Dax scheitert an markanter Marke
Ob nun psychologisch wichtig oder nicht: Die 12.000er-Marke ist für den Dax heute eine Nummer zu groß. Auch wenn es zwischenzeitlich wieder über sie hinaus geht, kann der Leitindex sie bis zum Ende nicht halten und schließt nur 0,2 Prozent verbessert bei 11.986 Punkten.
So richtig aus der Deckung trauen sich die Anleger erneut nicht. Die Themen Handelsstreit und Protektionismus bleiben weiter im Blickpunkt der Investoren. Im Streit mit China plant US-Präsident Donald Trump unverändert weitere Strafzölle auf Importe. Diese neuen Zölle sollen zusätzlich zu denen im Umfang von 200 Milliarden Dollar erhoben werden. Und auch Japan scheint nun ins Visier von Trump zu geraten.
Bei den europäischen Aktienwerten gehören die Banken zu den Favoriten. Auch im Dax steht mit der Commerzbank-Aktie - die Ende des Monats den Index jedoch verlassen wird – ein Geldinstitut ganz oben: Commerzbank legen 2,3 Prozent zu. Weit oben landen auch die Energieversorger RWE und Eon mit Aufschlägen von fast 2,0 Prozent.
Ganz hinten landet erneut die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer mit einem Minus von 1,4 Prozent und setzt damit ihre Talfahrt fort. Seit Anfang August hat das Papier nun bereits rund 20 Prozent an Wert verloren.
US-Finanzaufsicht lässt "Krypto-Dollar" zu
Die New Yorker Finanzaufsicht hat erstmals zwei Cyber-Devisen zugelassen, deren Kurse an den Dollar gekoppelt sind. Die Krypto-Börsen Gemini und Paxos erfüllten die erforderlichen gesetzlichen Vorgaben, teilte Behördenchefin Maria Vullo mit.
Die sogenannten Stablecoins Gemini Dollar und Paxos Standard können im Verhältnis eins zu eins in US-Dollar getauscht und ab sofort an der jeweiligen Börse gehandelt werden. Ersterer soll nach Aussagen der Gemini-Gründer Cameron und Tyler Winklevoss weltweite Überweisungen zu jeder beliebigen Tageszeit ermöglichen.
Die Kurse virtueller Währungen wie Bitcoin schwanken meist sehr stark, wodurch sowohl die Preisfestsetzung von Waren als auch Zahlungen erschwert werden. Diesen Nachteil sollen die Stablecoins ausgleichen, indem deren Kurs an eine reale Währung oder ein anderes Wertobjekt wie Gold gekoppelt wird.
Fred's-Aktie macht gigantischen Satz
Für Furore an der Wall Street sorgt Fred's. Die Papiere der Apothekenkette steigen um mehr als 60 Prozent. Das Unternehmen verkauft seine Kundenakten von 185 Filialen sowie deren Inventar für 165 Millionen Dollar an den Konkurrenten Walgreens, dessen Titel ein Prozent zulegen.
Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen unterdessen nur um bis zu 0,4 Prozent. Drohende zusätzliche Strafzölle auf chinesische Importe bremsen eine Erholung.
Ist das Ende des Dax-Booms gekommen?
Aston Martin verrät Termin für Börsengang
Der britische Luxuswagenhersteller Aston Martin rüstet sich für seinen im kommenden Monat geplanten Börsengang. Der Handel werde im Oktober beginnen und es würden mindestens 25 Prozent der Anteile am Londoner Finanzplatz angeboten, erklärte der Autobauer.
Der durch die James-Bond-Filme berühmt gewordene Luxuswagenhersteller hatte Ende August seine Börsenpläne verkündet. Die genauen finanziellen Details sollen um den 20. September herum bekanntgeben werden.
Diese Plastik-Aktie brennt plötzlich lichterloh
An der Londoner Börse findet heute ein Sturm auf die Aktie von RPC statt, die um satte 21,4 Prozent zulegen. Der Hersteller von Plastikverpackungen hat bestätigt, erste Gespräche mit Apollo Global Management und Bain Capital wegen einer möglichen Übernahme geführt zu haben.
Wie die Finanzberater von Peel Hunt anmerken, haben beide Interessenten bis Anfang Oktober Zeit, verbindliche Gebote vorzulegen. Sollten keine Gebote abgegeben werden, könnten die Bären in der Aktie wieder das Ruder übernehmen, heißt es.
Angriff auf Öl-Zentrale in Libyen - Preis zieht an
Bewaffnete haben in Libyens Hauptstadt Tripolis Medienberichten zufolge den Sitz der Nationalen Ölgesellschaft angegriffen. Die Unbekannten hätten das Feuer auf das Sicherheitspersonal eröffnet und dann das Gebäude gestürmt, berichtete die Nachrichtenseite "Libya Observer".
Der Handel mit Rohöl ist die größte Einnahmequelle in Libyen, das nach dem Tod des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 im Chaos versunken ist. Der Preis für das Barrel Rohöl der Sorte Brent zieht mit den Nachrichten aus Libyen zeitweilig auf mehr als 77,80 US-Dollar an, ein Zuwachs von mehr als einem Prozent im Vergleich zum letzten Schlusskurs.
Rückschlag - Weiterer Top-Manager verlässt Snap
Der Facebook-Konkurrent Snap muss den Abgang eines weiteren Top-Managers verkraften. Strategiechef Imran Khan verlässt nach drei Jahren das Unternehmen, wie der Betreiber des Messagingdienstes Snapchat mitteilte. Unklar war zunächst noch der konkrete Zeitpunkt für den Abschied des 41-Jährigen.
Erst im Mai hatte Finanzchef Andrew Vollero Snap verlassen und kurz darauf wechselte ein hochrangiger Manager zum US-Elektroautobauer Tesla. Zuletzt machten Snap Probleme mit dem Design und die Konkurrenz durch die Facebook-Tochter Instagram zu schaffen. Trotzdem wuchs das Unternehmen im abgelaufenen Quartal vor allem außerhalb von Nordamerika stärker als erwartet und konnte mehr Werbekunden für sich gewinnen.
Nach US-Erfolg - "Blaue Flasche" bald in Europa?
Nestle erwägt offenbar den Start seines US-Kaffeerösters Blue Bottle Coffee in Europa. Nestle-Europachef Marco Settembri sagte der Financial Times, dass die USA und Japan für Blue Bottle Coffee die wichtigen Märkte seien. Aber auch in Europa könnte es für den Kaffeeröster und -händler klappen, so der Manager.
Nestle hatte vergangenes Jahr 68 Prozent an Blue Bottle Coffee gekauft. Dabei wurde das US-Unternehmen insgesamt mit mehr als 700 Millionen US-Dollar bewertet.
Worte aus Rom lösen Börsen-Party in Italien aus
Anleger decken sich zu Wochenbeginn mit Anleihen und Aktien aus Italien ein. Gefragt sind vor allem Banktitel wie die von UniCredit oder Intesa Sanpaolo. Der Index der Finanzbranche steigt um 4,5 Prozent.
Der Auswahlindex der Mailänder Börse legt um 1,8 Prozent auf 20.820 Punkte zu. Weil Investoren auch bei Staatsanleihen zugreifen, fällt die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sechs-Wochen-Tief von 2,74 Prozent.
Auslöser der Rally sind Experten zufolge Aussagen des italienischen Finanzministers Giovanni Tria vom Wochenende. Er kündigte für 2019 eine leichte Verbesserung der Haushaltslage an. Außerdem erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte, dass die Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega niemals einen Austritt aus der Europäischen Union oder der Eurozone in Betracht gezogen habe.
Rubel stürzt nach "Blutgrätsche" auf neues Tief
Nicht nur türkische Lira und argentinischer Peso stehen derzeit unter Druck, auch Russlands Währung ist wieder auf dem absteigenden Ast. Zu Wochenbeginn gibt der Rubel weiter nach - für einen Dollar müssen das erste Mal seit rund zweieinhalb Jahren mehr als 70 Rubel bezahlt werden. Zuletzt steht der Dollar bei 70,115 Rubel, also etwa 0,2 Prozent niedriger als am Vortag.
Auslöser ist laut Finanzexperten steigende Unsicherheit über die Unabhängigkeit der russischen Zentralbank. Auslöser war eine Äußerung von Russlands Premierminister Dmitri Medwedew, die Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann Ende vergangener Woche als "verbale Blutgrätsche" gegen die Zentralbank bezeichnet hatte. Medwedew hatte die Zentralbank zuvor aufgefordert, die Zinsen zu senken. Das sei so "ziemlich das ungeschickteste, was Medwedew tun konnte", sagte Leuchtmann.
Krisen-Berichte - Kaufhaus-Aktie bricht massiv ein
Der Einzelhandel steht mit dem Aufstieg von Online-Händlern zunehmend unter Druck - nun muss wohl die britische Kaufhauskette Debenhams ebenfalls zu radikalen Maßnahmen greifen, um ihr Überleben zu sichern. Medienberichte über einen tiefgreifenden Konzernumbau und Filialschließungen jagen Anlegern jedenfalls einen Schreck in die Glieder: Die Aktien rauschen um bis zu 19 Prozent auf ein Rekordtief von 10,34 Pence in die Tiefe.
Diverse Medien berichteten, die Firma habe Berater der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG an Bord geholt, um verschiedene Optionen für den Konzern zu erörtern. "Sollten die Gerüchte stimmen, würde das bedeuten, die Turnaround-Strategie von Debenhams geht nicht auf", erklärten die Analysten des Brokerhauses Liberum in einem Kurzkommentar.
Krypto-Guru: Zeit der Fabelgewinne ist vorüber
Dies dürfte einige enttäuschen, die den rasanten Aufstieg der Kryptowährungen wie Bitcoin im vergangenen Jahr mit Interesse verfolgt haben - und beim nächsten Mal dabei sein wollten: Vitalik Buterin, Mitbegründer der Blockchain Ethereum, ist überzeugt, dass die Zeiten des Hyper-Wertzuwachses bei Kryptowährungen vorbei sind.
"Der Bereich Blockchain kommt zu einem Punkt, an dem die Decke in Sicht ist", sagte der Krypto-Guru dem Finanzportal Bloomberg. Mittlerweile sei das Prinzip Blockchain so ziemlich jeder halbwegs informierten Person bekannt. Dies bedeute auch: "Es gibt keine Gelegenheit mehr für ein 1000-faches Wachstum für irgendetwas in diesem Bereich."
Schade eigentlich.
Schwedische Krone reagiert auf Wahlergebnis
Nach den Wahlen in Schweden ist am Devisenmarkt erstmal Durchatmen angesagt: Anleger greifen wieder bei der Landeswährung Krone zu, nachdem die rechten Schwedendemokraten weniger stark zugelegt hatten als im Vorfeld der Parlamentswahl am Sonntag von Marktteilnehmern befürchtet wurde.
Ein Euro verbilligt sich im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 10,42 schwedische Kronen. Ein Dollar kostet mit 9,02 Kronen zeitweise ein halbes Prozent weniger.
"Eine Regierungsbeteiligung der Schwedendemokraten wäre meines Erachtens ein 'Game-Changer' für die Krone gewesen", sagt Währungsspezialist Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "Doch danach sieht es momentan nicht aus."
Deutscher Aktienmarkt gerät erneut unter Druck
Der Dax sieht nach der vergangenen Woche arg geschunden aus, und Aussicht auf Besserung gibt es derzeit nicht. Zum Handelsstart geht es noch ein weiteres Stück nach unten: zwar nur 0,1 Prozent auf 11.943 Punkte, dennoch bleibt der Dax damit vorerst unter der vergangene Woche verlustig gegangenen 12.000-Punkte-Marke.
Vor allem die Unsicherheit wegen des anhaltenden Zollstreits der USA mit anderen Wirtschaftsnationen verunsichert Anleger. "Für weiterhin schlechte Stimmung an den europäischen Aktienmärkten sorgt Donald Trump", sagt auch Analyst Orlando Rodrigues von der Bank Donner & Reuschel. Dieser bleibe auf Konfrontationskurs mit China. Er drohte dem Land an, zu den drohenden Zöllen auf chinesische Waren in Höhe von 200 Milliarden Dollar kurzfristig zusätzliche Abgaben anordnen zu können.
[kein Linktext vorhanden]Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.
Ölpreis zieht an
Die Ölpreise sind am Montag gestiegen.
Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 77,19 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 32 Cent auf 68,07 Dollar.
Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung nach dem deutlichen Rückgang der Ölpreise in der Vorwoche. Zuletzt hatte unter anderem die jüngste Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Ölpreise belastet.
Etwas Auftrieb bekamen die Ölpreise auch durch die Sanktionen der USA gegen das wichtige Förderland Iran. Durch die Maßnahme der US-Regierung hatte zuletzt Südkorea im August kein Rohöl mehr aus dem Opec-Land importiert. Die US-Sanktionen "werden die Ölpreise wahrscheinlich für einige Zeit stützen", sagte Rohstoffanalyst Will Yun vom koreanischen Hyundai-Konzern. Allerdings dürfte der Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin für Preisschwankungen am Ölmarkt sorgen.
WTI Oil
Der Dax ist schwer angeschlagen
Auch wenn sich vorbörslich eine wenig veränderte Eröffnung an Europas Börsen zu Wochenbeginn abzeichnet, so bleibt die Stimmung doch angeschlagen.
Der Handelsstreit zwischen den USA und China droht zu eskalieren. Offenbar will US-Präsident Donald Trump seine Pläne weiterer Strafzölle auf Importe aus China im Volumen von 267 Milliarden Dollar bald in die Tat umsetzen. Daneben scheint Japan immer stärker ins Visier von Trump zu geraten.
Das Umfeld spricht nicht für eine stärkere Erholung - und das trotz der starken technischen Überverkauftheit der europäischen Märkte. Charttechnisch ist der Dax schwer angeschlagen. Der Index hat die wichtige Unterstützungszone von 12.121/104 Punkten gerissen, genauso wie den Aufwärtstrend seit März 2009 bei rund 12.080. Damit rückt die horizontale Unterstützungslinie bei 11.800 Punkten in den Fokus. Sollte diese ebenfalls nachhaltig unterschritten werden, ergäbe sich zusätzliches Abschlagspotenzial von 1.800 Punkten im Dax.