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PS-Ikonen abseits der Rennstrecke Die Privatautos der Formel-1-Stars

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Der SL 65 AMG Black Series, mit 6,0-Liter-V12-Biturbo und 630 PS, gehört zu Lewis Hamiltons privaten Fuhrpark. Auf dem Bild fährt Hamilton einen SL 63 AMG mit einem V8.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ferrari-Rot und Mercedes-Silber sind nicht zwingend die Lieblingsfarben der Formel-1-Stars, wenn es um den privaten Fuhrpark geht. Neben den Rennern aus Maranello und Affalterbach stehen noch ganz andere Highlights in den Garagen von Sebastian Vettel und Co.

Auch Formel-1-Stars haben Traumautos. Sebastian Vettel schwärmte schon lange vom Ferrari F40, der Supersportwagen-Ikone der späten 80er Jahre. Nach seinem Wechsel zur Scuderia kann der viermalige Champion seine Leidenschaft für die roten Flitzer aus Maranello offen ausleben - und gönnte sich den ehemaligen F40 des verstorbenen Star-Tenors Luciano Pavarotti für 1,3 Millionen Euro.

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Der Ferrari F40 ist eine Ikone und wurde von 1987 bis 1992 gebaut.

"Der Wagen ist in guten Händen", sagt Piero Ferrari, Sohn des Firmengründers Enzo Ferrari. Überhaupt sind die Straßensportler mit dem Cavallino Rampante, also mit dem aufbäumenden Pferdchen im Logo bei den Stars der Formel 1 heiß begehrt.

Auch Hamilton fährt Ferrari

"Klar hat Lewis Hamilton Kontakt zu Ferrari", scherzte zuletzt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Er hat sich gerade einen LaFerrari gekauft." Der Supersportwagen, der einen Wert von rund 3 Millionen Euro hat und quasi ein F40-Enkel ist, befindet sich beim aktuellen Champion in guter Gesellschaft. Hamilton zeigt gerne seinen Fuhrpark, zu dem auch ein Pagani Zonda 760LH, ein Mercedes SLS AMG Black Series, ein Mercedes SL 65 AMG Black Series und ein Mustang Shelby GT500 von 1967 gehören.

Für Sebastian Vettel reicht dagegen manchmal auch ein gebrauchter VW Bus (T5). Zudem steht der Heppenheimer ebenso wie sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen auf Motorrad-Spezialanfertigungen, sogenannte Custom Bikes. Beide besitzen Meisterwerke aus der deutschen Schmiede Walz Hardcore Cycles, Räikkönen fährt mit dem Enzo Ferrari dessen Wert rund 1,7 Millionen Euro beträgt übrigens auch einen Supersportwagen.

Oldtimer für Rosberg

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Kimi Räikkonen ist im Besitz eines solchen Walz Hardcore Cycles.

An Rennstrecken ist Vettel öfter mal auf seiner KTM Supermoto zu sehen, in der heimischen Garage steht zudem ein Mercedes SL 65 AMG Black Series, den er für seinen Sieg 2009 in Abu Dhabi bekommen hatte.
Einen Faible für Oldtimer hat Vizeweltmeister Nico Rosberg. Der 29-Jährige war von seinem geliehenen Hochzeitsauto im vergangenen Sommer so begeistert, dass er sich eine himmelblaue Pagode zulegte, einen Mercedes 280 SL aus den 60er Jahren. Im Vergleich zu den Fahrzeugen der Kollegen sind die 100.000 Euro aber eher ein Schnäppchen. Für den Stadttrip in Monaco reicht Rosberg ein Roller, wird mehr Platz gebraucht, steht ein Mercedes-Geländewagen (GLK) zur Verfügung.

Nach dem Motto Noblesse oblige (Adel verpflichtet) kommt der englische Ex-Weltmeister Jenson Button gerne im Rolls-Royce zur Rennstrecke. Aber Button steht auf Speed, besitzt ebenfalls einen Ferrari F40, einen Mercedes AMG C63 DR520, einen Mercedes CLK AMG DTM, und hat sich gerade erst den 1,1 Millionen Euro teuren P1 Hybrid-Supersportler seines Arbeitgebers McLaren zugelegt. Nach seinen Ferrari-Jahren wartet Buttons Teamkollege Fernando Alonso ungeduldig auf die neueste Kreation aus dem Hause Honda, dem Motorenlieferanten von McLaren in der Königsklasse. "Du weißt es noch nicht, aber eines Tages werden wir zusammen sein", twitterte der Spanier mit einem Bild des NSX.

Das Herz des Brasilianers Felipe Massa hängt trotz seines Wechsels zu Williams vor einem Jahr immer noch an Ferrari. "Meine Babys" betitelte Massa ein Foto von seiner Frau Anna Raffaela, seinem Sohn Felipe Junior und - einem Ferrari LaFerrari, der ausnahmsweise schwarz ist. Alle Träume erfüllt, möchte man meinen.

Quelle: ntv.de, hpr/sid