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Torture für die Zukunft Feinschliff für den neuen Opel Mokka

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Bereits Ende des Jahres soll der neue Opel Mokka in die Produktion gehen.

(Foto: Opel)

Seitdem sicher ist, dass der Opel Mokka eine Neuauflage erfährt, wird an dem SUV geschliffen und gefeilt. Nachdem PSA die Plattform geliefert hat, sind die Ingenieure aus Rüsselsheim dabei, aus dem Mokka wieder einen echten Kerl aus der Blitzwerkstatt zu machen.

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Die ersten Tests für den neuen Opel Mokka fanden in Schwedisch-Lappland statt.

(Foto: Opel)

Lange war man sich in Rüsselsheim nicht sicher, ob unter dem PSA-Dach ein neuer Opel Mokka den Weg auf die Straßen finden wird. Schließlich war das SUV unter der Ägide von GM auch für Buick als Encore unterwegs und vor allem in China ein echter Renner. Allerdings wurde schon damals bemängelt, dass das SUV für seine Größe zu schwer und genau an dieser Stelle nicht mehr zeitgemäß sei.

Nun ist die GM-Plattform ohnehin Geschichte und PSA scheint zu dem Schluss gekommen, dass der knuffige Mokka, der übrigens auch in Europa ein echter Schlager war und zeitweise zu den meistverkauften SUV seiner Klasse zählte, ein zweites Leben verdient habe. Zeitgemäß soll der neue Mokka aber jetzt die Käufer elektrisieren. Und so hat man kurzerhand ein komplett neues Fahrzeug konstruiert und das auf die Multi-Energy-Plattform CMP (Common Modular Platform) des Unternehmens gestellt. Sie erlaubt sowohl die Verwendung eines rein batterieelektrischen Antriebs als auch die von Verbrennungsmotoren. Wie genau das Portfolio am Ende aussehen wird, hat Opel noch nicht verraten.

Leichte Kontrolle und Fahrspaß

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Sicherheit und Fahrspaß soll der neue Opel Mokka seinen Fahrern in Zukunft bieten.

(Foto: Opel)

Bereits seit Februar wurden Chassis, Antriebsstrang, Elektronik und Beleuchtung in Schwedisch-Lappland auf Herz und Nieren geprüft. Bei klirrender Kälte wurde hier Runde um Runde auf dem Eis gedreht. Jeder Kilometer, jeder Messwert wurde protokolliert, damit am Ende ABS, ESP, Assistenzsysteme und Fahrwerk eine unerschütterliche Einheit bilden. Die Philosophie von Opel-Ingenieur Gunnar Nees ist: "Ein Opel muss sich von jedem unter allen Umständen leicht kontrollieren lassen - und zugleich reichlich Fahrspaß bieten."

Unterdessen ist Nees gemeinsam mit den Erlkönigen im grün-schwarzen Tarnkleid zurück in Deutschland. Hier geht es mit den Fahrzeugen im heimischen Test Center Rodgau-Dudenhofen in Hessen auf die Teststrecken. Der Anspruch: Auch bei tiefen Schlaglöchern und schlimmsten Kopfsteinpflaster darf der Abrollkomfort nicht leiden und die Innenraumgeräusche müssen in einem fest vorgegebenen Rahmen bleiben.

Für sportliche Präzision

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Natürlich muss ein SUV vom Schlage eines Opel Mokka auch die Wasserdurchfahrt bestehen.

(Foto: Opel)

Seit Jahrzehnten testet Opel auf dem Gelände unweit des Firmensitzes in Rüsselsheim. Und die Strecken haben es in sich. Es wird sogar behauptet, dass man hier die fiesesten Straßenbeläge aus ganz Europa zusammengetragen hat. Wohl auch das ein Grund, warum die Feder-Dämpferabstimmung Runde für Runde feinjustiert wird. Opel selbst verspricht für den Mokka nach den durchstandenen Torturen ein sensibles Ansprechverhalten und eine sportliche Präzision. Zudem soll der neue Mokka besonders niedrige Abrollgeräusche haben und einen exzellenten Akustik-Komfort bieten.

Aber was wäre ein sportliches SUV ohne eine präzise Lenkung? Die Abstimmung dafür bekommt der Mokka auf dem hauseigenen Handlingkurs. Im Vorfeld wurden dem Mokka schon zwei Domstreben spendiert, die die Federbeindome versteifen. Diese sogenannten Tie Rods erhöhen die Vorderachspräzision, was vor allem die Agilität und Kurvenpräzision verbessern soll.

Das Siegel ist vergeben

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Die Hochgeschwindigkeitsstrecke ist die Königsdisziplin bei allen Testfahrten. Auch für den Opel Mokka.

(Foto: Opel)

Die Königsdisziplin, die Hochgeschwindigkeitsbahn, bildet den Abschluss der Testreihen. Hier muss der im Vergleich zum Vorgänger 150 Kilogramm leichtere Mokka nicht nur auf der langen Testgerade bestehen, sondern auch die Steilkurven absolut stabil durchfliegen. Wer hier besteht, heißt es, der ist auch gegen ungewollte Bewegungen beim Ausweichen im unteren Geschwindigkeitsbereich gefeit.

Die Opel-Ingenieure haben das Siegel "Autobahn geprüft" für den Mokka schon vergeben. Doch noch sind die Tests nicht abgeschlossen. Bis zum Sommer werden noch so einige Runden in Rodgau-Dudenhofen gedreht werden. Produktionsstart für den neuen Mokka ist jedenfalls Ende des Jahres.

Quelle: ntv.de