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Hyperion XP-1 Entwickelt die Nasa den Wasserstoffboliden?

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2022 will das Start-up Hyperion den XP-1 in einer Kleinserie bauen und Ende des Jahres an seine Kunden ausliefern.

(Foto: Hyperion)

Bei einem flüchtigen Blick könnte man den Hyperion XP-1 für einen futuristischen Bruder des Bugatti Veyron halten. Doch unter seiner Karbonhaut steckt eine ganz andere, eine zukunftsweisende Technik, von der behauptet wird, sie stamme von der Nasa.

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Wie es sich für ein Hypercar gehört, verfügt der nur knapp eine Tonne schwere XP-1 auch über Flügeltüren.

(Foto: Hyperion)

Hyperion heißt eine neue Sportwagenmarke aus Kalifornien, die mit dem elektrisch angetriebenen Flügeltürer XP-1 jetzt ihr erstes Modell vorgestellt hat. Ab 2022 soll die Flunder in einer Kleinserie von 300 Exemplaren gebaut werden. Zu den Besonderheiten des Newcomers zählen nicht nur die Energieversorgung per Brennstoffzelle sowie ein extrem geringes Gewicht, sondern auch der Umstand, dass an der Entwicklung sogar die Nasa beteiligt gewesen sein soll.

Ob die Wasserstoffflunder eines Tages ins Weltall geschossen werden soll, ist nicht bekannt, aber die technischen Eckdaten haben es in sich. Denn der aus Titan und Karbon gefertigte Hyperion XP-1 soll in lediglich 2,2 Sekunden aus dem Stand auf 60 mph (96 km/h) beschleunigen. In der Spitze soll der lediglich 1031 Kilogramm leichte Wasserstoffbolide dann über 350 km/h schnell werden. Den Strom für diesen gigantischen Vortrieb bekommen die Motoren - wie viele es am Ende sind, verrät Hyperion noch nicht - von einer bordeigenen Brennstoffzelle. Die kommt übrigens ohne Pufferbatterie aus und versorgt den E-Antrieb direkt mit dem nötigen Strom. Der in Karbontanks gespeicherte Wasserstoff soll dann auch noch bis zu 1600 Kilometer Reichweite ermöglichen.

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Das Cockpit des Hyperion XP-1 lädt eher zum Fliegen als zum Fahren ein.

(Foto: Hyperion)

Betrachtet man das Cockpit des Hyperion XP-1, könnte man fast wieder daran glauben, dass die Nasa ihre Finger im Spiel hat und eine Skizze eines Alien-Raumschiffs, dessen Daten aus der Area 51 stammen, die Vorlage dafür geliefert hat. Nicht nur, dass die zwei Passagiere sich unter einer großzügig verglasten Kanzel platzieren, der Arbeitsplatz des Piloten wird von einem 98 Zoll großen, gebogenen Touchscreen umspannt, der sich über die gesamte Armaturentafel erstreckt. Die wesentlichen Bedienungen sollen dann aber gar nicht durch Berührungen, sondern lediglich durch Gesten erfolgen.

Doch so beeindruckend die Daten sind, so wenig vertrauenserweckend ist der am Ende doch recht dünne Informationsfluss. Ob es den XP-1 tatsächlich als Hypersportwagen mit alternativer Antriebstechnik geben wird, werden die ersten Kunden dann Ende 2022 erfahren.

Quelle: ntv.de, hpr