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Ganz sicher Retro BMW R nineT Scrambler mal ganz anders

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Ares Design hat die BMW R nineT konseqeunt in die 1960er-Jahre zurückgetunt.

Die Retro-Welle hat seit einiger Zeit auch die Motorradhersteller erfasst und lässt sie immer neue Scrambler-Modelle erfinden. Ares Design geht das alles nicht weit genug und so haben sie sich die BMW R nineT Scrambler vorgenommen.

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Die neue Abgasanlage, die Ares der R nineT verpasst hat, soll für einen unglaublichen Sound sorgen.

Als BMW die Gattung der Scrambler mit der R nineT im Jahr 2016 neu aufleben ließ, hatten die Bayern den Nerv vieler Biker getroffen. Diese Form des Motorrades steht ähnlich wie die SUV für Freiheit und Unabhängigkeit. Die Scrambler waren die Vorboten der Enduros und ließen mit Stollenbereifung, höher gelegtem Auspuff und breitem Lenker Fahrten über Wege zu, die man sonst auf einem Zweirad eher gemieden hätte. Heutige Fahrer einer Scrambler schätzen neben dem Design vor allem die technischen Feature wie zum Beispiel ABS, Traktionskontrolle oder verstellbare Dämpfer. Errungenschaften, die das Motorradfahren um ein Vielfaches sicherer machen.

Retro ohne Leistungsverlust

Dem im italienischen Modena beheimateten Design- und Tuning-Studio "Ares Design" ging die Verbindung zu den Urahnen der Scrambler bei der BMW R nineT dennoch nicht weit genug. Um das Genre in eine für die Designer passende Form zu verwandeln, haben sie die Bayerin zu einem echten Retro-Bike gemacht. Unangetastet blieben natürlich die schon erwähnten technischen Errungenschaften zur Verbesserung der Fahrsicherheit und der so wunderbar blubbernde ölgekühlten Boxermotor, der aus 1170 Kubikzentimetern Hubraum 110 PS schöpft und ein maximales Drehmoment von 116 Newtonmeter auf die Kette legt.

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Selbst die Zylinderkopfhaube hat Ares verändert.

"Eine der ersten Dinge, die wir verändert haben, ist die Tankabdeckung", erklärt Arnaldo Torono, Chefingenieur bei Ares Design. Die ist jetzt aus Kohlefaser und wurde dem Design der 1960er-Jahre nachempfunden. Auch die schlanke Sitzbank musste einem 'Brötchen' weichen, dessen Form sogar weit in die 1930er-Jahre zurückreicht und von Lederspezialisten in Modena seine ganz eigene Steppung erhalten hat. Ebenfalls passend zum Outfit der 1960er-Jahren wurden die modernen Zylinderkopfhauben durch neu designte Aluminium-Einheiten ersetzt, die dem Motor einmal mehr einen echten Retro-Look verleihen, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

Limitierte Erstauflage

Natürlich haben die Ingenieure auch das Abgassystem komplett ausgetauscht. "Der Sound ist unglaublich", so Torono. "Er ist so weit weg von Standard, dass wir echt stolz auf unsere Arbeit sind." Die wichtigsten mechanischen Änderungen bestanden darin, die zentrale hintere Einarmschwinge durch Doppel-Stoßdämpfer zu ersetzen und die original Scheibenbremsen so zu verbergen, dass es aussieht, als würde eine Trommelbremse für die Verzögerung sorgen.

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49.000 Euro will Ares Design für eine derart modifizierte R nineT haben.

Auch der Scheinwerfer wurde mit Kohlefaser verkleidet, in dem sich jetzt auch der als Rundinstrument gestaltetet Bordcomputer verbirgt. "Das alles", ergänzt Torono, "gibt dem Retro-Look noch mehr Gewicht." Das ist auch der Grund, warum Blinker und Rücklichter durch kleinere Retro-LED-Leuchten ersetzt wurden. Sogar die Schalter am Lenker sind durch Elemente ersetzt worden, die denen der 1960er-Jahre entsprechen.

Wer sich angesichts der von Ares modifizierten Scrambler mit dem Gedanken trägt, sich so ein Bike zuzulegen, der muss zum einen mindestens 49.000 Euro parat haben und schnell sein. Die Italiener limitieren ihr Kunstwerk nämlich in einer Erstauflage auf 25 Stück. Auf jeden Fall verspricht Ares ein Motorrad, "das ein konsequentes Retro-Design hat, aber auch alle Sicherheitsmerkmale bietet, die Motorradfahrer von einer BMW gewohnt sind".

Quelle: n-tv.de

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