Auto

Fünf Cabrios mit E-Antrieb Mal ganz offen elektrisch

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Der Elektro-Roadster von Toyota gilt als die emissionsfreie Ablösung des legendären MR2.

(Foto: Toyota)

Das Cabriolet-Vergnügen und die E-Mobilität haben irgendwie noch nicht so recht zusammengefunden. In den nächsten Jahren könnte sich das aber ändern. Das jedenfalls lassen fünf elektrische Sonnenanbeter vermuten, die so etwas wie die ersten Vorboten einer Welle sein könnten.

Limousinen, Kleinwagen, Vans und vor allem SUVs- der E-Antrieb hat sich eigentlich schon in jeder Auto-Gattung breit gemacht. Nur emissionsfreie Roadster und Cabriolets sind, sieht man einmal von Faltdach-Varianten bei Smart und Fiat ab, bislang Ausnahmeerscheinungen. Das könnte sich in Zukunft ändern und damit die E-Mobilität auch stärker als bisher aus der ökologischen Nische rein in die Herzen der Skeptiker bringen. Hier fünf spannende Ausblicke.

Tesla Roadster 2

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Tesla hat seinen Roadster 2 bereits auf der eigenen Homepage angekündigt.

(Foto: Tesla)

Der nachhaltige Erfolg von E-Autos ist eng mit dem Aufstieg der Marke Tesla verbunden, die 2008 mit dem Roadster I den Grundstein für ihren Erfolg legte. Den Weg nach Europa haben nur einige hundert Exemplare des E-Flitzers auf Lotus-Basis gefunden. 2012 wurde seine Produktion wegen mangelnder Nachfrage eingestellt. Dennoch folgte nur fünf Jahre später die Ankündigung eines Comebacks für den Roadster, für den Tesla zudem atemberaubende Eckdaten versprach: eine Sprintzeit auf 100 km/h in unter zwei Sekunden, über 400 km/h Höchstgeschwinfigkeit, 1000 Kilometer Reichweite.

Das damals gezeigte Konzept war außerdem schick verpackt. Immer mal wieder wurde ein Serienstart zeitnah angekündigt und dann wieder verschoben. Nach jüngsten Aussagen der US-Amerikaner soll es nun 2023 so weit sein. Allerdings hat Tesla momentan viele Baustellen. Es wäre also keine Überraschung, wenn sich der Serienstart des Roadster II noch weiter verzögern würde.

MG Cyberster

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Die Studie MG Cyberster sorgte für Aufsehen. Die Serie wird deutlich weniger spektakulär.

(Foto: MG)

So ganz genau, weiß keiner, wann die wiederbelebte Marke MG ihren ersten Elektro-Roadster namens Cyberster auf den Markt bringen wird. Gerüchte besagen, dass es 2024 so weit sein soll.

Vorgestellt wurde der Zweisitzer im April 2021 als sehenswertes Konzept, das in unter drei Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 800 Kilometer Reichweite haben soll. Kurz nach der Präsentation wurde bereits der Serienbau beschlossen. Die mittlerweile aufgetauchten Patentzeichnungen zeigen zwar einen schicken Roadster, der ist aber viel weniger spektakulär, als es seinerzeit die Studie war.

Fisker Ronin

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Die ersten Bilder des Ronin von Fisker lassen einen sehr dynamischen Roadster vermuten.

(Foto: Fisker)

Ebenfalls 2024 will die reaktivierte E-Auto-Marke Fisker ein viersitziges Cabriolet auf den Markt bringen. Vom Oben-ohne-Stromer wurde unter dem Projektnamen Ronin bereits ein erstes Bild veröffentlicht.

Wie schon die zuvor genannten E-Roadster soll auch beim Frischluft-Fisker ein potenter Antrieb aus drei Motoren eine Sprintzeit auf 100 km/h in knapp zwei Sekunden und ein Riesenakku fast 1000 Kilometer Reichweite erlauben. Fisker hat sogar schon mit 200.000 US-Dollar einen stolzen Preis genannt.

Wiesmann Thunderball

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Auch Wiesemann kehrt mit einem Elektro-Roadster unter dem Namen Thunderball zurück.

(Foto: Wiesmann)

Im April 2022 meldete sich mit Wiesmann ebenfalls eine wiederbelebte Marke mit dem Elektro-Roadster Thunderball zurück. Der Zweisitzer greift das für Wiesmann typische Retro-Styling auf, verzichtet allerdings auf den bislang üblichen BMW-V8. Stattdessen ist ein 800-Volt-E-Antrieb mit 680 PS geplant, mit dem der 1,7-Tonner in unter drei Sekunden Tempo 100 erreichen soll.

Eine 92 kWh große Batterie soll eine Reichweite von 500 Kilometern erlauben. Auch hier gibt es noch keinen Termin für den Marktstart. Lediglich beim Preis ist klar, dass er nicht unter 300.000 Euro liegen wird.

Toyota MR2

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Der E-Roadster von Toyota hat bis dato noch keinen Namen.

(Foto: Toyota)

Toyota hat lange Zeit einen Bogen um Elektroautos gemacht. Mittlerweile haben die Japaner die Zeichen der Zeit erkannt und Ende 2021 gleich ein ganze Reihe elektrischer Konzepte enthüllt. Darunter befand sich auch ein knackig proportionierter Zweisitzer, der seither als potenzieller Nachfolger des MR2 gehandelt wird.

Angaben zum Modellnamen, zur Technik oder einem möglichen Marktstart hat Toyota bislang nicht gemacht. Es handelt sich um einen auffällig progressiv gestalteten Sportwagen mit liquider Außenhaut, dramatischen Wölbungen und flacher Schnauze. In der Front fallen zudem große seitliche Luftöffnungen auf, die von markanten LED-Lichtstreifen gerahmt werden. Bemerkenswert außerdem: Front- und Seitenscheiben bilden eine Einheit, Türgriffe sind nicht erkennbar. "Bauen! Unbedingt", werden wohl die meisten Roadster-Fans denken.

Quelle: ntv.de, Mario Hommen, sp-x

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