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Pan America geht an den Start Harley wildert jetzt im Reich von BMW

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So wie die Pan America ist noch keine Harley bewegt worden.

(Foto: Harley)

Dass BMW schon immer ein Stück vom Cruiser-Kuchen abhaben wollte, ist nicht neu. Schon gar nicht, seit das R18-Concept mit dem Big Boxer bekannt ist. Doch auch Harley-Davidson hat umgedacht und will jetzt mit einer Enduro ganz neue Fans gewinnen.

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Den ersten Aufschlag mit der Pan American probt Harley auf der Motorradmesse EICMA.

(Foto: Harley)

Der seit Jahrzehnten mit Reiseenduros erfolgreiche Hersteller BMW wagte sich um die Jahrtausendwende mit der R 1200 C ins Cruiser-Segment und schickt sich jetzt an, mit der R 18 einen ganz großen Coup im Reich von Harley-Davidson zu landen. Doch die US-Amerikaner schlafen nicht, arbeiten vielmehr seit geraumer Zeit an einer Retourkutsche. Denn mit der im Rahmen der Motorradmesse EICMA in Mailand vorgestellten Pan America bringt die V2-Schmiede aus Milwaukee ihre erste große Enduro in das Blickfeld des öffentlichen Interesses. In den Markt wird die Offroad-Harley wohl erst Ende 2020 starten.

V2 aus neuer Motorenfamilie

Die Basis für den Antrieb des wuchtigen Hochbeiners liefert – wie könnte es auch anders sein - ein wassergekühlter V2-60-Grad-Motor mit 1250 Kubikzentimeter Hubraum. Der V2 entstammt einer neuen Motorenfamilie der Amerikaner namens Revolution Max. Finale Leistungs- und Fahrwerte gibt es noch nicht, doch als Entwicklungsziel für die größere von zwei Hubraumversionen wurden über 145 PS sowie 122 Newtonmeter angekündigt, die im Fall der Pan America per Kette ans Hinterrad geleitet werden. Anders als bei der Leistung soll sich der V2 dank Ausgleichswelle bei Vibrationen zurückhalten.

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Das Display der Pan American zeigt wahrscheinlich mehr an als nur die Fahrdaten.

(Foto: Harley)

Ansonsten zeichnet sich die Pan America durch klassische Enduro-Zutaten wie lange Federwege und Stollenreifen aus. Zudem gibt es einen Unterfahrschutz, großzügig dimensionierte Brembo-Bremsen, Handprotektoren sowie eine hintere Rahmenkonstruktion, die sich zur Befestigung großer Koffer eignet. Für etwas Komfort auf langen Reisen sollen ein großes Windschild und ein Tempomat sorgen. Geht es auf kühle Passstraßen hinauf, steht zudem eine Griffheizung bereit.

Beim Cockpit setzt Harley auf ein modernes Display, das vermutlich mehr als nur fahrrelevante Daten anzeigen wird. Das Steuerkreuz am linken Lenkergriff lässt jedenfalls die Vermutung zu, dass sich der Fahrer durch Menüs hangeln kann, hinter denen sich Funktionen für die Navigation, Kommunikation und Einstellmöglichkeiten für Fahrzeugregelsysteme verbergen.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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