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) einen Wechselkurs von 1,1169 Dollar errechnet.
  • Ein Euro entsprach außerdem 122,80 Yen, 0,85470 Pfund Sterling und 1,0739 Schweizer Franken.

Frische Konjunkturdaten aus China beherrschen am Morgen die Debatte: Aus Peking erreichten die Jahreszahlen zum Wirtschaftswachstum die Märkte. Die chinesische Wirtschaftsleistung hat sich demnach 2019 so schwach entwickelt wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Allerdings gibt es auch Anzeichen für eine gewisse Stabilisierung: Die chinesische Industrieproduktion zum Beispiel hat sich im Dezember wieder etwas beschleunigt, wie aus ebenfalls in der Nacht veröffentlichten Daten hervorgeht.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08