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Ferrari schlägt alle Die teuersten Autos der Welt

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Teuer ist je nach Budget immer relativ. Bei Preisen über eine Million Euro gibt es für die Mehrzahl aber keine Diskussion mehr.

Oldtimer können eine gute Wertanlage oder einfach nur unbezahlbar sein. Um den Titel des teuersten Autos der Welt streiten sich zwei Ferraris. Aber selbst ein Dacia Duster kann in seinem Segment richtig teuer sein.

Dass man für Autos viel Geld ausgeben kann, merkt man schon, wenn man sich einen einfachen VW Golf konfiguriert. Doch selbst der teuerste Volkswagen - das Wohnmobil California Ocean TDI DSG für knapp 74.000 Euro - ist ein Schnäppchen gegen die wahren Preisriesen auf dem Markt.

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Jedes Jahr wird der Ferrari 355 S Spider Scaglietti mehrere Millionen Euro teurer.

Das teuerste Auto der Welt – Ferrari 355 S Spider Scaglietti:
Ferraris sind schon neu sehr teuer, als Oldtimer sind sie oft unbezahlbar. Ein solventer Enthusiast hatte aber offenbar trotzdem 32,1 Millionen Euro für die Rennwagen-Ikone von 1957 im Budget. Der offene Zweisitzer mit der Chassis-Nummer 0674 startete in Le Mans, bei der Mille Miglia und bei diversen Grand Prix-Rennen, am Steuer bekannte Namen wie Stirling Moss, Luigi Musso oder Wolfgang von Trips. Ursprünglich mit einem 365 PS starken 3,8-Liter-V12-Tipo-140 ausgestattet, wurde der Hubraum im Laufe der Zeit auf 4,1 Liter aufgebohrt. Nach seiner aktiven Zeit landete der Bolide in der Sammlung von Pierre Bardinon, wo er sich neben 49 Markenbrüdern einreihte. 2016 wurde er nun in Paris für die höchste jemals erzielte Euro-Summe versteigert.

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Auch der Ferrari 250 GTO Bonhams ist unerschwinglich.

Das teuerste Auto der Welt, Teil 2 – Ferrari 250 GTO Berlinetta:
Auch das Coupé aus dem Jahr 1962 kann den Titel als teuerstes Auto der Welt beanspruchen: 2014 wurde es in den USA für 38 Millionen Dollar versteigert, was damals einem Wert von rund 28,5 Millionen Euro entsprach. Bei den aktuellen Umrechnungskursen wären es jedoch gut 34 Millionen Euro. Welcher der beiden Ferrari-Schätze wirklich der teuerste ist, ist daher auch ein wenig Geschmackssache. Das tragischere Modell ist auf jeden Fall der für den Renneinsatz gebaute GTO (Gran Turismo Omologata), in dessen Cockpit ein Pilot tödlich verunglückte. Das schwer beschädigte Fahrzeug wurde anschließend von Ferrari selbst restauriert.

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Mit 3,9 Millionen wirkt der Lamborghini Veneno Roadster gegen die Ferraris geradezu preiswert.

Der teuerste Neuwagen – Lamborghini Veneno Roadster:
Zum 50. Geburtstag darf es mal ein wenig teurer sein – mit dem Veneno machte sich der italienische Sportwagenhersteller 2013 selbst ein 3,9-Millionen-Euro-Geschenk. Preistreiber war neben dem bereits exklusiven Technikspender Aventador der verschwenderische Einsatz des Leichtbaustoffs Carbon. Die Kohlefasern wurden in eine extreme Stealth-Fighter-Form gebacken, die den aggressiven Design-Stil der Marke auf die sprichwörtliche Spitze treibt. Dazu gab es ein kräftiges Leistungs-Upgrade für den Zwölfzylinder, der es anschließend auf 751 PS brachte. Ebenfalls günstig für den Werterhalt: Lamborghini baute nur neun Autos, dazu vier Einheiten des vernachlässigbar günstigeren Coupés.

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Der Mercedes-Maybach S600 Pullman ist teurer als Bentley und Rolls-Royce.

Die teuerste Limousine – Mercedes-Maybach S600 Pullman:
Nicht nur für Sportwagen kann man viel Geld lassen. In einer deutlich niedrigeren Gewichtsklasse zwar, aber gleichfalls kräftig schlagen Luxus-Limousinen ins Kontor. Gemessen am Listenpreis liegen in dieser Klasse weder Rolls-Royce noch Bentley vorne, sondern Mercedes mit seiner reanimierten Submarke Maybach. Die gestretchte Staatslimousine Pullman setzt sich mit rund 600.000 Euro Basispreis denkbar knapp vor den Rolls-Royce Phantom mit langem Radstand.

Als Gegenwert erhält der Kunde 6,50 Meter puren Luxus mit Nappaleder-Separee für vier Fahrgäste, angetrieben von einem 530 PS starken Zwölfzylinder-Turbobenziner. Einschränkend muss allerdings gesagt werden: In der obersten Luxusklasse wechselt kaum ein Autoschlüssel zum Listenpreis den Besitzer. Wer in seinen Phantom ordentlich Gold, Brillanten und Albino-Hermelin (sinnlos, aber extrem selten) einarbeiten lässt, berappt am Ende vielleicht deutlich mehr, als das Ursprungs-Preisschild angezeigt hat.

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Der Duster ist mit 19.000 Euro im Segment der Billigautos kein Schnäppchen mehr.

Das teuerste Billigauto – Dacia Duster dCi 110 4x4 Prestige:
Wer nun schon ganz grün ist vor Sozialneid, sollte der Verschwendungssucht vielleicht einfach auf niedrigerem Niveau frönen: beim Dacia-Händler. Schon mit relativ geringem Budget lässt es sich hier zum VIP-Kunden schaffen, wenn man mit großer Geste und 19.020 Euro kurzerhand das teuerste Modell wählt, das die Rumänen im Angebot haben: die dieselgetriebene Allradversion des Kompakt-SUV Duster mit allem Zipp und Zapp. Das schafft ein gutes Gefühl – und auch ein durchaus ordentliches Auto.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x