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Gebrauchtwagencheck Suzuki Swift - nicht immer mängelfrei

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Der Suzuki Swift ist ein schicker Flitzer, der auch als Gebrauchter attraktiv ist. Leider ist der Japaner nicht immer mängelfrei.

(Foto: Suzuki)

Der Suzuki Swift hat sich über die Jahre den Ruf des Sportlers erarbeitet. Und mit dem 136 PS starken Triebwerk ist er das auch. Aber er hat auch noch andere Vorzüge, die ihn als Gebrauchtwagen attraktiv machen. Dabei sollte aber auf einige Schwachstellen geachtet werden.

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Mit 3,85 Meter Länge eignet sich der Suzuki Swift vor allem für das Wuseln in der Stadt.

(Foto: Suzuki)

Auf den Suzuki Swift passt die Beschreibung: klein, aber oho. Man könnte sogar sagen: kurz, aber oho. Denn der Swift misst in der von 2010 bis 2017 erhältlichen Generation (Typ FZ) nur 3,85 Meter in der Länge. Das sind für einen Kleinwagen der Neuzeit schon recht übersichtliche Abmessungen. Fürs "oho" spendierten die Japaner dem Fahrzeug ein stylisches Outfit und ein ebenso flottes Fahrverhalten.

Wer sich für den Swift Typ FZ interessiert, muss genau hinschauen, um Verwechslungen mit dem Vorgänger (Typ MZ, 2005 bis 2010) zu vermeiden. Optisch setzt auch der Jüngere auf einen gelungenen Mix aus Retro-Elementen und Kindchenschema-Anleihen. Der Swift spricht gleichermaßen Frauen und Männer an, verheißt Sportlichkeit und Spaß. Wobei die sportive Komponente besonders von der Variante "Sport" sowohl optisch als auch fahrdynamisch umgesetzt wird.

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Mit 211 Liter ist der Kofferraum des Suzuki Swift nicht besonders groß.

(Foto: Suzuki)

Den Kleinwagen gibt es als Drei- und Fünftürer. Dank seiner Kürze eignet er sich prima zum Wuseln durch enge Straßen und auch bei der Parkplatzsuche ist man mit dem Japaner häufiger erfolgreich. Trotz seiner kompakten Maße bietet er aber dennoch vergleichsweise viel Platz im Innenraum. Zumindest auf kürzeren Strecken können auch im Fond zwei Erwachsene ohne anschließende Gliederschmerzen mitfahren. Beim Kofferraumvolumen muss man allerdings Abstriche machen. In der Standardstellung sind es 211 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, werden es bis zu 902 Liter. Die Innenraumgestaltung ist nicht so wertig wie bei einigen Wettbewerbern. Günstige Hartplastik dominiert das Cockpit. 2013 erhielt der Swift ein Facelift. Diese Modelle fallen durch eine dezent geänderte Front und LED-Tagfahrleuchten auf.

Überschaubares Motorenangebot

Das Motorenangebot ist überschaubar. Als Basisbenziner fungiert ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 94 PS. Der beschleunigt den Kleinwagen bis auf Tempo 165, der Durchschnittsverbrauch liegt nach Herstellerangaben bei rund 5 Litern. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Als Alternative steht eine Vierstufen-Automatik zur Wahl. Und das Triebwerk kann mit Allrad geordert werden - eine Rarität bei Kleinwagen.

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In der Sportversion sieht der Suzuki Swift deutlich aggressiver aus.

(Foto: Suzuki)

Immer mit Frontantrieb kommen die beiden Motor-Alternativen daher, ein 75 PS starker 1,3-Liter-Diesel und ein 1,6-Liter-Benziner mit 136 PS. Der Selbstzünder war nur für den Fünftürer zu haben und fiel 2015 aus dem Programm. Er schaffte die Umstellung auf die Abgasnorm Euro 6 nicht. Das Aggregat kommt auf Verbrauchswerten zwischen 3,8 und 4 Litern. Der 1.6er verwandelt den Swift in die "Sport"-Version. Straffes Fahrwerk, knackiges Sechsgang-Schaltgetriebe und immerhin 160 Newtonmeter maximales Drehmoment sorgen hier für einiges an Fahrspaß. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h überbietet er die anderen Aggregate um jeweils 30 km/h. Der Swift Sport ist als Zwei- und Fünftürer erhältlich.

Magere Basisausstattung

Wie so oft bei Kleinwagen ist die Basisversion mager ausgestattet. Außer Servolenkung und Fensterheber sind wenig Komfortfeatures an Bord. Gebrauchtwagen-Interessenten schauen besser nach den höheren Ausstattungslinien wie "Club" und "Comfort". Bei Club gehören Klimaanlage, Drehzahlmesser und geteilt umlegbare Rücksitzbank zum Serienumfang. Die Top-Linie "Comfort" gibt es nur für den Fünftürer, sie bietet unter anderem Klimaautomatik, Leichtmetallräder und Fensterheber rundum. Wer sich für "Sport" interessiert, erhält das Swift-Rundum-Paket mit unter anderem Xenon-Scheinwerfer, Metalliclack und Sportsitzen. In jedem Fall zur Serienausstattung zählen sieben Airbags und der Schleuderschutz ESP. Beim NCAP-Crashtest im Jahr 2010 erhielt der Kleine fünf Sterne.

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Die Basisausstattung des Suzuki Swift ist recht spartanisch.

(Foto: Suzuki)

Der Typ FZ schlägt sich bei den TÜV-Hauptuntersuchungen (HU) deutlich besser als sein Vorgänger, ein Musterknabe ist er jedoch nicht. Ölverlust gehört zu den Beanstandungen der TÜV-Prüfer, ein Blick auf den Stellplatz des Fahrzeugs kann beim Kauf wichtige Indizien für eine mögliche Inkontinenz liefern. Außerdem schwächelt der Swift bei der Beleuchtung und auch der Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage sollte man besondere Beachtung schenken. Modelle aus den Anfangsjahren fallen auch mit Problemen an Lenkgelenken auf.

Fazit: Der Suzuki Swift ist aufgrund seiner Optik ein beliebter Kleinwagen. Für ältere Modelle muss man rund 3000 Euro anlegen. Für den "Sport" werden auf dem Gebrauchtwagen-Portalen mindesten 7000 Euro verlangt, die höhere Ausstattung macht sich beim Preis bemerkbar.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x