Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag In Bayern greift Allianz freiwillig tief in die Tasche

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Europas größter Versicherer Allianz will ungeachtet politischen Drucks nicht für ungedeckte Schäden in der Corona-Epidemie aufkommen - beteiligt sich aber im heimischen Bayern an "freiwilligen" Zahlungen für pleitebedrohte Gastwirte und Hoteliers. "Was wir allerdings nicht leisten können, ist Versicherungsschutz, für den keine Prämie bezahlt wurde", betonte Vorstandschef Oliver Bäte bei der Online-Hauptversammlung des Unternehmens in München.

"Das würde der Versicherungsbranche den Boden unter den Füßen wegziehen, sagte der Manager. In Bayern hat sich die Allianz jedoch Forderungen des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga gebeugt und beteiligt sich gemeinsam mit anderen Versicherern an Zahlungen für Hotels und Gaststätten. "Die Allianz stellt den betroffenen Unternehmen freiwillig einen höheren zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung, obwohl kein Versicherungsschutz aus der Betriebsschließungsversicherung besteht", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol dazu.

Quelle: ntv.de