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Statt V2 jetzt unter Strom Buell kehrt als Fuell Flow zurück

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Vom V2 zum E-Motorrad. Erik Bells neue Passion.

Eigentlich steht der Name von Erik Buell für kraftstrotzende und laute Sportmotorräder. Doch das wird sich jetzt ändern. Künftig tragen lautlose Stadt-Stromer die Handschrift des US-Amerikaners.

Buell baut wieder Motorräder. Doch statt bedrohlich bollernde V2-Sportler sind künftig lautlose E-Bikes für den urbanen Einsatz angesagt. Diese sollen unter der neugegründeten Marke Fuell vertrieben werden. Neben einem Pedelec-Modell namens Fluid ist außerdem das Motorrad Flow geplant. Letzteres fällt durch ein leicht futuristisches Design auf, welches unverkennbar auch die Handschrift von Buell erkennen lässt.

48 PS und 750 Newtonmeter

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Die Fuell Flow wartet mit gigantischen 750 Newtonmetern maximalen Drehmoment auf.

Neben einer Leichtkraftrad-Variante mit 15 PS gibt es noch eine Version, die bei recht bescheidenen 48 PS zugleich mächtige 750 Newtonmeter bereitstellt. Ja, tatsächlich soll dieses Motorrad mehr Drehmoment bereitstellen als ein Ford GT. Und das bereits auf den ersten Metern. Entsprechend soll der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 - vorausgesetzt, es gibt jemand, der das kontrollieren kann - nur 2,7 Sekunden dauern. Umso alberner klingt da die Höchstgeschwindigkeit, die von Fuell mit 137 km/h angegeben wird. Eine Limitierung, die selbstredend der Reichweite geschuldet ist.

Dort, wo bei konventionellen Motorrädern der Verbrennungsmotor steckt, wurde in der Fuell Flow die 10-kWh-Batterie untergebracht, die im urbanen Verkehr eine Reichweite von 240 Kilometer ermöglichen soll. An der Haushaltssteckdose dauert das Aufladen zehn Stunden, mit Schnellladetechnik (Level 2 CCS) ist eine Verkürzung auf 30 Minuten möglich.

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Die Handschrift von Erik Buell ist auch bei der Fuell Flow deutlich zu erkennen.

Die Flow zeichnet sich durch eine Reihe smarter Lösungen aus. Was aussieht wie ein Tank, ist der Deckel eines 50 Liter großen Staufachs, in das auch ein Integralhelm passt. Das Motorrad erlaubt dank Konnektivitätstechnik und mithilfe einer App die Einbindung des eigenen Smartphones.

Großer Touchscreen im Cockpit

Im Cockpit der Flow dient ein großer Touchscreen als Informationszentrale. Darüber hinaus sind diverse elektronische Helfer an Bord, wie etwa eine Traktionskontrolle, ein Front- und Heck-Kollisionswarnsystem, Totwinkelwarner sowie eine Heckkamera. Außerdem bietet neben den ABS-Bremsen auch der im Hinterrad steckende Nabenmotor ein Verlangsamen per Rekuperation.

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Was bei der Fuell Flow aussieht wie der Tank, ist der Deckel eines 50 Liter großen Staufachs.

Auf der Internetseite von Fuell können Interessenten eine Flow gegen 500 Dollar Anzahlung bereits vorbestellen. Der Endpreis für die schwache Version liegt bei rund 11.000 Dollar, die 48 PS-Variante kostet einen Tausender mehr. Fuell liefert weltweit aus. Ende 2020 sollen die ersten Kunden ihre Flow erhalten. Preise für Europa gibt es noch nicht. Auf die amerikanischen Preise kommen hier noch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer drauf, so dass mit 12.000 bis 13.000 Euro zu rechnen sein dürfte.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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