Freitag, 03. Januar 2020Der Börsen-Tag

mit Hedviga Nyarsik
17:57 Uhr

Zuspitzung des US-Iran-Konflikts schickt Dax auf Talfahrt

Dax
Dax 13.323,69

Eine deutlich zugespitzte geopolitische Lage im Nahen Osten hat den deutschen Aktienmarkt weit ins Minus befördert. Nach der Tötung eines ranghohen iranischen Generals durch die US-Streitkräfte herrschte an den Weltbörsen die Unsicherheit vor, ob es zu einer militärischen Eskalation in der Region kommen wird. Der Dax verlor in der Spitze 2 Prozent an Wert, konnte sich jedoch am Nachmittag über der Marke von 13.200 Punkten stabilisieren.

Letztlich verlor der Leitindex 1,25 Prozent auf 13.219 Zähler. Daraus resultiert für die abgelaufene Woche ein Minus von rund 0,9 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte schließt 0,55 Prozent tiefer bei 28.451 Punkten.

Lufthansa
Lufthansa 14,00

Im Blick stand der Ölpreis, der zeitweise um rund 4 Prozent anzog. Sollte der Iran etwa die Straße von Hormus abriegeln, dürfte dies den Ölpreis weiter nach oben treiben, was zu einer Gefahr für die Weltwirtschaft werden könnte. Der Goldpreis legte kräftig zu, zudem flüchteten die Anleger in die "sicheren" Anleihemärkte.

Tagesverlierer im Dax waren Lufthansa, für die es um 6,5 Prozent nach unten ging. Die Kombination aus steigendem Ölpreis und einer möglichen militärischen Eskalation im Nahen Osten machte der Aktie kräftig zu schaffen.

Vom Ölpreisanstieg und der Furcht vor negativen wirtschaftlichen Folgen belastet gaben auch die Autowerte mit Daimler (minus 1,8 Prozent), VW (minus 2,1 Prozent) und BMW (minus 1,2 Prozent) nach.

 

17:13 Uhr

Online-Möbelhändler Westwing verbrennt weniger Geld

Westwing
Westwing 3,46

Der Online-Möbelhändler Westwing ist im abgelaufenen Jahr weniger stark gewachsen als erwartet. Trotz eines Zuwachses von mehr als zehn Prozent im vierten Quartal sei der Umsatz 2019 insgesamt nur um 5,0 bis 5,7 Prozent statt der erwarteten sechs Prozent gestiegen, teilte Westwing mit. Grund dafür seien unter anderem höhere Retouren.

Dabei verbrannte die Startup-Firma aber weniger Geld als befürchtet: Der Mittelabfluss (negativer Free Cash-flow) habe 2019 nur bei 25 Millionen Euro gelegen; bisher hatte Westwing bis zu 29 Millionen erwartet. Im vierten Quartal sei das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) sogar positiv gewesen. Insgesamt habe Westwing zum Jahresende noch rund 73 Millionen Euro auf der hohen Kante.

16:35 Uhr

Lufthansa plant 4500 Neueinstellungen

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Auf Deutschland entfallen rund 3000 Stellen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Lufthansa
Lufthansa 14,00

Die Lufthansa will im neuen Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 4500 Mitarbeiter einstellen. Zum Teil handle es sich dabei um "fluktuationsbedingte Nachbesetzungen", also um den Ersatz ausscheidender Mitarbeiter, teilte das Unternehmen mit. Bei der Kernmarke Lufthansa sollen 2020 rund 1000 Mitarbeiter eingestellt werden, auf Deutschland entfallen rund 3000 Stellen. Gruppenweit will die Lufthansa unter anderem knapp 1300 Flugbegleiter anheuern.

16:15 Uhr

Trotz geschwächter US-Börsen: Tesla springt auf Rekordhoch

Dow Jones
Dow Jones 28.742,57

Nach einem fulminanten Jahresauftakt starten die US-Börsen am heutigen Freitag mit Abgaben in den Handel, nachdem bei einem US-Militärschlag nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad ein hochrangiger iranischer General getötet wurde. Allerdings sind die Verluste geringer als befürchtet, zumal sich auch die europäischen Börsen deutlich von ihren Tagestiefs erholt haben.

Der Dow-Jones-Index verlor zwar unmittelbar nach der Startglocke 1 Prozent, liegt aktuell aber nur noch 0,7 Prozent im Minus bei 28.681 Punkten. Der S&P-500 verliert 0,6 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,7 Prozent.

  • Die Nachricht vom Tod des iranischen Generals Kassem Soleimani lässt die Ölpreise nach oben schießen, denn am Markt geht die Angst um, dass Teheran die Straße von Hormus am Persischen Golf für Öltanker sperren könnte. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI steigt um 3,6 Prozent auf 63,41 Dollar, die europäische Referenzsorte Brent verteuert sich um 3,5 Prozent auf 68,60 Dollar.
  • Tesla
    Tesla 511,30
    Aktien der Energiebranche legen im Windschatten der Ölpreise zu. Chevron steigen um 0,6 Prozent und Chesapeake Energy um 6,2 Prozent.
  • Für Fluggesellschaften sind höhere Ölpreise negativ. Entsprechend geben die Aktien des Sektors überdurchschnittlich nach. American Airlines verbilligen sich um 5,1 Prozent und Delta um 2,9 Prozent.
  • Gefragt sind vermeintlich sichere Häfen wie Gold oder Staatsanleihen. Der Preis für die Feinunze Gold steigt um 1,0 Prozent auf 1,54 Dollar.
  • Die Tesla-Aktie steigt derweil um 4,1 Prozent auf ein Rekordhoch. Der Hersteller von Elektroautos hat im vierten Quartal einen Rekordabsatz verzeichnet.
15:39 Uhr

Tesla verkauft mehr Autos denn je

Tesla
Tesla 511,30

Der Elektroautobauer Tesla meldet für das vierte Quartal einen Rekordabsatz. 112.000 Fahrzeuge wurden übergeben, und nahezu 105.000 Stück in dem Zeitraum produziert.

  • Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurden damit 2019 rund 367.500 Fahrzeuge ausgeliefert, 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Der Absatz lag zwar im Rahmen der eigenen Prognose, dabei aber eher am unteren Ende der ausgegebenen Spanne von 360.000 bis 400.000.
  • Im vierten Quartal wurden den weiteren Angaben zufolge 18.000 Stück des Model S und X gefertigt und 19.450 Stück abgesetzt.
  • Das Model 3 verkaufte sich rund 92.600 Mal, produziert wurden etwa 87.000 Stück.

Tesla will sich weiter auf den Ausbau der Produktion sowohl in den USA als auch im neu eröffneten Werk in Schanghai konzentrieren. Die Gigafactory in Schanghai habe bereits knapp 1.000 Fahrzeuge produziert und mit der Auslieferung begonnen.

15:16 Uhr

US-Rüstungsfirmen profitieren von der Krise am Golf

Lockheed Martin
Lockheed Martin 396,95

Angesichts der wachsenden Spannungen am Golf steigen Anleger bei US-Rüstungsfirmen ein. Die Aktien von Raytheon, General Dynamics und Lockheed Martin steigen im vorbörslichen US-Geschäft um jeweils mehr als ein Prozent. Letztere markieren mit 404,07 Dollar sogar ein Rekordhoch.

15:10 Uhr

Kommt nach dem Superbörsenjahr 2019 das Superbörsenjahr 2020?

Das Börsenjahr 2019 dürfte zu den besten der Börsengeschichte gehören. Kann das 2020 noch so weitergehen oder ist mit einer Korrektur zu rechnen? Friedhelm Tilgen spricht mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank und Thomas Koch von Platow Derivate über die Gründe für die positive Entwicklung des Börsenjahres 2019 und diskutiert die Aussichten für das Börsenjahr 2020. Wie werden sich Aktien, Zinsen und der Rohstoffmarkt entwickeln? Mit welchen Strategien und Instrumenten können Anleger im neuen Jahr punkten?

 

14:27 Uhr

Trotz Klimakrise: VW setzt auf Umweltsünder SUV

VW St.
VW St. 171,15

Die Kritik von Umweltschützern kann den Volkswagen-Konzern nicht beirren: Der Wolfsburger Autohersteller will laut einem Bericht des "Handelsblatts" die Produktion von sportlichen Geländemodellen, sogenannter SUVs, auch in den kommenden Jahren weiter massiv ausbauen. Nicht nur die Kernmarke VW, sondern auch die Töchter Audi, Skoda und Seat planten demnach weitere SUV-Modelle. Wie aus einer Konzernpräsentation hervorgehe, soll der SUV-Anteil an allen verkauften Fahrzeugen im Jahr 2025 weltweit bei mehr als 50 Prozent liegen.

Traditionell ist Nordamerika auch für Volkswagen der wichtigste SUV-Markt. Dort wolle der Konzern den Anteil in den kommenden fünf Jahren auf knapp 70 Prozent steigern. Die Geländewagen sollen dazu beitragen, dass die Marke VW in den USA in diesem Jahr erstmals nach Jahrzehnten wieder schwarze Zahlen schreibt.

Die Geländewagen könnten zudem etwas teurer als konventionelle Pkw verkauft werden. "Damit verdienen wir das nötige Geld, um unsere Elektrooffensive finanzieren zu können", verteidigte Konzernchef Herbert Diess die Produktstrategie seines Konzerns vor Weihnachten in einem Interview.

14:11 Uhr

USA-Iran-Konflikt trübt die Stimmung an der Wall Street

Dow Jones
Dow Jones 28.742,57

Die jüngste Eskalation des US-iranischen Konflikts dürfte die US-Börsen auf Talfahrt schicken und die Gewinne des Vortags zunichtemachen. Geopolitische Risiken seien nicht verschwunden, nur weil der Aktienmarkt zuletzt gut gelaufen sei, kommentiert ein Chefstratege die Ereignisse. Sobald sich am Markt eine gewisse Selbstzufriedenheit breitgemacht habe, könne schon ein vergleichsweise unbedeutendes Ereignis einen abrupten Richtungswechsel herbeiführen.

Aktien von Ölkonzernen dürften im Sog der kräftig steigenden Ölpreise gegen die negative Tendenz gesucht sein. Vorbörslich geht es mit Exxon Mobil um 1,1 Prozent nach oben. Chevron steigen um 1,2 Prozent.

13:47 Uhr

Euro gibt deutlich nach

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro ist im Vergleich zum US-Dollar deutlich unter Druck geraten, so wie auch viele andere Währungen. Am Markt war von einer typischen Fluchtbewegung in die Reservewährung Dollar die Rede, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran deutlich verschärft hatten. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,11 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als im asiatischen Handel.

Neben dem Euro gerieten auch viele andere wichtige Währungen zum US-Dollar unter Druck. Dazu zählten der australische und der neuseeländische Dollar ebenso wie der koreanische Won oder der südafrikanische Rand. Kursgewinne verbuchte dagegen der japanische Yen, der an den internationalen Finanzmärkten als sicherer Rückzugsort in unwägbaren Zeiten angesehen wird.

13:07 Uhr

Ghosn nutzte "illegal" türkischen Privatjet für Flucht

Renault
Renault 35,65

Nach der spektakulären Flucht des ehemaligen Renault- und Nissan-Chefs Carlos Ghosn in den Libanon hat die türkische Privatjet-Firma MNG Jet Anzeige erstattet. Die Jets des Unternehmens seien bei der Flucht illegal genutzt worden, erklärte MNG. Ein Mitarbeiter habe zugegeben, Unterlagen gefälscht zu haben, indem er den Namen von Ghosn nicht in die offiziellen Unterlagen aufgenommen habe. Die türkische Polizei nahm sieben Personen fest, darunter vier Piloten. Nach Aussagen bei der Polizei müssen sie heute vor Gericht erscheinen.

Ghosn steht in Japan wegen Untreue und finanziellen Fehlverhaltens beim japanischen Renault-Partner Nissan unter Anklage. Er war im vergangenen Frühjahr gegen eine Millionen-Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden und wurde während seines Hausarrests streng überwacht. Dennoch konnte der 65-Jährige, der unter anderem die libanesische Staatsangehörigkeit besitzt, nach Beirut fliehen.

 

12:19 Uhr

Norweger mögen es elektrisch

Tesla
Tesla 511,30

Elektrofahrzeuge werden in Norwegen immer beliebter: Fast jeder zweite verkaufte Wagen in dem nordischen Land hatte im vergangenen Jahr einen Elektro-Antrieb. Vor allem Autos der Marke Tesla kamen bei den Verbrauchern gut an.

  • Von den 2019 verkauften Neuwagen waren 42,4 Prozent Elektroautos, teilte der norwegische Straßenverkehrsverband mit.
  • 2013 hatte der Anteil bei 5,5 Prozent gelegen.
  • Norwegen hatte Elektroautos mit zahlreichen Anreizen für den Verbraucher gefördert.
  • Zum Vergleich: In Deutschland wird laut Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller der Marktanteil von Autos mit alternativem Antrieb für das Jahr 2019 mit 8,5 Prozent erwartet.
  • Norwegen hat das Ziel ausgegeben, 2025 keine Fahrzeuge mehr mit fossilen Antrieben zu verkaufen.

Das meistverkaufte Fahrzeug 2019 in Norwegen war Teslas Modell 3. Doch der Markt zieht Konkurrenten an: Volkswagen will dort einem Importeur zufolge etwa im laufenden Jahr neue Elektromodelle auf den Markt bringen.

11:42 Uhr

"Ganz und gar nicht zufrieden": Daimlers Lkw-Geschäft schwächelt

Daimler
Daimler 43,39

Nach einem starken Jahr 2018 hat Daimler mit seinem Lastwagengeschäft nun die schwächelnde Nachfrage vor allem in Europa und Nordamerika zu spüren bekommen. 2019 seien weniger Fahrzeuge verkauft worden als im Vorjahr, teilte der Konzern mit. Eine Zahl für das Gesamtjahr wurde noch nicht genannt. Ende November lag Daimler Trucks beim Absatz allerdings um vier Prozent unter dem Niveau von 2018. "Wichtige Märkte wie Europa und Nordamerika haben sich in der zweiten Jahreshälfte schneller abgeschwächt als erwartet", sagte Truck-Vorstandschef Martin Daum.

Mit einer voraussichtlichen Umsatzrendite von sechs Prozent in 2019 sei man "ganz und gar nicht zufrieden", sagte Daum. 2020 könnte der Wert, der Auskunft über die Profitabilität des Geschäfts gibt, noch weiter auf "mindestens fünf Prozent" sinken. Parallel zum schwächelnden Absatz muss Daimler hohe Kosten für Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen sowie die Automatisierung und Vernetzung von Lastwagen und Bussen schultern.

11:13 Uhr

Boeings 737-Max-Desaster setzt Ryanair weiter zu

Ryanair
Ryanair 14,93

Die schwere Krise des Flugzeugbauers Boeing mit seinem Mittelstreckenjet Boeing 737 Max belastet weiterhin Ryanair. Die irische Billigfluggesellschaft rechnet mit einer weiteren Verzögerung bei der Auslieferung des Krisen-Jets Boeing 737 Max. "Wir sollten bis zum kommenden Sommer 58 Maschinen haben", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem Interview mit der "WirtschaftsWoche". "Dann ging das runter auf 30, dann 20, dann zehn und zuletzt vielleicht nur fünf", beklagte der Manager. "Eventuell bekommen wir die ersten Jets auch erst im Oktober 2020."

Mit einem Bestellvolumen von insgesamt 210 Max-Modellen ist die Fluggesellschaft, die ausschließlich mit Boeing-Maschinen fliegt, einer der größten Abnehmer. Ursprünglich sollten im nächsten Sommer 58 neue Max-Flieger in Betrieb gehen. Doch nach zwei Abstürzen im Oktober 2018 und im März 2019 mit 346 Todesopfern herrscht weltweites Flugverbot für das Boeing-Modell.

O'Leary hatte in der Vergangenheit eingeräumt, die Verzögerungen bei der Auslieferung dämpften das Wachstum der Passagierzahlen und kosteten die Fluglinie 100 Millionen Euro im Jahr. Über Schadenersatz wolle Ryanair mit Boeing erst sprechen, "wenn wir die Flugzeuge haben", so O'Leary.

 

10:43 Uhr

Commerzbank gelingt Comdirect-Übernahme

Commerzbank
Commerzbank 5,23

Die Commerzbank kann ihre Online-Tochter Comdirect komplett übernehmen. Das Frankfurter Institut erwarb das Comdirect-Aktienpaket des Hedgefonds Petrus Advisers, wie die Commerzbank mitteilte. Damit überschreitet der Konzern die Schwelle von 90 Prozent und kann die restlichen Comdirect-Aktionäre gegen eine Barabfindung ("Squeeze-out") hinausdrängen. Über den Kaufpreis für das Aktienpaket sei Stillschweigen vereinbart worden.

Anfang Dezember war die Commerzbank mit dem ersten Versuch gescheitert, mit einem Übernahmeangebot von 11,44 Euro je Comdirect-Aktie die 90-Prozent-Schwelle zu überschreiten. Petrus hatte den Preis als zu niedrig kritisiert. Die Comdirect-Aktie notiert bei 13,20 Euro.

10:05 Uhr

Für Lufthansa geht es steil bergab

Lufthansa
Lufthansa 14,00

Die Spannungen am Golf belasten vor allem die Luftfahrtbranche stark. Die Titel der Lufthansa verlieren über sieben Prozent, die Papiere von Air France KLM werden um zwei Prozent niedriger gehandelt. "Nach dem Angriff der USA ist die Stimmung für die Branche angeschlagen", sagt ein Händler. Anleger dürften die Papiere zunächst meiden.

Zudem leidet die Branche unter der Prognose eines Passagier-Rückgangs: "Der Luftverkehr am Standort Deutschland wird im Jahr 2020 den Wachstumspfad der letzten Jahre nicht halten können", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der Verband rechne mit 0,7 Prozent weniger Passagieren bei 2,9 Prozent weniger Starts und Landungen, berichtete die Zeitung.

09:42 Uhr

Verschärfte Spannungen im Iran-Konflikt beunruhigen Anleger

Dax
Dax 13.323,69

Aus Furcht vor einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Golf-Region ziehen sich Anleger aus dem deutschen Aktienmarkt zurück. Der Dax fällt zur Eröffnung um 0,9 Prozent auf 13.262 Punkte und gibt damit seine Kursgewinne vom Donnerstag fast komplett ab. Der MDax der mittelgroßen Werte büßt 0,90 Prozent auf 28.349 Punkte ein. In Europa verliert der EuroStoxx 50 knapp 0,7 Prozent.

Die USA hatten per Luftangriff den Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden im Irak getötet. Der Iran kündigte Vergeltung an. "Die Finanzmärkte haben somit ihren ersten geopolitischen Belastungsfaktor in diesem Jahr", sagt ein Analyst.

Schlusslicht im Dax ist Lufthansa mit einem Kursminus von 2,8 Prozent. Neben den neuen Golf-Spannungen werde die Luftfahrt-Branche von der Prognose eines Passagier-Rückgangs 2020 belastet, sagt ein Börsianer.

 

09:19 Uhr

Apple knackt erstmals 300-Dollar-Marke

Apple
Apple 315,86

Die Aktie des Technologieriesen Apple hat einen rasanten Jahresstart hingelegt. Der Anteilsschein des iPhone-Herstellers kletterte in der Nacht an der New Yorker Börse erstmals über 300 Dollar. Die Marktkapitalisierung beläuft sich damit auf 1,33 Billionen Dollar. Das Dividendenpapier schloss am ersten Handelstag des Jahres 2020 2,3 Prozent höher auf 300,35 Dollar.

Händler erklären die Kursaufschläge mit Hoffnungen der Investoren auf ein starkes Wachstum der Serviceerlöse. Apple will seine Quartalszahlen am 28. Januar vorlegen. Im vergangenen Jahr hatte die Apple-Aktie 86 Prozent an Wert gewonnen.

07:43 Uhr

"Fetter Brocken geopolitischer Unsicherheit": Asien-Börsen im Minus

Die geopolitische Verschärfung am Golf belastet das Geschäft an den asiatischen Aktienmärkten. Nach anfänglichen Aufschlägen drehen die Kurse im Verlauf ins Minus, die Verluste fallen aber nicht sonderlich ausgeprägt aus. Einige Handelsplätze halten sich sogar im Plus.

  • "Ein fetter Brocken geopolitischer Unsicherheit ist auf den Tischen der Investoren gelandet", kommentiert Analyst Jeffrey Halley von Oanda die Schlagzeilen aus dem Irak. US-Angaben zufolge wurden dort hochrangige iranische Militärs durch einen US-Luftschlag gezielt getötet.
  • Während der Handel in Japan feiertagsbedingt noch immer ruht, verlieren die chinesischen Börsen in Schanghai und Hongkong rund 0,2 Prozent. Die Leitindizes in Taiwan und Singapur liegen ebenfalls knapp im Minus.
  • Der südkoreanische Kospi gibt 0,1 Prozent ab, nachdem er zuvor 1,3 Prozent im Plus gelegen hatte. Die Aktienmärkte in Malaysia und Indonesien profitieren dagegen von den anziehenden Ölpreisen und zeigen sich mit Aufschlägen.
Kospi
Kospi 2.246,13

 

07:34 Uhr

So reagiert der Ölpreis auf Trumps Luftschlag

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Wie wird der Iran reagieren? US-Soldaten auf dem Dach der amerikanischen Botschaft in Bagdad.

dpa

Die Stellungnahme aus dem Pentagon zum Luftschlag am Bagdader Flughafen lässt keinen Raum für Zweifel. "Auf Weisung des Präsidenten" habe das US-Militär dort den Chef einer Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, Ghasem Soleimani, getötet. Die gezielte Tötung des hochrangigen iranischen Militärkommandeurs wurde demnach von Donald Trump persönlich angeordnet. Der Iran kündigte bereits Vergeltung an.

Ein Blick auf die Öl-Futures zeigt, wie Investoren die drohende militärische Eskalation am Persischen Golf einschätzen. Der Preis für Fass Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar steigt sprunghaft um rund zwei Dollar an und erreicht in der Spitze ein Niveau von knapp 63,60 Dollar.

Rohöl WTI
Rohöl WTI 53,75

 

07:15 Uhr

Eskalation am Golf: Dax zieht den Kopf ein

Der zweite Handelstag des jungen Jahres 2020 konfrontiert Anleger mit einer schlagartig veränderten geopolitischen Lage: Der US-Angriff auf hochrangige iranische Militärs in Bagdad droht in einen militärischen Konflikt zwischen der Islamischen Republik Iran und den Vereinigten Staaten zu münden.

  • "Dies ist eine aggressive Machtdemonstration und eine regelrechte Provokation, die einen weiteren Krieg im Nahen Osten auslösen könnte", heißt es am Morgen in einer ersten Einschätzung aus dem Handel.
  • Bei dem US-Angriff in Bagdad wurden nach Angaben aus dem Weißen Haus der iranische General Kassem Soleimani der iranischen Revolutionsgarden sowie der Vizechef der Hasched-al-Schaabi-Milizen, Abu Mahdi al-Muhandis, gezielt getötet.
  • An den Terminmärkten gerieten daraufhin die Futures auf wichtige Indizes wie etwa den S&P-500-Index unter Druck, die Ölpreise zogen an. Am Vorabend waren die US-Börsen noch mit kräftigen Kursgewinnen aus dem Handel gegangen.

Der deutsche Leitindex wird vor diesem Hintergrund zur Eröffnung im Minus erwartet. In den vorbörslichen Indikationen wird der Dax zum Start bei 13.340,50 Punkten gesehen, was einem vergleichsweise moderaten Abschlag von 0,3 Prozent entspricht.

Dax
Dax 13.323,69

06:49 Uhr

Kriegsgefahr am Golf: Ölpreise ziehen an

Der US-Luftschlag gegen einen hochrangigen iranischen General in Bagdad löst an den Rohstoffmärkten Sorgen vor einer militärischen Eskalation in der Golfregion aus.

  • In ersten Reaktionen ziehen die Ölpreise am frühen Morgen deutlich an.
  • Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) springt kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls auf 62,86 Dollar. Das entspricht einem Anstieg um rund 3,1 Prozent.
  • Der Preis für das allgemein als "Krisenwährung" gehandelte Edelmetall Gold notiert dagegen nur moderate 0,8 Prozent im Plus.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht