mit Juliane KipperDas war Dienstag, der 20. August
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
viele Bürger und die Opposition hacken auf der Bundesregierung herum. Zuletzt erklärt Grünen-Chef Nouripour sie gar zur "Übergangskoalition". Das lässt Kanzler Scholz in einem Sommerinterview nicht gelten. Er verdeutlicht, dass die Ampel keine politische Liebesheirat ist, sie aber Erfolge vorzuweisen hat. Während Scholz über "Pulverdampf vom Schlachtfeld" sinniert, stellt Vizekanzler Habeck einen direkten Zusammenhang zwischen den internen Querelen der Ampel und der Lage der deutschen Wirtschaft her. Der Minister hofft auf Besserung - und teilt erst mal gegen Kollegen aus.
Außerdem möchte ich Ihnen heute noch diese Texte empfehlen:
Putin verhält sich wie ein feiger Hochstapler Ein Gastbeitrag von Boris Bondarew
Und damit wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.
Doch nicht eingeschläfert: Familie von Filmstar Delon kümmert sich um Hund
Der Hund von Alain Delon wird entgegen dem Wunsch der verstorbenen französischen Filmlegende nicht eingeschläfert und mit ihm zusammen begraben. Delons Familie habe bestätigt, dass sie sich um den Hund kümmern werde, teilte die Brigitte-Bardot-Stiftung mit. "Macht euch keine Sorgen um Loubo", schrieb die Tierschutzorganisation auf X. Der Belgische Schäferhund werde "natürlich nicht eingeschläfert".
Delon war am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Schauspieler hatte 2018 angekündigt, dass er mit seinem Hund beerdigt werden wolle. Er liebe Loubo "wie ein Kind", sagte Delon damals dem Magazin "Paris Match". "Wenn ich vor ihm sterbe, werde ich den Tierarzt bitten, uns zusammen gehen zu lassen. Er wird ihm eine Spritze geben, damit er in meinen Armen stirbt." Dies sei ihm lieber als die Vorstellung, dass der Hund vor Kummer über seinen Tod "auf meinem Grab stirbt".
Scholz spricht sich indirekt für Merz als Kanzlerkandidat der Union aus
Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich indirekt für CDU-Chef Friedrich Merz als Kanzlerkandidaten der Union bei der nächsten Bundestagswahl ausgesprochen. Merz sei der Vorsitzende der größten Oppositionspartei und damit Oppositionsführer, sagte Scholz im Interview mit dem TV-Sender Sat1.
"Da wäre ja nun auch natürlich, dass er das wird. Wenn ihm das streitig gemacht würde und er das wollte, wäre das kein gutes Zeichen für die Union."
Auf die Frage, warum er früher gesagt habe, dass ihm ein Gegenkandidat Merz lieber sei, antwortete Scholz, dass beide sich lange kennen würden und wüssten, was man aneinander habe. Es sei Sache der Union, die Entscheidung zu fällen.
Er sei in der letzten Legislaturperiode "im Halbjahrestakt mit irgendwelchen möglichen Nachfolgern" von Kanzlerin Angela Merkel konfrontiert worden. "Also, die Dinge sind immer im Fluss, das muss man ausdrücklich wissen."
Polizei sucht Zeugen: Unbekannter quält Pferd, Tierarzt muss es einschläfern
Ein Pferd ist auf einem Weidegrundstück im südhessischen Lampertheim vermutlich von einem Unbekannten so schwer verletzt worden, dass es von einem Tierarzt eingeschläfert werden musste. Seine Besitzerin habe das Tier am Morgen apathisch und mit gesenktem Kopf in einem Auslauf stehend vorgefunden, teilte die Polizei mit.
Es sei vermutlich mit einem unbekannten Gegenstand schwer im Genitalbereich verletzt worden. Die Polizei in Lampertheim ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatortes beobachtet haben.
Habeck zuversichtlich: Reform der Schuldenbremse könnte 2025 kommen
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rechnet im nächsten Jahr mit Änderungen bei der Schuldenbremse. Die Debatte habe sich bereits entwickelt, nahezu alle Ökonomen und großen Institutionen in der Wirtschaft seien für eine Reform, sagte der Grünen-Politiker bei einem Bürgerdialog in Berlin.
"Nur die Politik ist noch nicht so weit." Es werde sich aber vermutlich 2025 etwas tun, entweder mit Ausnahmen für bestimmte Investitionen oder allgemein mehr Flexibilität innerhalb des im Grundgesetz verankerten Regelwerks, das die Ausgaben des Staates begrenzen soll.
"Da bin ich eigentlich zuversichtlich, dass es kommt." Das heiße dann aber nicht, dass Geld ausgegeben werden könne, als "gäbe es kein Morgen".
Innerhalb der Ampel-Koalition drängen SPD und Grüne auf die Reform, die FDP um Finanzminister Christian Lindner ist aber strikt dagegen. Das Thema dürfte vor der Bundestagswahl, die vermutlich im Spätsommer 2025 stattfindet, eine wichtige Rolle spielen.
Nach Schüssen in Berlin: Polizei fasst Verdächtigen
Im Fall eines vor rund einer Woche im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen auf offener Straße angeschossenen 25-Jährigen haben Ermittler inzwischen einen Verdächtigen gefasst. Der Beschuldigte sei am Mittwoch vergangener Woche im Stadtteil Kreuzberg festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Danach kam der 41-Jährige in Untersuchungshaft. Zu den möglichen Hintergründen der Tat machte die Polizei weiterhin keine Angaben. Die Ermittlungen liefen, hieß es.
Der 25-Jährige war am Dienstag vergangener Woche gemeinsam mit seinem Vater auf dem Gehweg an einer Straße unterwegs, als neben ihm ein Auto stoppte. Aus diesem soll der Verdächtige dann mehrere Schüsse abgefeuert haben. Eine Kugel traf das Opfer am Bein.
Zwei weitere Ex-Freundinnen werfen Sohn von Mette-Marit Gewalt vor
Die norwegische Polizei hat weitere Ermittlungen zu Gewaltvorwürfen gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, aufgenommen. Man könne bestätigen, dass Untersuchungen gegen Høiby in zwei verschiedenen Fällen eingeleitet wurden, teilte eine Polizistin vom Polizeibezirk Oslo mit.
Dabei nannte sie die Namen zweier Ex-Freundinnen von Høiby, mit denen er von 2018 bis 2022 beziehungsweise von 2022 bis 2023 zusammen gewesen ist. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den 27-Jährigen hatten die beiden jungen Frauen in sozialen Medien ebenfalls von Gewalt während ihrer jeweiligen Beziehungen mit Høiby berichtet. Die Polizei will sie dazu näher befragen. Ob in den Fällen Strafverfahren eröffnet werden, ist noch unklar - gleichzeitig gilt Høiby somit auch noch nicht als Beschuldigter. Sein Anwalt wollte sich gegenüber norwegischen Medien nicht zu den neuen Vorwürfen äußern.
Krankheitszahlen steigen rasant: Fast 1400 neue Mpox-Fälle in Afrika
Die afrikanische Gesundheitsbehörde CDC Africa hat innerhalb einer Woche knapp 1400 neue Fälle der Krankheit Mpox verzeichnet. Aktuell seien es fast 19.000 Fälle seit Jahresbeginn, sagte CDC-Generaldirektor Jean Kaseya vor Journalisten. Seit Jahresbeginn seien 541 Patienten an der Krankheit gestorben. Der Schwerpunkt der Ausbrüche liegt in Zentralafrika, besonders in der Demokratischen Republik Kongo, wo seit Jahresbeginn fast 17.800 Fälle gemeldet worden seien.
"Mpox wird zunehmend zu einem bedeutendem Thema im Ostkongo, vor allem in der Provinz Süd-Kivu", sagte Kaseya. Im rohstoffreichen Ostkongo dauert ein bewaffneter Konflikt seit Jahren an. Hunderttausende Menschen leben als Binnenflüchtlinge auf engstem Raum zusammen, sodass sich Krankheiten dort schnell ausbreiten können. Auch die empfohlenen Hygienemaßnahmen wie Abstand, Händewaschen und Masken sind dort oft nicht umsetzbar.
Unfall auf B67: Zwei Menschen sterben bei Frontalzusammenstoß
Bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Bundesstraße im Münsterland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet ein Auto auf der B67 zwischen Borken und Bocholt am Vormittag in den Gegenverkehr, wie die Kreispolizei in Borken am Dienstag mitteilte. Der Kleinwagen stieß dabei frontal mit einem Lastwagen zusammen.
Die beiden Insassen des Autos erlitten tödliche Verletzungen. Weshalb der Wagen in den Gegenverkehr geriet, war zunächst unklar. Der 65-jährige Lastwagenfahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten blieb die B67 in beiden Richtungen gesperrt.
Universitätsmedizin Göttingen beerdigt Föten aus ihrer Sammlung
14 Föten aus der Sammlung der Universitätsmedizin Göttingen sind begraben worden. Die Urne mit Föten, die aus den Jahren zwischen 1952 und 1969 stammen, wurden auf dem Parkfriedhof Junkerberg in Göttingen beigesetzt, wie eine Sprecherin der Universitätsmedizin mitteilte. Sie stammen demnach aus der in wissenschaftlichen Kreisen weltweit beachteten Blechschmidt-Sammlung. Weitere Beerdigungen sollen folgen, hieß es.
Wissenschaftler hatten zuvor zwischen August 2017 und Juli 2019 die Herkunft aller 430 vorgeburtlichen Präparate im Göttinger Zentrum Anatomie untersucht. Die Forscher um Michael Markert hatten daraufhin empfohlen, alle Embryonen und Föten auf ihre Verwendbarkeit für Forschung und Lehre zu überprüfen und gegebenenfalls zu beerdigen. Die Wissenschaftler halten es für nicht ausgeschlossen, dass die menschlichen Überreste der Sammlung aus Zwangsabtreibungen zur Zeit des Nationalsozialismus stammen.
Ältester Mensch der Welt? Spanische "Super-Oma" mit 117 Jahren gestorben
Sie galt laut Guinness Buch der Rekorde als ältester Mensch der Welt: Im Alter von 117 Jahren ist die Spanierin Maria Branyas gestorben. Das teilte die Familie der Frau auf der Plattform X mit. Sie sei in einem Heim im katalanischen Olot - circa 100 Kilometer nordöstlich von Barcelona - so gestorben, "wie sie es wollte: im Schlaf, friedlich und ohne Schmerzen", hieß es in der Mitteilung.
Die am 4. März 1907 geborene Frau ist in Spanien als "Super-Oma" bekannt. Es wird erwartet, dass das Guinness Buch der Rekorde die vor 116 Jahren geborene Japanerin Tomiko Itooka (23. Mai 1908) zum ältesten lebenden Menschen der Welt kürt.
60-Jähriger kehrt von Wanderung im Zillertal nicht zurück
Ein Wanderer aus Frankfurt wird seit mehreren Tagen im Zillertal in Österreich vermisst. Ein Polizeihubschrauber habe den 60-Jährigen auch bei einem jüngsten Suchflug nicht entdecken können, teilte ein Polizeisprecher mit. "Der Flug verlief leider negativ." Das Gebiet sei sehr großräumig.
Der Mann war am Donnerstagnachmittag vom Friesenberghaus zu einer zweistündigen Gipfeltour auf den 3.200 Meter hohen Gipfel des Hohen Riffler aufgebrochen. Als er abends nicht mehr in die Hütte zurückkehrte, schlug der Hüttenwirt Alarm. Zunächst wurde mit großem Aufwand mit Bergrettern, Alpinpolizisten und Hunden gesucht. Die Polizei werde auch in den kommenden Tagen Suchflüge unternehmen, hieß es.
Große Mehrheit der Deutschen glaubt an Harris' Wahlsieg
Die Einschätzungen der Bundesbürger zum Ausgang der Präsidentschaftswahl haben sich in den letzten drei Wochen deutlich verändert, wie eine Umfrage des RTL/ntv-Trendbarometers zeigt. Waren Ende Juli noch etwas mehr Bürger von einem Wahlsieg des republikanischen Spitzenkandidaten Donald Trump (48 Prozent) als von einem Sieg seiner demokratischen Konkurrentin Kamala Harris (43 Prozent) ausgegangen, glaubt nun kurz vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten eine große Mehrheit von 64 Prozent der Bundesbürger, dass Harris die Wahl im November gewinnen wird.
Lediglich 32 Prozent der Befragten erwarten einen Sieg Trumps. Anders als noch Ende Juli geht nun in fast allen Bevölkerungs- und Wählergruppen eine Mehrheit von Harris' Sieg bei der Präsidentschaftswahl aus. Eine Ausnahme bilden nur die BSW-Anhänger, die in dieser Frage gespalten sind - und die Anhänger der AfD, die als einzige mehrheitlich noch an einen Wahlsieg Trumps glauben.
Rakete eines deutschen Raumfahrtunternehmens explodiert
Teile einer Rakete des deutschen Raumfahrtunternehmens Rocket Factory Augsburg (RFA) sind bei einem Test auf der abgelegenen schottischen Insel Unst explodiert. Bei der Zündung der ersten Stufe auf dem neuen Weltraumbahnhof Saxavord habe es eine Fehlfunktion gegeben, teilte das Unternehmen mit.
Bei dem Vorfall wurde demnach niemand verletzt. "Die Startrampe wurde gerettet und ist gesichert, die Lage ist unter Kontrolle und jede unmittelbare Gefahr gebannt", hieß es weiter. Das deutsche Unternehmen will noch in diesem Jahr von Unst aus eine Rakete in eine Erd-Umlaufbahn bringen.
Der fehlgeschlagene Test gehört zu den Versuchen im Vorfeld des Starts. Ein erster Triebwerkstest vor drei Monaten war erfolgreich verlaufen.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle und begleite Sie bis in den späten Abend durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@ntv.de.
Frauen in der Mehrzahl auf Longlist des Deutschen Buchpreises
Autorinnen dominieren in diesem Jahr die Longlist für den Deutschen Buchpreis. 13 Frauen und sieben Männer sind für die begehrte Auszeichnung nominiert. Mit dabei sind Texte, "die auf der Höhe der Zeit sind", wie Jurysprecherin Natascha Freundel in Frankfurt am Main sagte - "und die Welt nicht nur zeigen, wie sie ist, sondern auch, wie sie sein könnte".
Auf der Longlist stehen drei Debütromane und 13 Bücher von Autorinnen und Autoren, die bisher noch nicht für den Buchpreis nominiert waren. Zu den bekanntesten Namen auf der Liste zählen Nora Bossong, Michael Köhlmeier, André Kubiczek, Clemens Meyer und Stefanie Sargnagel. Der Deutsche Buchpreis wird in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben. Die Jury hatte 197 Romane aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesichtet, die seit Oktober erschienen sind oder noch erscheinen.
Nach ihrer "Entdeckungsreise durch die deutschsprachige Literatur des Jahres 2024" entschied sich die Jury für Bücher, "die auch heute die Magie des Erzählens vermitteln", wie Freundel weiter sagte. "Wir haben gestaunt, gestritten, gelacht."
Justizvollzugsbediensteter vertickt Drogen in JVA und fliegt auf
Ein Gefängnismitarbeiter in Berlin soll in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Moabit zusammen mit Inhaftierten den Verkauf von Drogen organisiert haben. Deswegen seien die Wohnung des Justizvollzugsbediensteten, sein Spind und sein Dienstraum in der JVA durchsucht worden, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Ermittlungen dauern an.
Ein inzwischen 19 Jahre alter Mann soll Bote und Kontaktmann gewesen sein, Geld in Empfang genommen und die Drogen - vor allem Haschisch - sowie sonstige Waren wie etwa Handys außerhalb des Gefängnisses besorgt haben. Die Sachen soll er dann dem Gefängnismitarbeiter übergeben haben, der sie wiederum an zwei Häftlinge weitergegeben haben soll. Diese hätten die Drogen und übrigen Waren an andere Inhaftierte weiterverkauft.
Bei den Durchsuchungen bei dem 47-Jährigen sowie bei den mutmaßlichen Mittätern seien Datenträger und Mobiltelefone gefunden worden, erklärt die Polizei. Es seien außerdem 2500 Euro Bargeld beschlagnahmt worden.
Ein Dankeschön an alle Frauen von Thomas Rhett
Das siebte Studioalbum "About a Woman" von Thomas Rhett, das am Freitag veröffentlicht wird, fängt das ein, was er am besten kann: Kreativ sein. Thomas Rhett ist einfach einer der beständigsten und dynamischsten modernen Country-Superstars. Rhett, der seine entspannte Sichtweise mit seiner lässigen Country-Soul-Stimme kombiniert, hat in den vergangenen zehn Jahren 22 Nummer-Eins-Hits, 16 Milliarden Streams und unzählige Auszeichnungen bekommen. Trotz der Erfolge in dieser Zeit ist er aber nie stehen geblieben, und mit "About a Woman" wird er diesen Weg weitergehen.
"Ich glaube, wenn man mich fragen würde, worum es auf dieser Platte geht, wäre die Antwort, dass es um eine Frau geht, meine Frau." "Und", fügt er hinzu, "dass sie mir die Gelegenheit gab, auf viele verschiedene Arten zu sagen 'Ich liebe dich'."
Hier ein kleiner Vorgeschmack, weil es ja noch mehr gibt als Taylor Swift und Beyoncé ...
Vulkanausbruch überrascht fahrlässige Wanderer
Obwohl der Vulkan Dukono in Indonesien seit mehreren Tagen aktiv ist und die Behörden ein Betretungsverbot anordnen, wagen sich Wanderer auf den Berg. Plötzlich fliegen Gesteinsbrocken und eine riesige Aschewolke rollt auf die zwei Gruppen zu.
In Bremen geht der Notruf 112 wieder!!!
Die amtliche Gefahrenmeldung "Im Raum Bremen funktioniert vorübergehend der Notruf 112 nicht" können Sie streichen! Läuft wieder!
Bei ähnlichen Vorkommnissen: Bitte geraten Sie nicht in Panik und rufen Sie im Notfall Ihre nächste Polizeiwache oder die 110 an. Wir informieren Sie, sobald der Notruf wieder funktioniert. Hiermit erledigt.
Cem Özdemir ist neu verliebt
Es gibt doch noch gute Nachrichten: Cem Özdemir ist frisch verliebt, (in eine Kanadierin, die handelsüblichen 20 Jahre jünger als der 58 Jahre alte Landwirtschaftsminister). Sie soll Anwältin sein, und die "Bild"-Zeitung weiß sogar ihren Namen: Flavia Zaka.
Bis November 2023 war Pia Maria Castro die Frau an seiner Seite; mit der 51-jährigen, aus Argentinien stammenden Journalistin war Özdemir zehn Jahre verheiratet. Das Paar hat eine Tochter und einen Sohn. Letztes Jahr aber gab das Paar bekannt, schon länger getrennt zu sein.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat der Politiker Ende des Jahres seine neue Partnerin kennengelernt, sie sollen seit Anfang 2024 zusammen sein. Die Juristin und der Politiker seien kürzlich als Paar beim Jazz Open in Stuttgart gewesen. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, soll Özdemir Zaka mehreren Gästen vorgestellt haben. Darunter Ballett-Tänzer Eric Gauthier, der ebenfalls Kanadier ist und sie sehr sympathisch findet. Mit seiner Ex und den Kindern soll sich Zaka gut verstehen. Grün isch halt die Hoffnung, und die hat der grüne Landwirtschaftsminister nie aufgegeben.
Lebensgefährliche Schleusung in Weinlaster
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat zwei Männer wegen einer mutmaßlichen lebensgefährlichen Schleusung von knapp 30 Migranten in einem hermetisch verschlossenen Lastwagen angeklagt. Den beiden Beschuldigten im Alter von 27 und 52 Jahren werde gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern vorgeworfen, teilt die Anklagebehörde in der sächsischen Landeshauptstadt mit. Sie sollen im März 28 Migranten in einem mit Weinflaschen beladenen Lastwagen aus Tschechien illegal in die Bundesrepublik gebracht haben.
Laut Anklage fand die Schleusungsfahrt, für welche die Migranten mindestens 2800 Euro pro Kopf gezahlt haben sollen, unter "menschenunwürdigen Bedingungen" statt. Der Laderaum des Lastwagens verfügte demnach weder über Belüftungs- noch Lichtöffnungen. Aufgrund dort befindlicher scharfkantiger Gegenstände bestand für die ungesicherten Menschen zudem Lebensgefahr.
Bundespolizisten vereitelten die Schleusung am 30. März, die Beschuldigten wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft. Der ältere Angeklagte gestand die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft inzwischen "im Wesentlichen", der jüngere machte bislang keine Angaben. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet das Landgericht Dresden.
Baby überlebt mit Salzwasser und Milchpulver
Die Rettung eines Flüchtlingsbabys und seiner Familie auf der Insel Tilos schockt und berührt die Griechen: Die Familie war am Wochenende in einem kaum seetauglichen Boot an einem felsigen Küstenabschnitt der Insel angelandet. Von dort konnten sich die Menschen nicht retten, weil kein Weg die steilen Felsen hinaufführte. Weitere Flüchtlinge, die an einer anderen Stelle an Land gekommen waren, hätten die Familie dann als vermisst gemeldet, berichtet die Zeitung "Kathimerini".
Insgesamt drei Tage mussten die Menschen ausharren, bis sie an der abgelegenen Stelle geortet und gerettet wurden. Während dieser Zeit konnten die Eltern das 50 Tage alte Baby nur mit Milchpulver ernähren, das sie mit Meerwasser mischten. Nachdem sie entdeckt wurden, brachten die Beamten der Küstenwache die Menschen mit einem kleinen Schlauchboot in Sicherheit - wegen der unruhigen See konnte das Patrouillenboot nicht bis an den Küstenabschnitt gelangen.
Die Geflüchteten hätten erzählt, sie seien von türkischen Schleusern mit Schlägen auf marode Boote gezwungen worden, schrieb die Bürgermeisterin von Tilos, Maria Kamma, später auf Facebook. Ihre Insel werde immer wieder zum Schauplatz der Verzweiflung, pro Tag kämen zwischen 30 und 60 Flüchtlinge an.
Briefe vom Finanzamt werden kaum verstanden
Die Zahlen illustrieren, dass Selbstständige in Deutschland vor erheblichen bürokratischen Hürden stehen: Fast 50 Prozent der Selbstständigen haben Schwierigkeiten, Finanzamtsbriefe zu verstehen, und die schulische Vorbereitung auf steuerliche Themen ist unzureichend. Dies wird durch eine neue Umfrage unter mehr als 4000 Selbstständigen bestätigt, die seit 2021 die kostenlose steuerliche Registrierung über die ELSTER-Integration von Accountable genutzt haben.
Laut Statistischem Bundesamt geht die Zahl der Selbstständigen in Deutschland seit 2012 stetig zurück. Waren es 2012 noch 4,522 Millionen Selbstständige, sank die Zahl bis 2023 auf 3,879 Millionen - ein Rückgang um 14,22 Prozent. Besonders dramatisch ist der Rückgang bei Solo-Selbstständigen: Ihre Zahl sank von 2012 bis 2022 um 30,2 Prozent.
Über 70 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich von der Schule nicht ausreichend auf Steuern und Selbstständigkeit vorbereitet fühlen. Die Situation wird durch den zunehmenden Mangel an Steuerberatern noch verschärft: Selbstständige, die Hilfe suchen, werden häufig abgelehnt, da Steuerberater bereits an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten.
Suche nach Vermissten vor Sizilien geht weiter
Nach dem Sinken einer Segeljacht vor der Küste Siziliens laufen die Sucharbeiten nach den sechs Vermissten. Vom italienischen Festland beorderte Spezialtaucher suchen seit den frühen Morgenstunden nach den Vermissten, unter denen sich nach Angaben des sizilianischen Zivilschutzes der britische Tech-Unternehmer Mike Lynch befindet. Am späten Montagabend schlossen die Taucher ihre erste Inspektion des auf dem Meeresboden liegenden Wracks zunächst ohne Ergebnisse ab.
Die etwa 50 Meter lange Luxusjacht "Bayesian" war am frühen Montagmorgen infolge eines schweren Unwetters mit starken Winden vor dem Hafen von Porticello im Norden Siziliens untergegangen. An Bord waren insgesamt 22 Menschen, wie die Küstenwache mitteilte. 15 Menschen konnten nach dem Unglück gerettet und an Land gebracht werden. Zunächst wurden sieben Menschen vermisst, später fanden Einsatzkräfte eine Leiche im Wasser. Bei den sechs Vermissten handelt es sich nach Behördenangaben um vier Briten sowie zwei US-amerikanische Staatsangehörige. Neben Mike Lynch soll auch dessen 18-jährige Tochter unter den Vermissten sein. Lynchs Frau konnte gerettet werden.
Die Sucharbeiten der Rettungskräfte gestalten sich nach Angaben der Feuerwehr schwierig. Das Wrack liegt in einer Tiefe von 49 Metern auf dem Meeresgrund. Es wird davon ausgegangen, dass die Vermissten sich noch in dem Wrack befinden.
"Blue Moon" - nicht unbedingt blau
In der vergangenen Nacht war Vollmond, aber für einen Supervollmond reichte es nicht. Dazu muss der Abstand zwischen Erde und Mond unter 360.000 km und aktuell liegen wir knapp darüber. Trotzdem erschien er recht groß. Der dritte (von 4) Vollmonden in einer Jahreszeit wird als "Blue Moon" bezeichnet, erscheint aber nicht blau, sondern stammt aus der Übersetzung aus dem Englischen. "Once in a blue moon" ist ein geflügeltes Wort, das für die Seltenheit eines Ereignisses steht. Etwa alle 2,5 Jahre gibt es vier Vollmonde in einer Jahreszeit. Das liegt daran, dass ein Mondmonat etwa 29,5 Tage und nicht im Mittel knapp über 30 Tage wie ein Kalendermonat hat.
Aber nun zum Wetter:
Am Abend kommt in den westlichen Landesteilen Regen auf. Über Nacht ziehen die Ausläufer von West nach Ost über Deutschland hinweg und morgen stellt sich im Norden windiges Schauerwetter ein, während sich von Frankreich her ein neues Hoch in den Süden und die Mitte schiebt. Am Donnerstag ist es dann für weite Landesteile wetterbestimmend, im Nordwesten macht sich am Freitag und am Wochenende aber die Nähe zu nordatlantischen Tiefs mit wechselhaftem und zeitweise windigem Wetter bemerkbar, während sich die Südosthälfte noch einmal aufheizt.
Heute ist es zunächst verbreitet sonnig oder leicht bewölkt, nur im Süden halten sich gebietsweise kompaktere Wolken. Am Nachmittag breiten sich vom Süden und Westen Wolkenfelder aus, aber erst am Abend kommt es vom Raum Trier bis zur Nordsee sowie an den Alpen zu Schauern, im Nordwesten auch einzelnen Gewittern. Zuvor steigen die Temperaturen auf 24 Grad in wolkigen Gebieten und 26 bis 29 Grad bei viel Sonnenschein an.
Fünf Leichen von Geiseln im Gazastreifen geborgen
Israels Armee hat Medien zufolge die Leichen mehrerer Geiseln im Gazastreifen geborgen. Es handelt sich um mindestens fünf Männer, wie es unter Berufung auf die Heimatorte der am 7. Oktober entführten Menschen hieß.
Bei dem beisspiellosen Großangriff auf Israel waren israelischen Angaben zufolge 251 Menschen in den Gazastreifen verschleppt worden. 1198 weitere wurden demnach getötet. 111 Geiseln sind laut israelischen Angaben weiterhin im Gazastreifen in Gefangenschaft, darunter 40, die von der israelischen Armee für tot erklärt worden waren. Über die Befreiung der verbleibenden Geiseln wird derzeit auch bei den Gesprächen für eine Feuerpause verhandelt.
Israel geht seit dem Hamas-Großangriff massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bisher mehr als 40.100 Menschen getötet.
Homeoffice bleibt in Deutschland fest verankert
Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wollen drei von vier Unternehmen, in denen Homeoffice möglich ist, dies unverändert beibehalten. "Diese Ergebnisse widerlegen die Auffassung, dass der Trend zurück in die Büros geht", sagt Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. Lediglich 12 Prozent planen der Umfrage zufolge strengere Vorgaben, und nur 4 Prozent wollen die Arbeit von zu Hause komplett abschaffen.
"Die öffentliche Berichterstattung konzentriert sich auf einzelne Unternehmen, in denen Homeoffice zurückgefahren werden soll. Das überzeichnet die tatsächliche Entwicklung", so Alipour. Laut Ifo wollen 11 Prozent der Firmen ihre Regeln sogar weiter flexibilisieren.
In 79 Prozent der Unternehmen sei das Arbeiten von zu Hause grundsätzlich machbar. In Großunternehmen sei das deutlich häufiger der Fall (93 Prozent) als in kleinen und mittleren Unternehmen (75 Prozent). Dabei sind in den Sektoren Unterschiede festzustellen. Während 82 Prozent der Dienstleister und 89 Prozent der Industrieunternehmen Homeoffice anbieten können, gilt das nur für 40 Prozent der Bau- und Handelsunternehmen, wie Ifo erklärte. Branchenübergreifend möchte nur eine Minderheit die Arbeit von zu Hause einschränken oder abschaffen. "Die Uhren drehen sich nicht auf 2019 zurück."
Performt Taylor Swift bei Coldplay in Wien?
Ab Mittwoch geben Coldplay im Zuge ihrer "Music of the Spheres"-Welttournee vier ausverkaufte Stadionkonzerte in Wien, die trotz anhaltender erhöhter Terrorgefahr nach den Absagen der drei Taylor-Swift-Shows stattfinden sollen. Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen - auch im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel - gelten nicht allein der Briten-Band.
Bis zu 240.000 Fans werden in Summe an vier aufeinander folgenden Konzerttagen erwartet. Die Menschenmassen werden dazu angehalten, Wartezeit einzuplanen für ausgiebige Personalien- und Taschenkontrollen. Größere Taschen als A4-Format sind untersagt, genau wie mitgebrachte Wasserflaschen. Innenminister Gerhard Karner unterstrich, dass sich die Polizei "besonders intensiv" auf diesen Einsatz vorbereite.
Wegen des Verdachts eines terroristischen Anschlags wurden Anfang August drei Konzerte von Taylor Swift abgesagt. Die Sängerin äußerte sich zur Enttäuschung ihrer Fans in Österreich bis heute nicht zu den Absagen. Für die Swifties soll es nun Hoffnung geben: Laut dem Radiosender "Ö3" könnte die US-Amerikanerin als Special Guest bei einem der Coldplay-Konzerte auf der Bühne erscheinen. Ein Überraschungsact vor Coldplay-Fans dürfte den meisten ihrer eigenen 195.000 Anhänger, die ein Ticket für eine ihrer drei ausverkauften Wien-Shows erworben hatten, allerdings wenig nutzen. Die Coldplay-Konzerte sind nämlich restlos ausverkauft.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. Ich weiß, es gibt noch andere wichtige Themen, und ich weiß auch, dass viele Schiffe und Boote im Mittelmeer sinken, die nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen wie der mysteriöse Untergang der "Bayesian" vor Sizilien. Aber wenn man sich vorstellt, wie das große Segelschiff des Tech-Milliardärs abgesoffen ist und noch immer Vermisste gesucht werden, dann wird einem schon anders. Am Abend davor noch Party, dolce vita, Ferien, und dann ein solches Drama. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Ich bin ganz froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, hier in der Berliner ntv.de-Redaktion. Apropos - was steht an?
US-Außenminister Antony Blinken setzt seine Nahost-Reise nach Israel und Ägypten fort, um angesichts der angespannten Lage eine Deeskalation zu erreichen.
US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat ihrem Chef Joe Biden beim Parteitag der Demokraten in Chicago für seine "historische Führung" gedankt.
Die Ukraine hat bei ihrer Gegenoffensive in der russischen Region Kursk nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weitere Geländegewinne erzielt.
Der Bundesgerichtshof wird um 10.00 Uhr im womöglich letzten deutschen KZ-Prozess ein Urteil fällen. Dabei geht es um die Frage, ob die Schreibtischarbeit einer Sekretärin in einem Konzentrationslager Beihilfe zum Massenmord gewesen sein kann.
US-Geheimdienste machen den Iran für einen Hacker-Zugriff auf interne Kommunikation des Wahlkampfteams des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verantwortlich.
Kita-Personal fällt einer aktuellen Analyse zufolge deutlich häufiger wegen Krankheit aus als andere Berufstätige. So waren Beschäftigte in der Kinderbetreuung 2023 im Schnitt an knapp 30 Tagen arbeitsunfähig - alle anderen Berufsgruppen durchschnittlich an rund 20 Tagen.
Lehrkräftemangel: Das Statistische Bundesamt gibt bekannt, wie sich die Zahl der Quer- und Seiteneinsteiger sowie der Lehramtsstudienanfänger in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat.
Die Jury des Deutschen Buchpreises will um 10 Uhr in Frankfurt die Longlist für die mit insgesamt 37.500 Euro dotierte Auszeichnung bekannt geben.
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden informiert um 8.00 Uhr über den durchschnittlichen Zeitaufwand für Video- und Computerspiele.
Mit ihrem letzten Konzert in London beendet Taylor Swift vorerst den Europateil ihrer "Eras"-Tour.
USA und Philippinen schließen Deal zu afghanischen Asylbewerbern
Die USA und die Philippinen haben sich auf eine vorübergehende Aufnahme "einer begrenzten Zahl" von afghanischen Asylbewerbern in dem südostasiatischen Inselstaat geeinigt. Das teilte das Außenministerium in Manila mit. Die Betroffenen, die vor dem Abzug der US-Truppen und der Machtübernahme der Taliban für die USA gearbeitet hatten, sollen auf den Philippinen auf die Erteilung ihrer Sondervisa warten.
Mit diesen Visa dürfen sie anschließend in die Vereinigten Staaten einreisen. Im vergangenen Jahr hatten Regierungsquellen in Manila berichtet, dass 600 Afghanen an einer Pilotphase teilnehmen sollen. Anschließend wird laut Vereinbarung jeweils eine begrenzte Zahl weiterer Asylbewerber folgen, die maximal 59 Tage auf den Philippinen bleiben dürfen. Alle Kosten, wie etwa Lebensmittel, medizinische Versorgung und Unterkünfte, werden von den USA bezahlt.
Berichten zufolge hatten die USA den engen Bündnispartner bereits 2022 gebeten, rund 50.000 Afghanen, die vor den Taliban auf der Flucht sind, bis zur Regelung der Visa-Formalitäten aufzunehmen - was jedoch auf den Philippinen für eine politische Kontroverse gesorgt hatte. Unter anderem gab es Sorge vor möglichen Terroranschlägen auf die früheren Helfer.
Swift trifft Überlebende von Southport-Messerattacke
Dieses Treffen dürfte Taylor Swift besonders nahegegangen sein: Die Sängerin hat bei einer ihrer "Eras Tour"-Shows im Londoner Wembley-Stadion Überlebende der tödlichen Messerattacke in Southport und deren Familie in den Backstage-Bereich eingeladen. Die Mutter der Mädchen, Sami Foster, teilte Fotos des Treffens auf Tiktok.
Swift meldete sich damals, am 30. Juli, auf Instagram zu Wort und schrieb: "Der Schrecken des gestrigen Angriffs in Southport überkommt mich noch immer und ich bin einfach völlig geschockt ... Der Verlust von Leben und Unschuld und das entsetzliche Trauma, das allen Anwesenden, den Familien und den Ersthelfern zugefügt wurde. Das waren nur kleine Kinder bei einem Tanzkurs. Ich weiß gar nicht, wie ich den Familien mein Mitgefühl ausdrücken soll."
Ob sich Taylor Swift im Rahmen ihrer fünf London-Konzerte noch mit weiteren Überlebenden oder Familien der Messerattacke getroffen hat, ist nicht bekannt. Laut Medienberichten soll sie vor den Shows aber privat Kontakt zu den Familien der getöteten Mädchen aufgenommen haben.
Jill Biden immer wieder neu verliebt in Joe
Präsidenten-Gattin Jill Biden hat ihrem Mann Joe Biden beim Parteitag der Demokraten in Chicago eine öffentliche Liebeserklärung gemacht. "Joe und ich sind jetzt seit fast 50 Jahren zusammen – und immer noch gibt es Momente, in denen ich mich immer wieder aufs Neue in ihn verliebe." Es seien diese Momente, in denen ihr Mann im Namen einer Sache handele, die größer sei als er selbst, sagte die First Lady. Als Beispiel nannte sie auch den Rückzug ihres Mannes aus dem Präsidentschaftsrennen.
Der 81-Jährige war im Juli aus dem Rennen um eine zweite Amtszeit ausgestiegen. Biden war wegen seines Alters und Zweifeln an seiner mentalen Fitness massiv unter Druck geraten. Kamala Harris rückte nach und konnte in kurzer Zeit die Partei hinter sich versammeln.
Ferien am Plattensee? Viel Glück!
Seit Generationen machen Ungarn am Plattensee, auch bekannt als Balaton, Ferien. Doch nun trübt die zunehmende Privatisierung des Ufers die Urlaubsfreude. Unternehmer aus dem Umfeld der nationalistischen Regierung von Viktor Orbán riegelten Strände und Häfen für reiche Touristen ab, kritisieren Einheimische. Wo früher Campingplätze und Parks waren, versperren nun Luxushotels, Apartmentblöcke und Jachthäfen den öffentlichen Zugang zum See.
"Ich mache mir ernsthaft Sorgen", sagt Peter Karpati, der seit fast 40 Jahren im Badeort Balatonföldvar Eis verkauft. "Die Geldgier frisst den See allmählich auf und treibt ihn in den Ruin." "Ungarisches Meer" wird der Balaton liebevoll genannt. Mit seinem 235 Kilometer langen Ufer ist er der größte Süßwassersee Mitteleuropas. Kritiker sehen den traditionellen Tourismus am Plattensee durch den Bauboom bedroht. 2,8 Millionen Menschen, überwiegend Ungarn, machen dort jedes Jahr Urlaub. Die Zahlen des staatlichen Statistikamtes zeigen einen Rückgang der Übernachtungen im Juni gegenüber dem Vorjahr; die Gesamtausgaben der Besucher blieben jedoch angesichts von Gentrifizierung und steigenden Preisen gleich.
Eisverkäufer Karpati wirft der Stadtverwaltung vor, Geld für "sinnlose" Bauprojekte "aus dem Fenster zu werfen". Er selbst erwägt, sein Geschäft zu verlegen - gegen einen saftigen Scheck von der Stadtverwaltung - um Platz für "einen Großunternehmer aus Orbans System" zu machen. Verbündete des Regierungschefs kontrollieren seit dessen Rückkehr an die Macht 2010 große Teile der Wirtschaft.