Dax stemmt sich gegen Delta-Sorgen
Nur kurz lassen sich die Dax-Anleger von extrem schwachen US-Arbeitsmarktdaten irritieren und entschließen sich dann, lieber auf die positiven Indikatoren zu schauen: Sowohl in Europa als auch in den USA zeigen die Einkaufsmanagerindizes Rekordwachstum im Dienstleistungssektor.
Der Dax gewinnt 0,9 Prozent auf 15.692 Punkte - und das, obwohl die Wall-Street-Indizes am Nachmittag ins Minus zeigen.
Zum Thema Covid-19 gibt es wenig neue Erkenntnisse: Weiter im Blick sind mögliche negative wirtschaftliche Auswirkungen der Verbreitung der Delta-Variante. Die Bundesregierung in Berlin schließt neue Lockdowns im Herbst und Winter nicht aus.
Für die Einzelwerte liefert die Berichtssaison einmal mehr die Impulse:
Siemens Energy streicht wegen Problemen bei der spanischen Tochter sein Renditeziel für das Geschäftsjahr 2020/21 zusammen. Siemens Energy geben 3,2 Prozent nach. Trotz Geschäftszahlen, die im Rahmen der Erwartungen liegen, geben Schaeffler um 0,8 Prozent nach. Die ehrgeizigen Wachstumsziele von Hugo Boss (+0,1%) setzen an der Börse keine Akzente. Der Aktienkurs hat sich seit Jahresbeginn fast verdoppelt. Kosten für den massiven Stellenabbau und Sonderabschreibungen haben der Commerzbank (-6,2%) im zweiten Quartal tiefrote Zahlen beschert.
US-Konjunktur macht Dollar stark
Der Kurs des Euro ist am Mittwoch nach starken Konjunkturdaten aus den USA gefallen. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1845 US-Dollar gehandelt. Am frühen Nachmittag war der Euro noch bis auf 1,1900 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1861 (Dienstag: 1,1885) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8431 (0,8414) Euro.
Profitiert hat der US-Dollar von einer sehr guten Stimmung im Dienstleistungssektor der Vereinigten Staaten. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management legte im Juli auf einen Rekordwert zu. Der Anstieg fiel zudem deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Der Indikator wird stark beachtet, und der Dienstleistungssektor ist für rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung verantwortlich. Das Wachstumsszenario in den USA bleibe intakt, kommentierten die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Daten. Die Diskussionen über eine Rückführung der sehr lockeren Geldpolitik der US-Notenbank könnten so an Fahrt aufnehmen. Ein Verringerung der Anleihekäufe zur Stabilisierung der Konjunktur würde tendenziell den Dollar stützen. Vor der Veröffentlichung des Dienstleistungssektorindex hatten noch schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt den Dollar belastet. Euro / Dollar
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85153 (0,85355) britische Pfund, 129,31 (129,70) japanische Yen und 1,0729 (1,0735) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1812 Dollar gehandelt. Das waren etwa zwei Dollar mehr als am Vortag.
General Motors legt Rekordergebnis vor - Aktienkurs bricht ein
Ein klassischer Fall von "sell on good news": Der US-Autobauer General Motors (GM) hat im zweiten Quartal zwar die Erwartungen übertroffen und die Prognose für 2021 erhöht. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte im zweiten Quartal auf den Rekordwert von 4,1 Milliarden Dollar.
Analysten hatten sich allerdings einen noch optimistischeren Ausblick erhofft. Im frühen US-Handel rutschen GM um 7 Prozent ab, die Titel sind in diesem Jahr überdurchschnittlich gelaufen.
US-Dienstleister wachsen mit Rekordtempo
Nach den deutschen legen auch die US-Dienstleister einen Rerkord beim entsprechenden Einkaufsmanagerindex hin:
Die Geschäfte der US-Dienstleister sind im Juli so stark gewachsen wie noch nie. Der Einkaufsmanagerindex legte um 4,0 auf den Rekordwert von 64,1 Punkte zu, wie aus der Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.
Die Dienstleister stehen für mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung. Sie litten besonders stark unter den Corona-Lockdowns, locken aber dank der Impffortschritte wieder mehr Kunden an.
Sorgen bereitet den Unternehmen allerdings der anhaltende Anstieg ihrer Einkaufspreise. Diese legten so stark zu wie seit 2005 nicht mehr. Auch können viele Stellen derzeit nicht besetzt werden, weshalb die Erholung am US-Arbeitsmarkt im Juli einen unerwarteten Rückschlag erlitten hat.
Rätselhafter Kurssprung bei SDax-Konzern
SGL Carbon machen am Nachmittag einen Satz nach oben und haussieren mit Aufschlägen von 11,5 Prozent.
Fundamentale Gründe für den Anstieg sind im Handel nicht bekannt. Die Bewegung, die von hohen Umsätzen getragen werde, dürfte spekulativen Charakter haben und durch Shorteindeckungen begünstigt werden, heißt es im Handel.
Wall Street im Minus - Dax setzt sich ab
Die US-Börsen eröffnen - belastet unter anderem von den schwachen Arbeitsmarktdaten - im Minus. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für den Service-Bereich in China stützt nicht, denn zu groß sind die Sorgen über die Corona-Lage dort. Die Neuinfektionen in China haben die höchsten Stände des Jahres erreicht. Es drohen neue drastische Maßnahmen. Für etwas Beunruhigung sorgen auch nachgebende Impfraten in vielen westlichen Ländern.
Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,5 Prozent auf 34.947 Punkte, der S&P-500 gibt um 0,3 Prozent nach und der Nasdaq-Composite liegt hauchdünn im Minus.
Zwar bleibe die Konjunkturerholung in der Spur, doch das Tempo dürfte langsamer ausfallen als erhofft, heißt es. Der Höhepunkt des kurzfristigen Wachstums gilt als überschritten. "Wir treten in eine Phase ein, in der das Wachstum immer noch stark ist, aber nicht mehr so stark wie in der Anfangsphase des Aufschwungs", sagt Fondsverwalter Sebastian Mackay von Invesco. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen dürfte in eine neue Zyklusphase eintreten und der Schwung nachlassen. Darunter könnte mittelfristig auch die Dynamik am Aktienmarkt leiden, heißt es weiter. Ob der konjunkturelle Schwung anhält, darf angesichts des ADP-Arbeitsmarktberichts in Frage gestellt werden. Denn der Privatsektor schaffte weitaus weniger Stellen als vorausgesagt.
Von all dem unbeeindruckt zeigt sich allerdings der Dax. Der baut am Nachmittag seine Gewinne sogar noch aus auf 15.695,44 Punkte, das ist ein Plus von knapp einem Prozent.
Siemens Energy: Lage bei Problemtochter "absolut unbefriedigend"
Robinhood wird plötzlich zum Anlegerliebling
Rund eine Woche nach dem verpatzten Börsendebüt eilen die Aktien von Robinhood von Hoch zu Hoch. Sie steigen im vorbörslichen US-Geschäft um knapp neun Prozent und notieren mit 50,84 Dollar rund 34 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 38 Dollar.
Im Internet-Forum StockWits haben in den vergangenen 24 Stunden so viele Nutzer den Anbieter einer Trading-App auf ihre Beobachtungsliste genommen wie kein anderes Unternehmen. Viele Kleinanleger hatten Robinhood Anfang des Jahres für Spekulationen rund um den US-Videospielehändler GameStop genutzt.
Große Enttäuschung vom US-Arbeitsmarkt
Laut ADP-Arbeitsmarktbericht enttäuscht der US-Arbeitsmarkt die in ihn gesetzten Hoffnungen völlig. Die US-Privatwirtschaft hat im Juli lediglich 330.000 neuen Stellen geschaffen, erwartet worden war ein Plus von 653.000.
Die Börse reagiert dennoch gelassen.
Für die Finanzmärkte sind die schwachen Daten ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sprechen sie dafür, dass der US-Arbeitsmarkt noch immer weit von einer Normalisierung entfernt ist. Zum anderen sprechen die Daten gegen eine baldige Verschärfung der Geldpolitik durch die US-Notenbank.
Der Dax gibt leicht nach und liegt 0,5 Prozent im Plus. Der Euro zieht leicht an auf 1,1870 Dollar.
Jähes Ende der Erholung - deutscher Automarkt bricht ein
Die Erholung auf dem deutschen Pkw-Markt ist vorerst schon wieder zu Ende.
Nach vier Monaten mit kräftigen Zuwächsen im Vergleich zum schwachen Vorjahr brachen die Neuzulassungen im Juli um ein Viertel auf rund 236.400 Fahrzeuge ein, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Nach sieben Monaten blieb mit 1,6 Millionen Neuregistrierungen noch ein Plus von rund sieben Prozent. In den Monaten März bis Juni waren die Neuzulassungen gegenüber dem schwachen Vorjahr stark gestiegen, weil während des ersten Lockdowns die Autoproduktion und der Handel stillstanden und das Geschäft danach langsam wieder in Gang kam.
Inzwischen können die Autobauer wegen des Halbleitermangels nicht so viele Autos bauen, wie sie verkaufen könnten. Während die Zulassungen von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren im Juli stark schrumpften, waren elektrisch betriebene Wagen weiter gefragt. So legten die Neuregistrierungen von reinen Elektroautos nach Angaben der Flensburger Behörde um rund 52 Prozent zu. Ihr Anteil an den Neuzulassungen lag bei 10,8 Prozent. Noch höher war mit einem Plus von 58 Prozent der Anstieg bei Plug-in-Hybriden.
"Extrem enttäuschend, was mit Commerzbank passiert"
Wall Street vor Konsolidierungstag
Nach einem freundlichen Tag an der Wall Street mit neuen Rekorden stehen die Zeichen auf Stagnation. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen knapp behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für den Service-Bereich in China stützt damit nicht. Zwar bleibe die Konjunkturerholung in der Spur, doch das Tempo dürfte langsamer ausfallen als erhofft, heißt es. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung der Impfraten schüren Ängste, dass es zu neuen Beschränkungen kommen könnte - so wie bereits in China und Australien.
"Wir treten in eine Phase ein, in der das Wachstum immer noch stark ist, aber nicht mehr so stark wie in der Anfangsphase des Aufschwungs", sagt Fondsverwalter Sebastian Mackay von Invesco. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen dürfte in eine neue Zyklusphase eintreten, aber der Schwung dürfte nachlassen. Ob der Aktienmarkt dabei weiter steige, bleibe zumindest fraglich, heißt es weiter. Inwieweit die konjunkturelle Dynamik anhält, dürften Daten zum ADP-Arbeitsmarktbericht und ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe offenbaren. Außerdem wird die Revision des Markit-Einkaufsmanagerindexes Service veröffentlicht.
Umschichtung von Online zu Sportartikeln? Adidas und Puma nicht zu stoppen
Nach einigen Tagen Pause ist die Rekordrally bei Adidas und Puma derzeit wieder in vollem Gange. Für die Adidas-Titel geht es nun nochmals um 1,6 Prozent nach oben und für jene von Puma um 2,1 Prozent.
"Sie profitieren von starken Branchenvorlagen aus Asien", sagt ein Marktteilnehmer. Dort schichteten Marktteilnehmer aus Anbietern von Online-Spielen in Sportartikelhersteller um, vermutlich wegen des politischen Gegenwinds aus Peking für die Spiele-Anbieter.
Candy-Crush-Macher begeistert Anleger
Die Aussicht auf einen Quartalsumsatz über Markterwartungen gibt Activision Blizzard Auftrieb. Die Aktien des Anbieters von Videospielen wie "Candy Crush" oder "Call of Duty" steigen im vorbörslichen US-Geschäft um sechs Prozent.
Das Unternehmen peilt für das laufende Quartal einen Umsatz von 1,85 Milliarden Dollar an. Dank einer vielversprechenden Produkt-Pipeline seien auch die Aussichten für 2022 gut, kommentiert Analyst Andrew Uerkwitz von der Investmentbank Jefferies.
Gebrauchtwagen-Boom sorgt für Milliardengewinn bei VW-Tochter
Die Finanzsparte von Volkswagen zieht nach einem Rekordergebnis ihr Gewinnziel gleich um vier Jahre vor. "Aufgrund des äußerst positiven Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr rechnen wir bereits für das Gesamtjahr 2021 mit einem operativen Ergebnis von rund vier Milliarden Euro", erklärte Spartenchef Lars Henner Santelmann. Ein Ergebnis in dieser Höhe hatte sich der Absatzfinanzierer des Wolfsburger Autokonzerns ursprünglich für 2025 vorgenommen.
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres habe VW Financial Services (VW FS) mit 2,34 Milliarden Euro einen operativen Rekordgewinn erzielt. Gründe seien das stark gestiegene Neugeschäft und geringere Risikokosten. Die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt hätten zudem die Refinanzierung begünstigt.
Finanzchef Frank Fiedler führte das Gewinnplus auf die hohe Nachfrage nach Gebrauchtwagen zurück: Weil Volkswagen wegen fehlender Computerchips viele Neuwagen nicht bauen konnte, wichen Kunden auf Leasingrückläufer aus. "Alles, was aus den Flotten kommt, ist sehr stark nachgefragt", erläuterte Fiedler im Gespräch mit Reuters. Die gebrauchten Fahrzeuge würden mit Gewinn verkauft, erneut verleast, oder stünden für Vertragsverlängerungen zur Verfügung. Das habe "einen immensen Einfluss" auf die Restwerte.
Börsen im Plus: Firmengewinne schlagen Corona-Angst
Sprudelnde Firmengewinne locken weitere Anleger an die europäischen Aktienmärkte. Unterstützung komme außerdem von der anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbanken und der Attraktivität von Dividendenpapieren im Vergleich zu Anleihen, sagte Mark Haefele, Chef-Anleger der Vermögensverwaltung der Bank UBS.
Der breit gefasste Index Stoxx600 erreicht mit 468,09 Punkten den dritten Tag in Folge sogar ein Rekordhoch. Dax und EuroStoxx50 gewannen jeweils rund ein halbes Prozent auf 15.643 beziehungsweise 4140 Punkte.
Die rasche Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus bereitete Investoren allerdings erneut Kopfschmerzen. "Die vierte Welle rückt immer mehr ins Bewusstsein", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Wegen geringer Impfquoten sei das vor allem in Asien ein Problem. "Neue Lockdowns würden die bereits bestehenden Engpässe in den Lieferketten noch einmal verschärfen und damit auch die Inflation, die jetzt schon die Gewinnmargen der Unternehmen belastet, anheizen."
Hugo Boss setzt sich ehrgeizige Ziele
Hugo Boss überzeugt: die Kunden in Großbritannien und China sowie die Anleger in Frankfurt: Die Titel steigen um drei Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 53,46 Euro.
In Großbritannien und China erreichte der Absatz des Modekonzerns wieder das Niveau vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Außerdem stellte die Firma ein Wachstumsprogramm vor, mit dessen Hilfe der Jahresumsatz bis 2025 auf vier Milliarden Euro verdoppelt werden soll. Die operative Marge solle auf zwölf Prozent steigen.
Corona-Lockerungen sorgen für historischen Boom in Deutschland
Die Geschäftsaktivität im deutschen Service-Sektor hat im Juli ein Rekordniveau erreicht. Der von IHS Markit für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich auf ein Allzeithoch von 61,8 (Juni: 57,5) Punkten, wie aus den finalen Daten für den Monat hervorgeht. Volkswirte hatten entsprechend dem Ergebnis der vorläufigen Umfrage 62,2 Punkte vorhergesagt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 62,4 (60,1) Punkte. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, liegt es darunter, eine Schrumpfung.
Nach Aussage von Volkswirt Andrew Harker sorgten die Lockerung der Corona-Restriktionen und die sukzessive Wiedereröffnung der Wirtschaft dafür, dass das Wachstum den höchsten Wert in der 24-jährigen Indexhistorie verzeichnete. "Der Zuwachs bei der Geschäftstätigkeit entpuppte sich auch als positive Nachricht für den Arbeitsmarkt, denn viele Firmen stellten mit neuer Rekordrate zusätzliche Mitarbeiter ein", erläuterte Harker.
Deutscher Rüstungskonzern Hensoldt meldet Auftragsrekord
Der Rüstungskonzern Hensoldt hat so viele Aufträge eingeheimst wie nie zuvor. Auch dank eines neuen Milliardenauftrags der Bundeswehr für das Aufklärungssystem Pegasus seien im ersten Halbjahr Aufträge in Höhe von 2,1 Milliarden Euro eingegangen, ein Plus von 19 Prozent, teilte der Hersteller von Sensortechnologie mit Sitz in Taufkirchen bei München mit. Der Gesamtbestand liege nun bei bisher nie erreichten mehr als fünf Milliarden Euro.
Der Umsatz kletterte von Januar bis Juni um zehn Prozent auf 486 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebitda) erhöhte sich um knapp sieben Prozent auf 44,1 Millionen Euro. Die frühere Airbus-Tochter bestätigte ihren Ausblick für das Gesamtjahr.
Auch der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall erzielte im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis. Dem steht allerdings eine weitere Wertberichtigung im Zuge des Verkaufs des Geschäfts mit Klein- und Großkolben in Höhe von 110 Millionen Euro gegenüber. Das Unternehmen hatte die Zahlen am Dienstag in den letzten Handelsminuten bekannt gegeben. Die Rheinmetall-Titel wurden am Mittwoch nahezu unverändert gehandelt.
Siemens Energy fällt ans Dax-Ende
Schlusslicht im Dax sind die Titel von Siemens Energy mit einem Minus von 1,2 Prozent. Für den Energiespezialisten werden die Probleme der spanischen Windenergietochter Siemens Gamesa immer mehr zum Bremsklotz.
Deren Probleme im Bereich Windenergie an Land und die geringen Ergebniserwartungen machten die bisherige Prognose 2021 für die angepasste Ebita-Marge vor Sondereffekten von drei bis fünf Prozent zunichte, teilte der Konzern der Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsquartal mit.
Stattdessen sei noch eine Marge von zwei bis unter drei Prozent möglich. Die Leistung von Gamesa könne die Mutter nicht zufriedenstellen, kritisierte Siemens-Energy-Chef Christian Bruch.
Siemens Gamesa kämpft mit stark steigenden Rohstoffpreisen für Stahl oder Kupfer, aber auch mit Problemen beim Hochlauf der neuen Turbinen-Generation 5.X. Das Unternehmen muss auch in diesem Jahr mit roten Zahlen rechnen. Durchgreifen kann Bruch dort nicht, hält sein Konzern doch nur zwei Drittel der Anteile.
Euro verliert gegen Schweizer Franken an Boden
Gegenüber dem US-Dollar steigt der Kurs des Euro leicht. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung zu 1,1871 US-Dollar gehandelt und damit geringfügig höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1885 Dollar festgesetzt.
Am Devisenmarkt rückt die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den USA nun wieder in den Fokus. Am Nachmittag wird der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilen, wie viele neue Stellen in der amerikanischen Wirtschaft im Juli geschaffen wurden. Die ADP-Daten gelten als Hinweis auf den Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag erwartet wird. Weil sich die US-Notenbank Fed bei ihrer Geldpolitik stark an der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt orientiert, könnten die Daten für Impulse am Devisenmarkt sorgen.
Unterdessen hat der Euro im Handel mit dem Schweizer Franken weiter an Boden verloren. Am Morgen wurden für einen Euro 1,0722 Franken gezahlt und damit so wenig wie seit dem vergangenen November nicht mehr. Zum Vergleich: Im März mussten für einen Euro noch mehr als 1,11 Franken gezahlt werden.
Die Währung der Schweiz gilt als sicherer Anlagehafen. Sie wird wegen der wachsenden Unsicherheit durch die jüngste Entwicklung der Corona-Pandemie mit einer Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante stärker nachgefragt.
Delta, China, Drohnenangriff: Ölpreis sinkt dritten Tag in Folge
Die Ölpreise sinken am Morgen geringfügig. Es ist bereits der dritte Handelstag in Folge mit fallenden Preisen am Ölmarkt, wobei die Notierungen in den vergangenen beiden Tagen deutlich stärker unter Verkaufsdruck standen. Ein Barrel Brent kostete im frühen Handel 72,38 US-Dollar. Das sind drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fällt etwas stärker um 18 Cent auf 70,38 Dollar.
Am Markt werden die fallenden Ölpreise seit Beginn der Woche mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der Sorge vor neuen Einschränkungen der Mobilität erklärt. Außerdem waren Stimmungsdaten aus der Industrie in den USA und in China enttäuschend ausgefallen.
Ein Drohnenangriff auf einen Öltanker vor der Küste des Omans, der bereits Ende Juli stattgefunden hat, konnte den Ölpreisen vorerst keinen Auftrieb verleihen. Die Nato hat den Iran zur Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen aufgerufen. Die Bündnisstaaten Großbritannien, USA und Rumänien seien zu dem Schluss gekommen, dass der Iran höchstwahrscheinlich für den Vorfall verantwortlich sei, sagte ein Nato-Sprecher. Der Drohnenangriff gilt als brisant, weil er auf einer wichtigen Seehandelsroute erfolgte.
Dax nimmt Fahrt auf
Der deutsche Aktienmarkt startet mit Gewinnen in den Handel. Rückenwind lieferten die starken US-Börsen und die tendenziell positiven Vorgaben aus Asien nach positiven Konjunkturdaten aus China.
Der Dax notierte kurz nach Eröffnung 0,65 Prozent höher bei 15.655,71 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,29 Prozent auf 35.401,01 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann rund 0,5 Prozent.
In Deutschland rückten weitere Unternehmenszahlen ins Blickfeld. Unter anderem wurden Bilanzen der Commerzbank, von Siemens Energy und Hugo Boss veröffentlicht. Im Tagesverlauf folgen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus Europa und den USA.
Corona-Ausbruch in Macao: Casino-Betreiber auf Talfahrt
Ein Coronavirus-Ausbruch in der chinesischen Glücksspiel-Metropole Macau schickt Casino-Betreiber auf Talfahrt. Die Aktien von Wynn Macau, SJM, Galaxy, Melco und MGM China fallen in Hongkong um bis zu 7,6 Prozent. Macau schließt Veranstaltungsorte wie Kinos und Nachtclubs und will 600.000 Menschen auf den Erreger testen lassen.
Sony steigert Gewinn dank Playstation
Die hohe Nachfrage nach der Playstation 5 hat den japanischen Elektronikkonzern im abgelaufenen Quartal angeschoben. Der operative Gewinn sei von April bis Juni um 26,3 Prozent auf 280,1 Milliarden Yen (umgerechnet 2,16 Milliarden Euro) gestiegen, teilte Sony mit. Das lag deutlich über den Erwartungen von Analysten. Sony hob den Ausblick beim Betriebsgewinn für das im März 2022 endende Geschäftsjahr auf 7,57 Milliarden Euro an.
Zulieferer Schaeffler besser als erwartet
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler ist in der Erholung von der Corona-Krise kräftiger gewachsen als erwartet und wird erneut optimistischer für das Gesamtjahr. Das Management um Chef Klaus Rosenfeld rechnet nun 2021 mit einem währunsgbereinigten Umsatzanstieg von mehr als 11 Prozent, teilte das SDax-Unternehmen mit. Vorher standen über 10 Prozent im Plan. Dabei soll auch mehr operativer Gewinn herausspringen, die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern soll nun zwischen 8 und 9,5 Prozent liegen statt nur bei 7 bis 9 Prozent.
Im zweiten Quartal steigerte Schaeffler den Umsatz unerwartet kräftig um die Hälfte auf 3,45 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis betrug 319 Millionen Euro, die entsprechende Marge lag bei 9,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte Schaeffler wegen der wegbrechenden Automärkte in der Corona-Krise einen operativen Verlust von 159 Millionen Euro gemacht.
Großaufträge geben Rüstungselektronik-Hersteller Rückenwind
Der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt hat im ersten Halbjahr so viele Aufträge eingeheimst wie nie zuvor und damit seinen Verlust eingedämmt. Auch dank eines neuen Milliardenauftrags der Bundeswehr für das Aufklärungssystem Pegasus seien im ersten Halbjahr Aufträge in Höhe von 2,1 Milliarden Euro eingegangen, ein Plus von 19 Prozent, teilte der Hersteller von Sensortechnologie mit Sitz in Taufkirchen bei München mit.
Der Gesamtbestand liege nun bei bisher nie erreichten mehr als fünf Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte von Januar bis Juni um zehn Prozent auf 486 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (Ebitda) erhöhte sich um knapp sieben Prozent auf 44,1 Millionen Euro. Die Erlöse legten derweil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 486 Millionen Euro zu. Der Nettoverlust verringerte sich von 88 Millionen auf 27 Millionen Euro. Die frühere Airbus-Tochter bestätigte ihren Ausblick für das Gesamtjahr.
Chinas Dienstleister legen im Juli einen Zahn zu
Das Wachstum des chinesischen Dienstleister hat sich im Juli deutlich beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex legte um 4,6 auf 50,3 Punkte zu, wie das Institut Markit und die Caixin-Gruppe unter Berufung auf ihre monatliche Unternehmensumfrage mitteilten. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Stimmungsbarometer - mit dem vor allem kleinere Unternehmen in den Küstenregionen erfasst werden - signalisiert ab 50 ein Wachstum.
Ein Grund für den Anstieg sei die erfolgreiche Eindämmung der Corona-Ausbrüche in Südchina, sagte Caixin-Ökonom Wang Zhe. Allerdings sei die Gefahr durch Corona längst nicht gebannt. "Die Wirtschaft steht immer noch unter enormem Abwärtsdruck", sagte Wang. Seit die ostchinesische Stadt Nanjing am 20. Juli die ersten Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante bestätigte, haben zahlreiche Kommunen solche Fälle gemeldet. Der Tourismus leidet bereits unter den verschärften Sicherheitsauflagen
Stellenausschreibung: SpaceX sucht Gastro-Personal für Weltraumbahnhof in Texas
Ein Schmankerl am Morgen gefällig? Elon Musks Weltraumunternehmen SpaceX sucht einen Barkeeper für seinen Weltraumbahnhof bei Brownsville in Texas. Voraussetzung sind mindestens zwei Jahre Erfahrung als Barkeeper, vorzugsweise in einem Restaurant oder Resort. Außerdem sollten Bewerber mit einer Menüerstellung mitbringen und mit täglich wechselnden Cocktail-Angeboten zurechtkommen, wie es in der Stellenausschreibung heißt.
Die offene Stelle als Barkeeper ist Teil einer ganzen Reihe von Ausschreibungen in SpaceX hauseigenem Gastronomiebereich. Wie sich der Website des Unternehmens entnehmen lässt, werden neben Barkeepern auch Baristas, Köche und Servicekräfte gesucht – manche in Voll-, andere in Teilzeit.
Ein Börsengang von SpaceX ist immer wieder Thema, aber auf das IPO (initial public offering) darf man wohl eher noch ein paar Jahre warten.
Dax höher erwartet - US-Arbeitsmarkt im Blick
In Erwartung neuer Hinweise auf den Gesundheitszustand der US-Wirtschaft wird der Dax laut Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Dienstag hatte er kaum verändert bei 15.555,08 Punkten geschlossen.
Ihr Hauptaugenmerk richten Anleger auf die Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Experten rechnen für Juli mit dem Aufbau von 695.000 Stellen. Das entspricht dem Niveau des Vormonats. Die ADP-Zahlen geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarkt-Daten am Freitag. Von diesen wiederum lassen sich Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank Fed ziehen. Deren Chef Jerome Powell hat mehrfach betont, dass sich der US-Arbeitsmarkt noch ein ganzes Stück verbessern müsse, bevor sein Haus die geldpolitischen Zügel wieder anzieht. Daneben stehen die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Programm. Hier sagen Analysten ebenfalls ein Ergebnis auf Vormonatsniveau voraus. Das Wachstum der europäischen Einzelhandelsumsätze habe sich dagegen im Juni auf 1,7 von 4,6 Prozent im Monatsvergleich reduziert.
Verheerendes Jahr für Airlines: eine Million verlorene Jobs
Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat in seinem Jahrbuch 2020 die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Luftfahrt dokumentiert. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr nur 1,8 Milliarden Passagiere im Linienflugverkehr, 60,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Es war der größte Einbruch seit Beginn der systematischen Zählung der Passagierkilometer etwa 1950, wie aus dem statistischen Jahrbuch 2020 hervorgeht, das die IATA in Montreal in Kanada veröffentlichte.
Die Umsätze im Passagiergeschäft gingen im vergangenen Jahr um 69 Prozent auf 189 Milliarden Dollar (rund 160 Mrd Euro) zurück. Die Nettoverluste betrugen 126,4 Milliarden Dollar. Eine Million Arbeitsplätze seien in der Industrie verloren gegangen. Im April 2020 seien wegen der Schließung zahlreicher Grenzen 66 Prozent der kommerziellen Flugzeuge nicht im Flugbetrieb gewesen. Mitglieder des Verbandes sind etwa 290 Fluggesellschaften, die nach Angaben der IATA zusammen 82 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abdecken.
Chinas Fahrzeugabsatz sinkt im Juli deutlich
Chinas Fahrzeugabsatz ist im Juli ersten Daten des Herstellerverbands CAAM zufolge deutlich gesunken. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge fiel im Vergleich zum Vorjahr um knapp 14 Prozent auf 1,82 Millionen Stück, wie aus den vom CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) am Mittwoch veröffentlichten Eckdaten zum vergangenen Monat hervorgeht. Der Absatz von Fahrzeugen ist damit den zweiten Monat in Folge gesunken.
China ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW.
Autozulieferer Norma wächst kräftig
Der Autozulieferer hat im zweiten Quartal von der Wirtschaftserholung und einer starken Nachfrage profitiert und die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.
Bei einem Umsatzanstieg um 47,1 Prozent auf 281,7 Millionen Euro erreichte das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) 36,1 Millionen Euro. In dem von Corona geprägten Vorjahreszeitraum verbuchte der Konzern noch einen Verlust von rund 25 Millionen Euro. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele, die einen Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich vorsehen und eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von über zwölf Prozent.
Commerzbank rutscht wieder in die roten Zahlen
Aufwendungen für den Konzernumbau und Abschreibungen für ein gestopptes Outsourcing-Großprojekt belasten die Commerzbank . Das Geldhaus rutschte deshalb im zweiten Quartal wieder in die Verlustzone. Unter dem Strich erwirtschaftete die Bank von April bis Juni einen Verlust von 527 Millionen Euro.
CommerzbankOhne den gebuchten Restrukturierungsaufwand von 511 Millionen Euro hätte die Bank aber ein annähernd ausgeglichenes Konzernergebnis erzielt, betonte sie. Das operative Ergebnis lag bei 32 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis von 56 Millionen Euro und einem Konzernverlust von 504 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet die Commerzbank weiter ein positives operatives Ergebnis.
Gewinn vervielfacht: Toyota steckt Chipkrise locker weg
Toyota hat die Knappheit bei Halbleitern besser verkraftet als viele Konkurrenten und den Gewinn dank der Erholung der Autonachfrage überraschend stark gesteigert. Das operative Ergebnis sprang im ersten Geschäftsquartal auf rund 997,5 Milliarden Yen (umgerechnet rund 7,7 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt mit 752 Milliarden Yen gerechnet.
Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der japanische Autokonzern wegen der Einschränkungen durch die Pandemie nur ein Ergebnis von 13,9 Milliarden Yen erzielt. Der weltgrößte Autoabauer ist bisher weitgehend von der Chip-Krise verschont geblieben, die die meisten Automobilhersteller in den vergangenen Monaten zwang, ihre Produktionsbänder zeitweise anzuhalten. Toyota bekräftigte seine Prognose eines Anstiegs des Betriebsgewinns um 14 Prozent auf 2,5 Billionen Yen (rund 19 Milliarden Euro).
Insider: Endgültige Zulassung für Biontech-Impfstoff bis Anfang September
Die US-Arzneimittelbehörde FDA strebt einem Medienbericht zufolge eine vollständige Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bis Anfang September an. Der inoffizielle Termin der Behörde für die endgültige Genehmigung sei der 6. September, der Tag der Arbeit, berichtet die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Präsident Joe Biden sprach vergangene Woche davon, dass er die FDA-Entscheidung bis zum Frühherbst erwarte. Die FDA hatte dem Vakzin Ende vergangenen Jahres die Notfallzulassung erteilt. Eine vollständige Zulassung könnte die Ängste der Bevölkerung hinsichtlich der Sicherheit der Impfung verringern.
Asien-Börsen auf Richtungssuche - Starker Service-PMI stützt in China
An den Börsen in Ostasien und Australien ist zur Wochenenmitte keine einheitliche Tendenz auszumachen, trotz starker Vorgaben der Wall Street, wo der S&P-500 am Dienstag auf ein Rekordhoch stieg. Die steigende Zahl der Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus schürt Befürchtungen, dass die Erholung der Wirtschaft abgewürgt werden könnte.
Das gilt besonders für die Tokioter Börse, wo der Nikkei 0,3 Prozent im Minus liegt. Auf dem japanischen Aktienmarkt lastet zudem der zum Dollar gestiegene Yen, der als Fluchtwährung in Krisenzeiten gilt. In Australien halten sich die Kursgewinne mit durchschnittlich 0,3 Prozent in Grenzen.
Anders dagegen die chinesischen Börsen, die anfängliche Verluste mehr als aufgeholt haben. Sie erhalten Auftrieb vom Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor, der sich im Juli wider Erwarten kräftig erholt hat. Das wird mit Erleichterung aufgenommen, zumal zuvor die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe enttäuscht hatten. In Schanghai gewinnt der Composite-Index 0,6 Prozent. Mit dem Hang-Seng-Index geht es in Hongkong um 1,6 Prozent nach oben.
Der Handelstag an der Wall Street hier noch mal zum Nachlesen:
Das wird für den Dax heute wichtig
In dieser Börsenwoche kommt der Dax nicht so recht vom Fleck: Einem minimalen Aufschlag am Montag folgt am Dienstag ein kleines Minus - und so startet der Dax zur Wochenmitte gewissermaßen wieder bei null. Während am Montag Kursverluste der Allianz-Papiere den deutschen Börsenleitindex ausbremsten, ihn zeitweise rund 100 Punkte kosteten, belasteten am Dienstag ein Minus bei den BMW-Aktien. Der Autobauer hatte zwar überzeugende Quartalszahlen geliefert, einige Anleger störten sich aber am zurückhaltenden Ausblick. "BMW stapelt tief", kommentierte ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf.
Zur Wochenmitte wartet mit Siemens Energy ein weiterer Dax-Konzern mit Geschäftszahlen auf. Daneben dürfte sich das Augenmerk der Anleger eher auf die zweite Reihe richten: Ergebnisse stehen etwa von Schaeffler, Commerzbank, Grenke Leasing, Hugo Boss, Hensoldt und Heidelberger Druckmaschinen und Norma auf der Agenda.
Beachtung dürften auch die Geschäftsausweise des VW-Konkurrenten Toyota und Sony am Morgen, Intesa am Vormittag sowie General Motors am Mittag finden. Nach US-Börsenschluss legt der US-Fahrdienstleister Uber noch sein Zahlenwerk vor.
Wesentlich ruhiger geht es an der Konjunkturfront zu: So stehen etwa frische Daten diverser Einkaufsmanager auf dem Programm. Im Fokus dürften die Börsianer dabei vor allem die entsprechenden Indizes aus China, Deutschland, Europa und den USA haben. Zudem werden die EU-Einzelhandelsumsätze sowie in den USA der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe und der ADP-Arbeitsmarktbericht für Juli veröffentlicht.
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