Freitag, 24. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Hedviga Nyarsik
18:02 Uhr

Dax erobert 12.000er Marke zurück

Dax
Dax 12.241,28

Nach den Verlusten vom Vortag macht der Dax vor dem Wochenende wieder Boden gut. Der deutsche Leitindex legt um 0,5 Prozent auf 12.011 Punkte zu. Echte Kauflust kam keine auf, denn die Stimmung bleibt angeschlagen. Eine Einigung im US-chinesischen Handelskonflikt zeichnet sich nicht ab, im Gegenteil, es droht eine weitere Eskalation.

  • Adidas geben 0,2 Prozent nach. Hier belastet eine gesenkte Gewinnprognose durch Foot Locker.
  • Der Laborgerätehersteller Stratec hat derweil Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Konzernumsatz legte währungsbereinigt um 17,6 Prozent zu, das bereinigte EBIT wurde auch dank einer höheren Marge und Skaleneffekten um 26,2 Prozent gesteigert. Die Titel gewinnen 0,2 Prozent.
  • Die Aktie der Restaurantkette Vapiano gab zwischenzeitliche Gewinne wieder ab und schloss unverändert. Positiv wird an der Börse aufgenommen, dass die Finanzierung über 30 Millionen Euro von Banken und Großaktionären steht. "Damit ist das Liquiditätsproblem erst einmal gebannt", so ein Marktteilnehmer.
    Vapiano
    Vapiano 6,10
  • SMA Solar gewinnen 19 Prozent. Nach Aussage aus dem Handel gab es hier eine Hochstufung durch Metzler.

Lediglich zur Kenntnis genommen wird der Rücktritt von Premierministerin Theresa May als Parteichefin. Die Londoner Börse reagiert gar nicht, der FTSE-100 zeigt sich wie schon vor den Schlagzeilen freundlich. Auch am Devisenmarkt fällt die Reaktion verhalten aus. Der Rücktritt sei erwartet worden, so ein Analyst. Das Brexit-Abkommen werde wohl nicht mehr Anfang Juni dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Analyst wertet die Entwicklungen grundsätzlich als negativ für das Pfund, auch wenn der Markt aktuell dies anders bewerte.

17:17 Uhr

Auch Siemens könnte sich von Huawei abwenden

Wegen der US-Sanktionen gegen Huawei überprüft auch Siemens seine Geschäftsbeziehungen zum chinesischen Mobilfunkhersteller. Ein Konzernsprecher bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die USA hatten Huawei wegen Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen.

Siemens
Siemens 105,88

Auch deutsche Unternehmen müssen nun überprüfen, wie viel US-Anteile in ihren Zulieferprodukten an Huawei steckt. Siemens liefert Unternehmenskreisen zufolge unter anderem Software für Huawei. Wie hoch der Umsatzanteil ist, wurde zunächst nicht bekannt. Den Kreisen zufolge exportiert Siemens Produkte im Wert von 300 Millionen Euro aus den USA nach China und importiert in der gleichen Größenordnung aus dem Reich der Mitte.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass der bei München sitzende Chiphersteller Infineon seine Lieferungen von in den USA gefertigten Produkten an Huawei als Folge der US-Maßnahmen einstellt. Das betrifft dem Unternehmen zufolge aber nur einen kleinen Bruchteil der Lieferungen, die ansonsten weiter fortgesetzt werden.

16:15 Uhr

Foot Locker macht Adidas Strich durch die Rechnung

Adidas
Adidas 263,94

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China drückt auf die Geschäfte von Foot Locker. Das Unternehmen verpasst im ersten Quartal den erwartet Umsatz und senkt gleichzeitig den Ausblick aufs Gesamtjahr. Statt einem zweistelligen Wachstum erwartet das Management nunmehr ein einstelliges. Anleger quittierten die schlechten Nachrichten mit einem Kursabschlag von über zehn Prozent

Die Nachrichten aus Übersee lasten auch auf den Papieren von Adidas, da die Franken viele Schuhe über Foot Locker verkaufen. Die Aktie rutscht am Nachmittag sogar in die Verlustzone. Langfristig bleibt der Sportartikelhersteller aber weiterhin auf Rekordjagd. Die Aktie erklimmt seit Wochen immer neue Höhen.

16:12 Uhr

US-Anleger fassen wieder etwas Mut

Dow Jones
Dow Jones 26.716,00

Nach den kräftigen Abgaben am Donnerstag zeigt sich die Wall Street heute im frühen Handel leicht erholt. Doch die Unsicherheit bleibt hinsichtlich der weiteren Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China - eine weitere Eskalation ist nicht auszuschließen. Daher könnte es im Handelsverlauf vor dem langen Wochenende auch zu erneuten Abgaben oder Umschichtungen in die "sicheren Häfen" Gold und Anleihen kommen, heißt es.

Der Dow-Jones-Index verbessert sich um 0,7 Prozent auf 25.656 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,7 Prozent, der Nasdaq-Composite rückt um 0,8 Prozent vor.

Die Ölpreise erholen sich etwas von dem Einbruch am Vortag, als sie auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten gefallen waren. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 1,2 Prozent auf 58,62 Dollar, für Brent geht es um 1,2 Prozent auf 68,60 Dollar nach oben.

 

15:08 Uhr

"Da werden Sie geholfen"-Aktie erlebt Revival

Wer schon länger an der Börse unterwegs ist, kann sich an den Börsengang von 11 88 0, damals unter dem Namen Telegate, erinnern. Aber auch andere werden sich zumindest an Verona Feldbusch (heute Pooth) erinnern, die sich damals für das Unternehmen mit dem markanten Spruch "Da werden Sie geholfen" in Szene setzte.

Lange Zeit wat der Aktienkurs allerdings nur noch ein Schatten vergangener Tage. Kostete die Aktie in der Dotcom-Blase über 160 Euro, konnte man sie 2018 lange Zeit als Penny-Stock erwerben. Doch seit Anfang März ist Zug in der Aktie, für sie geht es seitdem bei steigenden Umsätzen nach oben. Das Unternehmen hat sich inzwischen neu positioniert. War es zu Jahrtausendwende vor allem eine Telefonauskunft, ist 11 88 0 Solutions heute im Digitalbereich Marktführer - vor den Gelben Seiten.

Ein Blick auf die Aktionärsstruktur zeigt, dass mit United Vertical Media Gmbh im März diesen Jahres Jahr ein Großer aus der Branche beim Internet-Branchenbuch eingestiegen ist. Die United Vertical Media Gmbh gehört zur Unternehmensgruppe Müller Medien, die in ihrem Portfolio "Das Telefonbuch", "Das Örtliche" wie auch die "Gelben Seiten" halten. Der Chef ist der Medienunternehmer Gunther Oschmann, ein Big Player in der Medienlandschaft.

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Nicht wirklich überraschend erlebt die Aktie somit seit März diesen Jahres ein Revival. Seitdem stieg der Wert um rund 60 Prozent. Heute wurden knapp 300.000 Aktien umgesetzt, was rund 1,5 Prozent des Grundkapitals der 11 88 0 Solutions AG entspricht. Solche Umsätze lassen an der Börse schon einmal aufhorchen. Frei nach der alten Börsenweisheit, "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", fragt man sich an der Börse momentan, wer hier aktiv ist. Aktuell notiert die Aktie knapp 4 Prozent höher bei 1,66 Euro.

14:36 Uhr

Neue Kryptowährung: Facebook-Coin soll 2020 kommen

 

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Eine offizielle Stellungnahme des Social-Media-Giganten zu seinem "Globalcoin" steht noch aus.

(Foto: REUTERS)

Die Spekulationen um eine eigene Kryptowährung von Facebook werden immer konkreter: Laut des britischen Senders "BBC" soll diese „GlobalCoin“ heißen und im ersten Quartal nächsten Jahres in „einem Dutzend Länder“ an den Start gehen. Aktuell berate das Unternehmen mit Vertretern des US-Finanzministeriums und Bank-of-England-Chef Mark Carney. Detaillierte Pläne zu dem Projekt werde Facebook dem Bericht zufolge in den kommenden Monaten offiziell verkünden.

Derweil dominieren wieder grüne Vorzeichen den Kryptomarkt. Die gestrige Kursschwäche war nur vorübergehend. Mit einem Plus von rund fünf Prozent hat der Bitcoin wieder die Marke von 8000 Dollar zurückerobert und ist somit erneut im Aufwärtstrend.

14:02 Uhr

Diesel-Skandal: Volkswagen droht Mammutverfahren

Der Autobauer Volkswagen stellt sich nach der bundesweit ersten Musterfeststellungsklage im Diesel-Skandal auf einen langwierigen Prozess ein. Das Unternehmen rechne mit einer Verfahrensdauer von mindestens vier Jahren, sagte ein VW-Sprecher. VW geht davon aus, dass rund zwei Jahre vor dem Oberlandesgericht Braunschweig und danach zwei weitere Jahre vor dem Bundesgerichtshof verhandelt wird.

VW St.
VW St. 149,15

Das Oberlandesgericht hatte kürzlich den 30. September als Starttermin für die Verhandlung bekanntgegeben. Stellvertretend für die Dieselfahrer hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im November die erste Möglichkeit für eine solche Klage in Deutschland genutzt. Nach VW-Angaben haben sich mittlerweile rund 420.000 Verbraucher der Klage angeschlossen.

Der Konzern ist sich weiterhin keiner Schuld bewusst: "Aus unserer Sicht haben die Kunden keinen Schaden erlitten, da alle Autos im Verkehr genutzt werden können und sicher sind", sagte der VW-Sprecher. Die Klägerseite sieht das anders. Volkswagen habe betrogen und schulde geschädigten Verbrauchern dafür Schadenersatz, hatte vzbv-Vorstand Klaus Müller zur Begründung der Klage gesagt.

 

13:07 Uhr

Trump erwägt Huawei-Deal mit China

Donald Trump will in den Handelsgesprächen mit China auch über den Huawei-Konzern sprechen - und den Telekommunikationsausrüster sogar in das geplante Handelsabkommen aufnehmen. "Wenn wir einen Deal machen sollten, kann ich mir vorstellen, dass Huawei in irgendeiner Form und in irgendeinem Teil eines Handelsabkommens einbezogen sein wird", sagte der US-Präsident.

Nasdaq Composite
Nasdaq Composite 8.005,70

Die USA hatten Huawei erst kürzlich auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie Spionage befürchten. Trump untersagte Unternehmen seines Landes zudem per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Als Hauptziel gilt auch hier Huawei. Daraufhin schränkten mehrere Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ein.

Am Donnerstag hatte Peking Beschwerde in Washington wegen des Umgangs mit Huawei eingelegt. Die chinesische Regierung sprach von "wirtschaftlicher Schikane" seitens der USA.

 

12:45 Uhr

Ruhe vor dem Sturm? Pfund reagiert kaum auf May-Rücktritt

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Emotionaler Auftritt in London: Mit brüchiger Stimme teilt die britische Premierministerin Theresa May ihren Rücktritt als Parteichefin mit.

(Foto: REUTERS)

Das Pfund zeigt sich insgesamt wenig bewegt nach der Ankündigung von Premierministerin Theresa May, ihr Amt als Parteichefin am 7. Juni niederzulegen. Damit will sie den Weg frei machen für einen neuen Premierminister. Der Rücktritt sei erwartet worden, so ein Analyst. Das Brexit-Abkommen werde wohl nicht mehr Anfang Juni dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden, heißt es weiter. Der Analyst wertet die Entwicklungen grundsätzlich als negativ für das Pfund, auch wenn der Markt aktuell keine große Reaktion zeige.

Euro / Britisches Pfund
Euro / Britisches Pfund ,00

Derzeit habe Boris Johnson die besten Chancen, die Premier-Nachfolge von May anzutreten. Johnson gilt als Brexit-Hardliner, so dass die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit steigen wird. Auch das vermutlich sehr schwache Abschneiden von Tory bei den Europawahlen dürfte die Position der Hardliner stärken.

Der Analyst schätzt die Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits in der Zwischenzeit mit 40 Prozent ein. Das Pfund geht wenig verändert bei 1,2676 Dollar um, nachdem es unmittelbar nach den May-Schlagzeilen bis auf 1,2657 gesunken war.

11:55 Uhr

Lieferung mit Wasserstoffenergie: Post sattelt um

Deutsche Post
Deutsche Post 28,22

Die Deutsche Post DHL und ihre Tochter Streetscooter wollen im kommenden Jahr einen Elektrotransporter mit Wasserstoff-Technologie auf den Markt bringen. Das kündigten die Unternehmen am Freitag auf dem Green Tech Festival in Berlin an:

  • Der "H2 Panel Van" werde "der erste serienmäßige 4,25 Tonnen-Elektrotransporter sein, dessen Antrieb während der Fahrt von einer Brennstoffzelle mit zusätzlicher Energie versorgt wird".
  • Der Transporter soll Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erzielen.
  • Er basiert auf dem Elektrolieferwagen Streetscooter Work XL - dem neuesten Modell - und soll mehr als zehn Kubikmeter Ladung befördern können.
  • DHL Express, der Unternehmensbereich für Kurier- und Expresslieferungen, habe bereits 100 dieser Fahrzeuge bestellt, teilten die Unternehmen weiter mit.

Streetscooter, ein Startup aus dem Umfeld der Technischen Hochschule in Aachen, etabliert sich seit seiner Übernahme durch die Post 2014 als Spezialist für einfache, kostengünstige E-Transporter. Für das Logistikunternehmen kurven bereits über 9000 der Elektro- Lieferwagen durch die Republik.

ntv.de hat exklusiv mit Post-Chef Frank Appel geschprochen. Lesen Sie hier das Interview.

11:19 Uhr

Trotz Finanzspritze: Vapiano schließt erste Filiale

Die angeschlagene Restaurantkette Vapiano ist gerettet - zumindest vorerst. Doch wie schlecht es um das Unternehmen steht, ist unklar. Sicher ist nur: Die erste Filiale macht dicht.

Vapiano
Vapiano 6,10

Vorstandschef Cornelius Everke, der Ende 2018 ins Unternehmen gekommen ist, erwägt die Schließung einzelner Niederlassungen. Den Anfang macht dabei Dortmund. Ende Mai schließt in der Ruhrmetropole eins von derzeit zwei Restaurants. Das hat Franchise-Partnerin Sabine Koegel gegenüber „Bild“ bestätigt.

"Die Schließung ermöglicht uns, dass wir unser Angebot zukünftig profitabel konzentrieren können", sagte Koegel dem Blatt. Die 50 Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden.

Der in Hamburg gegründete Restaurant-Riese mit 231 Läden in 33 Ländern steckt schon länger in der Krise. Erst gestern erhielt Vapiano eine dringend benötigte Finanzspritze von 30 Millionen Euro. Der seit langem erwartete und mehrfach vertagte Jahresabschluss verschiebt sich aber erneut - voraussichtlich auf den 18. Juni 2019.

10:51 Uhr

Fliegt die Boeing 737 Max Ende Juni wieder?

Boeing
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Die US-Flugaufsicht FAA rechnet Insidern zufolge damit, dass das Flugverbot für Boeing-Maschinen des Typs 737 Max ab Ende Juni aufgehoben werden könnte. Diese Erwartung hätten FAA-Vertreter gegenüber der UN-Behörde für Zivile Luftfahrt (ICAO) geäußert, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einen festen Zeitplan gebe es allerdings nicht.

  • Die Boeing 737 Max wurde im März nach dem zweiten Absturz innerhalb von fünf Monaten weltweit aus dem Verkehr gezogen.
  • Eine Fehlfunktion der Sicherheits-Software MCAS hatte bei den zwei Abstürzen kurz nach dem Start eine Rolle gespielt.
  • Dabei starben insgesamt 346 Menschen.

Am Donnerstag traf sich die FAA mit mehr als 30 Flugaufsichtsbehörden weltweit. Dabei sollte es um Software-Updates und ein Pilotentraining gehen, mit dem der Airbus-Rivale Boeing die Sicherheit der Maschinen gewährleisten will.

10:15 Uhr

Musk schießt 60 Satelliten gleichzeitig ins All

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(Foto: AP)

Elon Musk ist der nächste Coup gelungen: Seine private Raumfahrtgesellschaft SpaceX hat die ersten 60 von geplanten 12.000 Internet-Satelliten ins All geschossen. Eine Falcon-9-Rakete katapultierte in der Nacht zu Freitag alle Satelliten auf einmal vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in die Erdumlaufbahn. Jedes Jahr sollen Tausende weitere Satelliten folgen. Astronomen warnen allerdings vor mehr Weltraumschrott.

Tesla
Tesla 196,34

In den kommenden Jahren will der Tesla-Gründer ein enges Geflecht an Satelliten aufbauen, um ein weltumspannendes Internet zu erschaffen. Bislang gibt es noch viele Flecken auf der Erde, die keinen Zugang zum Internet haben, wie etwa in vielen Regionen Afrikas oder auf hoher See.

Musk erhofft sich von dem Satelliten-Projekt namens Starlink Einnahmen von rund drei Milliarden Dollar pro Jahr. Das Geld will er eigenen Angaben zufolge unter anderem für seine Pläne zur Besiedlung des Mars nutzen. Der 47-jährige Milliardär hatte vor kurzem angekündigt, ab 2025 mit riesigen Raumschiffen zum Mars fliegen zu wollen.

*Datenschutz

 

09:45 Uhr

Facebook schließt Milliarden Fake-Accounts

Facebook
Facebook 192,60

Facebook hat nach eigenen Angaben immer mehr mit gefälschten Nutzerkonten zu kämpfen. In den ersten drei Monaten 2019 seien fast 2,2 Milliarden solcher "fake accounts" abgeschaltet worden, teilt das soziale Netzwerk in einem Blogposting mit. In den letzten drei Monaten 2018 seien es noch 1,2 Milliarden gewesen.

Hintergrund sei, dass Unbekannte versucht hätten, mit automatisierten Angriffen auf Facebook massenhaft gefälschte Nutzerkonten einzurichten. Trotz der Abwehr dürften fünf Prozent der monatlich aktiven Nutzerkonten gefälscht sein, schätzt Facebook.

Die EU wirft dem Konzern wie auch Google unlängst vor, vor der Europawahl nicht genug gegen Falschmeldungen zu unternehmen.

 

09:26 Uhr

Dax erholt sich zum Wochenausklang

 

Dax
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Nach dem jüngsten Kursrutsch nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den deutschen Aktienmarkt. Der Dax steigt zur Eröffnung um 0,6 Prozent auf 12.027 Punkte, nachdem er am Donnerstag knapp zwei Prozent verloren hatte.

  • Der anhaltende Zollstreit zwischen den USA und China verhindere allerdings größere Kursgewinne, sagten Börsianer.
  • Investoren schwankten zwischen der Furcht vor einer weiteren Eskalation und der Hoffnung auf eine baldige Einigung.
  • Mit Sorge blicken sie zudem nach Großbritannien, wo der Rücktritt von Premierministerin Theresa May einem BBC-Bericht zufolge unmittelbar bevorsteht.
    Wirecard
    Wirecard 151,10

Zu den Favoriten im Dax gehörte Wirecard mit einem Kursplus von 1,8 Prozent. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge liebäugeln die beiden US-Konkurrenten Global Payments und Total System mit einem Zusammenschluss. Dies schüre Fusionsfantasien innerhalb der Zahlungsabwicklungsbranche, sagte ein Aktienhändler.

09:13 Uhr

Ölpreise ziehen nach hohen Vortagesverlusten wieder an

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(Foto: picture alliance / epa Larry W. )

Nach einem starken Einbruch der Ölpreise geht es heute wieder bergauf: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 68,59 US-Dollar. Das sind 83 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 70 Cent auf 58,60 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 57,79

Am Donnerstag fuhren die Ölpreise noch deutliche Verluste ein. Der Brent-Preis sackte unter 70 Dollar, der WTI-Preis rutschte unter die Marke von 60 Dollar. Die Ölpreise waren durch neue Lagerdaten des amerikanischen Energieministeriums und die angespannte politische Lage unter Druck geraten.

Die Erdölreserven der USA waren auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 gestiegen, was ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot ist. Darum fallen die Preise. Außerdem ist der Handelsstreit zwischen China und den USA nach wie vor ungelöst. Dies belastet den Welthandel und damit die Ölnachfrage.

07:51 Uhr

Dax hebt die Nase Richtung Wochenende

Dax
Dax 12.241,28

Freundliche Vorzeichen begrüßen die Anleger vor dem Wochenende an der Börse in Frankfurt: Der deutsche Leitindex dürfte am letzten Handelstag der vorletzten Maiwoche mit leichten Aufschlägen starten.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen wird der Dax zu Xetra-Eröffnung bei 11.984,50 Punkten gesehen, was einem Plus von 0,3 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das wichtigste deutsche Börsenbarometer unter die Marke von 12.000 Punkten gefallen und mit einem tiefroten Minus von 1,8 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Tagesschlusskurs vom Donnerstag liegt damit bei 11.952,41 Zählern.
  • Optisch schwächster Wert im Leitindex waren die Aktien von Daimler, die inklusive Dividendenabschlag am Tag nach der Hauptversammlung fast 6,9 Prozent schwächer schlossen. Auffallend stark abwärts ging es daneben für Covestro, Thyssenkrupp, Infineon und Wirecard mit Kursverlusten von jeweils mehr als 3,0 Prozent. Die Aktien der Deutschen Bank gaben am Tag der großen Jahreshauptversammlung 2,4 Prozent ab auf 6,46 Euro.
07:10 Uhr

Euro duckt sich vor der Europawahl

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,14

An den Devisenmärkten beginnt der letzte Handelstag der Woche mit einem weiterhin geschwächten Euro. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung liegt in der Betrachtung seit Jahresbeginn (YTD) 2,5 Prozent im Minus.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro im asiatisch geprägten Handel bei 1,1181 Dollar und damit hauchdünn unter Vorabendniveau.
  • Im späten Verlauf des Donnerstagsgeschäfts konnte sich der Euro nach kurzzeitigen Kursausschlägen insgesamt leicht erholen. Zuvor war der Eurokurs im Verhältnis zur US-Währung auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs für den Euro zuletzt mit 1,1139 (Mittwoch: 1,1171) Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8978 (0,8952) Euro.
*Datenschutz

Marktbeobachter begründeten die heftigen Kursbewegungen beim Euro vom Vortag unter anderem mit enttäuschenden Konjunkturdaten aus Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Im Mai war das Ifo-Geschäftsklima, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, auf den tiefsten Stand seit Ende 2014 gefallen.

"Die Industrie steht zunehmend vor Herausforderungen, und ob die Inlandsnachfrage im Bereich Bau und Konsum noch ausreicht, um die Konjunktur zu stützen, wird mit den Ifo-Zahlen zunehmend fraglich", kommentierte Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg. Außerdem wurde auf die Entwicklung am Markt für US-Staatsanleihen verwiesen.

Hier kam es am Nachmittag zu Kursgewinnen, die dem Dollar Auftrieb verliehen. Im Gegenzug geriet der Euro weiter unter Druck. Generell machten Anleger im Handelsverlauf einen Bogen um risikoreichere Wertpapiere, während als sicher empfundene Anlagehäfen wie der Dollar, der japanische Yen oder der Schweizer Franken profitierten. Als Ursache gilt vor allem der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Gewichtigere Impulse von Konjunkturseite stehen vor dem Wochenende nicht auf dem Terminplan des Tages. Die Augen vieler Devisenstrategen dürften sich damit vor allem auf die möglichen Auswirkungen der Europawahl und den weiterhin schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China richten.