Samstag, 31. Juli 2010
"Sie zeigt nicht die Wahrheit": Fandel fordert Zeitlupen-Verzicht
Geht es nach dem Willen des DFB-Schiedsrichterchefs, steht dem Fußball eine Revolution ins Haus. Um die Referees zu schützen, will Fandel die Zeitlupe abschaffen. Was nach einem unrealistischen Plan klingt, ist etwa in Italien bereits sehr weit gediehen.
(Foto: picture alliance / dpa)
Herbert Fandel plädiert für einen Verzicht auf Zeitlupen beim Fußball. Der Leiter der DFB-Schiedsrichterkommission sagte dem "Tagesspiegel": "Ich würde es begrüßen, die Zeitlupen ganz entfallen zu lassen." Fandel sprach sich dafür aus, im Fernsehen und in den Stadion ohne die verlangsamten Sequenzen auszukommen. "Im Stadion muss man keine zusätzlichen Emotionen aufwühlen, allein schon aus Sicherheitsgründen", meinte der ehemalige FIFA-Referee.
Die Zeitlupe zeige nicht das, was viele Fernsehanstalten oder Moderatoren glauben würden, so Fandel weiter. "Sie zeigt nicht die Wahrheit." Den Bildern fehle "die dritte Dimension - die Tiefe ist nicht da", erklärte der Kyllburger. Durch die Perspektive würde oft nur ein Fehler vorgetäuscht. Das erschwere den Schiedsrichtern die Arbeit.
Der italienische Sender RAI hatte jüngst angekündigt, keine Zeitlupen mehr von strittigen Szenen zeigen zu wollen - als Schutz für die Schiedsrichter.
dpa
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