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In Zusammenarbeit mit WarentestKinderfahrradhelme im ADAC-Test - keiner ist "gut"

25.03.2026, 17:04 Uhr
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18 Kinderfahrradhelme nahmen die Prüfer im Labor und im Alltag unter die Lupe. (Foto: ADAC/Ralph Wagner/sp-x)

Fahrradhelme für Kinder gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen - und Preisklassen. Das günstig nicht schlecht bedeutet, zeigt der aktuelle ADAC-Test: Vorn liegt ein mit 15 Euro sehr preiswerter Helm.

Der ADAC hat 18 Kinderfahrradhelme getestet. Die gute Nachricht: Jeder Helm schützt bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen. Die weniger gute Nachricht: Kein Helm erreichte die Bewertung "gut". Der beste kam auf die Gesamtnote 2,6, die zwei Schlusslichter wurden je mit der Note 3,6 bewertet.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest nahmen die Prüfer die Helme im Labor und im Alltag unter die Lupe. Eigenschaften wie Unfallsicherheit, Bedienfreundlichkeit, Tragekomfort und Schadstoffprüfung standen auf der Liste. Im aktuellen Test wurden zudem im Vergleich zu früheren Tests die Prüfanforderungen erweitert.

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Der beste Helm kam auf die Gesamtnote 2,6. (Foto: ADAC)

Zusätzliche Bewertungspunkte für die Riemen und das Verschlusssystem (Mikroschlupf) flossen in die Beurteilung ein. Die Tester untersuchten zum Beispiel, ob es zu einem unerwünschten Verstellen der Verschlüsse während der Fahrt kommt. Ein Rütteltest an den seitlichen Gurtteilen sowie die Prüfung, ob sich Verschlüsse unbeabsichtigt lösen können, gehören nun ebenfalls zu den Prüfkriterien.

Testsieger ist mit 15 Euro der günstigste Helm im Test. Der Helm von Crevit (Lidl) kam wie der Helm Specialized Shuffle 2 LED für 55 Euro auf eine gute Bewertung beim Unfallschutz. Der Crevit-Helm überzeugte zudem dank seiner Reflexionsstreifen und einem Rücklicht durch seine gute Sichtbarkeit. Schwächen attestierten die Prüfer beim Tragekomfort, der mit ausreichend bewertet wurde.

Als nicht empfehlenswert stuften die Tester die Modelle Abus YouDrop (75 Euro) und Melon Urban-Active (80 Euro) ein. Beide haben Schwächen beim Schutz vor Kopfverletzungen im Bereich der Schläfen. Beim Abus-Helm bemängelten die Prüfer zudem die schlechte Erkennbarkeit im Dunkeln. Der Melon fiel durch Mikroschlupf auf; hier lockerte sich während der Fahrt das Gurtband.

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Insgesamt sahen die Tester bei jedem Probanden noch Verbesserungspotenzial. Dazu zählen bessere Sichtbarkeit im Dunkeln durch Reflexionsmaterial, das auch an den Gurtbändern angebracht sein sollte. Gesicherte Gurt-Enden verhindern das unbeabsichtigte Lösen von Verschlussteilen und gut einstellbare Gurtverteiler erleichtern die Handhabung. Der Tragekomfort ließe sich durch Gewichtsreduzierung erzielen.

Der ADAC rät Eltern, vor dem Kauf eines Fahrradhelms mit ihren Kindern verschiedene Modelle auszuprobieren. Ein Tragetest ist wichtig, um für die Kopfform den passenden Helm zu finden. Eltern sollten außerdem auf gute Sichtbarkeit durch Reflexionsmaterial sowie durch ein aktives Rücklicht achten. Nach einem Sturz empfehlen die Tester, den Helm auszutauschen, da viele Schäden im Helm nicht mit dem bloßen Auge erkennbar sind.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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