Freitag, 15. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax sackt mehr als 200 Punkte ab

Bereits der Start in den letzten Handelstag der Woche fällt negativ aus. Doch erst am Nachmittag weitet der Dax sein Minus deutlich aus. Er fällt zeitweise bis auf ein Tagestief von 13.673 Punkte, ein Absacker von mehr als 300 Punkten, nachdem er am Donnerstag zeitweise noch über der 14.000er Marke gelegen hatte. Am Ende verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Abschlag von 1,4 Prozent und einem Schlussstand von 13.788 Zählern ins Wochenende.

Der Dax hat es in den vergangenen Tagen mit der 14.000er Marke versucht, nun werden erst einmal Gewinne mitgenommen, denn es gibt viele Aktien mit genug Speck", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er sieht den Grund für das Dax-Minus vor allem in den USA: "An der Wall Street machen sich Sorgen um Steuererhöhungen breit, also eine Rücknahme der Steuerreform von Donald Trump", sagt Meyer. "Das würde die Ergebnisse der Unternehmen schmälern beziehungsweise den Gewinne je Aktie. Damit wäre die Kursfantasie eines ohnehin hoch bewerteten Aktienmarktes erst einmal vom Tisch."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten weisen Deutsche Bank, einer der Topgewinner vom Donnerstag, die größten Abschläge auf, die Titel büßen mehr als vier Prozent ein. Adidas und Daimler bewegen sich im Bereich von minus drei Prozent. Größere Gewinner sind Fehlanzeige.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,58
Adidas
Adidas 291,60

 

17:00 Uhr

Ölpreis fällt: Energieaktien geraten unter Druck

Weiter fallende Ölpreise setzen US-Energieaktien zu. Die Papiere von ExxonMobil verlieren fünf Prozent, Chevron geben 3,4 Prozent ab. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligt sich um drei Prozent auf 54,80 Dollar. Kopfschmerzen bereitet Öl-Investoren vor allem das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in China mit Lockdowns in mehreren Städten.

Exxon
Exxon 45,91
Chevron
Chevron 84,81

 

16:48 Uhr

US-Verbraucherstimmung trübt sich zu Jahresbeginn ein

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich zu Jahresbeginn etwas stärker eingetrübt als erwartet. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen sank im Januar auf 79,2 Zähler von 80,7 Punkten im Dezember, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Daten mitteilt. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 80,0 gerechnet. Die Befragten schätzten ihre Lage und auch die Aussichten pessimistischer ein als zuletzt.

Die Einzelhändler bekamen Ende 2020 die Kaufzurückhaltung der Verbraucher in der zweiten Coronawelle zu spüren: Die Umsätze gingen im Dezember den dritten Monat in Folge zurück. "Der Konsumrausch des Sommers 2020 ist vorüber", so die Einschätzung von VP Bank-Ökonom Thomas Gitzel. Das Wirtschaftswachstum dürfte seiner Ansicht nach im vierten Quartal äußerst mager ausgefallen sein: "Die Hoffnungen ruhen deshalb einmal mehr auf dem laufenden Jahr."

16:05 Uhr

Bankentitel geben nach, US-Leitindices auch

Den US-Börsen ist am Freitag die Puste ausgegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt 0,4 Prozent auf 30.882 Punkte nach. Der S&P-500 verliert 0,3 Prozent auf 3785 Zähler. Der Nasdaq tritt bei 13.125 Punkten auf der Stelle. "Die Wall Street startet nicht massiv, aber leicht schlechter in den letzten Handelstag der Woche", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte in New York.

Trotz der teils besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnisse läuft es für die Aktien der US-Banken JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo schwer. "Bankenaktien steigen seit einigen Wochen, da sind eine Menge guter Nachrichten bereits in den Kursen enthalten", sagt ein Händler. Papiere von Wells Fargo geben rund fünf Prozent nach. Citi fallen um 2,9 Prozent während JPM 0,7 Prozent nachgeben.

Das geplante knapp zwei Billionen Dollar schwere Konjunkturpaket des künftigen US-Präsidenten Joe Biden hellte die Stimmung der Anleger auch nicht auf. Es habe in seiner jetzigen Form wenig Chancen auf Erfolg, sagt Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. Denn für Teile davon benötige Biden die Zustimmung republikanischer Senatoren, um die notwendige Mehrheit zu erreichen. Investoren fürchteten zudem, dass die Steuern deswegen künftig anziehen dürften.

15:27 Uhr

Krisendeal bei Lufthansa-Tochter geglückt

Bei der Tochterairline Lufthansa Cityline steht der Krisentarifvertrag für das Kabinenpersonal nach dem dritten Anlauf. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO teilt mit, 91,06 Prozent der Mitglieder hätten in der Urabstimmung für eine Annahme votiert und damit für einen Kündigungsschutz bis Ende 2021. "Die Cityline-Kabine wird 2021 auf 13. Gehalt, Urlaubsgeld und Vergütungserhöhungen verzichten, dafür müssen in diesem Jahr keine Entlassungen gefürchtet werden", sagt UFO-Tarifexperte Rainer Bauer. Zwei vorige Tarifverträge scheiterten im September am Arbeitgeber und im November an mangelnder Zustimmung der Arbeitnehmer. Für die Aktien der Lufthansa geht es 0,8 Prozent abwärts.

Lufthansa
Lufthansa 11,76

15:03 Uhr

Verkehrte Welt: Goldman Sachs will Privatkundensparte ausbauen

Die US-Investmentbank Goldman Sachs will Insidern zufolge ihre Privatkundensparte durch Zukäufe stärken. Dabei gehe es vor allem um digitales Geschäft oder neue Technologien, um neue Kunden für die "Marcus" genannte Sparte zu gewinnen, sagen mehrere mit der Sache vertraute Personen. Die Latte für eine große, umfassende Transaktion liege "extrem hoch", ebensowenig gehe es um den Aufbau eigener Filialen. Durch die Pandemie werde sich das Finanzgeschäft künftig mehr ins Internet verlagern. Die Bank lehnte einen Kommentar ab. Durch die Privatkundensparte will sich Goldman unabhängiger machen vom schwankungsanfälligen Kapitalmarktgeschäft.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 273,00

14:40 Uhr

Weniger Risikovorsorge, mehr Gewinn: Wells Fargo legt zu

Die US-Bank Wells Fargo hat dank einer geringeren Risikovorsorge für faule Kredite im vierten Quartal mehr verdient. Der Gewinn kletterte um vier Prozent auf 2,99 Milliarden Dollar, wie die in San Francisco ansässige Bank mitteilt. Analysten hatten mit einem stabilen Ergebnis gerechnet. Das Institut profitierte vor allem davon, dass die Risikovorsorge um 823 Millionen Dollar unter dem Vorjahresniveau lag. In der ersten Jahreshälfte 2020 hatte Wells Fargo noch mehr als 14 Milliarden Dollar zur Seite gelegt. Vorbörslich können die Aktien knapp drei Prozent zulegen.

Wells Fargo
Wells Fargo 30,68

14:14 Uhr

Investmentbanking pusht JP Morgan-Gewinn

Ein florierender Aktien- und Anleihehandel hat der US-Bank JP Morgan im vergangenen Quartal einen Gewinnsprung beschert. Das größte amerikanische Geldhaus steigerte das Ergebnis um mehr als 40 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar, wie JP Morgan mitteilt. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet.

Die Konzernerträge legten um drei Prozent auf 30,2 Milliarden Dollar zu. Während die Einnahmen im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen sowie im Aktienhandel stark zulegten, gingen die Zinseinnahmen zurück. JP Morgan profitierte im vierten Quartal auch von einer niedrigeren Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite.

JP Morgan
JP Morgan 126,18

13:57 Uhr

US-Anleger haben Sorgen

Sorgen vor Steuererhöhungen in den USA dürften am Freitag die Wall Street etwas drücken. Das vom künftigen US-Präsidenten Joe Biden angekündigte Corona-Hilfspaket im Volumen von 1,9 Billionen Dollar löst damit keine Euphorie unter Aktieninvestoren aus. Stattdessen fragen Anleger, wer die Rechnung im Anschluss begleichen wird. Andererseits zeigt der Arbeitsmarkt Zeichen der Schwäche und damit die Notwendigkeit staatlicher Unterstützung.

Am Donnerstag hatten Daten die höchste Steigerung bei den wöchentlichen Anträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA seit Beginn der Pandemie im März 2020 offenbart. Damit werde auch die Erwartung einer scharfen Wirtschaftserholung in Zweifel gezogen, heißt es. Wie es um die Verfassung der US-Konjunktur bestellt ist, könnten wichtige Daten belegen, die im Tagesverlauf anstehen.

13:29 Uhr

Marktmanipulation: Strafverfahren gegen Winterkorn eingestellt

Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn muss sich nicht wegen Marktmanipulation vor Gericht verantworten. Das Landgericht Braunschweig stellt auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz gegen Winterkorn ein, wie das Gericht mitteilt. Grund sei, dass die zu erwartende Strafe in diesem Fall geringer sei als im Strafverfahren im Dieselprozess: Während Winterkorn dort bis zu zehn Jahren Haft drohten, stehe auf Marktmanipulation eine Freiheitsstrafe von höchstens fünf Jahren. "Damit würde die Verurteilung wegen der Marktmanipulation nicht zu einer wesentlichen Erhöhung der Gesamtstrafe führen", erklärt das Gericht weiter.

Der Diesel-Prozess gegen Winterkorn und vier weitere VW-Manager beginnt nach Angaben des Gerichts voraussichtlich am 25. Februar. Winterkorn hat den Vorwurf des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und der Kfz-Steuerhinterziehung zurückgewiesen.

Volkswagen hatte vor fünf Jahren zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte durch eine Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Diese sorgte dafür, dass Autos die erlaubten Stickoxidwerte auf dem Prüfstand zwar einhalten, auf der Straße aber ein Vielfaches dieser Abgase ausstoßen. Noch ist ein Ende der zahlreichen Prozesse von Staatsanwälten, Kunden und Anlegern weltweit nicht absehbar. Die Wiedergutmachung des Skandals hat Volkswagen bisher rund 32 Milliarden Euro gekostet.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08

13:08 Uhr

BMW erwartet Verdopplung des E-Auto-Absatzes

Der Autobauer BMW rechnet nach einem Absatzrückgang im Corona-Jahr 2020 für das laufende Jahr wieder mit Wachstum. Insbesondere bei Elektroautos und Plug-In-Hybriden würden Zuwächse erwartet, sagt Vertriebsvorstand Pieter Nota. Der Absatz der elektrifizierten Fahrzeuge solle um mehr als die Hälfte zunehmen, der der Elektroautos solle sich sogar verdoppeln. "Wir blicken mit Zuversicht auf das Jahr 2021 und wollen dank der starken Nachfrage nach unserem jungen Produktportfolio wieder profitabel wachsen", betont Nota. Er lässt jedoch offen, ob schon in diesem Jahr das Niveau von 2019 wieder erreicht werden könne.

BMW
BMW 71,50

Im abgelaufenen Jahr hatte BMW mit gut 2,3 Millionen Autos 8,4 Prozent weniger verkauft als vor Ausbruch der Corona-Krise. Eine Belebung der Nachfrage in China verhinderte einen noch stärkeren Rückgang: In der Volksrepublik setzten die Münchner insgesamt knapp 780.000 Fahrzeuge und damit etwa jedes dritte Auto ab. In Europa und den USA sind die Spuren der Pandemie dagegen noch deutlich sichtbar.

12:12 Uhr

Geldvermögen der Deutschen erreicht Rekordstand

Die Deutschen werden trotz Corona-Krise und jahrelanger Ultratiefzinsen auf Erspartes immer reicher. Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im dritten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 6,74 Billionen Euro, wie die Bundesbank mitteilt. "Die Entwicklungen im Berichtsquartal waren erneut durch eine hohe Ersparnisbildung und die anhaltende Erholung am Kapitalmarkt geprägt", erklärt die Notenbank. Die Dynamik der Entwicklung habe allerdings etwas nachgelassen. Im zweiten Quartal hatte das Geldvermögen um vier Prozent zugenommen.

Sicherheit spielt hierzulande bei der Vermögensbildung weiterhin eine wichtige Rolle. Die Haushalte bauten im dritten Quartal ihr Engagement in Bargeld und Einlagen um 41 Milliarden Euro aus. Die Ansprüche an Versicherungen nahmen um 19 Milliarden Euro zu. "Gleichzeitig erlebte das Engagement der privaten Haushalte auf dem Kapitalmarkt zuletzt einen rasanten Aufschwung", erläutert die Bundesbank. So seien Aktien und Fondsanteile im Volumen von 20 Milliarden Euro erworben worden. Dabei seien Aktien ausländischer Unternehmen "beliebt wie nie zuvor" gewesen.

11:50 Uhr

Boomendes Geschäft: Westwing-Kurs bröckelt dennoch

Gewinnmitnahmen führen Marktteilnehmer als Grund für Abschläge von rund 3,5 Prozent bei Westwing-Aktien an. Vorbörslich hatten die Titel noch knapp zwei Prozent fester notiert. Der Online-Möbelhändler konnte wegen boomender Geschäfte in der Corona-Krise das Bruttowarenvolumen 2020 eigenen Angaben zufolge um 62 Prozent auf 502 Millionen Euro steigern. Der operative Gewinn liegt demnach voraussichtlich am oberen Ende der angepeilten Spanne von 37 Millionen bis 48 Millionen Euro.

Westwing
Westwing 30,90

11:32 Uhr

Gericht schmettert Huawei-Berufung ab

Ein schwedisches Gericht hat die Berufung des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei gegen den Ausschluss von der 5G-Auktion des Landes abgewiesen. Damit kann die 5G-Mobilfunkversteigerung in dem Land wie geplant in der kommenden Woche starten. Huawei hatte sich mit dem Einspruch gegen eine Gerichtsentscheidung gewandt, die dem Telekomregulierer PTS eine Wiederaufnahme der 5G-Mobilfunkversteigerung ermöglichte. Die Behörde hatte die Nutzung von Technik von Huawei und ZTE im 5G-Netz untersagt und verlangt, dass alle an der 5G-Auktion teilnehmenden Unternehmen bis zum 1. Januar 2025 Technik der beiden Firmen aus den bestehenden zentralen Funktionen entfernen.

11:06 Uhr

Nordex ordert sich Rückenwind

Gegen den allgemeinen Markttrend legen Nordex-Aktien leicht zu. Der Grund: Der Windenergieanlagenbauer hat im vergangenen Jahr den Auftragseingang fast stabil gehalten. 2020 habe man trotz einzelner Verzögerungen durch die Corona-Pandemie Aufträge über 1331 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 6020 Megawatt verbucht - nach 6207 Megawatt 2019, teilt Nordex mit.

Vor allem zum Jahresende sei die Nachfrage angezogen mit Aufträgen im vierten Quartal mit einer Gesamtleistung von 2261 Megawatt. "Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Dynamik auch im neuen Jahr fortsetzen wird", sagt Nordex-Chef Jose Luis Blanco. Die Nachfrage sei weltweit ungebrochen. 2020 kamen knapp 60 Prozent der Aufträge aus Europa, 20 Prozent aus den USA und 21 Prozent aus Lateinamerika.

Nordex
Nordex 22,36

10:44 Uhr

Verliert Varta Samsung als Kunden?

Varta-Aktien fallen mehr als drei Prozent auf fast 117 Euro - und damit auf ein Zweiwochentief. Händler sehen dahinter weiter Gewinnmitnahmen, seitdem die Aktien zu Jahresbeginn über 130 Euro und damit fast auf Allzeithoch gesprungen waren. Aktuell könnte nun aber ein Bericht der "Korean Times" belasten, wonach sich Samsung und LG den Markt für kabellose Kopfhörer genau ansähen. Hier könnte das Risiko bestehen, dass sie als Varta-Kunden abspringen und eine Eigenfertigung aufbauen, vermutet ein Händler.

Varta AG
Varta AG 114,00
Samsung Electronics
Samsung Electronics 82.000,00

 

10:20 Uhr

Analysten setzen Hella zu

Ein negativer Analystenkommentar schickt Hella auf Talfahrt. Die Aktien des Autozulieferers fallen rund 3,5 Prozent. Die Experten von Morgan Stanley haben die Titel auf "Underweight" von "Equal-Weight" heruntergestuft, das Kursziel allerdings von 40 auf 42 Euro angehoben.

Hella
Hella 49,76

09:57 Uhr

Autozulieferer überrascht 2020 mit Umsatzanstieg

Für kräftige Kursgewinne sorgt der bessere Zwischenbericht des französischen Autozulieferer Valeo. Die Aktien springen um rund 4,5 Prozent an - gegen den allgemein negativen Markttrend. Der Umsatz im vierten Quartal stieg nicht nur an, er übersprang sogar trotz Corona den Umsatz aus dem Jahr 2019. Zudem lag die Marge deutlich über Erwartung: Sie lag im zweiten Halbjahr bei 13,5 Prozent, die hauseigene Prognose hatte nur 12 Prozent erwartet.

Valeo
Valeo 33,09

09:35 Uhr

Vor Brexit: Britische Wirtschaftsleistung schrumpft

Die Wirtschaft Großbritanniens ist im November vor dem Hintergrund des erneuten Lockdowns zur Eindämmung Corona-Pandemie geschrumpft. Im Monatsvergleich sei die Wirtschaftsleistung um 2,6 Prozent gesunken, teilt das Statistikamt ONS mit. Analysten waren von einem noch stärkeren Rückschlag ausgegangen. Sie hatten für November im Schnitt mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 4,6 Prozent gerechnet. I

Im Oktober war die britische Wirtschaft indes besser in das Schlussquartal 2020 gestartet als zunächst gedacht. Das Statistikamt meldete im Monatsvergleich einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um revidiert 0,6 Prozent (zuvor 0,4 Prozent). In Großbritannien werden auch monatliche Daten zur Wirtschaftsleistung veröffentlicht. Im internationalen Vergleich ist das eher unüblich. In Deutschland beispielsweise werden diese Daten nur quartalsweise vorgelegt.

09:23 Uhr

Ölpreis erlebt Gegenbewegung nach Höhenflug

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,52

Die Ölpreise sind gefallen. Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem die Notierungen im Verlauf der Woche stark gestiegen waren. Ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Öl kostete am Morgen 55,85 US-Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 38 Cent auf 53,19 Dollar.

Am Ölmarkt hat der Preisrückgang in der Nacht eingesetzt. Bis zum Donnerstagabend waren die Notierungen noch deutlich gestiegen. Zuvor hatte der künftige US-Präsident Joe Biden seine Pläne für ein Konjunkturpaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Bio Euro) vorgestellt. Nach wie vor halten sich die Ölpreise auf einem hohen Niveau. Im Verlauf der Woche hatten die Preise für Rohöl aus den USA und aus der Nordsee jeweils mehrmonatige Höchststände erreicht. Preistreiber war unter anderem die Aussicht auf ein neues Konjunkturpaket in den USA. Die damit entfachten Wachstumshoffnungen schürten am Ölmarkt die Hoffnung auf eine stärkere Nachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt.

09:04 Uhr

Dax verliert trotz Bidens Hilfs-Billionen

Nachdem sich der Dax im Donnerstagshandel an der 14.000er Marke probiert hat und das erfolglos, startet der deutsche Börsenleitindex in den letzten Handelstag der Woche mit Verlusten. Der Dax verliert zunächst 0,4 Prozent auf 13.931 Zähler. Negative Vorgaben von der Wall Street und aus Asien belasten dabei. Das vom neuen US-Präsidenten Biden angekündigte 1,9 Billionen Dollar schwere Hilfspaket sorgt indes nicht für frische Kauflust bei den Anlegern.

"Das sind fast zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts der USA", erläutert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Die Börsen haben das nahezu erwartet und so sind die derzeitigen Gewinnmitnahmen nicht verwunderlich."

08:47 Uhr

Nur Techwerte in Asien gefragt

Nach der jüngsten Rally gehen einige Asien-Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Der japanische Nikkei-Index fiel am Freitag um 0,6 Prozent auf 28.519 Punkte, nachdem er am Donnerstag ein 30-Jahreshoch von 24.389 Zählern erreicht hatte. Sein südkoreanisches Pendant Kospi büßte sogar zwei Prozent ein. Die Börse Shanghai hielt sich dagegen knapp im Plus bei 3577 Stellen.

Nikkei
Nikkei 29.391,05

Der Markt sei etwas überhitzt gewesen, sagte Norihiro Fujito, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. Die starke Nachfrage nach Chip-Werten bremse den Abstieg allerdings. Genährt wurde die positiven Stimmung in der Halbleiter-Branche vom Rekord-Quartalsergebnis von TSMC. Die Aktien des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers stiegen an der Börse Taipeh um bis zu 5,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 625 Taiwan-Dollar. In ihrem Windschatten gewannen die Titel japanischer Firmen wie Tokyo Electron, Advantest oder Sumco bis zu 3,9 Prozent.

Die Papiere von Canon verbuchten mit einem Plus von 8,4 Prozent sogar den größten Tagesgewinn seit zwölf Jahren. Dank einer regen Nachfrage nach seinen Fotoapparaten und Druckern machte das Unternehmen 2020 vorläufigen Berechnungen zufolge einen operativen Gewinn von umgerechnet 833 Millionen Euro. Das ist fast doppelt so viel wie erwartet.

08:36 Uhr

Starker Dollar beeinträchtigt Eurokurs

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Kurs des Euro ist leicht gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,2137 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,2124 Dollar festgesetzt. Zum Abend hin hatte die Gemeinschaftswährung sich dann ein wenig erholt, geriet anschließend aber unter Druck.

Marktbeobachter verwiesen auf eine breitangelegte Dollar-Stärke. So hatte der künftige US-Präsident Joe Biden seine Pläne für ein Konjunkturpaket im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im Umfang von 1,9 Billionen Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) vorgestellt. Bereits seit einigen Tagen wird der Dollar von der Aussicht auf ein neues Konjunkturpaket in den USA angetrieben. Die damit entfachten Wachstumshoffnungen haben zuletzt die Renditen der US-Staatsanleihen angetrieben und damit auch den Dollar gestärkt.

08:05 Uhr

SAP schlägt sich wacker in der Krise - Kurs im Aufwind

SAP
SAP 102,72

Europas größter Softwarehersteller SAP hat ein schwieriges Jahr mit einem ordentlichen Schlussquartal beendet. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag zwischen Oktober und Ende Dezember mit 2,77 Milliarden Euro rund 3 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Dax-Schwergewicht am späten Donnerstag überraschend in Walldorf auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das war aber deutlich besser als von Analysten geschätzt, weil vor allem die Lizenzverkäufe im vierten Quartal nicht so stark fielen wie in der Corona-Krise befürchtet. Der Umsatz insgesamt sank um sechs Prozent auf 7,54 Milliarden Euro.

Den kompletten Finanzbericht legt SAP am 29. Januar vor. Die Walldorfer lieferten aber bereits den Ausblick auf das laufende Jahr. Das Management um Vorstandschef Christian Klein hatte bereits im Oktober vor den Folgen der Pandemie gewarnt, die die Nachfrage bis mindestens zur Jahreshälfte belasten dürften. Nun rechnet der Konzern damit, dass die Erlöse mit dem Verkauf von Softwareabos und Lizenzen 2020 stagnieren oder maximal bis um währungsbereinigt zwei Prozent zulegen. Darunter traut SAP der schnell wachsenden Software zur Nutzung über das Internet allerdings ein Wachstum von 13 bis 18 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis plant das Management mit 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro ein - das wäre ein Rückgang zwischen einem und sechs Prozent. Nach Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen übernahm SAP die Spitze im Dax. Die Aktien des Softwarehauses stiegen vorbörslich um 1,5 Prozent.

07:55 Uhr

Börsianer blicken in die USA - Dax niedriger erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Zum Auftakt der heißen Phase der US-Bilanzsaison wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte der Leitindex 0,4 Prozent im Plus bei 13.988,70 Punkten geschlossen. Im Tagesverlauf legen die US-Großbanken Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo Geschäftszahlen vor. Die Markterwartung eines durchschnittlich zwölfprozentigen Gewinnrückgangs der US-Unternehmen im abgelaufenen Quartal halte er für zu pessimistisch, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Von denjenigen Firmen, die vorzeitig ihre Bücher geöffnet haben, hätten 89 Prozent die Prognosen übertroffen.

Entscheidender seien aber die Ausblicke, gibt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners zu bedenken. "Börsianer interessieren sich für die Frage, wie schnell die Unternehmen die Folgen der Covid-19-Pandemie hinter sich lassen können." Daneben stehen noch der Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York, Zahlen zur US-Industrieproduktion und vor allem die dortigen Einzelhandelsumsätze auf dem Terminplan. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Unabhängig davon verfallen Optionen auf Indizes und einzelne Aktien. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen.

07:30 Uhr

General Electric verklagt Siemens Energy in den USA

General Electric
General Electric 12,76

Der US-Industriekonzern General Electric hat in den USA eine Klage gegen den deutschen Konkurrenten Siemens Energy eingereicht. In der am Donnerstag vor einem Bundesbezirksgericht im Bundesstaat Virginia eingereichten Klage wirft der US-Konzern dem deutschen Unternehmen vor, sich mit illegalen Mitteln Vorteile für Angebote von Gasturbinen an einen Energieversorger beschafft zu haben. Der Fall reiche zurück bis Mai 2019. Siemens Energy gehörte damals noch zum Münchner Siemens-Konzern. GE bezifferte den Schaden auf mehr als eine Milliarde Dollar (rund 820 Millionen Euro). Von Siemens Energy war zunächst kein Kommentar zu erhalten. Der Klage zufolge soll ein Mitarbeiter des Versorgers Dominion Energy Geschäftsgeheimnisse an Siemens weitergereicht haben. Siemens hatte Siemens Energy im vergangenen Jahr abgespalten und an die Börse gebracht.

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06:57 Uhr

Amazon mit Sammelklage konfrontiert

Amazon
Amazon 3.057,16

Der Online-Einzelhändler Amazon.com sieht sich mit einer Sammelklage konfrontiert wegen möglicher Preisabsprachen bei elektronischen Büchern. Dem Konzern wird vorgeworfen, in Absprache mit den fünf größten US-Verlagen die Preise für E-Books in die Höhe zu treiben. Das habe dazu geführt, dass Verbraucher zu viel zahlten. Vorgebracht hat den Fall die Anwaltskanzlei Hagens Berman, die 2011 eine ähnliche Klage gegen Apple und die "Big Five" wegen der Preise für E-Books eingereicht hatte. Über Amazon werden etwa 90 Prozent der gesamten E-Book-Verkäufe in den USA abgewickelt.

Die Klage kommt einen Tag, nachdem der US-Bundesstaat Connecticut bekannt gab, dass er gegen Amazon wegen möglichen wettbewerbswidrigen Verhaltens beim Verkauf von digitalen Büchern ermittelt. Dabei gehe es um Vertriebsvereinbarungen mit bestimmten Verlagen, wie Justizminister William Tong am Mittwoch mitteilte. Amazon lehnte eine Stellungnahme ab.

06:31 Uhr

Nikkei lässt nach historischem Tag etwas Federn

Nikkei
Nikkei 29.391,05

Der japanische Leitindex gibt zum Wochenausklang nach. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 0,25 Prozent auf 28.626 Punkte, nachdem er am Vortag auf den höchsten Stand seit rund drei Jahrzehnten gestiegen war. Der breiter gefasste Topix-Index verlor rund 0,5 Prozent auf 1864 Zähler. "Dies ist ein sehr begrenzter Rückgang", sagte der Chef-Investmentstratege von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities, Norihiro Fujito. "Der Markt wird durch eine solide Nachfrage nach Chip-Aktien gestützt."

Gefragt waren die Papiere aus der Technologie-Branche, nachdem Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) ein unerwartet gutes Quartalsergebnis meldete. Dies gab den bereits gefragten japanischen Chip-Aktien einen zusätzlichen Schub, sagte Fujito. Die Papiere von TSMC etwa verteuerten sich fast vier Prozent. Im Devisenhandel in Fernost verlor der Euro um knapp 0,1 Prozent und kostete 1,2155 Dollar.

06:15 Uhr

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