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Schnell unter Strom Mini will John Cooper Works elektrisieren

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Ist das die elektrische Variante eines Mini John Cooper Works GP?

(Foto: Mini)

Mit der nächsten Generation der John-Cooper-Works-Modelle will Mini auch in seiner Sportabteilung den Schalter Richtung Elektrifizierung umgelegt haben. So richtig vorstellen kann man sich das nicht, selbst die Verantwortlichen sind sich zur Stunde nur sicher, dass Strom fließen muss.

Es kommt, wie es wohl kommen muss, Minis Sportableger John Cooper Works will seine Fans zukünftig nicht mehr mit potenten Verbrennern unter Strom setzen, sondern mit Akkumulatoren. "Der konsequente Ausbau der Elektromobilität und zusätzliche Möglichkeiten, den markentypischen Fahrspaß zu erleben, stehen im Mittelpunkt der Neuausrichtung für das Modellprogramm von Mini", heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

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Das tote Endrohr und die gelben Bremssättel deuten darauf hin, dass dieser John Cooper Works ein reiner Stromer ist.

(Foto: Mini)

Dass das nicht ganz ohne Verbrennungsmotoren geht, scheint aber klar zu sein. Andernfalls wäre nach zwei schnellen Runden der Saft aus der Batterie und während des Nachladens könnte es dem performanten Fahrer dann ordentlich die Laune verhageln. Allerdings kann die endgültige Ausrichtung für kommende JCW-Modelle nur orakelt werden. Denn ob es sich bei dem kommenden E-Dynamiker unter dem Label um einen Plug-in-Hybrid oder ein reines Elektroauto handeln wird, lassen die Briten offen. Obgleich die ersten Bilder auf einen reinen E-Antrieb hindeuten. Das lassen sowohl das tote Endrohr als auch die gelben Bremssättel vermuten, die bei Mini den Stromern vorbehalten sind.

"Performance auf E-Mobilität übertragen"

Bernd Körber, seines Zeichens Leiter der Marke, verweist jedenfalls nur darauf, dass man mit dem Mini Electric gezeigt habe, "wie gut Fahrspaß und Elektromobilität zusammenpassen". "Jetzt", so Körber weiter, "ist es an der Zeit, auch den Performance-Charakter der Marke John Cooper Works auf die Elektromobilität zu übertragen. Deshalb beschäftigen wir uns sehr intensiv mit Konzepten für John-Cooper-Works-Modelle mit elektrifiziertem Antrieb."

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Wie weit der elektrische John Cooper Works stromern kann und wie schnell, entzieht sich leider noch der Kenntnis.

(Foto: Mini)

Für die Marke jedenfalls ist der E-Antrieb auf jeden Fall wichtig. Schließlich muss Mini auch seinen Beitrag zu der von der EU geforderten CO2-Reduzierung leisten. Andernfalls dürften hier empfindliche Strafzahlungen drohen. Nun muss der Fan eines John Cooper Works keine Angst haben, dass von heute auf morgen sportlich gestromert wird. Denn auch wenn man bei Mini für die Zukunft "Nachhaltigkeit und extreme Sportlichkeit in einzigartiger Form miteinander kombinieren will", wird das wohl noch einige Zeit dauern.

Denn auch in Zukunft will Mini weiterhin "John-Cooper-Works-Modelle mit konventionellen Verbrennungsmotoren" parallel anbieten. Weil die nämlich "eine wichtige Rolle spielen, um die Wünsche und Bedürfnisse unserer performance-orientierten Fans in aller Welt zu erfüllen", so Körber. Kurz, es besteht keine Gefahr, sich morgen in einen John Cooper Works mit E-Antrieb setzen zu müssen. Ein solch knackiges Maschinchen wie den John Cooper Works GP wird es jedenfalls nicht mehr geben, obgleich die Aufnahmen von Mini darauf hindeuten, als führe hier das stromernde Pendant. Doch wie dem auch sei - einen 3-Türer JCW mit 231 PS oder einen Clubman mit 306 PS, die dürften die nächsten Jahre noch verfügbar sein.

Quelle: ntv.de