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US-Steel-Aktie stürzt ab Wall Street kommt kaum vom Fleck

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Am Tag nach der Zinsänderung haben die US-Börsen uneinheitlich geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Papiere einer indischen Filmproduktionsfirma geht es steil nach oben – Microsoft sei Dank. US Steel erlebt hingegen den größten Kursrutsch seit anderthalb Jahren. Außerdem treibt die Furcht vor einem Versorgungsengpass den Ölpreis weiter an.

Am Tag nach der Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) hat sich die Wall Street kaum bewegt. Mangelnde Klarheit über den weiteren Kurs der Fed verhinderte aber größere Kursgewinne an diesem Donnerstag. "Die Notenbank hat ähnlich wie schon die EZB letzte Woche lediglich die Markterwartungen erfüllt", sagte Thomas Metzger, Chef der Vermögensverwaltung beim Bankhaus Bauer. "Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr."

Die US-Börsen haben uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,2 Prozent auf 27.094 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 3006 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 8182 Punkte.

Die Fed hatte den Schlüsselsatz am Mittwochabend wie erwartet um einen viertel Prozentpunkt gesenkt. Notenbank-Chef Jerome Powell äußerte sich anschließend verhalten optimistisch zu den Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft und sagte, er sehe derzeit keine Notwendigkeit weiterer Zinssenkungen. Die Fed halte sich alle Optionen offen, sagte Randy Frederick, Manager beim Brokerhaus Charles Schwab. "Alles hängt von den Konjunkturdaten der nächsten Wochen und den Handelsgesprächen zwischen den USA und China ab."

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt gehörten die Aktien von Microsoft mit einem Kursplus von 1,8 Prozent. Der Softwarekonzern will eigene Aktien im Volumen von 40 Milliarden Dollar zurückkaufen. Die Papiere von Eros International verteuerten sich um rund 38 Prozent. Der Produzent von "Bollywood"-Filmen arbeitet mit Microsoft an einer neuen Online-Plattform für Videos.

Die Aktien von US Steel stürzten dagegen um rund elf Prozent ab. Das ist der größte Kursrutsch seit etwa eineinhalb Jahren. Der Stahlkocher äußerte sich enttäuscht über die Geschäftsaussichten für das laufende Quartal.

In Europa legten Dax und EuroStoxx50 jeweils etwa ein halbes Prozent auf 12.457 und 3552 Punkte zu. Am Rohölmarkt verteuerte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 64,59 Dollar je Barrel (159 Liter). Den Experten der Beratungsfirma Energy Aspects zufolge sind dies die Nachwehen der Angriffe auf saudi-arabische Ölförder-Anlagen vom Wochenende. Das Königreich habe mindestens für die nächsten zweieinhalb Monate keine Reserve-Kapazitäten, um weitere Angebotsausfälle auszugleichen. Gleichzeitig steigen die Spannungen in der Golf-Region, weil Saudi-Arabien und die USA Iran für die Attacken verantwortlich machen.

Quelle: n-tv.de, hul/rts

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