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Auch S&P und Nasdaq legen zu Fed-Entscheid hievt Dow Jones auf Rekordhoch

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Der Fed-Entscheid gibt der Wall Street Rückenwind.

(Foto: AP)

Die US-Notenbank Federal Reserve bestätigt ihren lockeren geldpolitischen Kurs. Der Fed-Entscheid beruhigt die Anleger an der Wall Street. Dow Jones und S&P 500 markieren sogar neue Bestmarken.

Positiv aufgenommene Aussagen der US-Notenbank zur Geldpolitik haben der Wall Street Rückenwind verliehen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher auf 33.015 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 13.525 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3974 Punkte zu. Dow Jones und S&P markierten neue Bestmarken.

Die Fed hält trotz der günstigeren Konjunkturaussichten an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik fest. "Es ist bemerkenswert, dass sie für das laufende Jahr ein Wachstum von 6,5 Prozent prognostiziert und dennoch ihre Politik nicht ändert", sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Es sieht so aus, als ob die Fed die Wirtschaft heiß laufen lassen und nicht intervenieren wird."

Anleihen uneinheitlich - Dollar unter Druck

Am Anleihemarkt reagierten Anleger unterschiedlich auf den Fed-Entscheid. Die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen US-Bonds fiel auf 1,6462 Prozent, nachdem sie zuvor ein 14-Monats-Hoch von 1,689 Prozent markiert hatte. Bei Anleihen mit kürzeren Laufzeiten gingen die Renditen ebenfalls runter. Die 30-jährigen Treasuries rentierten dagegen mit 2,464 Prozent zeitweise so hoch wie zuletzt vor gut eineinhalb Jahren.

Parallel dazu ging die US-Währung auf Talfahrt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, büßte 0,5 Prozent ein. Weil dies Gold für Investoren außerhalb der USA attraktiver macht, verteuerte sich das Edelmetall um 0,8 Prozent auf 1744 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Uber im Minus

Uber
Uber 38,05

Bei den Aktienwerten gehörte Uber mit einem Minus von mehr als vier Prozent zu den Verlierern. Die Verpflichtung, seinen britischen Fahrern Mindestlohn zu zahlen, werde den Fahrdienst-Vermittler fast 300 Millionen Dollar kosten, rechneten die Analysten der Bank Morgan Stanley vor.

Die Papiere von Plug Power brachen sogar um fast acht Prozent ein. Der Brennstoffzellen-Anbieter muss wegen fehlerhafter Buchführung seine Bilanzen für 2018 und 2019 sowie die Quartalsberichte für 2019 und 2020 korrigieren.

Quelle: ntv.de, uzh/rts

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