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Kleiner, sportlicher CrossoverFord Puma - ein Dynamiker mit Platzvorteil

24.02.2026, 17:50 Uhr
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Der Puma ist aktuell das Einstiegsmodell von Ford. (Foto: Ford)

Der Ford Puma gehört zu den agilsten Angeboten im kleinen SUV-Segment und kombiniert sein dynamisches Auftreten mit einem in dieser Klasse ungewöhnlich praktischen Gepäckraum-Konzept. Auf Wunsch auch elektrisch.

Der Ford Puma ist der Mini-Crossover für alle, denen die kleinen SUV eigentlich zu bieder und zu unpraktisch sind. Die technische Basis stammt noch vom mittlerweile ausgelaufenen Kleinwagen Fiesta, von dem der Puma unter anderem seine fahrdynamischen Tugenden geerbt hat. Neben Mildhybriden gibt es im Ableger Gen-E auch einen E-Antrieb.

Kurzcharakteristik

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Der Puma fährt sich so knackig, wie er aussieht. (Foto: Ford)

Der bereits seit 2019 gebaute Puma ist ein klar auf den Alltag in der Stadt und im Umland zugeschnittener Crossover, der sich spürbar fahraktiver gibt als viele Konkurrenten. Seine Kernidee ist nicht maximale Größe, sondern ein citytauglicher Kompromiss aus handlichen Abmessungen, ordentlichem Platzangebot und einer sehr praktischen Stauraumlösung im Heck. Der 2024 hinzugekommene Gen-E setzt das Prinzip elektrisch um und richtet sich vor allem an Pendler und Stadtfahrer, die ein E-Auto mit viel Gepäckraum suchen.

Karosserie

Der kleine Crossover tritt sportlich statt rustikal auf und vermeidet bewusst einen kantigen Offroad-Stil. Vorn sitzt man luftig, hinten reicht es zur Not auch für Erwachsene, ohne dass der Puma zum Raumwunder wird.

Der große Unterschied zu Konkurrenz in diesem Segment liegt im Gepäckraum: Die sogenannte "MegaBox" unter der eigentlichen Kofferraumabdeckung bietet jede Menge Zusatzstauraum und ist dank Kunststoffbauweise und integriertem Abfluss sogar auswaschbar. Beim Gen-E baut Ford das Konzept zur "Gigabox" aus und ergänzt zusätzlich einen kleinen Front-Kofferraum, der vor allem für Ladekabel und Kleinkram praktisch ist. Wer häufig Einkäufe, Sporttaschen oder nasse und schmutzige Dinge transportiert, profitiert davon mehr als von ein paar Zentimetern mehr Außenmaß. Sogar der Transport aufrecht stehender Topfpflanzen ist kein Problem.

Motoren

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Die Elektroversion soll langfristig die Verbrenner ablösen. (Foto: Ford)

Im Verbrenner-Puma setzt Ford auf den 1,0-Liter-"EcoBoost Hybrid" mit 48-Volt-Mildhybridtechnik in zwei Stufen: 92 kW/125 PS und 114 kW/155 PS. Die stärkere Ausführung ist immer mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert, die schwächere gibt es auch handgeschaltet. Basismodell ist der Puma "Titanium" 125 PS mit Handschaltung, den es ab 27.900 Euro gibt. Mit Automatik werden 30.250 Euro fällig. Wer mehr Durchzug möchte, landet beim 155-PS-Hybrid, der bei 31.750 Euro startet, ebenfalls in der Ausstattung "Titanium".

Die sportliche Spitze ist nicht mehr der 2024 eingestellte 200-PS-Puma-ST, sondern ein ST auf Mildhybrid-Basis mit 117 kW/160 PS, der kurzfristig bis 125 kW/170 PS abrufen kann. Er startet bei 41.300 Euro und ist eher ein Image- und Spaßmodell als eine rationale Empfehlung. Der Puma Gen-E fährt immer elektrisch mit 124 kW/168 PS und Frontantrieb. Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 46,8 kWh.

Je nach Version nennt Ford WLTP-Verbräuche von 13,0 bis 14,6 kWh pro 100 Kilometer und Reichweiten zwischen 386 und 417 Kilometern. Das passt gut zu Stadt, Umland und planbaren Pendelstrecken, ist aber kein Paket für häufige Langstrecken bei hohem Autobahntempo.

Ausstattung

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Das Cockpit des Ford Puma ist modern ausgestattet. (Foto: Ford)

Beim Verbrenner gliedert Ford den Puma in "Titanium", "ST-Line", "ST-Line X", "BlueCruise Edition" und "ST". Die wichtigsten Technik- und Komfort-Posten sind dabei schon im Einstiegsmodell vorhanden, die "ST"-Varianten addieren vor allem Design-Features. Alle Linien lassen sich über Pakete stark aufwerten, besonders typische Komfort- und Technikextras sind häufig gebündelt. Beim Gen-E gibt es ein etwas knapperes Programm mit den Linien "Gen-E", "Gen-E Premium" und "BlueCruise Edition", wobei auch hier schon die Basis eine ordentliche Ausstattung umfasst.

Eine Besonderheit sind die "BlueCruise"-Modelle (ab 37.650 Euro), für die eine Autopilot-Funktion im Abo erhältlich ist - für knapp 25 Euro im Monat fährt der Puma dann in bestimmten Situationen automatisiert, der Fahrer kann die Hände vom Lenkrad nehmen, muss aber jederzeit aufmerksam bleiben. Praktisch ist das vor allem bei regelmäßiger Langstreckenfahrt auf der Autobahn - ein Einsatzzweck, der nicht unbedingt in der Natur des Ford Puma liegt. Für die meisten Käufer dürfte die Option daher keinen Vorteil bieten.

Insgesamt gilt beim Puma: Sinnvolle Konfigurationen ergeben sich weniger über Einzelhäkchen als über gezielte Pakete. Für den Gen-E ist etwa das Komfort-Paket für 800 Euro ein naheliegender Alltagshelfer, das Matrix-LED-Licht kostet 750 Euro und lohnt vor allem für Vielfahrer in der dunklen Jahreszeit.

Empfehlungen

Für preisbewusste Alltagsfahrer: Puma Titanium 1.0 EcoBoost Hybrid 125 PS mit Handschaltung ab 27.900 Euro. Das ist der sachlichste Einstieg, der die Puma-Stärken Nutzwert und Handlichkeit am günstigsten abbildet.

Für Stadt- und Pendelbetrieb mit Komfortanspruch: Puma Titanium 125 PS mit 7-Gang-PowerShift ab 30.250 Euro, alternativ eine ST-Line mit Automatik, wenn die sportlichere Optik gewünscht ist und der Mehrpreis ins Budget passt.

Für E-Autofahrer: Puma Gen-E ab 36.900 Euro, idealerweise mit Komfort-Paket; er ist kein Schnäppchen, punktet aber mit Gepäckraum und unkompliziertem, spritzigem Antritt im Alltag.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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