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Großer Heckflügel ist wieder da Honda Civic Type R - quer und geschmeidig

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Der Honda Civic Type R kommt in einer Neuauflage raus.

(Foto: Honda)

Schon seit etwa 25 Jahren beglückt Honda sportlich orientierte Kompaktwagenfans mit einer spannenden Golf GTI-Alternative. Hier ist er also, der neue Civic Type R. Komfortabel und ziemlich performant zugleich, kommt er ab Anfang des nächsten Jahres auf den Markt.

Honda hat den Civic Type R neu aufgelegt. Fans des kompakten Sportlers müssen künftig etwas tiefer in die Tasche greifen. War der Vorgänger noch für unter 40.000 Euro zu haben, liegt der Grundpreis des neuen Modells nun bei 55.500 Euro. Ein echter Volksathlet ist der Japaner also nicht mehr. Aber mit 242 kW/329 PS ein Athlet. Wieder eine Schippe Leistung drauf, weiterhin Stress für die Vorderachse - denn es bleibt beim Frontantrieb. Um die Leistung auch auf die Straße bringen zu können, gaben die Ingenieure alles, installierten beispielsweise eine mechanische Quersperre.

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Mit 242 kW/329 PS ist der Civic Type R ein Athlet.

(Foto: Honda)

Die gute Nachricht ist, dass der Honda mit diesem Konzept immer gutmütig bleibt, auch bei Nässe, wo Traktion wirklich Mangelware ist. Kein plötzlicher Schub von hinten, um dann einen gefährlichen Schwenk zu verursachen. Der stärkste Civic zerrt einfach nur, er zerrt und zerrt. Bei Trockenheit weniger am Lenkrad, sondern an der ganzen Karosse, um diese samt menschlichem Inhalt ziemlich zügig auf Tempo zu bringen. Die 5,4 Sekunden bis Landstraßentempo nimmt man dem Vierzylinder sehr wohl ab, es geht dramatisch nach vorn. Dabei zischt das Wastegate-Ventil des Turboladers vertraut, der Honda sorgt für Gänsehaut.

Riesiger Heckflügel - nicht zum Angeben

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Der sportlichste Civic kommt mit riesigem Heckflügel.

(Foto: Honda)

Und es bleibt nicht nur bei der angetriebenen Vorderachse - auch der riesige Heckflügel ist wieder da. Nicht etwa, weil man mit ihm so schön angeben kann, sondern, weil der sportlichste Civic etwas vorhat. Der Honda Civic Type R ist ein Tracktool im Dauer-Alltagsmodus. In den meisten Fällen wird er auf der Landstraße bleiben. Und dort gilt es einen Kompromiss zu finden zwischen Reise- und Rennmodus.

Das Friedensangebot an Mitfahrer, die nicht ganz so viel Verständnis dafür haben, warum es unbedingt ein sehr sportlicher Kompaktwagen sein muss, kommt in Form einer recht komfortablen Grundabstimmung. In "Comfort" rollt der schärfste Honda geschmeidig über Kanaldeckel, während die Dämpfer in den beiden Dampf-Modi "Sport" oder hat "R+" sofort straffer werden. Dann verspeist der 1,4-Tonner selbst ambitionierte Kehren mit großem Appetit, lenkt mit detaillierter Rückmeldung präzise ein und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen.

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Der neue Honda Civic Type R hat ein paar Zentimeter mehr Radstand.

(Foto: Honda)

Dabei agiert er immer mit einer leichten, geschmeidigen Art. Lastwechsel im Schaltvorgang bleiben aus, der mehr sämig als knochig wirkende Hebel der Sechsgangbox rastet mit einer vorbildlichen Exaktheit, ohne auch nur im Ansatz störrisch zu wirken. Und auch beim Auskuppeln eliminiert die Drehzahlanpassung jegliches Ruckeln. Denn da, wo beim Herunterschalten infolge der hochschießenden Drehzahl eigentlich ein Bremsmoment entsteht, veranlasst die Motorelektronik, dass der Zweiliter selbst die Drehzahl hochzieht.

Ähnlich angenehm gelingt auch das Verzögern: Die jetzt effektiver gekühlten Scheiben packen bei noch besser dosierbarem Pedaldruck gnadenlos zu. Um hier das Beste herauszuholen, haben die Ingenieure den Hauptbremszylinder noch einmal angefasst. Um den Geradeauslauf zu optimieren, spendieren die Techniker dem neuen Type R 3,5 Zentimeter mehr Radstand.

Betont großer Monitor

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In der Konsole prangt ein großer Monitor.

(Foto: Honda)

Sobald sich der Alltagstrott mit und im Civic Type R eingestellt hat, gewinnt das Infotainment an Relevanz. Natürlich entstammt die jüngste Kreation der Generation "Touchscreen" - und daher gibt es einen betont großen Monitor in der Konsole. Auf dem stehen auch antriebsrelevante Daten wie Ladedruck, Öldruck und -Temperatur und beispielsweise die anliegenden G-Kräfte. Wie hoch diese auch sein mögen, ordentlich ausgeprägte Sitzschalen halten die Passagiere selbst bei extremer Querbeschleunigung fest in der Mittelbahn.

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Ohne Frage vereint der jüngste Honda auch Features wie autonome Notbremsung, Spurhalteassistent, Tempomat inklusive adaptiver Steuerung, Totwinkelwarner sowie Verkehrszeichenerkennung unter seiner leichten Karosserie, deren Heckklappe übrigens aus Kunststoff und deren Motorhaube aus Aluminium besteht. Doch dieses Beiwerk dürfte den meisten Interessenten des Type R ziemlich egal sein. Die Verbesserungen mit dem Ziel der höheren Gesamtperformance indes nicht. Ob die Kunden den hohen Aufpreis zum Vorgänger zahlen, bleibt abzuwarten. Eine Rarität war allerdings auch schon das alte Modell. Wer ein Massenauto möchte, kauft definitiv woanders ein.

Technische Daten

  • viertüriges, fünfsitziges Modell der Kompaktklasse: Länge: 4,59 Meter, Breite: 1,89 Meter (Breite mit Außenspiegeln: 2,08 Meter), Höhe: 1,40 Meter, Radstand: 2,73 Meter, Kofferraumvolumen: 410-1212 Liter
  • Benziner: 2,0-Liter-Vierzylinder-Otto mit Turboaufladung, 242 kW/329 PS, maximales Drehmoment: 420 Nm bei 2200 bis 4000 U/min, Sechsgang-Getriebe, Vorderradantrieb, mechanische Differenzialsperre
  • 0-100 km/h: 5,4 s, Vmax: 275 km/h
  • Durchschnittsverbrauch (WLTP): 8,2 l, CO2-Ausstoß: 186 g/km, Abgasnorm: Euro 6d,
  • Preise: ab 55.500 Euro

Quelle: ntv.de, Patrick Broich, sp-x

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