Der Börsen-Tag
15. Juni 2018
imageMit Max Borowski
Zum Archiv
17:58 Uhr

"Wichtigste Woche für Weltwirtschaft" endet rot

"Als wichtigste Woche des Jahres für die Weltwirtschaft" hatte Bloomberg die abgelaufene Woche schon im Vorfeld bezeichnet. Und tatsächlich wurden die Märkte heftig durchgeschüttelt. Trumps Friedensgipfel mit Kim Jong Un sorgte zwischenzeitlich für Optimismus, die EZB geradezu für Euphorie, die Eskalation im US-chinesischen Handelskonflikt heute schließlich für Sorgenfalten. Und dann führte auch noch eine Falschmeldung zum unionsinternen Flüchtlingsstreit zu einem kurzzeitigen Minicrash bei Euro und Dax.

  • Den heutigen Handelstag dominiert das Zollthema - und das bringt teils kräftige Kursverluste. Der Dax schließt, nach anfänglichen Gewinnen, 0,7 Prozent im Minus bei 13010 Punkten. Heftig unter die Räder kommen vor allem die Finanzwerte. Der MDax verliert ebenfalls 0,7 Prozent auf 26.987 Punkte. Der TecDax crasht regelrecht um 2,7 Prozent auf 2865 Zähler.

  • Auch an der Wall Street herrscht Trübsal: Der Dow Jones liegt am Nachmittag 1,0 Prozent im Minus bei 24.918 Punkten.

  • Im Fokus standen auch die umfangreichen Index-Änderungen, die nach Handelsschluss in Kraft treten. In den MDax kommen per Schnellaufnahme Scout24, Delivery Hero und Puma. Absteigen müssen dafür Stada, Krones und Alstria Office. Neu in den SDax kommen Krones, Alstria Office, DWS, Hellofresh und Aumann, wofür Diebold Nixdorf, bet-at-home, Scout24, Delivery Hero und Puma Platz machen. Siemens Healthineers nehmen den Platz von Aumann im TecDax ein.

  • Einen starken Börsenstart legten die Aktien von Home24 SE hin. Der erste Kurs der Titel, die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, lag bei 28,50 Euro und damit 23,9 Prozent über dem Ausgabepreis von 23 Euro. Dieser lag im oberen Bereich der Preisspanne von 19,50 bis 24,50 Euro. Zum Börsenschluss notierten die Titel bei 29,40 Euro - ein Plus von 27,8 Prozent auf den Ausgabekurs.

"Wichtigste Woche für Weltwirtschaft" endet rot
17:19 Uhr

EU segnet Uniper-Übernahme ab

Die Europäische Union hat die Übernahme von 47 Prozent am deutschen Energieunternehmen Uniper SE durch die finnische Fortum Oy genehmigt und damit den Weg für den Abschluß der Transaktion freigemacht. Das finnische Unternehmen teilte mit, dass die EU-Kommission keine kartellrechtlichen Bedenken gegen den Zusammenschluß habe. Die EU-Kommission sagte, sie haben den Zusammenschluß ohne Auflagen genehmigt.

  • Fortum wollte im vergangenen Jahr zuerst Eons 46,65-prozentigen Anteil an Uniper erwerben und machte später ein öffentliches Übernahmeangebot für ganz Uniper, das von 47,12 Prozent des Grundkapitals angenommen wurde. r

  • Fortum teilte weiter mit, dass das Unternehmen am Freitag auch die Genehmigung der russischen Kartellbehörde FAS erhalten habe, bis zu 50 Prozent der Aktien und Stimmrechte an Uniper zu erwerben. Gemäß der FAS-Entscheidung soll sich Fortum verpflichten, keine ungerechtfertigten Preiserhöhungen auf dem Großhandelsstrommarkt vorzunehmen. Der finnische Versorger erwartet aus dieser Verpflichtung "keine signifikanten Auswirkungen" auf sein Geschäft.

  • Damit sind alle Bedingungen für Fortums öffentliches Übernahmeangebot an Uniper erfüllt, und Fortum erwartet den Abschluß der Transaktion nun bis 27. Juni. Eon teilte ebenso mit, dass die Transaktion innerhalb der nächsten zwei Wochen vollzogen werde und Eon danach einen Erlös von rund 3,8 Milliarden Euro erhalten werde.

EU segnet Uniper-Übernahme ab
15:51 Uhr

Großbrand bremst gesamte US-Industrie aus

Die Industrie in den USA hat im Mai ihre Produktion überraschend zurückgefahren. Zuvor war die Produktion drei Monate in Folge gestiegen. Die Industrieproduktion sank um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Zugleich fiel die Kapazitätsauslastung um 0,2 Prozentpunkte auf 77,9 Prozent, wie die Federal Reserve weiter mitteilte.

Im verarbeitenden Gewerbe, das für einen Großteil der Industrieproduktion steht, wurde im Mai binnen Monatsfrist ein Produktionsminus von 0,7 Prozent (Vormonat: plus 0,6 Prozent) verzeichnet.

Die Fed führte den Rückgang des verarbeitenden Gewerbe hauptsächlich auf ein großes Feuer zurück, das die Produktionsanlagen eines Autozulieferers zerstört hatte. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sank von 11,28 Millionen Einheiten im April auf Jahresrate von 10,18 Millionen im Mai.

Großbrand bremst gesamte US-Industrie aus
15:23 Uhr

Musterverfahren gegen Porsche SE

Im Abgasskandal ist neben Volkswagen nun auch die Porsche SE im Braunschweiger Musterverfahren für Anlegerklagen beklagt. Dies teilte das dortige Oberlandesgericht am Freitag mit. Als Grund wird die Aussetzung von drei Verfahren am Landgericht Braunschweig genannt, die sich sowohl gegen die Volkswagen AG als auch die Porsche SE richten. Durch die Aussetzung sei die Porsche SE automatisch auch zur Musterbeklagten in dem OLG-Verfahren geworden. In den Aktionärsklagen geht es um den Vorwurf, die Unternehmen hätten die Märkte zu spät über das Dieseldrama informiert. Daher verlangen Investoren wie die Sparkassentochter Deka, die als Musterklägerin auftritt, Schadenersatz. Der vorläufige Gesamtstreitwert der ausgesetzten Verfahren beträgt nach Angaben einer OLG-Sprecherin rund von 3,7 Milliarden Euro.

Gegen die Porsche SE werden in den drei ausgesetzten Klagen nach Angaben des Unternehmen Ansprüche in Höhe von insgesamt 12.173,80 Euro geltend gemacht. Zugleich verwies ein Unternehmenssprecher darauf, dass die Porsche SE bereits seit 21. Februar 2018 Musterbeklagte im Verfahren vor dem OLG Braunschweig sei: "Die Tatsache, dass wir Beschwerde eingelegt und zurückgezogen haben, ändert daran nichts, dass wir die ganze Zeit als solche bereits gegolten haben", hieß es.

Ob diese neue Situation den Zeitplan des Verfahrens beeinflusst, ist laut einer OLG-Sprecherin noch unklar. Die erste Anhörung ist für den 3. September geplant. Ob es Auswirkungen auf Anlegerklagen gegen die Porsche SE an anderen Orten gibt, bleibt abzuwarten. Am Landgericht Braunschweig wurden bisher rund 1630 Verfahren ausgesetzt.

Musterverfahren gegen Porsche SE
14:51 Uhr

Kann VW Milliardenstrafe von Steuer absetzen?

Kann es sein, dass VW seine Milliardenbuße an den Staat teilweise vom Staat bezahlen lässt? Theoretisch ist es tatsächlich möglich, eine Strafzahlung abzusetzen, in diesem konkreten Fall aber nicht...

Die Buße wurde von der Staatsanwaltschaft Braunschweig im Rahmen der Dieselaffäre am Vortag verhängt, weil die Ankläger im Konzern "Aufsichtspflichtverletzungen" belegt sahen. Sie setzt sich zusammen aus dem gesetzlichen Höchstbetrag von 5 Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile in Höhe von 995 Millionen Euro.

Eine steuerliche Anrechnung dieses Betrages ist nach Angaben des niedersächsischen Finanzministeriums nur bei einer Brutto-Abschöpfung (vor Steuern) möglich. Klaus Ziehe von der Staatsanwaltschaft Braunschweig betonte jedoch: "Wir haben das Nettoprinzip angewendet."

Kann VW Milliardenstrafe von Steuer absetzen?
14:37 Uhr

EZB pusht Versorger - lässt Banken einbrechen

Der Dax fällt ins Minus aber die Versorger ziehen durch. Eon rücken 2,4 Prozent vor und RWE 1,1 Prozent. Die taubenhafte EZB stützt: Sie hat sich am Donnerstag darauf festgelegt, die Zinsen nicht vor Mitte 2019 anzuheben. Das sind gute Nachrichten für den hochverschuldeten Versorgersektor.

Dagegen brechen Finanzwerte gerade zu ein. Am schlimmsten erwischt es die Commerzbank mit einem Minus von fast 4,5 Prozent. Aber auch Deutsche Bank, Münchener Rück und Allianz finden sich mit dicken Minuszeichen auf den unteren Plätzen der Dax-Liste.

EZB pusht Versorger - lässt Banken einbrechen
14:23 Uhr

Airbus gibt Hoffnung auf Milliardendeals mit Iran auf

Airbus rechnet wegen der US-Sanktionen nicht mehr mit der Auslieferung von Flugzeugen an den Iran.

"Zwar warten wir noch auf die Details zu den neuen Sanktionen, sehr wahrscheinlich werden wir aber nicht in der Lage sein, die aus dem Auftrag noch ausstehenden 97 Flugzeuge auszuliefern", sagte Guillaume Faury, Chef der Zivilflugzeugsparte von Airbus, im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

IranAir hatte 200 Maschinen mit einem Listenpreis von insgesamt 38,3 Milliarden Dollar bei Airbus und seinem Rivalen Boeing bestellt. US-Präsident Donald Trump verkündete jedoch im Mai den Ausstieg der USA aus dem Abkommen mit dem Iran. Daraufhin wurden Sanktionen gegen das Land wieder eingeführt.

Airbus gibt Hoffnung auf Milliardendeals mit Iran auf
13:04 Uhr

Falschmeldung zu CDU/CSU löst Kurz-Crash aus

Nach wenigen Minuten war alles vorbei. Aber in den Charts beispielsweise von Dax und Euro hat die Falschmeldung, dass Seehofer die Gemeinschaft der Unionsparteien aufgekündigt habe, sichtbare Zacken hinterlassen.

Einige Medien - darunter auch n-tv.de - hatten eine Reuters Breaking News weiterverbreitet, dass die CSU das Unionsbündnis mit der CDU aufgekündigt habe. Auch auf Twitter überschlugen sich die Nachrichten. Es dauerte einige Zeit, bis sich der Nebel lichtete. Regierungssprecher Seibert hat schnell reagiert und bestätigt, dass das Unionsbündnis CDU/CSU weiterhin besteht.

Der DAX hat seine Verluste nahezu wieder aufgeholt und notiert nun 0,2 Prozent leichter bei 13.080 Punkten. Der Euro handelt ebenfalls kaum verändert bei knapp 1,16 Dollar, nachdem er mit der Falschmeldung bis auf 1,1544 abgetaucht war.

Falschmeldung zu CDU/CSU löst Kurz-Crash aus
12:27 Uhr

Millionenauftrag: Elon Musk soll Chicago untertunneln

Während Tesla Massenentlassungen ankündigt, läuft es bei einem anderen Projekt von Elon Musk derzeit besser. Seine Tunnelbohrfirma Boring Company hat einen ersten Großauftrag. Das Startup hat sich in einer Ausschreibung der Stadt Chicago durchgesetzt und soll nun in zwei Tunnelröhren ihr Konzept für den Transport von Autos auf elektrischen Wagen unter der Metropole umsetzen. Die Hyperloop-Technologie soll allerdings nicht zum Einsatz kommen.

Verhandlungen zu Details stehen noch an. Doch angeblich soll das Projekt weniger als eine Milliarde Dollar kosten.

Millionenauftrag: Elon Musk soll Chicago untertunneln
11:53 Uhr

Lufthansa schmieren ab

Die Gewinne vom Morgen gibt der Dax bis zum Mittag wieder ab. Seit rund einer Stunde notiert der Index innerhalb einer engen Spanne von 20 Punkten, knapp über dem gestrigen Schlusskurs. x

  • Momentan sehe alles nach einem Abrechnungspreis für die Dax-Optionen nahe der Marke von 13.100 Punkten aus, so ein Marktteilnehmer. Wohin die Reise nach dem Verfall um 13 Uhr hingehe, müsse abgewartet werden.

  • Der DAX notiert unverändert bei 13.110 Punkten.

  • Ganz tief im Minus notieren erneut Lufthansa. Die Aktien geben fast drei Prozent nach. Die Deutsche Bank ist wegen des Ölpreisanstiegs vorsichtiger für Aktien von Fluggesellschaften geworden und kappte ihre Ergebniserwartungen dabei auch für Deutschlands größte Airline.

Lufthansa schmieren ab
11:30 Uhr

H&M enttäuscht erneut

Die Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) kämpft weiterhin gegen die starke Online-Konkurrenz. Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal kletterte der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen um 1,6 Prozent auf 60,5 Milliarden schwedische Kronen (rund 6 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Die um die Mehrwertsteuer bereinigten Erlöse kletterten von Anfang März bis Ende Mai um 1,2 Prozent.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte H&M wegen der Probleme vor allem im stationären Handel eine langsamere Expansion der Filialen angekündigt. Stattdessen wollen die Schweden ihr eigenes Online-Angebot mit dem Filialgeschäft schneller verzahnen. Die Zahl der Filialen stieg im bisherigen Jahresverlauf kaum. Ende des zweiten Quartal betrieb H&M insgesamt rund 4800 Läden, dies waren nur etwa 60 mehr als zum Abschluss des vergangenen Geschäftsjahres.

In den ersten Monaten dieses Jahres litt die Modebranche in Europa auch unter dem schlechten Wetter, Frühjahrs- und Sommerware ließ sich nur schlecht verkaufen. Der Konzern hatte deshalb zum Ende des ersten Quartals auf prallgefüllten Lagern gesessen.

Zur Wochenmitte hatte der spanische H&M-Rivale Inditex seine Zahlen bekannt gegeben. Die Zara-Mutter hatte ihren Umsatz zwar weniger stark steigern können als gedacht, aber überraschend viel Gewinn gemacht.

H&M enttäuscht erneut
11:07 Uhr

Eskalation im Handelsstreit drückt Chinas Börsen auf Tief

In Schanghai schließt die Börse mit einem dicken Minus - bereits das 13. Mal in den vergangenen 18 Handelstagen.

  • Der Schanghai-Composite verlor 0,7 Prozent auf ein 21-Monatstief von 3.023 Punkten. Der Index der Nebenwerte knickte in Shenzhen sogar um 1,6 Prozent ein. Hongkong büßte 0,4 Prozent ein, während an einigen Börsen der Region wegen des Endes des Ramadan nicht gehandelt wurde.

  • Neben dem Handelskonflikt verwiesen Marktteilnehmer auf die jüngsten enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China als Belastungsfaktor.

  • Keine Überraschung für die meisten Teilnehmer war, dass die japanische Notenbank (BoJ) sich dem globalen Trend entgegenstellt und an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhält, weil die Inflation weiter weit vom 2-Prozent-Ziel entfernt ist.

  • Für ZTE ging es am dritten Tag nach der Wiederaufnahme des Handels weiter abwärts um gut 11 Prozent. Nomura hat die Umsatz- und Gewinnprognosen für den zwischenzeitlich von einem existenzbedrohenden US-Zulieferungsbann betroffenen Telekomausrüster um fast 10 bzw. rund 20 Prozent gesenkt. "Wir glauben, dass es lange dauern wird für ZTE, sich zu erholen, speziell im Konsumentengeschäft, wo der Marktanteil im Smartphonegeschäft die Konkurrenz zu spüren bekommen wird", so die Analysten.

  • Zu den Favoriten in Japan gehörten Aktien eher binnenkonjunkturreagibler Branchen wie Pharma und Konsumgüter. Darin spiegele sich Vorsicht der Anleger angesichts der US-Außenhandelspolitik wider, hieß es. Daiichi Sankyo und Lion gaben je um fast 4 Prozent nach. Bankenaktien hätten dagegen unter dem andauernden Niedrigzinsumfeld gelitten, hieß es. Mitsubishi UFJ gaben um 1,7 Prozent nach.

Eskalation im Handelsstreit drückt Chinas Börsen auf Tief
10:55 Uhr

Deutsche Industrie stellt Jobrekord auf

Bei aller Skepsis zur künftigen Entwicklung: Angetrieben von der guten Konjunktur hat die deutsche Industrie gerade wieder kräftig Personal eingestellt.

Im April beschäftigten Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe mit 50 und mehr Mitarbeitern knapp 5,6 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das seien 146.000 Menschen oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und ein Beschäftigungsrekord seit Beginn der Zeitreihe im Januar 2005.

Deutsche Industrie stellt Jobrekord auf
10:22 Uhr

Deutscher Batteriehersteller hofft auf 100 Millionen Euro

Auf dem Batteriehersteller Akasol ruht zum großen Teil die Hoffnung, dass auch Deutschland etwas vom großen Kuchen des erwartetetn Elektromobilitätsbooms abbekommen kann.

Das Unternehmen peilt nun im Zuge seines Börsengangs einen Bruttoemissionserlös von rund 100 Millionen Euro an. Die Preisspanne hat das Darmstädter Unternehmen auf 48,50 bis 64,50 Euro je Aktie festgelegt. Als erster Handelstag der Aktie im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ist der 29. Juni vorgesehen.

  • Das Angebot umfasst bis zu 2,2 Millionen Stammaktien. Davon stammen bis zu 2,1 Millionen aus einer Kapitalerhöhung, hinzu kommen 150.000 bestehende Aktien der derzeitigen Eigentümer. Eine Mehrzuteilungsoption umfasst die Summe von bis zu 10 Prozent der auszugebenden Aktien aus dem Bestand der bisherigen Aktionäre.

  • Allerdings teilte Akasol weiter mit, soll die Kapitalerhöhung in einem Umfang durchgeführt werden, dass das Unternehmen einen Bruttoemissionserlös von rund 100 Millionen Euro erzielt.

  • Der endgültige Angebotspreis wird auf Basis eines Bookbuilding-Verfahrens festgelegt. Die Angebotsfrist beginnt am 18. Juni und endet voraussichtlich am 27. Juni.

Deutscher Batteriehersteller hofft auf 100 Millionen Euro
10:02 Uhr

Ölpreise bewegen sich vor Opectreffen kaum

Die Ölpreise haben sich zunächst wenig bewegt.

Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 75,88 US-Dollar. Das waren sechs Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI zur Lieferung im Juli stieg dagegen leicht um vier Cent auf 66,93 Dollar. Brent Rohöl

Am Ölmarkt blicken Analysten und Investoren schon gespannt auf kommende Woche. Am 22. Juni treffen sich in Wien die Mitgliedstaaten des Ölkartells Opec, um über ihre Anfang 2017 installierte Fördergrenze zu beraten. Saudi-Arabien als mächtigstes Mitglied tritt für eine Lockerung der Grenze ein, ebenso das Nicht-Opec-Land Russland. Die Opec-Staaten Irak, Iran und Venezuela sprechen sich dagegen für eine Beibehaltung der Förderbeschränkung aus.

Die USA als ebenfalls große Ölmacht sollen hinter den Kulissen Saudi-Arabien um eine Erhöhung der Produktion gebeten haben.

Ölpreise bewegen sich vor Opectreffen kaum
09:31 Uhr

Scheuer fürchtet um Existenz deutscher Autobauer

Verkehrsminister Scheuer sorgt sich angesichts des fortschreitenden Dieselskandals gar um die Zukunft der deutschen Autoindustrie. "Es geht um das Sein oder Nichtsein der deutschen Automobilbranche für die nächsten Jahrzehnte", sagte Scheuer der Wirtschaftswoche. r

Die aktuellen Absatzzahlen des europäischen Branchenverbands Acea sind wohl kaum geeignet Scheuers Sorgen zu zerstreuen:

  • Der europäische Automarkt ist im Mai nach einem robusten Vormonat nur schwach gewachsen. Die Zahl der Neuzulassungen in der Europäischen Union stieg im Jahresvergleich um 0,8 Prozent auf rund 1,4 Millionen Fahrzeuge, wie mitteilte. Das Wachstum seit dem Jahresanfang liege damit bei 2,4 Prozent.

  • Der Absatz hat im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat in allen wichtigen Märkten außer in Deutschland und Italien zugelegt: In Spanien ging es um 7,2 Prozent bergauf, in Großbritannien um 3,4 Prozent und in Frankreich geringfügig um 0,1 Prozent.

  • In Deutschland dagegen ging es um 5,8 Prozent bergab, in Italien sanken die Verkaufszahlen um 2,8 Prozent.

  • Unter den deutschen Herstellern steigerte Volkswagen seine Verkäufe konzernweit um 4,2 Prozent. Bei Daimler gingen die Verkäufe hingegen um 5,3 Prozent zurück, und BMW musste einen Rückgang um 6,0 Prozent verbuchen.

Scheuer fürchtet um Existenz deutscher Autobauer
09:08 Uhr

Bundesbank rechnet mit deutlich weniger Wirtschaftswachstum

Die Bundesbank gesellt sich zu der wachsenden Gruppe der Konjunkturskeptiker - kurzfristig:

  • "Die Unsicherheiten für den Ausblick sind erheblich höher einzustufen als zuvor", erklärt Notenbank-Präsident Jens Weidmann. Die Gefahren für die Exportwirtschaft überwögen mittlerweile die Auswirkungen einer voraussichtlich expansiveren Fiskalpolitik in Deutschland. Der Handelsstreit mit den USA hatte zuletzt viele Unternehmen verunsichert.

  • Die Bundesbank erwartet für 2018 jetzt nur noch einen kalenderbereinigten Anstieg des BIP von 2,0 Prozent. Im Dezember hatte sie noch 2,5 Prozent geschätzt.

  • Ihre Vorhersage für 2019 und 2020 hob sie dagegen leicht an. Für nächstes Jahr wird nun ein Wachstum von 1,9 (bisher: 1,7) Prozent und für 2020 von 1,6 (1,5) Prozent erwartet.

  • Die deutsche Notenbank hob zudem ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr leicht an. Für 2020 nahmen sie diese dagegen etwas zurück.

Bundesbank rechnet mit deutlich weniger Wirtschaftswachstum
08:02 Uhr

Hexensabbat dürfte den Dax antreiben

Zum Abschluss der Börsenwoche dürfte der Dax laut Berechnungen von Banken und Brokerhäusern weiter zulegen. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex dank der Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) 1,7 Prozent im Plus bei 13.107,10 Punkten geschlossen. Die Wall Street schloss uneinheitlich.

Nach den geldpolitischen Entscheidungen der großen Notenbanken richten Anleger ihre Aufmerksamkeit nun wieder verstärkt auf Wirtschaftsdaten. Auf dem Terminplan stehen unter anderem das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von New York sowie Zahlen zur US-Industrieproduktion.

Zudem dürften die Investoren auch den sich zuspitzenden weltweiten Handelsstreit weiter im Auge behalten. Die EU-Staaten brachten am Donnerstag Vergeltungszölle im Umfang von 2,8 Milliarden Euro auf US-Waren auf den Weg. Sie reagierten damit auf Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumeinfuhren, die US-Präsident Donald Trump jüngst verhängt hatte. Laut US-Medienberichten hat Trump zudem umfangreiche Strafzölle gegen China genehmigt.

Für Kursbewegungen könnte zum Wochenschluss auch der Hexensabbat sorgen, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen. Am Hexensabbat verfallen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes.

Hexensabbat dürfte den Dax antreiben
07:44 Uhr

Euro erholt sich langsam

Der Euro stabilisiert sich nach starken Verlusten am Vortag. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1570 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Donnerstagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1730 Dollar festgesetzt.

Seit Donnerstagmittag hat der Euro etwa zweieinhalb Cent zum amerikanischen Dollar nachgegeben. Auslöser war die Entscheidung der EZB, ihre Leitzinsen noch bis mindestens Sommer 2019 unverändert zu lassen. Damit ist klar, dass die Notenbank ihre extrem lockere Geldpolitik noch eine ganze Weile fortführt. Die zugleich avisierte Einstellung der Wertpapierkäufe zum Jahresende 2018 wurde hingegen erwartet und sorgte am Devisenmarkt für wenig Aufregung.

Euro erholt sich langsam
07:18 Uhr

US-Strafzölle belasten Asien-Börsen kaum

Die ostasiatischen Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenausklang uneinheitlich. Dass US-Präsident Donald Trump Medienberichten zufolge Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Milliarden Dollar umsetzen will, sorgt für keinen verstärkten Druck. "Das ist keine Überraschung und hängt schon seit März wie eine Wolke über dem Markt", sagt Marktstratege Tai Hui von JP Morgan Asset Management.

Keine Überraschung für die meisten Teilnehmer ist auch, dass die japanische Notenbank sich dem globalen Trend entgegenstellt und an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhält, weil die Inflation weiter weit vom Zwei-Prozent-Ziel entfernt ist. Der geldpolitische Rat stimmte für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus und des Anleihenkaufprogramms, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Vortag das Ende ihrer Maßnahmen zum Jahresende 2018 angekündigt hatte.

Die weiter lockere japanische Geldpolitik drückt etwas auf den Yen. Der Dollar verteuert sich im Vergleich zur gleichen Zeit des Vortages von 110,10 auf 110,74 Yen.

Am Tokioter Aktienmarkt geht es in diesem Umfeld um 0,3 Prozent nach oben auf 22.824 Punkte. In Sydney legt der Index derweil deutlich zu um 1,3 Prozent. An den chinesischen Börsen überwiegen die Verluste. Vor dem wegen des Drachenbootfestes am Montag verlängerten Wochenende geht es in Shanghai um 0,9 Prozent nach unten.

Für ZTE geht es am dritten Tag nach der Wiederaufnahme des Handels weiter abwärts, aktuell um 4,5 Prozent. Nomura hat die Umsatz- und Gewinnprognosen für den zwischenzeitlich von einem existenzbedrohenden US-Zulieferungsbann betroffenen chinesischen Telekomausrüster um fast 10 beziehungsweise rund 20 Prozent gesenkt. "Wir glauben, dass es lange dauern wird für ZTE, sich zu erholen, speziell im Konsumentengeschäft, wo der Marktanteil im Smartphonegeschäft die Konkurrenz zu spüren bekommen wird".

US-Strafzölle belasten Asien-Börsen kaum