Montag, 09. September 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax müht sich zu kleinem Plus - Autowerte stark

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(Foto: picture alliance/dpa)

Es war in Frankfurt ein insgesamt ruhiger Start in die neue Börsenwoche. Bei überschaubarer Nachrichtenlage kämpfte sich der Dax langsam nach oben und setzte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Woche fort. Ins Blickfeld gerät nun die EZB, von der am Donnerstag ein Maßnahmenpaket gegen den drohenden Abschwung erwartet wird.

Der Dax ging 0,3 Prozent fester bei 12.226 Punkten aus dem Handel. Der MDax schloss nahezu unverändert bei 26.004 Zählern. Der TecDax gewann 0,1 Prozent auf 2864 Stellen. Der EuroStoxx50 trat mit 3494 Punkten auf der Stelle. Vor dem Beginn der IAA ging es für Automobilaktien nach oben: BMW stiegen 1,4 Prozent, Daimler 2,3 Prozent, VW 2,4 Prozent und Continental 3,6 Prozent.

17:12 Uhr

Immobilienaktien leiden unter steigenden Renditen

Unter Druck haben zu Wochenbeginn Immobilienaktien gestanden. Im Handel wurde auf die steigenden Renditen am Anleihemarkt verwiesen. So ging es für Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um 5 Basispunkte auf minus 58 Basispunkte nach oben.

Immobilienaktien wiesen eine negative Korrelation zu steigenden Anleiherenditen auf. Vonovia verloren 2,7 Prozent, LEG 2,2 Prozent und Deutsche Wohnen 1,5 Prozent.

16:43 Uhr

BMW, Daimler und VW könnten CO2-Ziele schaffen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen haben einer Studie zufolge trotz hoher SUV-Absatzzahlen gute Chancen, ihre Klimaschutzziele für das Jahr 2021 zu erreichen. Der angestrebte CO2-Wert sei nur im Fall einer "deutlich entschiedeneren Elektrifizierung der Neufahrzeugflotte" einzuhalten, heißt es in einer Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) im Auftrag der Denkfabrik Agora Verkehrswende. So müssten die Zulassungen für E-Wagen auf Marktanteile von 8 bis 15 Prozent steigen.

Ab 2021 gelten für Daimler und BMW laut EU-Vorgaben 102 Gramm pro Kilometer, für VW 96 Gramm. Die CO2-Zielwerte unterscheiden sich zwischen den Herstellern, weil sie vom Gewicht der in der EU verkauften Fahrzeuge abhängen. Ab 2021 droht Herstellern eine Strafe von 95 Euro pro Gramm Zielverfehlung, multipliziert mit der Anzahl der verkauften Fahrzeuge. Auf diese Weise können Strafzahlungen rasch siebenstellige Summen erreichen.

16:24 Uhr

Innogy liefert Windstrom an die Deutsche Bahn

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Deutsche Bahn wird ab 2024 einen Teil ihres Strombedarfs aus einem Windpark in der Nordsee decken. Betrieben wird der Windpark 35 km nordöstlich von Helgoland von der RWE-Tochter Innogy. Der Liefervertrag laufe über fünf Jahre, teilten beide Seiten mit. Das Liefervolumen betrage 25 Megawatt, das seien etwa 8 Prozent der Gesamterzeugung des Windparks mit insgesamt 48 Anlagen. Bis 2038 soll der gesamte DB Bahnstrom zu 100 Prozent "grün" sein.

Aktuell deckt die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben mehr als 57 Prozent ihres Energiebedarfs mit Strom aus erneuerbaren Energien.

16:06 Uhr

Zinssenkungs-Spekulationen geben Wall Street Auftrieb

In der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der Notenbank Fed decken sich Anleger mit US-Aktien ein. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen zur Eröffnung um bis zu 0,4 Prozent.

Bei den Unternehmen rückten Boeing und AT&T ins Rampenlicht. Der Airbus-Rivale kämpft mit technischen Problemen bei seinem neuen Großraum-Flugzeug 777X. Wegen Schwierigkeiten mit den Triebwerken des Zulieferers General Electric (GE) musste der Flugzeug-Hersteller den Marktstart der Maschinen bereits auf 2020 verschieben. Boeing-Aktien verloren zum Auftakt 1,6 Prozent. AT&T legten dagegen rund vier Prozent zu. Der US-Hedgefonds und Aktionär Elliott forderte das Management von AT&T auf, nicht zum Kerngeschäft zählende Firmenanteile zu verkaufen und die Kosten zu senken.

15:43 Uhr

Dieselskandal: VW-Chef soll vor Gericht erscheinen

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(Foto: REUTERS)

VW-Chef Herbert Diess soll in einem Prozess um Schadenersatzforderungen für manipulierte Diesel-Fahrzeuge vor dem Duisburger Landgericht aussagen. Der Vorsitzende Richter der 13. Zivilkammer habe das persönliche Erscheinen des Vorstandsvorsitzenden bei zwei Verhandlungsterminen am Dienstag angeordnet, teilte das Gericht mit. Diess solle allgemein zur Klärung des Sachverhalts befragt werden. Es werde insbesondere um eine Äußerung von Diess im ZDF am 18. Juni 2019 gehen, sagte ein Gerichtssprecher. Diess hatte zu den Abgasmanipulationen gesagt: "Das, was wir gemacht haben, war Betrug."

Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass der Konzernchef am Dienstag nach Duisburg kommt. Ein Sprecher von VW verwies auf Anfrage lediglich auf die Zivilprozessordnung zur Anordnung des persönlichen Erscheinens. Aus dem Paragrafen 141 geht unter anderem hervor, dass ein Vertreter entsendet werden kann, der zur Aufklärung des Tatbestandes in der Lage und zur Abgabe der gebotenen Erklärungen, insbesondere zu einem Vergleichsabschluss, ermächtigt ist.

15:36 Uhr

n-tv Zertifikate: Gold in Euro auf Allzeithoch - und jetzt?

Die Krisenherde in Wirtschaft und Politik haben den Goldpreis zuletzt weiter in die Höhe getrieben. Welche Rolle Gold auch für Zertifikate spielt, darum ging es auch auf dem Deutschen Derivate Tag in Frankfurt. Friedhelm Tilgen spricht dort mit Anouch Wilhelms von der Commerzbank.

15:25 Uhr

Stühlerücken bei Nissan - umstrittener CEO Saikawa geht

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Hiroto Saikawa

(Foto: REUTERS)

Jetzt ist es amtlich: Der japanische Autobauer Nissan bekommt einen neuen Chef. Wie das Unternehmen mitteilte, wird CEO Hiroto Saikawa zum 15. September zurücktreten. Sein Nachfolger wird Yasuhiro Yamauchi.

Saikawa steht seit geraumer Zeit in der Kritik. So wird ihm vorgeworfen, dass er die Strukturen, die einen Machtmissbrauch des ehemaligen Chairmans Carlos Ghosn begünstigten, nicht abgebaut hat. Vergangene Woche musste Saiwaka eingestehen, dass er durch Manipulation seiner an den Aktienkurs gekoppelten Vergütung zu viel Geld bekommen hat. Er kündigte an, den überschüssigen Betrag, den informierte Personen auf mehr als 400.000 US-Dollar beziffern, zurückzuzahlen.

15:08 Uhr

Dax bleibt in ruhigen Gewässern - und legt zu

Nichts Neues gibt es vom Main zu vermelden: Der deutsche Aktienmarkt hat sich bei einer insgesamt dünnen Nachrichtenlage kurz Handelsbeginn in den USA weiter im positiven Bereich bewegt. Anleger setzen auf die großen Notenbanken und neue Stimuli für die Wirtschaft. So erwarten die Volkswirte bei Nomura, dass die chinesische Notenbank die Zinsen in den kommenden zwei Wochen senken wird. In der laufenden Woche wird ein großes Maßnahmenpaket der EZB erwartet.

Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 12.236 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,2 Prozent auf 26.072 Zähler, der TecDax um 0,5 Prozent auf 2875 Stellen. Für den EuroStoxx50 ging es 0,1 Prozent auf 3497 Punkten nach oben.

14:50 Uhr

OECD-Frühindikator verweist auf nachlassendes Wachstum

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(Foto: imago images / Photocase)

Der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) deutet auf nachlassendes Wachstum in einigen großen Mitgliedsstaaten. Solche Signale gebe es für die USA und die Eurozone, insbesondere für Deutschland, erklärte die OECD, eine von 35 Industriestaaten betriebene Denkfabrik. Stabiles Wachstum zeichne sich hingegen für den gesamten OECD-Raum, Frankreich und Kanada ab. Im Juli sinkt der Frühindikator für den gesamten OECD-Raum um 0,1 auf 99,0 Punkte.

Für Großbritannien, für das es aufgrund der Brexit-Unsicherheit weiterhin große Fehlermargen gebe, bleibe es bei einer stabilen Wachstumsdynamik, wenn auch bei historisch niedrigen Trendwachstumsraten. In Japan und Italien wiesen die Indikatoren weiterhin auf eine Stabilisierung der Wachstumsdynamik hin.

14:31 Uhr

Skoda-Käufer scheitert mit Klage im VW-Dieselskandal

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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Skoda-Kunde ist mit einer Schadenersatzklage im VW-Dieselskandal gescheitert. Das Wissen der Volkswagen AG könne einem Importeur von Neuwagen der Marke Skoda nicht ohne weiteres zugerechnet werden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main in einem Urteil. Es wies deshalb die geltend gemachten Schadenersatzansprüche wegen sittenwidriger Schädigung oder Täuschung ab. Skoda ist eine VW-Konzerntochter.

Der Kläger verlangte laut Gericht Schadenersatz wegen des in seinem Neuwagen eingebauten Dieselmotors. Der Käufer machte geltend, dass eine unzulässige Software zur Regulierung der Stickoxidwerte eingebaut worden sei. In erster Instanz lehnte bereits das Landgericht Darmstadt die Klage ab. Die dagegen eingelegte Berufung hatte keinen Erfolg vor dem Frankfurter OLG. Gegen das OLG-Urteil kann Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt werden.

14:11 Uhr

Deutsche Börse will mit Gebührenrabatt vor Brexit punkten

Deutsche Börse
Deutsche Börse 136,95

Die Deutsche Börse will mit einem Rabattprogramm weiteres Derivate-Geschäft von London nach Frankfurt locken. Angesichts des bevorstehenden Brexit erlasse die Deutsche-Börse-Tochter Eurex Clearing bis Ende des Jahres Marktteilnehmern die Buchungsgebühren vollständig, wenn sie ihr Zinsderivate-Depot an den Main verlagerten, teilte das Dax-Unternehmen mit.

Bisher dominiert LCH Clearnet, eine Tochtergesellschaft der Londoner Börse LSE, das Geschäft mit der Abwicklung (Clearing) von Euro-Derivaten. Durch den Brexit sieht die Deutsche Börse die Chance gekommen, dem Konkurrenten das Wasser abzugraben.

13:45 Uhr

Insider - Kone ordert Berater für Deal mit Thyssenkrupp

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 13,15

Der finnische Aufzugsbauer Kone treibt seine Pläne für einen Kauf der Aufzugsparte des Konkurrenten Thyssenkrupp voran. Kone habe die Anwaltskanzlei Hengeler Mueller als Berater engagiert, sagten mehrere Insider. Kone und Hengeler Mueller wollten die Angaben nicht kommentieren.

Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff will die Aufzugssparte verkaufen oder an die Börse bringen. Die Aktie von Thyssenkrupp notierte am Mittag 1,5 tiefer bei 12,05 Euro. Das Papier hatte in den vergangenen zwei Tagen kräftig zugelegt. Thyssenkrupp steigt in diesem Monat aus dem Dax ab.

13:16 Uhr

Verhaltener Optimismus an der Wall Street

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(Foto: REUTERS)

Die jüngste Unterstützungsmaßnahme der chinesischen Notenbank zur Stabilisierung der vom Handelsstreit mit den USA gebeutelten Konjunktur, dürfte den US-Börsen heute kaum noch Auftrieb verleihen. Die Futures auf die US-Indizes deuten dennoch auf eine gut behauptete Eröffnung hin. Schon zum Vorwochenausklang hatte die Wall Street darauf allenfalls moderat reagiert, zumal der Fokus da stärker auf dem US-Arbeitsmarktbericht gelegen hatte.

Die US-Anleger dürften aber mehr auf ihre eigene Notenbank setzen. Und von der kamen zuletzt gemischte Signale. So sprach Fed-Chef Jerome Powell von einer grundsätzlich optimistischen Sichtweise in Bezug auf Wachstums- und Inflationsausblick. Zugleich ließ er aber die bei über 90 Prozent liegende Erwartung an eine Zinssenkung im September am Köcheln, indem er auch sagte: "Wir sind bereit, alles Notwendige zu tun, um das Wachstum aufrecht zu erhalten." Dazu passend waren die Arbeitsmarktdaten für August etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daneben erwarten die meisten Marktteilnehmer, dass zuvor bereits am Donnerstag die EZB mit Lockerungsmaßahmen auf die zuletzt vielfach mauen Konjunktursignale aus der Eurozone reagieren wird.

13:02 Uhr

Umweltaktivistin: Autoindustrie ist "hochgradig kriminell"

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Tina Velo

(Foto: dpa)

Die Umweltaktivistin Tina Velo will heute Abend mit VW-Chef Herbert Diess ein Gespräch führen. Zuvor holt sie zu einem verbalen Rundumschlag gegen die Autoindustrie aus. Velo bezeichnete die Autobranche als "hochgradig kriminell". Sie bilde zusammen mit der Politik ein "mafiös gestricktes Konglomerat", erklärte die Vertreterin des Aktionsbündnisses "Sand im Getriebe" in Frankfurt.

Im Gespräch mit Diess wolle sie verhindern, dass sich VW ein falsches grünes Image zulegen könne, sagte die mit Pseudonym auftretende Frau. Der Konzern habe Kunden und Öffentlichkeit jahrelang belogen und wolle weiterhin eine hohe Anzahl "klimaschädlicher Stadtpanzer" verkaufen. "Sand im Getriebe" will am ersten Publikumssonntag (15. September) die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt blockieren.

12:45 Uhr

Britische Wirtschaft trotzt Brexit-Drama

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Bentley-Produktion im englischen Crewe.

(Foto: imago/IPON)

Trotz der Hängepartie um den Brexit hat die britische Wirtschaft im Hochsommer Aufwind verspürt. Die Wirtschaftsleistung legte im Juli zum Vormonat um 0,3 Prozent zu, wie aus Daten des Statistikamts ONS hervorgeht. Dies ist der stärkste Anstieg seit Januar und mehr als Ökonomen erwartet hatten, die lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent rechneten. Nimmt man die Daten von Mai bis Juli zusammen, ergibt sich eine Stagnation im Verhältnis zu den vorangegangenen drei Monaten.

Inmitten der Brexit-Unsicherheit war die Wirtschaft im Frühjahr um 0,2 Prozent geschrumpft.

12:30 Uhr

Beiersdorf lockt Kunden mit Creme für tätowierte Haut

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(Foto: picture alliance / Monika Skolim)

Tattoos erfreuen sich wachsender Beliebtheit - Beiersdorf reagiert nun darauf. Der Konsumgüterkonzern bringt im September erstmals nach 30 Jahren eine neue Marke in den Handel. Mit einer Körpercreme speziell für tätowierte Haut will der Dax-Konzern dabei vor allem bei jüngeren Kunden punkten, die sich von Massenmarken wie Nivea abwenden und eher kleinere, alternative Produkte kaufen.

Die Linie "Skin Stories" umfasst einen Reparaturbalsam für neue Tätowierungen, einen Sonnenschutzstift und eine tägliche Körperlotion. Firmenangaben zufolge hat inzwischen fast jeder fünfte Deutsche ein Tattoo.

12:18 Uhr

Deutsches Handwerk wächst schneller als Wirtschaft insgesamt

Getragen von der boomenden Inlandsnachfrage wächst das Handwerk deutlich schneller als die deutsche Wirtschaft insgesamt. Die Umsätze legten im zweiten Quartal binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg zur gleichen Zeit nur um 0,4 Prozent zum Vorjahresquartal. In allen sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks habe es ein Plus gegeben.

Den größten Anstieg erzielte das Bauhauptgewerbe mit 6,4 Prozent. In den Handwerken für den gewerblichen Bedarf stiegen die Umsätze mit 0,4 Prozent allerdings am geringsten. Dies zeigt, dass sich bestimmte Handwerksbereiche nicht von der Schwäche der Industrie abkoppeln können.

11:59 Uhr

Steigende Renditen treiben Aktien der Banken an

Die Aktien der Banken haben bis zum Mittag ihre Kursgewinne  ausbauen können. Der Stoxx-Banken-Index stieg um 1,2 Prozent. Händler verwiesen auf die steigenden Renditen, so hat der Bund-Future schon wieder über 60 Ticks verloren. "Das mildert den Druck auf die Erträge", so ein Marktteilnehmer. Daneben spekuliert der Markt darüber, ob die EZB den Banken mit einem gestaffelten Einlagensatz oder anderen Maßnahmen hilft.

Im Dax verteuerten sich Deutsche Bank um 1,3 Prozent. Im MDax gewannen Commerzbank 1,5 Prozent.

11:45 Uhr

Börsianer schauen auf EZB - IAG und Air France-KLM bluten

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(Foto: imago/Sven Simon)

In Erwartung der Zinsentscheidungen von EZB und Fed halten sich Anleger mit Engagements an den europäischen Aktienmärkten zurück. Der Dax stieg am Mittag um lediglich 0,2 Prozent auf 12.222 Punkte. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent fester bei 3499 Stellen. Experten rechnen fest damit, dass die EZB am kommenden Donnerstag den Zins für Einlagen bei der Notenbank senkt.

Am europäischen Aktienmarkt gehörte IAG mit einem Kursminus von 2,5 Prozent zu den Verlierern. Der Mutterkonzern von British Airways leidet unter einem Pilotenstreik bei der britischen Fluggesellschaft. Der Lufthansa-Rivale musste daher fast alle Flüge streichen. Die Titel von Air France-KLM stürzten sogar um 9,4 Prozent ab. Der Zeitung "Les Echos" zufolge hat die französisch-niederländische Fluggesellschaft ein Angebot zur Rettung des zusammengebrochenen Konkurrenten Aigle Azur vorgelegt.

11:33 Uhr

China bereitet Sorgen - Autoabsatz deutlich schwächer

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BMW-Produktion in Shenyang-Tiexi.

(Foto: picture alliance / dpa)

Schlechte Nachricht aus dem Reich der Mitte: Der Autoabsatz in China ist im August um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Insgesamt wurden 1,59 Millionen Autos verkauft, wie der chinesische Branchenverband PCA in Peking mitteilte. Hintergrund seien die sich verlangsamende Konjunktur und der Handelsstreit mit den USA.

Der Abschwung bei Autoverkäufen hält auf dem weltweit größten Automarkt schon länger an. Die Zahlen gingen innerhalb von 15 Monaten zum 14. Mal zurück. Der größte nationale Hersteller, SAIC Motor Corp., hatte seine Vorhersage für das laufende Jahr bereits nach unten korrigiert.

11:14 Uhr

VW-Papier führt Autowerte nach oben

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VW Vorzüge 182,66

Die Autobranche entzieht sich den negativen Äußerungen des Continental-Chefs Elmar Degenhart. Der Manager rechnet mit einer zweijährigen Durststrecke ohne Wachstum in der Branche und fordert Stimuli wie Steuersenkungen oder niedrigere Energiekosten. Übergeordnet blieben die Autotitel vor der IAA en vogue, sagte ein Börsianer.

Angeführt wird die Gewinnerseite im Dax von VW - die Aktie stieg am späten Vormittag um 2,1 Prozent. Im Sektorvergleich zeige die VW-Aktie relative Stärke, hieß es bei Commerzbank Technical Analysis and Index Research. Auch BMW und Daimler überzeugten mit Zugewinnen von 0,8 beziehungsweise 1,2 Prozent.

10:55 Uhr

Air France-KLM wohl an insolventer Aigle Azur interessiert

Mehrere Unternehmen sollen an der Übernahme der Aktivitäten der insolventen französischen Fluggesellschaft Aigle Azur Interesse haben. Wie die französische Zeitung Les Echos schreibt, gehört zu den Interessenten auch Air France-KLM. Die Gebote müssten bis Mittag vorliegen. Nach weiteren Angaben der Zeitung ist es aber unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen ein Angebot für Aigle Azur als Ganzes abgeben werde.

Aigle Azur hatte sich vergangene Woche für zahlungsunfähig erklärt und alle Flüge ab dem Wochenende gestrichen. Die rund 1150 Beschäftigten der Fluggesellschaft bangen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

10:37 Uhr

Ölpreise bleiben auf aufsteigendem Ast

Brent Rohöl
Brent Rohöl 63,40

Mit den Ölpreisen ist es zu Wochenbeginn weiter bergauf gegangen. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,85 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 34 Cent auf 56,77 Dollar.

Am Ölmarkt rückt die Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und verbündeter Förderländer stärker in den Fokus. Vertreter der in der sogenannten Opec+ zusammengefassten Ölstaaten treffen sich ab Mittwoch zu einem zweitägigen Treffen, um über die Fördermenge zu beraten. Marktbeobachter rechnen aber nicht mit einer Empfehlung für eine weitergehende Förderkürzung. Im Fokus stand außerdem die Absetzung von Saudi-Arabiens Energieminister Chalid al-Falih.

10:16 Uhr

Geely steigt bei Daimlers Flugtaxi-Beteiligung Volocopter ein

Der Autobauer Daimler und der chinesische Großaktionär Geely weiten ihre Kooperation auf Flugtaxis aus. Geely steigt über eine Finanzierungsrunde bei der deutschen Flugtaxi-Firma Volocopter ein, wie die Unternehmen in Frankfurt vor Beginn der Automesse IAA mitteilten. Daimler ist bereits seit 2017 an dem Start-Up beteiligt, das helikopterähnliche Flugtaxis mit Elektroantrieb entwickelt. Die Fluggeräte sollen vor allem in stau- und smoggeplagten Megacities unter anderem in China zum Einsatz kommen.

Geely war im Februar 2018 mit 9,7 Prozent der Anteile beim Daimler-Konzern eingestiegen und damit auf einen Schlag zum größten Aktionär geworden.

10:08 Uhr

n-tv Zertifikate Talk: Dax im Würgegriff von Trump und Johnson

Der Welthandel ist zurzeit geprägt von politischen und wirtschaftlichen Konflikten. Die Machtkämpfe der USA mit China und Iran sowie der drohende ungeordnete Brexit schaffen ein zunehmend riskantes Umfeld für Anleger. Bianca Thomas diskutiert mit Dirk Heß von der Citigroup und Daniel Saurenz von Feingold Research darüber, was das für den Markt in Europa bedeutet und welche Strategien für Anleger am erfolgversprechendsten sind.

09:51 Uhr

BMW profitiert vom Aufschwung bei SUVs

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Autobauer BMW profitiert in der Branchenflaute weiter vom starken Verkauf seiner Stadtgeländewagen. Im vergangenen Monat setzte das Unternehmen von seiner Stammmarke 157.889 Autos ab und damit 4,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern vor Beginn der Automesse IAA mitteilte. Verantwortlich für das Plus waren insbesondere die SUV-Modelle, von denen BMW gut ein Drittel mehr verkaufte als ein Jahr zuvor.

Im wichtigsten Einzelmarkt China legte BMW ebenfalls ordentlich zu mit gut 10 Prozent. Derzeit stockt allerdings der Verkauf der elektrifizierten Fahrzeuge, im August waren es 7 Prozent weniger als vor einem Jahr, im bisherigen Jahresverlauf steht ein Rückgang von 3 Prozent auf 80 526 Stück zu Buche.

09:26 Uhr

Hoffnung auf Notenbankhilfen treibt Kurse in Asien

In Erwartung von Maßnahmen der großen Notenbanken zur Ankurbelung der Weltwirtschaft steigen Anleger in die asiatischen Aktienmärkte ein. Der japanische Nikkei-Index stieg um 0,5 Prozent auf 21.299 Punkte, die Börse Shanghai gewann 0,6 Prozent auf 3018 Zähler.

Der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag nähre die Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der Notenbank (Fed), sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte Bereitschaft hierzu. Parallel dazu senkte die chinesische Zentralbank die Mindestreserve-Anforderungen für die Geschäftsbanken und machte damit einen dreistelligen Milliardenbetrag für zusätzliche Kredite frei. Experten rechnen zudem fest damit, dass die EZB am Donnerstag den Zins für Einlagen bei der Notenbank senkt und die Wiederaufnahme ihrer Wertpapierkäufe ankündigt.

09:19 Uhr

Gewinnwarnung schickt Singulus-Kurs in den Keller

Singulus
Singulus 4,40

Unter Druck ist am Morgen die Aktie von Singulus geraten. Sie brach im Spezialistenhandel nach einer Gewinnwarnung um 12 Prozent ein.

Der Maschinenbauer kann wegen einer weiteren Verzögerung bei wichtigen Lieferverträgen seine Jahresprognosen 2019 nicht halten. Bei den gerade beendeten Gesprächen in Shanghai habe der chinesische Staatskonzern CNBM darüber informiert, dass die Unterzeichnung der Verträge über den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten für CIGS Dünnschichtsolarmodule voraussichtlich erst im vierten Quartal 2019 erfolgen soll, teilte der Konzern am Wochenende mit. Deshalb werde man die kommunizierten Umsatz- und Ergebnisziele (Ebit) nicht erreichen.

09:13 Uhr

Dax startet mit kleinem Gewinn in die Woche

Dax
Dax 13.241,75

Es geht weiter aufwärts: Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Höhenflug fort und startet mit leichten Gewinnen in die neue Woche. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 12.219 Punkte. Der MDax kletterte um 0,3 Prozent auf 26.087 Zähler. Der TecDax stieg um 0,5 Prozent auf 2876 Stellen.

08:59 Uhr

Pilotenstreik zwingt British Airways zur Absage fast aller Flüge

IAG
IAG 6,38

Bei British Airways (BA) führt der erste Pilotenstreik in der Geschichte des Unternehmens zum Ausfall praktisch aller Flüge. Fast 100 Prozent der Verbindungen seien gestrichen worden, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Mit dem für 48 Stunden geplanten Ausstand will die Pilotengewerkschaft eine größere Beteiligung ihrer Mitglieder an den Gewinnen des Lufthansa-Rivalen durchsetzen. BA bezeichnete das eigene Angebot im laufenden Tarifstreit als fair und den Streik als ungerechtfertigt.

Tausende Reisende mussten umplanen. Eine Sprecherin des britischen Premierministers Boris Johnson forderte beide Seiten dringend auf, den Konflikt zu beenden. Ein dritter Streiktag ist bereits für den 27. September vorgesehen.

08:49 Uhr

Deutsche Exporte wachsen trotz Handelsstreit und Brexit

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(Foto: imago images / photothek)

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Ausfuhren im Juli trotz der Handelsstreitigkeiten und der Brexit-Wirren gesteigert. Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 0,7 Prozent mehr im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Ökonomen hatten dagegen ein Minus von 0,6 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 3,8 Prozent höher.

Die Importe fielen im Juli um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Auf Jahressicht ergab sich ein Rückgang von 0,9 Prozent. Steigende Exporte und sinkende Importe führten in Resultat zu einem höheren Außenhandelsüberschuss von 20,2 Milliarden Euro. Ökonomen hatten nur mit einem Aktivsaldo von 17,2 Milliarden Euro gerechnet.

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07:49 Uhr

Trotz Brexit-Drama und Zollstreit: Dax startet wohl höher

Dax
Dax 13.241,75

Zum Auftakt der neuen Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Freitag hatte er 0,5 Prozent höher bei 12.191,73 Punkten geschlossen. Da kaum Konjunkturdaten auf dem Terminplan stehen, richten Anleger bereits ihre Aufmerksamkeit auf die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag.

Dann würden die Währungshüter voraussichtlich eine Senkung des Einlagenzinses, der aktuell bei minus 0,4 Prozent liegt, verkünden, prognostizierte Robert Greil, Chef-Anlagestratege des Bankhauses Merck Finck. Spannend sei die Frage, ob EZB-Chef Mario Draghi gleichzeitig auch die Wiederaufnahme der Wertpapierkäufe ankündige und wie hoch diese ausfielen. Daneben verfolgen Börsianer weiter aufmerksam die Entwicklungen im Brexit-Drama sowie im Zollstreit zwischen den USA und China.

06:53 Uhr

Japanische Anleger hoffen auf Notenbanken

Nikkei
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Die Hoffnung auf Konjunkturhilfen der Notenbanken verhilft der Börse in Japan zu Gewinnen. Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei notierte gegen Mittag (Ortszeit) 0,5 Prozent fester bei 21.305 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,6 Prozent auf 1546 Zähler. Beide erreichten damit die jeweils höchsten Stände seit dem 1. August. Gegen den Trend schwächer notierten die Aktien von Nissan. Sie gaben 0,2 Prozent nach. Insidern zufolge will das Unternehmen über die Nachfolge von Konzernchef Hiroto Saikawa beraten.

Im asiatischen Devisenhandel blieb der US-Dollar fast unverändert bei 106,90 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,1235 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,9887 Franken. Parallel dazu blieb der Euro im Vorfeld der für Donnerstag angesetzten EZB-Sitzung fast unverändert bei 1,1025 Dollar und zog um 0,2 Prozent auf 1,0904 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2277 Dollar.

06:29 Uhr

Berichte: Nissan-Chef will nach Tricksereien zurücktreten

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Durch zu hohe Bonuszahlungen soll sich Nissan-Chef Hiroto Saikawa umgerechnet rund 400.000 Euro ergaunert haben.

(Foto: REUTERS)

Beim angeschlagenen japanischen Autobauer Nissan steht offenbar ein Führungswechsel bevor: Konzernchef Hiroto Saikawa will Berichten zufolge wegen einer Affäre um zu hohe Bonuszahlungen seinen Rücktritt einreichen. Saikawa habe seinen Abschied intern bereits angekündigt, meldete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Wann der Schritt öffentlich verkündet würde, sei aber noch unklar. Nissan wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Heute will der Aufsichtsrat von Nissan über die Ergebnisse eines internen Untersuchungsberichts zu den Unregelmäßigkeiten bei den Bonuszahlungen beraten.

Saikawa hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass er mehr Bonuszahlungen kassiert habe, als ihm zustehen. Berichten zufolge soll er durch Tricksereien umgerechnet rund 400.000 Euro zu viel eingestrichen haben. Der Konzernchef entschuldigte sich, bestritt aber, sich vorsätzlich bereichert zu haben. Einer seiner Mitarbeiter habe sich um das Thema gekümmert, und er sei davon ausgegangen, dass die Angelegenheit "in angemessener Weise behandelt wird".