mit Friederike ZörnerMiersch selbstkritisch bei Tankpreisen: "Das kann man sich nicht gefallen lassen"
Matthias Miersch, SPD-Fraktionschef, sieht den Tankrabatt nicht als gescheitert an, erwartet aber mehr. "Erst mal sind die Preise ja gesunken, aber nicht in dem Rahmen, wie sie hätten sinken müssen. Und deswegen bin ich überhaupt nicht zufrieden mit dem, was wir da jetzt erleben", sagte Miersch im Frühstart von RTL und ntv. Die Koalition habe das Bundeskartellamt in die Lage versetzt, eingreifen zu können. Man müsse sich nun anschauen, ob die neuen Befugnisse ausreichen. Es gebe nun erste Gerichtsentscheidungen, die bestimmte Dinge verwehrt hätten, "Unterlagen durften angeblich nicht eingesehen werden", so Miersch. Insofern müsse man nun mit dem Bundeswirtschaftsministerium zusammen auswerten und gegebenenfalls nachschärfen. "Denn das kann man sich nicht gefallen lassen", erklärte der SPD-Politiker. Außerdem gebe es Verstöße gegen die 12-Uhr-Regel. "Da gibt es Bußgelder, die können richtig hoch sein, und ich erwarte von den Behörden, dass sie die auch verhängen", erklärte Miersch. "Insofern bleiben da hoffentlich nicht die Steuerzahler insgesamt drauf hängen."
Linken-Fraktionschefin Reichinnek schickt vergiftete Jubiläumsgrüße an Schwarz-Rot
Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek wirft der schwarz-roten Koalition nach einem Jahr im Amt Versagen vor. "Ein Jahr lang Chaos, Verunsicherung und offen ausgetragene Streitereien - das ist die Bilanz, mit deren Konsequenzen sich die Menschen in diesem Land herumschlagen müssen", sagte Reichinnek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Keine Regierung war je so unbeliebt und trotzdem scheint niemand am Kabinettstisch den Schuss zu hören", beklagte sie. "Im Gegenteil: Die Regierung erhöht den Druck an allen Ecken und Enden. Sie höhlt den Sozialstaat aus, legt die Axt an Gesundheitsversicherung und Rente und schleift die Arbeitsrechte."
Reichinnek warf der Union vor, sie versuche, die "Probleme von heute mit Lösungen von vorgestern" zu beantworten und habe dabei "einzig die Interessen ihrer Bonzen-Freunde im Blick". Die SPD wiederum liege am Boden und versuche nur noch zu verhindern, dass Teile der Union jetzt schon die Chance nutzten, so schnell wie möglich gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.
"Let's Dance"-Star ist zum dritten Mal Vater geworden
"Willkommen auf der Welt, kleine Maus": "Let's Dance"-Profitänzer Evgeny Vinokurov ist zum dritten Mal Vater geworden. Das verkündete der 35-Jährige am Sonntag mit einem Foto von sich und seiner Frau Nina Bezzubova-Vinokurov auf Instagram. "Unser drittes Kind und unsere zweite Tochter ist heute gesund auf die Welt gekommen." Der Mutter und dem Baby gehe es gut - "und wir sind einfach nur unfassbar glücklich und dankbar".
Als nun fünfköpfige Familie beginne für sie eine neue Etappe, schrieb Vinokurov weiter. "Mit noch mehr Liebe, noch mehr Chaos… und definitiv noch weniger Schlaf", ergänzte er mit einem Lach-Emoji. An seine Frau gerichtet schrieb er: "Schatz, danke dir für dieses Geschenk. Ich liebe dich über alles." In den Kommentaren erhielt das Paar zahlreiche Glückwünsche, darunter von "Let's Dance"-Juror Jorge Gonzales, Profitänzerin Renata Lusin sowie Vinokurovs diesjähriger Tanzpartnerin in der RTL-Tanzshow, der Sängerin Anna-Carina Woitschack. Tokio-Hotel-Schlagzeuger Gustav Schäfer schrieb: "Herzlichen Glückwunsch und willkommen kleine Zwergin".
Chemikalien und Munition behindern Löschung in Jüterbog
Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar. Es handele sich um den bisher größten Waldbrand der Saison, sagte Engel weiter. Die Fläche sei jedoch von Brandschutzschneisen abgegrenzt, was eine weitere Ausbreitung einschränken dürfte. "Das Feuer ist kontrolliert und ist nicht über die Schneisen gegangen", sagte der Brandschutzbeauftragte. Die Feuerwehr steht allerdings vor einer schwierigen Mission, denn im Boden lauert eine tödliche Gefahr: Munition aus über 150 Jahren.
Ex-FDP-Chef Lindner liest Kanzler Merz die Leviten
Der frühere Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner sieht Bundeskanzler Friedrich Merz ein Jahr nach Amtsantritt massiv unter Druck - und nimmt deswegen kein Blatt vor den Mund. Merz habe als Oppositionschef unterschätzt, "wie sich Koalitionen mit linken Parteien auf bürgerliche Politik auswirken", sagte Lindner der "Rheinischen Post". "Deshalb kann er seine Versprechen nicht halten." Merz' frühere Kritik an der FDP wegen deren Rolle in der Ampel-Regierung komme nun "wie ein Bumerang zurück", sagte Lindner. "Gegenüber der Vorgängerregierung muss er höhere Schulden, höhere Steuern und mehr Bürokratie erklären."
Ob Merz Kanzler könne, ließ Lindner offen: "Das entscheidet sich noch." Begeisterung klingt anders. Zugleich verwies er auf Merz' Vorgänger, der "bei allen Defiziten" den Mut gehabt habe, "Rot-Grün die Zeitenwende abzutrotzen." Dass ausgerechnet Lindner, der maßgeblich zum Ampel-Aus beigetragen hat (Stichwort: D-Day) einmal Olaf Scholz lobt, hat wohl niemand erwartet. Lindner fügte hinzu, er hoffe, "dass Friedrich Merz ein solches Momentum sucht". Der 47-Jährige legte zudem in der Wirtschaftspolitik nach: Die wirtschaftliche Substanz verdunste, die Deindustrialisierung beschleunige sich. "Das liegt nicht nur an geopolitischen Konflikten, sondern auch an der Enttäuschung darüber, dass die Wirtschaftswende ausbleibt."
Schlepper kommt nach Wal-Transport in Cuxhaven an - Polizei vor Ort
Eines der beiden Schiffe, die den mehrfach vor der deutschen Küste gestrandeten Wal in die Nordsee brachten, ist am Sonntagabend in Cuxhaven eingelaufen. Der Schlepper "Fortuna B" machte kurz vor Mitternacht im Hafen fest. Die Polizei war vor Ort. Der Buckelwal war am Samstag etwa 70 Kilometer von der nördlichsten Stadt Dänemarks, Skagen, entfernt abgesetzt worden. Angaben zum Zustand des Tiers zu diesem Zeitpunkt und zum genauen Ablauf der Freisetzung wurden nicht bekannt, auch öffentlich zugängliche Bilder oder Videos gab es nicht. Das andere große Schiff des Transport-Konvois war die "Robin Hood". Sie befand sich am späten Sonntagabend nach Daten des Schiffs-Ortungsdienstes Vesselfinder in der Nähe der Westküste Dänemarks.
Einige Mitglieder der Initiative hatten am Samstag kritisiert, die Schiffsbesatzung sei bei der Freisetzung des Wals grob vorgegangen. Die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs "Robin Hood" sprach in einem Schreiben allerdings von einem Erfolg. Die Freisetzung sei in Abstimmung mit allen Beteiligten erfolgt, hieß es. Bereits die Bergung war gegen den Rat vieler Wissenschaftler, Fachinstitutionen und Tierschutzorganisationen erfolgt. Die Überlebenschance schätzte Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace als minimal ein. Die mehrfache Strandung gilt als klares Anzeichen dafür, dass der Wal krank war, als er die deutsche Küste erreichte.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
heute soll es losgehen: Die USA wollen eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative "Projekt Freiheit" drohte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen. Die Initiative soll am Vormittag (Ortszeit Nahost) beginnen. Der Iran warnte die USA umgehend vor Aktionen in der strategisch wichtigen Meerenge.
Wir behalten die Lage vor Ort für Sie im Blick. Aktuelle Entwicklungen rund um den Krieg entnehmen Sie wie gewohnt unserem Liveticker.
Diese Themen stehen heute auf der Agenda:
In der armenischen Hauptstadt Eriwan werden Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern zum achten Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) erwartet. Deutschland wird bei der Zusammenkunft nicht vertreten sein.
Die Reformpolitik der Bundesregierung steht im Mittelpunkt beim sogenannten Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU. Auftakt des zweitägigen Kongresses in Berlin ist um 15 Uhr eine Runde mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, der Siemens AG und des Autokonzerns Audi.
Ein 49-jähriger Mann aus der rechten Szene in Dortmund soll zu Attentaten auf bekannte Politiker aufgerufen haben. Am Vormittag (11.30 Uhr) startet im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts der Prozess gegen den Angeklagten, den Ermittler der "Reichsbürger"-Szene zurechnen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius will sich ab 9.30 Uhr bei einer sogenannten Fähigkeitsdemonstration in Munster einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und den Planungen des Deutschen Heeres verschaffen.
Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung um 10 Uhr in Mailand sollen Unicredit-Aktionäre ihre Zustimmung für eine Kapitalerhöhung geben, die der nächste Schritt für die geplante Übernahme der Commerzbank wäre.
Im Fall eines jahrelang eingesperrten Mädchens in Attendorn im Sauerland wird um 15 Uhr das Urteil gegen die angeklagte Mutter und die Großeltern des Kindes erwartet.
Beim Hamburger Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung werden ab 9.30 Uhr die Erklärungen der Verfahrensbeteiligten zur Vernehmung eines israelischen Zeugen erwartet.
Und auf diese Themen blicken unsere Kolleginnen und Kollegen bei "Deutschland am Morgen":
Bundeskanzler Merz rechnet vorerst nicht mit der US-Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland. Militärexperten schlagen Alarm. Was bedeutet das konkret für die Sicherheit in Deutschland? ntv-Politikkorrespondent Dimitri Blinski in Berlin gibt Einschätzungen.
Ab 8 Uhr zu Gast: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Heute ist der internationale Tag der Feuerwehrleute. Wie wichtig sie sind, zeigen aktuelle Bilder aus Jüterbog in Brandenburg. Hier hat sich der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz weiter ausgebreitet.
Nach den sonnigen Tagen übers lange Wochenende geht es mit den Temperaturen vielerorts heute schon wieder runter. Tendenz weiter sinkend. Unterschiede von mehr als 10 Grad innerhalb weniger Tage - das macht vielen Menschen zu schaffen. Doch wie kommt Wetterfühligkeit eigentlich zustande?
Wie mittlerweile jeden Tag geht es auch heute um den Buckelwal. Zwar schwimmt er wieder im offenen Meer, aber keiner weiß, wo genau. Nach der Freilassung in der Nordsee sendet der GPS-Tracker keinen Standort. Und die begleitende Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies erhebt schwere Vorwürfe.
Einer der größten Musiker des Landes feiert bald Geburtstag: Udo Lindenberg. Am 17. Mai wird der Panikrocker 80 Jahre alt, mehr als 60 davon steht er auf der Bühne. Zur Feier zeigt eine Ausstellung in Hamburg seltene Einblicke in Udos Karriere. Was es dort zu sehen gibt, sehen Sie bei Deutschland am Morgen.
Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de. Starten Sie gut in den Tag.
Wolfgang Grupp gibt Waffe ab - Konsequenzen nach Suizidversuch
"Mein Revolver, den ich aus Sicherheitsgründen hatte, ist nicht mehr da": Nach seinem Suizidversuch hat der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp Konsequenzen gezogen. Sein Sohn hallte seine Waffe mittlerweile "unter Verschluss." Auch seinen Jagdschein habe er nicht mehr.
Der 84-Jährige hatte Mitte vergangenen Jahres einen Suizidversuch öffentlich gemacht. Er habe an Altersdepression gelitten und sich Gedanken darüber gemacht, ob er überhaupt noch gebraucht werde, hieß es in einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter. Er bedauere sehr, was geschehen sei und würde es gerne ungeschehen machen, hatte der Unternehmer geschrieben. Er habe den Schritt sofort bereut und sprach von einer belastenden Phase nach der Übergabe des Unternehmens, in der er sich vorgemacht habe, nicht mehr gebraucht zu werden, sagte Grupp. Er nehme inzwischen Medikamente und arbeite weiterhin im Unternehmen mit - wenn auch mit geringerer Belastung. Die Verantwortung liege heute bei seinen Kindern. Mehr als 2000 Zuschriften habe er nach dem Suizidversuch erhalten, viele davon von Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befunden hätten. "Das hat mich sehr bewegt."
Flugzeug von Spaniens Regierungschef muss in Ankara notlanden
Ein Flugzeug mit Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez an Bord hat am Sonntagabend in der Türkei notlanden müssen. Die spanische Regierung bestätigte entsprechende Medienberichte. An dem Flugzeug habe es ein technisches Problem gegeben, weshalb die Notlandung in Ankara vorgenommen worden sei. Die spanische Regierung gab keine weitere Einzelheiten bekannt.
Die spanische Delegation wird die Nacht in Ankara verbringen und heute Morgen ihre Reise nach Armenien fortsetzen, wie die Regierung in Madrid mitteilte. In Armenien treffen sich in der Hauptstadt Eriwan die Staats- und Regierungschefs von mehr als 40 europäischen Ländern. Überschattet wird der Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) von den angespannten Beziehungen zwischen Europa und den USA.