Das war Montag, der 31. März 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
der Montag neigt sich dem Ende zu und wir blicken auf die Nachrichten des Tages. Top-Thema war die Verurteilung der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen:
Was war heute sonst noch wichtig?
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Der Tag ist morgen früh wieder für Sie da.
Marine Le Pen begräbt anscheinend ihre Präsidentschafts-Träume
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen sieht nach ihrer Verurteilung keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der Präsidentschaftswahl 2027. "Um es klar zu sagen: Ich bin ausgeschlossen, aber in Wirklichkeit sind es Millionen von Franzosen, deren Stimmen ausgeschlossen wurden", sagte Le Pen dem Sender TF1. Sollte es ihr gelingen, das Urteil noch rechtzeitig zu kippen, werde sie für das Präsidentenamt kandidieren. Sie habe aber kein Vertrauen darin, dass sie noch vor der Wahl dazu angehört werde. In Umfragen war Le Pen zuletzt Favoritin auf das Präsidentenamt.
Die 56-Jährige behauptete zudem, das Gericht habe eine politische Entscheidung gefällt. Sie solle ganz bewusst von der Wahl 2027 ferngehalten werden. Sie sei aber unschuldig. Das Urteil sollte alle jene empören, die an Demokratie glaubten. Es bedeute aber nicht, dass sie sich nun aus der Politik zurückziehe.
Brisante Anweisung von US-Verteidigungsminister Hegseth an das Militär
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat gleiche Fitness-Tests für alle Mitglieder der US-Kampftruppen angeordnet - unabhängig vom Geschlecht. Er weise die Militärabteilungen an, "umfassende Pläne zu entwickeln, um Posten in Kampftruppen von Posten in Nichtkampftruppen zu unterscheiden", schrieb Hegseth. Der Minister hatte sich bereits in der Vergangenheit gegen Frauen in den Kampftruppen der Armee ausgesprochen.
"Alle Anforderungen an die körperliche Fitness für Einsteiger und Fortgeschrittene in Kampfeinsatzpositionen müssen geschlechtsneutral sein und sich ausschließlich an den operativen Anforderungen des Postens und der erforderlichen Bereitschaft zur Konfrontation mit einem Gegner orientieren", führte der Minister in seiner Dienstanweisung aus. Dabei sollten keine geltenden Standards gesenkt werden. Eine Änderung der Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit könnte möglicherweise die Rekrutierung neuer Soldaten und Soldatinnen einschränken und sich zudem auf den Verbleib derzeitiger Mitglieder der Streitkräfte auswirken.
Hamas ruft zu weltweiter Waffengewalt auf
Zuletzt gab es im Gazastreifen seltene Proteste gegen die Hamas, die Palästina mit ihrem Angriff auf Israel und den damit verbundenen Gegenattacken 2023 in unfassbares Leid stürzte. Die Miliz antwortete mit Gewalt auf die jüngsten Demonstrationen, ein 22-Jähriger ist tot. Die Islamisten rufen derweil zum weltweiten bewaffneten Widerstand gegen eine Umsiedlung der palästinensischen Bewohner des Gazastreifens auf. "Angesichts dieses teuflischen Plans, der Massaker und Hungersnot verbindet, muss jeder handeln, der irgendwo auf der Welt eine Waffe tragen kann", erklärte Hamas-Funktionär Sami Abu Suhri. "Haltet keine Bombe, keine Patrone, kein Messer und keinen Stein zurück. Lasst alle ihr Schweigen brechen."
Am Sonntag hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärt, Israel arbeite an der Umsetzung des Plans von US-Präsident Donald Trump, die Bevölkerung des Gazastreifens in andere Staaten umzusiedeln. Zudem hatte Netanjahu der Hamas-Führung freies Geleit für das Verlassen des Gazastreifens angeboten - unter der Bedingung, dass die Organisation ihre Waffen niederlegt. Die Hamas, deren erklärtes Ziel die Zerstörung Israels ist, lehnt eine Entwaffnung kategorisch ab.
Irans Revolutionsgarden setzen zwei Öltanker fest
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat im Persischen Golf nach Darstellung aus Teheran zwei Öltanker festgesetzt. Die Schiffe seien auf Anordnung der Justiz auf dem Weg in die Hafenstadt Buschehr, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Unter welcher Flagge die beiden Öltanker fuhren, blieb zunächst unklar.
In den vergangenen Monaten hatten führende Marine-Kommandeure des Irans im Zuge militärischer Spannungen damit gedroht, die wichtige Seeroute im Persischen Golf jederzeit blockieren zu können. Teheran begründete die Festsetzung der Tanker mit Treibstoffschmuggel. Mehr als drei Millionen Liter sollen demnach in Buschehr entladen werden. Die USA werfen der iranischen Marine vor, den zivilen Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und im Golf von Oman zu behindern.
Wirbel um "Sesamstraße"-Auftritt von Influencer - Kommentarspalte dicht
Der NDR hatte in der vergangenen Woche in sozialen Medien den Auftritt des Influencers Riccardo Simonetti in der nächsten "Sesamstraße"-Staffel angekündigt, die ab Oktober ausgestrahlt wird. Die Kommentarspalte bei Facebook wurde nun von den Administratoren des "Sesamstraße"-Auftritts wegen schwulenfeindlicher Kommentare dichtgemacht.
"Meinungen dürfen hier frei geäußert werden. Jedoch haben wir diese Kommentarspalte geschlossen, da homophobe und beleidigende Äußerungen gegen Riccardo Simonetti zugenommen haben. Wir dulden solche Kommentare nicht und löschen diese", hieß es zur Begründung. Die "Sesamstraße" stehe "seit mehr als 50 Jahren für Toleranz und Respekt und ein gelebtes positives Miteinander zwischen Menschen und Puppen", teilte der NDR auf Anfrage mit.
"Ausgeklügelt": Schmuggler verstecken kiloweise Kokain in bizarrem Versteck
Im spanischen Teruel deckt die Polizei ein "ausgeklügeltes Verstecksystem" von Drogenschmugglern auf. Sie hatten kiloweise Kokain im Wert von 600.000 Euro in Reitsättel eingearbeitet. Die Drogen wurden dabei mit einer besonderen Faserart gemischt und so zu "einem Teil des Sattels gemacht":
Dieses Mal nicht aus den USA: Neuer Grönland-Besuch sorgt für Unmut
Grönland ist wegen der neuen US-Regierung ungewollt zum geopolitischen Spielball geworden. Der vergangene Besuch von Vizepräsident J.D. Vance und seiner Ehefrau hat für Empörung gesorgt. Nun will auch die Ministerpräsidentin der Schutzmacht Dänemark, Mette Frederiksen, auf die Insel reisen. Die kommende Regierung ist sich jedoch uneins, wie sie den Zeitpunkt eines angekündigten Besuches in dieser Woche bewerten soll. Die alte wie neue Außenbeauftragte Vivian Motzfeldt erklärte in einer Mitteilung und gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau, dass es nicht angemessen sei, dass Frederiksen nach Grönland komme, bevor die neue Regierung offiziell im Amt sei.
Der künftige Regierungschef Jens-Frederik Nielsen schrieb dagegen auf Facebook, dass er sich sehr auf den Besuch freue. Er müsse gleichzeitig unterstreichen, dass andere Aussagen zu dem anstehenden Besuch nicht die Haltung seiner künftigen Regierung widerspiegelten, fügte er mit Blick auf die Kritik von Motzfeldt hinzu.
Christian Lindner und Franca Lehfeldt gehen gegen "Titanic" vor Gericht
Es wird ernst in der Auseinandersetzung von Christian Lindner und seiner Ehefrau Franca Lehfeldt und dem "Titanic"-Magazin: Die beiden wollen wegen eines Titelbildes vor Gericht ziehen. Ihr Anwalt Christian Schertz teilte auf Anfrage mit: "Richtig ist, dass 'Titanic' den Anspruch auf Unterlassung ablehnt und wir nunmehr Klage einreichen werden." Das Magazin hatte zuvor ebenfalls mitgeteilt, dass Lindner klagen wolle und schrieb von einem "juristischen Kleinkrieg".
Das Cover der Januar-Ausgabe des Satiremagazins zeigte Lindner und Lehfeldt neben einer nach einem Ultraschallbild aussehenden Grafik, in die ein fallendes Liniendiagramm integriert wurde. Die Schlagzeile dazu lautete: "Baby-Glück im Eimer. Es wird ein Low Performer! Lindner stellt Eilantrag zur Abschaffung von § 218". Damit spielt das Cover unter anderem auf die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche an. Das Cover ist weiterhin auf der Webseite von "Titanic" zu sehen.
Frachter rammt Ausflugsschiff mit 143 Passagieren und reißt Loch in Bug
Nächtlicher Schreck für 143 Passagiere und Besatzungsmitglieder eines Fahrgastschiffes auf dem Rhein: Um 3.07 Uhr am Samstagmorgen ist aus zunächst unbekannten Gründen in der Nähe von Voerde (Kreis Wesel) ein Frachter mit dem Schiff zusammengestoßen und hat ein etwa 20 Quadratmeter großes Loch in den Bug des Schiffes gerissen.
Zum Glück sei das Loch oberhalb der Wasserlinie entstanden, sagte ein Sprecher der Polizei Duisburg. So blieb das Fahrgastschiff schwimmfähig. Verletzt wurde niemand. Der Schaden sei erheblich, sagte der Sprecher. Boote der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei brachten das Schiff zu einem Anleger in Wesel. Dort wurden die Passagiere, die teils körperlich eingeschränkt waren, von Bord gebracht. Angesichts der Uhrzeit seien sie höchstwahrscheinlich im Bett von dem Zusammenstoß überrascht worden, sagte der Polizeisprecher.
Zweijähriges Kind Auslöser für Schneemobil-Unfall mit acht Verletzten
Der Schneemobil-Unfall mit acht Verletzten bei einer privaten Feier in Oberbayern ist nach bisherigen Erkenntnissen letztlich wohl von einem zweijährigen Kind ausgelöst worden. Die 37 Jahre alte Fahrerin habe das Kind, das auch mitfahren wollte, bei schon laufendem Motor zu sich nach vorn genommen, teilte die Staatsanwaltschaft Traunstein mit. Das Kind habe dann den Gashebel betätigt und dadurch einen sogenannten "Vollgasstart" ausgelöst.
Die Frau habe nicht mehr reagieren können, da der Notausknopf bei Vollgas nicht funktioniere, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Das Gefährt durchbrach das geschlossene Rolltor einer Garage im Berchtesgadener Land. Das Zweijährige, fünf weitere Kinder, die Fahrerin sowie ein 64-Jähriger wurden verletzt:
Landesverband der Jungen Alternative löst sich auf
Der Hamburger Landesverband der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) hat sich nach Parteiangaben selbst aufgelöst. Den Beschluss dazu habe der Landeskongress der JA am Freitag gefasst, teilte die AfD in der Hansestadt mit. "Mit dem Beschluss endet die Tätigkeit der bisherigen Strukturen. Es liegt nun an der Mutterpartei eine neue Jugendorganisation zu gründen", erklärte diese.
Auf Bundesebene hatte die AfD bereits im Januar auf einem Bundesparteitag die Auflösung ihrer Jugendorganisation beschlossen. Demnach soll die AfD auch deutschlandweit eine neue Nachwuchsorganisation für Unterstützer im Alter bis 36 Jahre gründen. Die JA-Bundesorganisation, die rechtlich als eigenständiger Verein außerhalb der AfD firmierte, löste sich daraufhin nach eigenen Angaben Anfang Februar auf einem Bundeskongress in Apolda auf. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die JA 2023 bundesweit als gesichert rechtsextremistisch ein.
Marine Le Pen "ist wutentbrannt aus dem Saal marschiert"
Ein Gericht spricht Marine Le Pen schuldig - die rechtsnationale französische Politikerin darf damit nicht zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten. ntv-Reporterin Elke Büchter berichtet von vor Ort über die ersten Momente nach dem Gerichtsurteil und ordnet die nächsten Schritte der Partei Rassemblement National ein:
Sechsjähriger wird bundesweit auf Tausenden Anzeigetafeln gesucht
Es bleibt zu hoffen, dass es etwas bringt: Nach dem sechsjährigen Pawlos wird nun auch an mehr als 13.000 digitalen Informationstafeln etwa an Bahnhöfen, Autobahnraststätten und Flughäfen im öffentlichen Raum gesucht. "Die Polizei erhofft sich durch diese Aktion nochmals Hinweise auf seinen Verbleib", heißt es.
Von dem Jungen aus dem mittelhessischen Weilburg fehlt weiter jede Spur. Pawlos ist laut Polizeiangaben "autistisch veranlagt". Am Dienstagmittag war er ohne ersichtlichen Grund von seiner Förderschule davongelaufen:
Musk mit Käsehut verrät Grund für Verteilung von zwei Millionen-Schecks
In Wisconsin mischt sich Tech-Milliardär Elon Musk erneut in eine Wahl ein. In dem US-Bundesstaat ist eine neue Stelle des Obersten Gerichts zu besetzen. Mit zwei Schecks in Höhe von jeweils einer Million Dollar belohnt er Wähler für deren Urnengang bei der Wahl eines konservativen Richters. Das gefällt nicht allen.
Mehr als 100 Millionen Tonnen: China entdeckt riesige Ölquelle
Chinas staatlicher Ölkonzern CNOOC hat die Entdeckung eines bedeutenden Ölfeldes im östlichen Südchinesischen Meer vermeldet. CNOOC habe ein weiteres Ölfeld im Umfang von mehr als 100 Millionen Tonnen Öl entdeckt, erklärte Konzernchef Zhou Xinhuai. Das Feld Huizhou 19-6 liegt rund 170 Kilometer entfernt von der nördlich von Hongkong gelegenen Metropole Shenzhen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Testbohrungen hätten eine mögliche tägliche Produktion von 413 Barrel Rohöl und 68.000 Kubikmeter Erdgas ergeben, teilte CNOOC weiter mit. China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl und hat nach einer Analyse der US-Regierung im vergangenen Jahr rund 11,1 Millionen Barrel pro Tag eingeführt. Das Südchinesische Meer ist aufgrund von Gebietsstreitigkeiten weitgehend unerforscht. Die meisten entdeckten Öl- und Gasvorkommen befinden sich nach Angaben der US-Energieinformationsbehörde (EIA) jedoch in nicht umstrittenen Gebieten.
Ähneln hochgiftigem Meerestier: Millionen blauer Quallen überfluten Strand
Am Wochenende werden Millionen blauer Segelquallen an einen Strand im mallorquinischen Port de Sóller gespült. Wie ein Teppich bedecken sie den Sand. Die Tiere sind für Menschen zwar ungefährlich, ähneln aber stark einer anderen, hochgiftigen Quallenart.
Mehrere Tote und Schwerverletzte bei Minenunglück
Bei einem Unfall in einem Kohlebergwerk in Spanien sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In der Mine in Degaña in der nordwestlichen Region Asturien wurde noch nach zwei Vermissten gesucht, wie die Behörden mitteilten. Drei Schwerverletzte wurden demnach ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei von ihnen erlitten Verbrennungen, der dritte eine Kopfverletzung.
Der örtliche Rettungsdienst wurden nach eigenen Angaben zunächst über einen "Vorfall" in dem Bergwerk informiert. Später sei ihm dann mitgeteilt worden, dass es "ein Problem mit einer Maschine gegeben habe". Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und wünschte den Verletzten eine "schnelle Genesung". Er dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Sabine Oelmann befindet sich im Feierabend und ich habe übernommen. Meine Name ist Robin Grützmacher und bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie gerne eine Mail an: robin.gruetzmacher@ntv.de.
"Ich bin Marine!" - Orban stellt sich hinter Le Pen
Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen nach ihrer Verurteilung seine Unterstützung ausgesprochen. "Ich bin Marine!", erklärt Orban kurz nach der Urteilsverkündung am Montag auf Französisch im Onlinedienst X. Der Rechtsnationalist gilt als enger Verbündeter Le Pens und hatte sie in der Vergangenheit aufgerufen weiterzukämpfen, wie andere verurteilte "Patrioten".
Das Gericht in Paris hatte kurz zuvor entschieden, dass Le Pen wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder in ihrer Zeit als EU-Abgeordnete ab sofort für fünf Jahre nicht bei Wahlen antreten darf. Dies bedeutet, dass das Verbot auch im Fall einer Berufung zunächst weiter bestehen bleibt, und sich Le Pens Aussichten deutlich verringern, bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich im Jahr 2027 antreten zu können.
Außerdem wurde Le Pen zu vier Jahren Haft verurteilt, von denen zwei zur Bewährung ausgesetzt wurden und die übrigen zwei durch das Tragen einer elektronischen Fußfessel abgegolten werden sollen.
Drogenbeauftragter verteidigt Cannabis-Gesetz
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert, verteidigt das seit einem Jahr geltende Cannabis-Gesetz und warnt vor der Ausbreitung stärkerer Drogen. Der Fokus solle eher darauf liegen, dass insbesondere junge Menschen immer häufiger zu deutlich stärkeren Mitteln wie synthetischen Opioiden griffen, beispielsweise Tilidin und Fentanyl, so Blienert gegenüber den Zeitungen der Mediengruppe Bayern.
"Nicht wenige probieren alles, meist zeitgleich, was der Markt hergibt und billig ist", beklagt Blienert. "Allein Kokain konsumieren mehr als doppelt so viele Menschen wie vor wenigen Jahren. Damit ist Kokain die klare Nummer eins der illegalen Drogen in Deutschland." Die Cannabis-Teillegalisierung habe hingegen einen wichtigen Beitrag für einen ehrlicheren und entkriminalisierten Umgang mit Drogen geleistet. Gerade Menschen, die seit vielen Jahren ein Problem mit Cannabis hätten, würden mehr Beratungs- und Behandlungsangebote abfragen.
Vor einem Jahr, am 1. April 2024, wurde Kiffen in Deutschland für Volljährige mit zahlreichen Beschränkungen legal. Erlaubt ist nach dem Gesetz der Ampel-Koalition der Anbau von bis zu drei Pflanzen in Wohnungen, aufbewahren darf man bis zu 50 Gramm Cannabis. Zulässig sind seit 1. Juli 2024 auch nicht-kommerzielle Anbauvereinigungen mit bis zu 500 Mitgliedern, für die ebenfalls viele Auflagen gelten. Für alle unter 18 Jahren ist Cannabis weiterhin verboten.
Scholz betont wiederholt Solidarität mit Kanada
Gerade-noch-Kanzler Olaf Scholz hat die Solidarität mit dem von den USA bedrohten Kanada bekräftigt. "Wir stehen an der Seite Kanadas. Es ist ein unabhängiges, souveränes Land. Wir alle gemeinsam setzen uns dafür ein, dass der Irrweg des Protektionismus nicht die Wachstumschancen der ganzen Welt zerstört", so Scholz heute auf dem traditionellen Rundgang auf der Hannover-Messe. Partner der weltgrößten Industriemesse ist in diesem Jahr Kanada. Es müsse künftig wieder der Grundsatz gelten: "Die stärkeren Nachbarn sind keine Gefahr für ihre schwächeren Nachbarn." US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, Kanada solle der 51. Bundesstaat der USA werden. Dies hatte in Kanada heftige Empörung ausgelöst.
Mit Blick auf Strafzölle auf Importe erklärte der Kanzler, die USA würden sich damit auch selbst schaden. Handlungsmaxime für Europa müsse sein, "auf protektionistische Aktionen klug, entschieden und stark zu reagieren". Er drängte zu Kompromissen: "Aber wir müssen es immer mit der Perspektive machen, dass wir uns einigen wollen, dass wir uns verständigen wollen und dass wir wieder auf den richtigen Pfad abbiegen."
Alex Warren - von der Straße in die Charts
Sein Single "Ordinary" ist auf Platz 5 der deutschen Charts, in diesem Jahr kommt das neue Album und geheiratet hat er auch: Klingt wie eine übliche Erfolgsgeschichte - ist aber keine. Denn Alex Warren hatte eine alkoholabhängige Mutter. Seine Teenagerzeit war alles andere als einfach, mit 17 floh er von zu Hause. Auch wenn das bedeuete, dass er einige Zeit auf der Straße liebt und in den Autos seiner Freunde schlief.
Er hat es aber geschafft: Seine Freundin aus den obdachlosen Tagen ist nun seine Frau, die Musik kommt an und seinem Aufstieg vom vielseitig begabten Musiker zum Star steht nichts mehr im Weg. Seit über einem Jahrzehnt teilt Alex selbst intimste Details seines Lebens mit der Welt und hat sich auf diese Weise eine Online-Community von über 26 Millionen FollowerInnen aufgebaut. Sein Lebensweg spiegelt sich bis heute in seiner Musik wieder – sei es in den emotionalen Pop-Melodien, seinem leidenschaftlichen Gesang oder der Offenheit seiner Texte. Hören Sie mal rein:
Profilneurose: Feuerwehrmann gesteht Brandstiftungen
Ein Feuerwehrmann hat vor dem Landgericht Aschaffenburg gestanden, für eine Brandserie am Untermain verantwortlich zu sein. Mit Blick auf seine rund 120 Seiten umfassende schriftliche Einlassung, die der Strafkammer vorliegt, sagte der 47-Jährige: "Ich habe jeden einzelnen Fall, für den ich verantwortlich bin, eingeräumt."
Aber nicht für alle angeklagten 25 Brände und versuchten Brandstiftungen will das Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr im südhessischen Odenwaldkreis allerdings verantwortlich sein. Zudem habe er niemanden schädigen wollen, so der Mann. Der Angeklagte hat nach eigenen Worten aus Verbitterung gehandelt. Er habe der Feuerwehr für ihre Arbeit Lob und Anerkennung der Bevölkerung verschaffen wollen und gute Presse, behauptet daher: "Es ging nie um mich."
Die Staatsanwaltschaft wirft dem IT-Techniker vor, von 2018 bis 2024 für mehr als 20 Brände im bayerisch-hessischen Grenzgebiet verantwortlich zu sein. Es geht um zwei Fälle der schweren Brandstiftung, 20 Fälle der vollendeten Brandstiftung und drei Fälle der versuchten Brandstiftung. Nach Erkenntnis der Ermittler baute der Angeklagte eine sich selbst entzündende Vorrichtung, die er an den Tatorten platzierte und die erst 12 bis 24 Stunden nach der Ablage in Brand geriet. Ziel des Feuerwehrmannes sei es gewesen, "aus den Brandstiftungen für sich ein Gefühl der Überlegenheit zu ziehen und die vermeintliche Hilflosigkeit und Verwirrung der Ermittlungsbehörden und der Bevölkerung zu genießen".
Marine Le Pen schuldig gesprochen
Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen ist in einem Betrugsprozess schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Paris verurteilte die Vorsitzende der Partei Rassemblement National (RN) am Montag wegen Veruntreuung von EU-Geldern.
Einreise nach Großbritannien ab Mittwoch nur mit Genehmigung
Wer in diesen Tagen nach Großbritannien reist, sollte zuvor noch einmal sein E-Mail-Postfach kontrollieren. Ab dem 2. April benötigen deutsche Reisende, die kein Visum haben, für Flüge und Fahrten ins Vereinigte Königreich die neue elektronische Einreisegenehmigung ETA, die mit dem Reisepass verknüpft wird. Die Bestätigung für die Übermittlung des Antrags sowie für die erfolgreiche Bearbeitung kommt per Mail.
Beantragt werden kann die ETA am schnellsten über eine entsprechende App, aktuell müssen umgerechnet gut zwölf Euro bezahlt werden, ab dem 9. April knapp 20 Euro. Wer ohne Antrag losfliegt oder losfährt, wird entweder von den Fluglinien nicht mitgenommen oder bei der Einreise bei der Passkontrolle abgewiesen. Bei Flügen der Lufthansa, die Großbritannien täglich von mehreren deutschen Flughäfen ansteuert, erfolge die Überprüfung beim Check-in-Vorgang "mit systemseitiger Unterstützung", teilt ein Unternehmenssprecher mit. "Zusätzlich haben wir eine Dokumentenkontrolle vor Boarding etabliert." Im Kern ist die ETA eine zusätzliche Sicherheitsüberprüfung, die britische Regierung kann zudem mit Zusatzeinnahmen in Millionenhöhe rechnen. In der "UK ETA"-App muss ein Foto des Reisepasses sowie ab einem Alter von über neun Jahren ein Foto des Gesichtes hochgeladen werden.
Beantwortet werden müssen zudem diese Fragen:
Haben Sie einen Job?
Wurden Sie jemals strafrechtlich verurteilt?
Waren Sie jemals in eine der folgenden Handlungen verwickelt oder wurden Sie verdächtigt, eine der folgenden Handlungen begangen zu haben: Kriegsverbrechen, Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Terrorismus, einschließlich Unterstützung von oder Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Unterstützung extremistischer Gruppen oder Äußerung extremistischer Ansichten
Die Bestätigung der Einreisegenehmigung soll wegen der automatisierten Bearbeitung in der Regel schnell kommen, die britische Regierung gibt aber eine Bearbeitungszeit von bis zu drei Werktagen an. Die ETA berechtigt zu mehreren Reisen und Aufenthalten von bis zu sechs Monaten in einem Zeitraum von zwei Jahren. Möglich ist deshalb auch etwa ein Kurzzeitstudium (bis zu sechs Monate).
Mehr Schutz für Ärzte vor Gewalt
Die Ärztekammer Niedersachsen hat sich gegen Gewalt in Arztpraxen, Krankenhäusern und gegen Rettungskräfte ausgesprochen und ein verschärftes Strafrecht gefordert. Die nächste Bundesregierung solle die Betroffenen "schnellstmöglich" besser vor Gewalttaten schützen, teilt die Ärztekammer zu einer entsprechenden Forderung der Kammerversammlung mit.
Für viele Ärztinnen und Ärzte, Praxisteams sowie Mitarbeiter von Krankenhäusern und Rettungsdiensten gehörten psychische und physische Gewalt zum beruflichen Alltag, teilt die Kammer mit. In der vergangenen Legislaturperiode des Bundestages seien verschiedene Vorschläge diskutiert worden, um Verbesserungen zu erreichen.
"Doch umgesetzt wurde bislang nichts", hieß es in der Mitteilung der Kammer. Die Ärztekammer Niedersachsen ist nach eigenen Angaben die standesrechtliche Vertretung der rund 46.000 Ärztinnen und Ärzte in dem Bundesland. "Wir erleben bereits seit Jahren einen immer rücksichtsloser werdenden Umgang mit den Beschäftigten in Arztpraxen, im Krankenhaus, im ärztlichen Notdienst sowie in weiteren Bereichen der Gesundheitsversorgung", sagt Marion Charlotte Renneberg, die stellvertretende Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Sie erwarte von der neuen Bundesregierung, "dass sie medizinisches Personal besser schützt".
Schwerer Unfall in Hamburg: Sechs Menschen verletzt, darunter 5-Jährige
Bei einem schweren Unfall in Hamburg sind sechs Menschen - unter ihnen ein fünfjähriges Mädchen - verletzt worden. Ein Kleinbus war am Samstagabend nach Angaben eines Polizeisprechers auf der Luruper Hauptstraße Richtung Rugenbarg unterwegs, als der Wagen in den Gegenverkehr geriet und mit einem anderen Auto kollidierte. Der Fahrer des Kleinbusses wollte demnach einen Zusammenstoß mit einem ruckartigen bremsenden Wagen auf der eigenen Spur verhindern - und wich in den Gegenverkehr aus.
Ein fünfjähriges Mädchen aus dem entgegenkommenden Auto habe schwere Verletzungen erlitten. Auch ein 18-Jähriger und eine 23-Jährige wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestehe nicht. Drei Männer im Alter von 20, 40 und 61 Jahren seien bei dem Unfall leicht verletzt worden.
Mailand hadert mit seinem Draußen-Rauchverbot
Ein Schnappschuss aus Mailand. Ein früherer Besuch, vielleicht 20 Jahre her: In den Straßencafés auf dem Platz vor dem Dom sitzen die Leute mit Zeitung und Zigarette in der Hand. Andere hetzen mit der Kippe zwischen den Fingern über die weitläufige Piazza del Duomo ins Büro. Von den Touristen, die in Gruppen herumstehen, rauchen viele auch. Und heute? Auf den Tischen stehen nicht einmal mehr Aschenbecher. Raucher sieht man vor dem Dom gerade noch zwei: die beiden älteren Italiener, die auf dem Sockel einer Straßenlaterne sitzen. Ihre Zigaretten halten sie etwas versteckt: Es könnte die Polizei kommen.
In der 1,4-Millionen-Einwohner-Stadt mit Mitte-Links-Regierung gilt seit Beginn des Jahres Italiens strengstes Rauchverbot - und eines der strengsten auch in ganz Europa. Nicht nur drinnen, auch draußen darf praktisch nicht mehr geraucht werden. Erlaubt ist es nur noch, wenn zu anderen Leuten mindestens zehn Meter Abstand gehalten wird. Ansonsten drohen Strafen bis zu 240 Euro.
Begründet wird das damit, dass die Luft in der Hauptstadt der Lombardei so belastet ist wie kaum sonst wo in Italien. Andere Städte erwägen, dem Beispiel zu folgen, auch Rom. In Turin gilt draußen bereits ein "Höflichkeitsabstand": Wenn Kinder oder Schwangere in der Nähe sind, ist Rauchen nur mit deren Zustimmung erlaubt. In Mailand selbst ist die Stimmung nach den ersten drei Monaten geteilt: Viele freuen sich, auf Spielplätzen, an Haltestellen oder vor Restaurants nicht mehr den Rauch anderer Leute einatmen zu müssen. Aber es gibt auch viele Gegenstimmen - von Rauchern natürlich, aber auch grundsätzlicher Natur - denn: "Das eigentliche Problem ist nicht die Zigarette, sondern der Verlust an Freiheit."
Netanjahus neuer Inlandsgeheimdienst-Chef?
Inmitten des juristischen Streits wegen der Entlassung des Chefs des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet hat Regierungschef Benjamin Netanjahu einen Nachfolger bestimmt. Nach ausführlichen Gesprächen mit sieben qualifizierten Kandidaten habe sich der Regierungschef entschieden, Eli Scharvit zum nächsten Direktor des Inlandsgeheimdienstes zu ernennen, erklärt Netanjahus Büro. Der Posten ist allerdings noch Gegenstand eines juristischen Tauziehens.
Die Entlassung des bisherigen Schin-Bet-Chefs Ronen Bar durch die Regierung ist umstritten. Sie wurde vom Obersten Gerichtshof des Landes auf Eis gelegt. Das Gericht will sich bis zum 8. April mit mehreren Einsprüchen gegen Bars Entlassung befassen. Netanjahu hatte Bars Entlassung mit einem "fortwährenden Misstrauen" gegenüber dem Geheimdienstchef und dem Versagen des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet beim Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 begründet. Bar bezeichnete die Entscheidung dagegen als politisch motiviert. Netanjahus Vorgehen hat massive Proteste in Israel ausgelöst.
Mit Blick auf den als Nachfolger ausgewählten Scharvit betonte Netanjahus Büro dessen militärische Erfahrung: Er habe 36 Jahre lang gedient, davon fünf Jahre als Marinekommandeur.
Erste Deutsche im All ist Berlinerin
Die Berlinerin Rabea Rogge könnte die erste deutsche Frau im Weltall werden. An Bord einer "Dragon"-Kapsel und mithilfe einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk soll Rogge am Dienstagmorgen mitteleuropäischer Sommerzeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida starten. Der Start könnte sich allerdings jederzeit auch noch kurzfristig aus unterschiedlichsten Gründen verschieben.
Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren bislang zwölf deutsche Männer, aber keine deutsche Frau im Weltall. Es habe zwar mehrere Anwärterinnen und Reserve-Raumfahrerinnen gegeben, aber noch nie sei eine Frau wirklich geflogen.
Die Mission namens "Fram2" soll rund vier Tage lang dauern. Dabei soll die "Dragon"-Kapsel auf einer neuen Umlaufbahn über die Polarregionen der Erde fliegen. Aus einer Höhe von 425 bis 450 Kilometern sollen unter anderem Himmelsleuchten untersucht werden, außerdem könnten laut SpaceX die ersten Röntgenbilder von Menschen im Weltall entstehen. Wie in der Vergangenheit bereits mehrfach hat ein Milliardär das Unternehmen SpaceX aus privatem Interesse mit der Durchführung einer Mission beauftragt. Diesmal war es der Malteser Chun Wang, der mit Kryptowährungen reich geworden ist und auch mitfliegt. "Ich freue mich darauf, mit dieser unglaublichen Crew zu starten", so die 29-jährige Rogge.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. Na los, es ist der letzte Tag des Monats März, Sie müssen noch die Zeitumstellung verdauen und sich einen Scherz für morgen, den 1. April, ausdenken. Es gibt also genug zu tun! Was in der Welt so passiert, darum kümmern wir uns. Wir würden unter anderem gern darüber berichten, dass es in Deutschland bald so etwas wie eine neue Regierung gibt (angepeilt ist bis Ostern!!) - wir sind gespannt. Und lassen Sie auch sonst alles Wissenswerte wissen! Los geht's:
CDU, CSU und SPD setzen heute ihre Koalitionsverhandlungen fort. Die Hauptverhandler treffen sich in der CDU-Zentrale in Berlin. Als größte Streitpunkte gelten die Bundesfinanzen, die Steuer- und Wirtschaftspolitik sowie Maßnahmen gegen illegale Migration.
Nach dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat nun auch Kremlchef Wladimir Putin den Zorn von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen. Er sei "stinksauer" auf Putin, sagte Trump dem Sender NBC. Der Republikaner empörte sich vor allem über Putins Vorschlag, die von Russland angegriffene Ukraine unter Verwaltung der Vereinten Nationen zu stellen und dort Neuwahlen abzuhalten.
Nach dem verheerenden Erdbeben von Myanmar setzen in Südostasien Rettungskräfte die Such- und Bergungsarbeiten fort - und finden weitere Leichen. Die Lage im Bürgerkriegsland Myanmar blieb unübersichtlich. Zuletzt sprach das Staatsfernsehen von rund 1.700 Toten und etwa 3.400 Verletzten. 300 Menschen wurden noch vermisst.
Im Prozess gegen die rechtsnationale französische Politikerin Marine Le Pen wegen einer möglichen Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im Europaparlament wird um 9.30 Uhr das Urteil erwartet. Der zentrale Vorwurf ist, dass ihre Partei Geld für Assistenten vom Europäischen Parlament bekommen hat, die teilweise oder ganz für die Partei gearbeitet hätten.
In Berlin wird um 11 Uhr der "Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ" des Deutschen Philologenverbands und der Heraeus Bildungsstiftung verliehen. Manchmal würde es ja schon reichen, wenn überhaupt Unterricht stattfindet ...
CSU erhöht Druck zur Abschaffung der Cannabis-Liberalisierung
Rund ein Jahr nach der teilweisen Legalisierung von Cannabis verschärft die CSU den Druck auf Union und SPD, das von der SPD-geführten Ampel-Regierung beschlossene Gesetz wieder abzuschaffen. "Wir wollen den Fehler der Ampel rückgängig machen und Cannabis wieder verbieten", sagt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann der "Augsburger Allgemeinen". Mit Blick auf den potenziellen Koalitionspartner SPD fügte er hinzu: "Die Innenminister der Länder sind sich da im Übrigen parteiübergreifend einig."
In den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD ist das Thema strittig. Die Hoffnung, dass durch die Teillegalisierung von Cannabis die kriminelle Szene geschwächt würde, bezeichnete Herrmann als "total trügerisch". Sie werde sich auch in Deutschland nicht erfüllen. "Wir erleben in Europa, wie Drogenbosse nun mit noch härteren Mitteln ihre Geschäfte betreiben", sagte er.
Als weiteren Aspekt nannte Herrmann die Auswirkungen des Drogenkonsums im Straßenverkehr. "Formal sehen wir einen Rückgang von Drogendelikten, weil manches nicht mehr strafbar ist", sagte er. "Auf der anderen Seite stellen wir fest, dass im Straßenverkehr die Delikte im Zusammenhang mit Drogenkonsum zunehmen. Das ist eine erhebliche Gefahr, auch für Unbeteiligte."
Einreise in die USA: Seid vorbereitet!
"Seid vorbereitet, macht euch einen Plan, bevor ihr an die Kontrolle kommt": Das ist der wichtigste Ratschlag der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation EFF für die Einreise in die USA. Das gelte für Touristen, Studierende mit einem entsprechenden Visum und auch Menschen, die für die Arbeit in die USA einreisen wollen. Besonders wichtig sei dabei, sich Gedanken zu machen über Handy, Laptop und alles, was darauf enthalten sei.
Die wenigsten Menschen würden bei der Einreise intensiver kontrolliert. Zahlen der Organisation zeigen, dass bei 420 Millionen Einreisen im Jahr 2024 zwölf Millionen einer sogenannten zweiten Befragung unterzogen wurden, und nur 47.000 von ihnen einer besonders gründlichen dritten Stufe.
Die "Washington Post" berichtet, zwar hätten sich die Gesetze in den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert, doch die Art und Weise, wie die Beamten der Grenzpolizei CBP ihre Befugnisse einsetzen, ändere sich unter der Regierung von Präsident Donald Trump. Dies hatten zuletzt auch drei Deutsche erfahren, die bei der Einreise in die USA in Abschiebehaft genommen worden waren. Nach Angaben der Sprecherin der Bürgerrechtsorganisation, Sophia Cope, ist die Zahl der Überprüfungen elektronischer Geräte bei der Einreise in den vergangenen Jahren angestiegen. "Es wird interessant, wie es sich in diesem Jahr entwickelt", sagte sie.
Frau in Myanmar aus Trümmern gerettet
Rettungskräfte haben nach dem heftigen Erdbeben in Myanmar Behörden zufolge eine Frau aus den Trümmern eines Hotels geborgen. Sie wurde aus dem eingestürzten Great Wall Hotel in Mandalay gerettet, schreibt die chinesische Regierung auf Facebook.
Bei dem Erdbeben der Stärke 7,7 am Freitag starben in Myanmar mindestens 1700 Menschen. Das Epizentrum des Hauptbebens lag 17,2 Kilometer von der Millionenstadt Mandalay im Zentrum Myanmars entfernt. Es wird vermutet, dass viele Menschen noch unter den Trümmern verschüttet sind. Das Erdbeben zerstörte kritische Infrastruktur, darunter einen Flughafen, Brücken und Straßen, was nach Angaben der Vereinten Nationen Rettungsaktionen bremst. "Alle Militär- und Zivilkrankenhäuser sowie das Gesundheitspersonal müssen koordiniert und effizient zusammenarbeiten, um eine wirksame medizinische Versorgung zu gewährleisten", so der Chef der Militär-Junta General Min Aung Hlaing laut staatlichen Medien.