Gebrauchte

Momentan nicht ganz billig Mazda CX-3 - gebraucht völlig in Ordnung

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Der Mazda CX-3 ist in der Verkaufsstatistik der Japaner unterdessen auf Platz Zwei.

(Foto: Mazda)

Der Mazda CX-3 ist eines dieser beliebten Mini-SUV. Inzwischen seit vier Jahren auf dem Markt, sind auch die Gebrauchtwagenbörsen gut gefüllt. Laut TÜV ist der Japaner ein zuverlässiger Geselle. Abstriche müssen aber dennoch gemacht werden.

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Der Mazda CX-3 ist mit 4,28 Meter gar nicht so klein.

(Foto: Mazda)

Hochgelegte Kleinwagen in angesagter SUV-Optik sind in. Kunden lieben diese handlichen, aber bequem zu besteigenden Fahrzeuge. Der seit 2015 erhältliche Mazda CX-3 gehört zu der Gattung der Mini-SUV; dass er vom Kleinwagen Mazda2 abstammt, sieht man ihm zumindest auf den ersten Blick nicht an. Den Kunden gefällt er, hat er sich doch zum zweitmeist verkauften Mazda-Modell gemausert. Nur der längere CX-5 wird bei Mazda mehr nachgefragt.

Der CX-3 streckt sich auf eine Länge von 4,28 Metern, überbietet seinen Genspender also um 22 Zentimeter. Der Längenzuwachs kommt den vorderen Passagieren zugute. Und was dem kleinen SUV zum kompakten Mazda3 an Länge fehlt, macht er mit größerer Höhe wett. Vor allem vorne fühlt man sich keineswegs wie in einem Kleinwagen, sondern genießt viel freien Raum um sich herum. Hinten geht es beim SUV-Ableger eher kleinwagentypisch. Zudem gestaltet sich der Einstieg in den Fond aufgrund der nicht eben weit öffnenden hinteren Türen etwas schwierig.

Stilvoller auftritt

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Der Kofferraum des Mazda CX-3 fasst 350 Liter.

(Foto: Mazda)

Optisch setzt der Japaner auf stilvolles Auftreten, weder zu niedlich noch zu rustikal hieß wohl die Devise des Designteams. Der Fünfsitzer verfügt über einen ordentlichen Kofferraum, der in der Standardversion 350 Liter fasst. Legt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf bis zu 1260 Liter. Die Verarbeitung ist gut, man sieht dem Interieur allerdings an, dass mit spitzer Feder gerechnet wurde. In den höheren Ausstattungslinien täuschen platzierte Leder-Zierteile und aufgeschäumte Kunststoffpartien geschickt darüber hinweg, dass ein Großteil des wertig wirkenden Armaturenbretts aus hartem Kunststoff besteht.

Zum Marktstart standen ein Zweiliter-Vierzylinderbenziner in zwei Ausbaustufen mit 120 PS und 150 PS sowie ein 1,5-Liter-Diesel mit 105 PS zur Wahl. Die Benziner verzichten auf Turbounterstützung. Alle drei Motoren können auch mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert werden. Der stärkste Otto fährt immer mit Allrad, der Selbstzünder lässt sich auch mit 4x4-Antrieb ordern.

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In den höheren Ausstattungsvarianten hat der Mazda CX-3 einiges zu bieten.

(Foto: Mazda)

Damit bietet der kleine Mazda eine ungewöhnliche Vielfalt. Das Gros seiner Wettbewerber wie Renault Captur verzichten nämlich komplett auf einen Allradantrieb. Mit dem Facelift 2017 wurden die Motoren überarbeitet, sie erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6d-temp. Der Diesel, der nun 115 PS leistet und über 1,8-Liter Hubraum verfügt, erreicht dies ohne, dass eine Abgasnachbehandlung per Harnstoffeinspritzung nötig ist. Sein Verbrauch liegt laut Datenblatt bei durchschnittlich 4,4 Litern (mit Allrad sollen es 4,8 Liter sein), für die Benziner gibt Mazda Durchschnittswerte von 6,1 bis 7,0 Liter an.

Gute Ausstattung, hohe Preise

Der CX-3 wird in vier Ausstattungslinien angeboten. In der Top-Version gibt es unter anderem Navi, Head-up-Display und 18 Zoll große Aluminiumfelgen. Auf Wunsch lassen sich hier auch Matrix-LED-Scheinwerfer ordern. Extras sind oft in Paketen zusammengefasst, so dass man etwa die hintere Einparkhilfe nur im Verbund mit Spurhalteassistent und Sitzheizung bestellen kann. Gut ausgestattet hat das SUVchen sich schnell von den 18.000 Euro, die in der Basis gefordert werden, entfernt. Seit dem Facelift im Jahr 2018 werden übrigens bessere Sitze eingebaut, die auch bei längeren Strecken Komfort bieten. Wer Wert auf Smartphone-Integration via Apple Carplay oder Android Auto legt, sollte ebenfalls zu einem Modell nach der Auffrischung greifen. Beim NCAP-Crashtest erhielt der Kleine vier von fünf Sternen.

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In der zweiten Reihe des Mazda CX-3 geht es recht eng zu.

(Foto: Mazda)

Mit Blick auf Zuverlässigkeit und Haltbarkeit hat der TÜV beim CX-3 nichts meckern. Bei den bislang ausgewerteten Modellen, die aber erst ihre erste Hauptuntersuchung absolvierten, punktet der CX-3 mit fast tadellosen Ergebnissen. Einzig das vordere Licht bereitet vereinzelt Probleme, dagegen zeigen sich Bremsen und Fahrwerk von ihren besten Seiten. Wer in die Gebrauchtwagen-Onlineportale schaut, entdeckt überwiegend gut ausgestattete Modelle. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Preis. Fünf Jahre alte Fahrzeuge starten bei rund 12.000 Euro.

Fazit: Wer ein schnittig gezeichnetes Auto sucht, Wert auf Zuverlässigkeit legt und bei hohen Gebrauchtwagenpreisen nicht zuckt, ist beim Mazda CX-3 gut aufgehoben. Zumal der Kleine auch mit Allrad und Wandler-Automatik zu haben ist.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x