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Bis weit unters Blech Mercedes GLC erhält Frischzellenkur

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Äußerlich gab es für den GLC schmale Augen, neue Schürzen vorn und hinten und scharfe Endrohrblenden.

(Foto: Daimler AG)

Im Jahre 2015 war der GLC ein Teil der "SUV-Offensive" von Mercedes. Jetzt vier Jahre später bekommt der Bestseller nicht nur kleine äußere Retuschen sondern auch neue Motoren und das Infotainment-System MBUX.

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Die wirklichen Änderungen hat der Mercedes GLC tief unterm Blech erfahren.

(Foto: Daimler AG)

Nach vier Jahren frischt Mercedes den GLC auf. Optisch macht man das dezent, denn da scheint man mit dem Erfolgsmodell den langen Zahn der Zeit getroffen zu haben. Dennoch wurden die Augen schmaler, das Tagfahrlicht wurde verändert und die Stoßfänger an Front und Heck wurden überarbeitet.

Auch die Endrohrverblendungen wurden wieder ein Stück nach hinten gekippt und in eine verschärfte Trapezform gepresst. Wer auf diese Details achtet, könnte in dem Facelift auch deutlich mehr Dynamik im Vergleich zum Vorgänger entdecken.

Neue Motoren für den GLC

Doch die wesentlichen Änderungen sind unter dem Blechkleid zu finden. Erstmals wird im GLC die nächste Generation von Vierzylinder-Motoren verbaut. Für den Fahrer heißt das: Benzin- und Dieselmotoren mit gesteigerter Leistung und deutlich geringerem Spritverbrauch. Verantwortlich ist dafür bei den Benzinern das neue 48-Volt-Bordnetz mit riemengetriebenem Starter-Generator. Die Kombination beider Komponenten steigert zudem die Agilität der intern als M 264 bezeichneten Triebwerke und auch das Komfortverhalten. Möglich wird das, weil das System wichtige Hybridfunktionen wie das Rekuperieren, Boosten im Drehzahlbereich bis 2500 Kurbelwellenumdrehungen und Segeln bei abgeschalteten Motor zulässt.

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Vor allem die neuen Vierzylinder-Triebwerke sollen für mehr Effizienz beim GLC sorgen.

(Foto: Daimler AG)

In Zahlen verspricht Mercedes für den GLC 200 mit 197 PS und einem maximalen Drehmoment von 330 Newtonmetern einen kombinierten Kraftstoffverbrauch nach NEFZ von 7,1 bis 7,4 Liter. Den gleichen Wert soll der große Bruder GLC 300 mit 258 PS und 420 Newtonmetern maximalem Drehmoment erreichen. Damit ist auch der CO2-Ausstoß mit 161 bis 169 Gramm/Kilometer (g/km) identisch.

Diesel verschärften Anforderungen angepasst

Auch für den neuen Vierzylinder-Diesel, den OM 654, der bereits in C- und E-Klasse seine Arbeit verrichtet, verspricht Mercedes eine konsequente Anpassung an die verschärften Anforderungen und niedrige Emissionswerte. Um die Stickoxid-Emissionen bei höheren Lasten weiter zu reduzieren, verfügt der OM 654 über einen zusätzlichen Unterboden-SCR-Katalysator. Dadurch sollen die Anforderungen des RDE (Real Drive Emissions) bereits heute erfüllt sein.

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Im Gelände bleibt der Mercedes GLC ganz der Alte.

(Foto: Daimler AG)

Beim Verbrauch stellt sich die Situation wie bei den beiden Benzinern dar. Der GLC 200 d mit 163 PS und auch der GLC 220 d mit 194 PS sollen nach NEFZ kombiniert über 100 Kilometer zwischen 5,5 und 5,1 Liter Diesel verbrauchen. Lediglich der GLC 300 mit 245 PS und einem maximalen Drehmoment von 500 Newtonmetern ist mit einem Mehrverbrauch 0,4 Litern, also im Schnitt 5,8 Litern angegeben. Den CO2-Ausstoß geben die Stuttgarter hier mit 145-137 g/km für den 200 d und 220 d an und mit 153-151 g/km für den 300 d.

MBUX jetzt auch für den GLC

Neu im GLC ist auch MBUX, die Mercedes-Benz User Experience, kurz: das neue Infotainment-System der Stuttgarter, das erstmals in der neuen A-Klasse vorgestellt wurde. Wie dort werden fünf verschiedene Möglichkeiten angeboten, um mit dem System zu kommunizieren: per Touch-Bedienung auf dem nunmehr optional 12,3 Zoll messenden Multimedia-Display, über die Touch-Control-Buttons am Lenkrad, das Multifunktions-Touchpad auf der Mittelkonsole, via Gestensteuerung oder ganz einfach durch Sprache.

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Im Innenraum hat der GLC jetzt auch Touchscreen und ein neues Infotainmentsystem.

(Foto: Daimler AG)

Neu sind beim GLC auch die serienmäßige Keyless-Go-Start-Funktion mit Start-Stopp-Taste und die Option, Fahrassistenzsysteme über das Multimedia-Display zu aktivieren. Gerade bei denen lässt Mercedes nichts anbrennen. So gehört zum Fahrassistenz-Paket unter anderem ein Aktiver Abstands-und Stau-Assistent, ein aktiver Lenk-Assistent, ein aktiver Geschwindigkeitslimit-Assistent, der fußend auf den erkannten Verkehrszeichen die Geschwindigkeit anpasst, eine streckenbasierte Geschwindigkeitsregulierung zum Beispiel vor Kurven oder Kreisverkehren und natürlich gibt es auch Lenk-, Spurhalte-, Totwinkel- und Brems-Asssistenten.

Über die Preisgestaltung für den neuen GLC hat Mercedes noch nichts gesagt. Es ist aber anzunehmen, dass der Einstiegspreis für den GLC 200 unter 45.000 Euro liegen dürfte. Der Preis für den kleinsten Diesel wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wie gehabt um die 46.000 Euro beginnen.

Quelle: n-tv.de

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