Dienstag, 26. November 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Dienstag, der 26. November 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

ich verabschiede mich in den Feierabend, aber nicht bevor ich Ihnen die bestgelesenen Artikel des Tages vorgestellt habe:

Ich wünsche Ihnen eine schönen Abend und eine gute Nacht, bis morgen!

21:59 Uhr

Helmut Berger beendet seine Karriere

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Helmut Berger hat das Ende seiner Karriere angekündigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Helmut Berger zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück. Der einst von der "Vogue" zum "schönsten Mann der Welt" ernannte Berger sei laut einem Bericht der "Bild" erst diese Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sein Gesundheitszustand scheint sich glücklicherweise stabilisiert zu haben. "Herrn Berger geht es gut", teilt sein Management mit. "Er hat mehrere Lungenentzündungen in den vergangenen Monaten hinter sich, wovon er sich erholt hat, was uns alle sehr freut." Weitere Interviews wolle der Schauspieler nicht mehr geben.

Berger gehörte in den Sechzigern und Siebzigern mit Rollen in "Ludwig II.", "Das Bildnis des Dorian Gray" oder "Die Verdammten" zu den größten Filmstars Europas. Sein extravagantes Jetset-Leben und sein Ruf als Enfant Terrible machten ihn zum gern gesehenen Gast in jeder Talkshow. Doch damit ist jetzt Schluss.

21:14 Uhr

Trump begnadigt "Brot" und "Butter"

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"Bread" und "Butter" auf ihrem Zimmer in einem Luxushotel in Washington.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump hat zwei Truthähne im Weißen Haus begnadigt und den beiden Vögeln damit das Schicksal vieler Artgenossen an Thanksgiving erspart.

  • Trump folgte mit der Begnadigung im Rosengarten des Weißen Hauses einer Tradition. Wie bereits im vergangenen Jahr erstreckte Trump seine Gnade gleich auf zwei der Tiere, die diesmal "Bread" (Brot) und "Butter" (Butter) hießen.
  • An Thanksgiving wird in vielen amerikanischen Familien traditionell Truthahn serviert. Im vergangenen Jahr hatte Trump die Vögel "Peas" (Erbsen) und "Carrots" (Karotten) begnadigt.
  • Thanksgiving wird in den USA am vierten Donnerstag im November begangen - also am kommenden Donnerstag.

21:02 Uhr

"Ich bin stark": 82-Jährige verprügelt Einbrecher

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Ein Einbrecher im US-Bundesstaat New York hat sich ein falsches Opfer für einen Raub ausgesucht.

  • Der Mann habe an die Tür einer 82-Jährigen geklopft und sich dann mit Gewalt Zutritt verschafft, berichten US-Medien. Was er offenbar nicht wusste - die Seniorin ist eine Gewichtheberin.
  • Die 82-Jährige nahm erst einen Tisch zur Hilfe, um sich gegen den Mann zur Wehr zu setzen. Nachdem dieser zerbrochen war, setzte sie dessen Metallbeine als Verteidigungsmittel ein - und dann auch noch eine Flasche Shampoo und einen Besen.
  • "Ich bin alt und ich bin alleine - aber wisst ihr was? Ich bin stark", sagte die Frau einem lokalen TV-Sender. Sie sei "knallhart", bescheinigten ihr auch die zuständigen Polizisten, die der 82-Jährigen schließlich halfen und später ein gemeinsames Foto auf Twitter veröffentlichten.

 

20:28 Uhr

Trump: Teilabkommen mit China in letzten Geburtswehen

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Trump hatte schon häufiger Fortschritte gemeldet, bislang haben aber diese nicht zum Abschluss eines Abkommens geführt.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump zufolge steht im Handelskrieg mit China der Abschluss eines Teilabkommens unmittelbar bevor. "Wir sind in den letzten Geburtswehen eines sehr wichtigen Abkommens", sagte Trump im Weißen Haus. Die Gespräche liefen "sehr gut", fügte er hinzu.

In den festgefahrenen Handelsgesprächen der beiden größten Volkswirtschaften hatten beide Seiten schon häufiger Fortschritte gemeldet, bislang haben diese aber nicht zum Abschluss eines Abkommen geführt.

Seit Trump vor rund einem Jahr angefangen hat, schrittweise Strafzölle auf Importe aus China zu erheben, liefern sich die beiden Staaten einen erbitterten Handelskonflikt. Trump fordert eine stärkere Marktöffnung, besseren Schutz von Urheberrechten und einen Abbau staatlicher Subventionen. China reagierte mit Gegenzöllen. Die Auseinandersetzung bremst das Wachstum in beiden Ländern und schwächt auch die Weltkonjunktur.

20:04 Uhr

"Hässliche Sachen": Papst gesteht Finanzskandal ein

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Der Papst sieht im Finanzskandal auch etwas Positives.

(Foto: picture alliance/dpa)

Papst Franziskus hat einen Finanzskandal im Vatikan eingestanden. "Sie haben Sachen gemacht, die nicht sauber erscheinen", sagte der Pontifex auf dem Rückflug von Tokio nach Rom zu Ermittlungen im Staatssekretariat und der Finanzaufsicht des Kirchenstaates. "Es gab Fälle von Korruption."

  • Das Gute sei, dass der Fall dieses Mal "von innen" aufgedeckt worden sei, nicht wie andere Skandale von außen. "Ich bin zufrieden, dass die Verwaltung im Vatikan die Fähigkeit hat, um hässliche Sachen wie diese aufzuklären."
  • Dabei geht es unter anderem um Gelder aus dem sogenannten Peterspfennig - einer Kollekte, die jedes Jahr in den Kirchen weltweit für den Papst gesammelt wird. Das Geld soll unter anderem in Luxusimmobilien in London investiert worden sein, wie Anfang Oktober bekannt wurde.
  • Gegen fünf Mitarbeiter der Kurie wird ermittelt, sie wurden vom Dienst suspendiert. Es wurden auch Büros des vatikanischen Staatssekretariats durchsucht.
19:31 Uhr

Datenleck durch Router: Patientendaten monatelang online

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Wegen einer Schwachstelle eines Telekom-Routers waren Zehntausende Patientendaten monatelang frei im Internet verfügbar.

(Foto: picture alliance / Frank Rumpenh)

Die Daten von rund 30.000 Patienten einer Arztpraxis im niedersächsischen Celle sind über Monate frei im Internet einsehbar gewesen. Grund für das Datenleck war eine Schwachstelle eines Routers der Telekom.

Nach Angaben des Unternehmens hatte die Telekom schon im Mai Kenntnis von der Schwachstelle, schrieb die betroffenen Kunden aber nicht direkt an. Erst vergangene Woche wurden die betroffenen Router demnach automatisch aktualisiert und das Datenleck somit geschlossen.

Nach Angaben eines Telekom-Sprechers wäre der Zugriff auf die Daten grundsätzlich für jeden Internetnutzer möglich gewesen, "man hätte aber schon ein sehr ambitionierter Mensch sein müssen, um diesen Eingang zu finden".

19:07 Uhr

Legendäre sowjetische Spionin Wartanjan ist tot

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Hier gratuliert Kremlchef Putin Wartanjan zum Weltfrauentag 2005.

(Foto: AP)

Zusammen mit ihrem Ehemann hat Goar Wartanjan im Zweiten Weltkrieg ein Attentat der Nazis auf Stalin, Churchill und Roosevelt vereitelt. Gestern ist sie im Alter von 93 Jahren gestorben.

  • Goar Wartanjan werde neben ihrem 2012 verstorbenen Mann Gework auf einem Moskauer Friedhof beigesetzt, teilte ein Sprecher des russischen Auslandsgeheimdiensts dem SWR mit.
  • Das Agentenpaar war in zahlreichen Auslandsmissionen für den sowjetischen Geheimdienst tätig.
  • Berühmt wurden Goar und Gework Wartanjan, weil sie 1943 ein von den Nazis geplantes Attentat mit dem Titel "Unternehmen Weitsprung" auf die Teheraner Konferenz vereitelt haben sollen. Dort hatten sich die drei Hauptalliierten der Anti-Hitler-Koalition, Josef Stalin, Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt, erstmals getroffen.
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    Stalin, Roosevelt, Churchill - das Ehepaar Wartanjan rettete ihnen 1943 das Leben.

    (Foto: imago/Cinema Publishers Collection)

18:43 Uhr

Kuh rettet sich vor Schlachter mit Sprung in See

Eine Kuh in Vipperow an der Müritz hat wohl geahnt, wohin die Reise gehen sollte - in den Schlachthof nämlich. Als der Landwirt Roberto Schulz sie auf den Hänger treiben wollte, brach die Kuh "Hanna" aus, rannte zum See und war von den Verfolgern nicht mehr gesehen.

  • Am Nachmittag hörten Spaziergänger bei Rechlin am anderen Seeufer ein klägliches Muhen und riefen die Feuerwehr zu Hilfe.
  • "Als wir vor Ort eintrafen, steckte die Kuh fast bis zum Hals im Schlamm. Sie konnte sich von alleine weder bewegen noch selbst befreien", sagte Rechlins Wehrführer Marcel Schüler dem "Nordkurier". Mit Hilfe von Seilen und einem Radlader wurde das Rind aus dem Schlamm gezogen. Es war immerhin etwa einen Kilometer über die Kleine Müritz ans andere Ufer geschwommen.
  • Das Tier überlebte das Abenteuer unterkühlt. Der Ausbruch brachte Hanna zumindest einen Aufschub.
18:04 Uhr

Junge von umstürzender Ampel erschlagen

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Der Junge wartete zum Zeitpunkt des Unfalls neben der Ampel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Tragischer Unfall in Baden-Württemberg: Ein 13-jähriger Junge ist in Giengen an der Brenz von einem umstürzenden Ampelmasten erschlagen worden.

Nach Angaben der Polizei verlor ein 18-Jähriger aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr beim Abbiegen gegen die Ampel und brachte diese dadurch zu Fall. Der Mast stürzte auf den Jungen, der neben der Ampel wartete, und verletzte ihn so schwer, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb.

17:33 Uhr

Katie Price ist offiziell pleite

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Katie Price hat kein Geld mehr.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das britische Ex-Model Katie Price ist von einem Gericht in London für zahlungsunfähig erklärt worden.

Im vergangenen Dezember hatte der Reality-TV-Star mit einem Zahlungsplan für seine Schulden gerade noch einen Bankrott abwenden können. Weil Price erneut ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkam, landete der Fall nun wieder vor Gericht.

Die 41-Jährige soll einst über ein Vermögen von 40 Millionen Pfund (etwa 47 Millionen Euro) verfügt haben.

17:13 Uhr

Berliner Senat beschließt Mietendeckel

Berlins rot-rot-grüne Regierung macht einen weiteren wichtigen Schritt auf dem zur Einführung des Mietendeckels.

  • Der Senat hat heute den geplanten Mietendeckel endgültig beschlossen - und bringt das bundesweit umstrittene Gesetz nun zur weiteren Beratung in das Abgeordnetenhaus ein.
  • Rot-Rot-Grün will die Mieten für 1,5 Millionen vor 2014 gebaute Wohnungen fünf Jahre auf dem Stand von Mitte 2019 einfrieren und für Neuvermietungen Obergrenzen je nach Alter und Ausstattung der Wohnung festlegen. In bestimmten Fällen sollen Mietsenkungen möglich sein.
  • Im Berliner Abgeordnetenhaus wird der Gesetzentwurf in den nächsten Wochen und Monaten nun weiterdiskutiert. Je nachdem, wie lange die Beratungen dauern, soll der Mietendeckel dann im Januar oder Februar 2020 endgültig beschlossen werden und spätestens im März in Kraft treten. Gelten soll er dann rückwirkend zum 18. Juni 2019 - an dem Tag hatte sich der Senat auf erste Eckpunkte verständigt.
16:34 Uhr

Kampfjets über Washington - Weißes Haus zeitweise abgesperrt

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Warum der Pilot in den gesperrten Luftraum eingedrungen war, ist noch nicht klar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Luftwaffe hat wegen des mutmaßlichen Eindringens eines Flugzeugs in gesperrten Luftraum über Washington Alarm ausgelöst.

  • Militärmaschinen wurden wegen des Vorfalls in die Luft geschickt. Die Kampfjets seien "vor Ort und reagieren", hieß es in Erklärung des für die Verteidigung des US-Luftraums zuständigen Luftwaffenkommandos.
  • Allerdings teilte das Kommando auch mit, dass das Flugzeug "zur jetzigen Zeit nicht als feindselig betrachtet" werde.
  • Reporter vor Ort berichteten, dass wegen des Vorfalls der Zugang zum Weißen Haus gesperrt wurde. Allerdings wurde die Sperre bereits nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Die gleiche Sicherheitsmaßnahme wurde nach Angaben eines Parlamentsmitarbeiters kurzzeitig auch für den Kongress getroffen.
16:08 Uhr

"Papa hat gesagt, der muss weg" - Mann räumt Mordbeteiligung ein

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Der "Papa" und seine Söhne sollen drei Menschen umgebracht haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Vater und zwei Söhne sollen in Baden-Württemberg zwei Partner der Tochter und einen weiteren Mann getötet haben. Jetzt stehen sie vor Gericht.

Zum Auftakt des Prozesses am Landgericht Ellwangen hat einer der jungen Männer eingeräumt, an zwei der Taten beteiligt gewesen zu sein. Außerdem belastete er seinen Vater: "Papa hat gesagt, der muss weg", sagte der Angeklagte über die Tötung des Lebensgefährten seiner Schwester aus. Als Motiv gab er an, der Lebensgefährte habe die Kinder der Schwester schwer misshandelt. So habe dieser ihnen Zähne ausgeschlagen und sie gezwungen, sich mit der Klobürste die Zähne zu putzen. Deshalb habe man das Opfer 2014 mit einem Seil erdrosselt, sagte der 33-Jährige.

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15:38 Uhr

Drei Männer saßen 36 Jahre unschuldig in Haft

In den USA sind drei zu Unrecht verurteilte Männer nach 36 Jahren aus dem Gefängnis freigelassen worden. Ein Gericht in Baltimore sprach die drei Schwarzen frei, die in den 80er Jahren wegen des Mordes an einem 14-jährigen Jungen zu lebenslanger Haft verurteilt worden waren.

  • In einer Highschool in Baltimore war 1983 ein Schüler erschossen und seine Jacke gestohlen worden. Die damals 16 und 17 Jahre alte Jugendliche gerieten schnell ins Visier der Ermittler, da sie vor der Tat am Tatort gesehen worden waren und einer der dreien eine identische Jacke wie das Opfer besaß. Die Mutter des Jugendlichen konnte allerdings den Kassenbeleg der Jacke vorlegen.
  • Vier Zeugen der Tat gaben zunächst an, die drei Jugendlichen nicht zu erkennen und zudem nur einen Schützen gesehen zu haben.
  • Im Laufe des Prozesses wurden die Zeugen jedoch von Polizisten genötigt, die 16- und 17-Jährigen zu beschuldigen, wie die Staatsanwaltschaft nun aufdeckte. Die drei Jugendlichen wurden daraufhin zu lebenslanger Haft verurteilt. Später widerriefen die Zeugen ihre Aussagen.
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14:38 Uhr

Mord beim Freigang: Justizbeamte freigesprochen

Der Bundesgerichtshof hat zwei Justizvollzugsbeamte vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Sie hatten einem Gefangenen Hafterleichterungen gewährt, der dann während eines Freigangs als Geisterfahrer auf der Flucht vor der Polizei einen tödlichen Unfall verursacht hatte und anschließend als Mörder verurteilt wurde.

Der Vorsitzende Richter unterstrich in Karlsruhe das auf das Grundgesetz gestützte Recht auf Resozialisierung, zu dem auch Hafterleichterungen gehören. Vertretbare Risiken müssten dabei hingenommen werden. Obwohl der Gefangene bereits mehrfach wegen Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden war, sei nicht vorherzusehen gewesen, dass es auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle zu einer solchen tödlichen Tat kommen würde.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabscheidet sich in den wohlverdienten Feierabend. Doch der "Tag" geht natürlich weiter. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, bis zum späten Abend versorge ich Sie hier mit den neuesten Nachrichten aus der ganzen Welt.

14:09 Uhr

Bewaffnete entführen Flugzeug und stehlen die Fracht

In Papua-Neuguinea haben Bewaffnete ein Flugzeug entführt und sich nach der Landung mit der Fracht davongemacht. Wie die Charterfluglinie Tropicair mitteilte, waren die acht Männer bei einem Zwischenstopp zum Auftanken in Gasmata auf der Insel Neubritannien in die Maschine eingedrungen und hatten den Piloten zum Losfliegen gezwungen. Passagiere waren nach Angaben eines Sprechers nicht an Bord.

Die Entführer zwangen den Piloten den Angaben zufolge dazu, eine ungenutzte Landebahn in einer abgelegenen Region anzufliegen, wo sie mit der - bislang unbekannten - Fracht und Gepäckstücken aus dem Flugzeug flüchteten. Der Pilot blieb nach Angaben der Fluggesellschaft unverletzt, auch die Maschine wurde nicht beschädigt. Sie befindet sich den Angaben zufolge inzwischen in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby.

13:41 Uhr

Kaffeebecher aus Bambus bergen Gesundheitsrisiken

*Datenschutz

Der Müllberg, den unter anderem Wegwerfkaffeebecher produzieren, wächst jedes Jahr auf eine Rekordhöhe. Menschen, die sich nach Alternativen umschauen, handeln also durchaus umweltbewusst und nachhaltig. Was viele jedoch nicht wissen dürften: Manche Mehrweg-Becher sind schädlich für die Gesundheit. Denn beim Einfüllen von heißem Kaffee oder Tee könnten aus solchen Behältnissen zum Beispiel "bedenkliche Mengen" schädlicher Chemikalien in das Getränk übergehen, warnt nun das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

  • Das Amt führt Ergebnisse zu 56 Produkten an, die 2018 in den deutschen Bundesländern untersucht wurden: Bei einem Viertel wurde der Grenzwert für Melamin und in rund jedem zehnten Fall der für Formaldehyd überschritten.
  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erklärt daher, dass Geschirr, das als sogenannte Bambusware beworben wird, "in der Regel" aus Melamin-Formaldehyd-Harz (MFH) bestehe - nicht biologisch abbaubarem Kunststoff. Bambusfasern würden nur als Füllstoff verwendet.
  • Das BfR empfiehlt, keine heißen Speisen oder Getränke aus Bambusware oder MFH-Geschirr zu sich zu nehmen und es auch nicht zum Erhitzen in der Mikrowelle zu benutzen. In Verbindung mit kalten oder lauwarmen Lebensmitteln sei die Verwendung unbedenklich.
  • In Tierexperimenten traten durch Melamin toxische Wirkungen an der Blase auf. Formaldehyd ist haut- und schleimhautreizend und kann nach dem Einatmen Krebs im Nasen-Rachen Raum auslösen. Außerdem ist Formaldehyd als Allergen für Atemwege und Haut bekannt.
13:35 Uhr
Breaking News

Audi baut Tausende Stellen ab

Der Autobauer Audi streicht in Deutschland unter dem Strich 7500 Stellen. Bis 2025 baut die VW-Tochter 9500 Stellen ab, dafür sollen im Gegenzug 2000 Jobs in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, wie das Unternehmen mitteilte.

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13:19 Uhr

Australier wegen Überfahrens von 20 Kängurus verurteilt

Bei einer Spritztour lenkt ein 20-Jähriger seinen Geländewagen bewusst gegen diverse Kängurus. Mindestens 20 von ihnen werden überrollt und sterben - darunter auch Jungtiere. Der Fund der toten Beuteltiere auf einer Straße in Tura Beach im südöstlichen Bundesstaat New South Wales sorgt in ganz Australien für Entsetzen. Nach einer tagelangen Fahndung nimmt die Polizei den jungen Autofahrer fest.

Für die grausame Tat im September dieses Jahres drohten dem Fahrer bis zu fünf Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, bei dem "Akt sinnloser Gewalt" vielen wehrlosen Tieren viel Leid zugefügt zu haben. Doch ein Gericht ließ nun Milde walten und verurteilte den Mann wegen Tierquälerei zu 500 Sozialstunden. Der Angeklagte habe sich vor Gericht schuldig bekannt, berichteten australische Medien. Der Richter hätte daher von einer Haftstrafe abgesehen.

12:49 Uhr

Zwei Tote nach Feuer in Fachwerkhaus geborgen

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Der Einsatz in dem einsturzgefährdeten Haus ist für die Feuerwehrleute gefährlich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Feuerwehr ist es ein heikler Einsatz. In Baden-Württemberg gerät ein Fachwerkhaus aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Zwar gelingt es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Doch das Gebäude wird durch die Flammen so schwer beschädigt, dass Einsturzgefahr besteht. Die Bewohner des Hauses gelten zunächst als vermisst. Es handelt sich um einen Mann, eine Frau und eine Pflegekraft.

Am späten Vormittag meldet dann die Polizei, dass zwei der drei Vermissten nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden konnten. Die Suche nach dem dritten Bewohner in Neudenau bei Heilbronn gehe weiter.

12:20 Uhr

Gorgonzola wegen Belastung mit Listerien zurückgerufen

Ein vom Discounter Penny verkaufter Gorgonzola-Käse ist vom Hersteller zurückgerufen worden. In einer Charge wurden Listerien nachgewiesen. "Von dem Verzehr der betroffenen Produkte wird dringend abgeraten", heißt es in der Mitteilung auf der Penny-Homepage.

  • Betroffen seien die Produkte San Fabio, Gorgonzola Dolce DOP, 200 g (EAN 23685390) und San Fabio, Gorgonzola Piccante DOP, 200 g (EAN 22138569) jeweils mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 26.11.2019.
  • Nicht betroffen seien Produkte mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten.
  • Kunden können den Käse im jeweiligen Markt zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.
  • Listerien sind Lebensmittelkeime, die vor allem für Schwangere, Kleinkinder und Kranke gefährlich sein können.
11:55 Uhr

Deutscher Klima-Bericht listet Todesfälle durch Hitze auf

Für Bundesumweltministerin Svenja Schulze sind es "alarmierende" Befunde. Dem aktuellen Klima-Monitoringbericht der Bundesregierung zufolge sind in den vergangenen Jahren hitzebedingte Todesfälle in Deutschland aufgetreten. Diese wurden nun erstmals beziffert. Demnach sind im Jahr 2003 rund 7500 Menschen mehr gestorben als ohne Hitzeperiode zu erwarten gewesen wäre. In den Jahren 2006 und 2015 gab es jeweils 6000 zusätzliche Todesfälle.

Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbarer und lassen sich immer besser belegen. Durch die Erderwärmung komme es zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft, so der Bericht. "Die Folgen des Klimawandels treten immer deutlicher zu Tage", sagte Ministerin Schulze. "Dem können wir nur mit vorsorgendem Klimaschutz und konsequenter Anpassung an den Klimawandel begegnen."

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11:37 Uhr

Trecker stauen sich in Berlin - Protest gegen Agrarpolitik

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Es sah doch sehr beeindruckend aus, als sich Dutzende Traktoren auf der Karl-Marx-Allee aneinanderreihten und hupend an unserer Redaktion vorbeifuhren. Derzeit sind Tausende Bauern aus ganz Deutschland zu einer Demonstration nach Berlin gekommen. Am Mittag protestieren sie am Brandenburger Tor gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Ihr Zorn richtet sich unter anderem gegen geplante schärfere Vorgaben zum Insekten- und Umweltschutz und weitere Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers. Dadurch würden landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, argumentieren die Landwirte.

In der Hauptstadt und dem angrenzenden Brandenburg sorgten ihre Fahrzeuge im Berufsverkehr für Behinderungen. Die Polizei sprach von 5095 Traktoren, die sie durch Brandenburg begleitet hat. Teilweise gab es bis zu 20 Kilometer lange Konvois. Auf der Fahrt nach Berlin kam es bei Überholmanövern auch zu Unfällen.

Übrigens, was der Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter über den Protest denkt, erfahren Sie in unserem "Frühstart".

11:14 Uhr

Mordfall Galizia: Büroleiter von Maltas Regierungschef tritt zurück

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Daphne Caruana Galizia starb im Oktober 2017.

(Foto: REUTERS)

Der Mord an der Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia hält Maltas Machtelite noch immer in Atem. Die 53-Jährige war am 16. Oktober 2017 bei einem Bombenanschlag auf ihr Auto getötet worden. Ihre Ermordung löste europaweit Erschütterung aus. Die Journalistin hatte regelmäßig über Korruption, Geldwäsche, Vetternwirtschaft und andere illegale Geschäfte in Malta berichtet. In manche der Skandale waren auch Mitglieder der Regierung von Malta verwickelt.

Nun trat in diesem Kontext der Büroleiter des Regierungschefs von Malta zurück. Das teilte Ministerpräsident Joseph Muscat in Valletta mit. Sein bisheriger Büroleiter Keith Schembri soll Ermittlerkreisen zufolge von der Polizei verhört werden, weil sein Name in Verbindung mit einem Hauptverdächtigen in dem Mordfall genannt wurde. Die Ermittler versuchen derzeit, den Drahtzieher des Mordanschlags ausfindig zu machen.

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10:55 Uhr

Auto kracht in Österreich durchs Schaufenster

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Die Feuerwehr musste die Frau aus dem Auto befreien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Auto bis zum Bezahlen: In Österreich ist eine 42-Jährige mit ihrem Wagen in ein Einrichtungshaus gekracht. Wie die Polizei mitteilte, rollte der Wagen einige Meter durch den Laden und blieb erst an der Kasse stehen. Zwei Mitarbeiterinnen des Geschäfts im Bundesland Niederösterreich wurden von verschobenen Regalen und Waren erfasst und verletzt. Die Autofahrerin wurde durch die Trümmerteile im Auto eingeschlossen und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Die 42-Jährige habe das Auto eigentlich auf dem Kundenparkplatz abstellen wollen. Wieso sie letztlich aber durch das Schaufenster ins Geschäfts gefahren ist, ist nach Angaben der Polizei unklar. Ein Alkoholtest war negativ.

10:30 Uhr

Drehbuch für neuen "Star Wars"-Film bei Ebay im Angebot

*Datenschutz

Am 18. Dezember geht die dritte "Star Wars"-Trilogie zu Ende. Dann kommt der Teil "Der Aufstieg Skywalkers" in die deutschen Kinos. Während Fans hierzulande dem nächsten Streifen aus der Weltraumsaga entgegenfiebern, wäre dessen Handlung beinahe schon im Vorfeld an die Öffentlichkeit gelangt. Der Regisseur der Kultreihe, J.J. Abrams, offenbarte nun in der Sendung "Good Morning America": Das Drehbuch für den neuen Film wurde zwischenzeitlich auf Ebay feilgeboten.

"Ein Schauspieler ließ es unter dem Bett, und jemand, der da sauber machte, hat es gefunden und jemandem gegeben, der es auf Ebay verkaufen wollte", sagte Abrams. Das wiederum habe jemand aus der Filmfirma entdeckt - es gebe da auf Ebay ein Drehbuch, das sehr echt aussehe. "Sie bekamen es zurück, bevor es verkauft werden konnte." Wem das Malheur passiert ist, wollte der Regisseur und Filmproduzent nicht verraten.

10:04 Uhr

Kopiert Russland die chinesische Firewall?

Wissen Sie, was ein "Internet Kill Switch" ist? Es handelt sich um die technische Möglichkeit, das Internet per Knopfdruck abzuschalten. Das ist auch in Europa immer wieder Thema, am aktivsten arbeitet derzeit Russland daran. Anfang November ist ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten. Die russische Regierung sagt, dass es um den Schutz vor ausländischen Cyberangriffen geht. Kritiker fürchten Zensur nach chinesischem Vorbild. In dieser Folge von "Wieder was gelernt" erklärt Klaus Landefeld vom Verband der Internetwirtschaft Eco, wie sich das russische Modell vom chinesischen unterscheidet, wo die Probleme liegen und was ein "Kill Switch" eigentlich kostet.

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Wieder was gelernt

Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

09:38 Uhr

US-Minister: Trump wurde von Gott zum Präsidenten auserwählt

*Datenschutz

Höchste Weihe für Donald Trump: Der scheidende US-Energieminister Rick Perry hält den Präsidenten nach eigenen Worten für den von Gott persönlich auserwählten Anführer der Vereinigten Staaten. Auf den Posten komme niemand ohne "Gottes Segen", sagte Perry in einem Interview mit dem Sender Fox News. Trump selbst hatte sich im August - allerdings nach späteren eigenen Angaben im Scherz - zum "Auserwählten" erklärt.

Dabei dürfte auch Trumps glühendsten Anhängern klar sein, dass der 73-Jährige kein fehlerloser Mensch ist. Warum Gottes Wahl dennoch auf den Immobilienmogul gefallen sei, erklärte der praktizierende Christ Perry mit Verweis auf die großen Regenten des Alten Testaments: Gott habe schon immer "unvollkommene" Menschen auf den Thron gehoben. "König David war nicht perfekt. Saul war nicht perfekt. Salomo war nicht perfekt", sagte Perry. Die göttliche Vorsehung habe sogar für den bei US-Republikanern verhassten demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama gegolten.

09:03 Uhr

82-Jährige schlägt Einbrecher krankenhausreif

*Datenschutz

"Er hat das falsche Haus für seinen Einbruch gewählt." Willie Murphy kann wohl als Prototyp der rüstigen Rentnerin gelten. Die 82-Jährige aus Rochester im US-Bundesstaat New York ist passionierte Bodybuilderin und trainiert trotz ihres Alters mehrmals die Woche. Diese Information hätte wohl gerne auch der Mann gehabt, der sich dazu entschloss, in der vergangenen Woche in das Haus der Seniorin einzudringen.

US-Medienberichten zufolge war Murphy gerade im Begriff, ins Bett zu gehen, als sie den Mann an der Tür wahrnahm. Er rief, er brauche Hilfe und sie solle einen Notarzt alarmieren. Sie wählte die Nummer der Polizei. Dann vernahm sie ein lautes Geräusch und der Mann stand plötzlich vor ihr in der Wohnung. Kurzentschlossen attackierte sie ihn mit diversen Gegenständen. Nach eigenen Angaben warf sie einen Tisch auf ihn (die Polizei spricht in ihrem Report von einem Stuhl). Als dieser zerbrach, nahm sie die Tischbeine, um auf den Mann einzuschlagen. Dann sprang sie mehrmals auf ihn. Aus der Küche holte sie schließlich eine Flasche Shampoo und spritzte die Flüssigkeit dem Einbrecher ins Gesicht.

Als die Polizei schließlich eintraf, war der Gescholtene nach Angaben Murphys überaus glücklich, endlich wieder aus dem Haus zu kommen. "Ich glaube, er war froh, als er in den Krankenwagen geschoben wurde, weil ich ihn in den Krankenwagen geschickt hatte. Ja, das habe ich."

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Harald Glööckler will Mallorca-Musiker werden

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Der zukünftige Köönig von Mallorca?

(Foto: imago images/STAR-MEDIA)

Sie müssen jetzt ganz stark sein: Mode-Designer Harald Glööckler will versuchen, als Musiker in Mallorca Fuß zu fassen. Das sagte er jedenfalls der "Bild"-Zeitung. Gemeinsam mit Ballermann-Produzent Mike Rötgens will Glööckler nach eigenen Angaben einen Song aufnehmen und möglicherweise in der kommenden Saison auf Mallorca live auftreten. Sein erstes Lied soll "VIP" heißen - laut Glööckler ein Song voller Lust und Lebensfreude.

Die Konkurrenz fürchtet Glööckler offenbar nicht. "Den 'König von Mallorca' gibt es ja schon", sagte er, "vielleicht kann ich ja der Köönig werden". Er selbst sei bereits 1994 gemeinsam mit Jürgen Drews aufgetreten und habe damals einen Krönungsmantel samt Krone getragen: "Kurz darauf wurde dieser Look zum Markenzeichen von Jürgen Drews. Ich finde, es ist an der Zeit, dass ich mir die Krone zurückhole."

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:15 Uhr

Geduldsprobe für Autofahrer - Stau auf mehr als 200 Kilometern

Vielleicht ist Bahnfahren ja doch nicht so schlecht… Auf den Straßen Nordrhein-Westfalens staut sich der Verkehr nach Informationen des WDR-Staumelders am frühen Morgen auf mehr als 200 Kilometern. Besonders langsam geht es demnach unter anderem auf der Autobahn 57 zwischen Kreuz Moers und Krefeld-Oppum in Richtung Köln voran. 30 Minuten sollten Autofahrer hier zusätzlich einplanen, der Verkehr stockt auf einer Länge von etwa zehn Kilometern. Auch auf der A1 zwischen Dreieck Erfttal und Gleuel in Richtung Köln dauert es deutlich länger: Nach einem Unfall mit mehreren Autos ist der linke Fahrstreifen blockiert. Bei einem Stau von acht Kilometern Länge ist mit einer Verzögerung von 30 Minuten zu rechnen. Zwischen Kreuz Köln-West und Kreuz Köln-Süd dauert es etwa 20 Minuten länger. In Richtung Köln staut sich der Verkehr auf acht Kilometern. Sollten Sie also alternative Verkehrsmittel oder Reisezeiten zur Verfügung haben, empfehle ich Ihnen, diese in Anspruch zu nehmen.

07:54 Uhr

Oscars lassen grüßen: Panne bei den International Emmys

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Die Macher der ZDF-Reihe "Bad Banks" wussten schon sehr früh, dass sie leer ausgehen würden. Bei der Verleihung der International Emmys in der Kategorie "Beste Dramaserie" verloren sie gegen die britische Produktion "McMafia". Abgezeichnet hatte sich das beim internationalen Ableger der wichtigsten US-Fernsehpreise zu Beginn der Gala - wegen einer peinlichen Panne: Laudator John Turturro sollte die erste Auszeichnung des Abends verkünden ("Beste Miniserie"), hatte aber den falschen Umschlag dabei und gab dadurch vorzeitig den Gewinner des Preises für die "Beste Dramaserie" bekannt. Dieses Rätsel hätte eigentlich erst zum Abschluss der Zeremonie aufgelöst werden sollen.

Das weckt Erinnerungen an den legendären Fauxpas bei den Oscars im Jahr 2017. Damals wurde zunächst "La La Land" als bester Film verkündet. Kurz darauf wurde jedoch klar, dass auch hier der falsche Umschlag in die Hände der Laudatoren gelangt war. Tatsächlicher Gewinner war das Drama "Moonlight".

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:42 Uhr

Kunden benoten Deutsche Bahn nur mit "Befriedigend"

Ich bin in den vergangenen Tagen zweimal ICE gefahren - jeweils rund fünf Stunden. Und ich hatte insgesamt nur 30 Minuten Verspätung wegen eines Notarzteinsatzes an einem Kölner Bahnhof. Ich bin also recht zufrieden mit der Bahn. Meine Mitreisenden sind da etwas kritischer unterwegs. Einer Umfrage des Verkehrsclub Deutschland (VCD) zufolge geben die Fahrgäste dem bundeseigenen Unternehmen nur die Schulnote befriedigend (2,8).

Besonders Verspätungen und die Fahrkartenpreise ziehen demnach die Bewertung nach unten. Gut schneidet die App der Bahn ab, auch bei den Themen Sicherheit und Klima kann das Unternehmen punkten, wie aus dem "VCD Bahntest" hervorgeht. Damit mehr Menschen in ICE und Intercity einsteigen, müssen die Züge demnach vor allem schnell sein. Für jeden Zweiten zählt die Fahrtdauer zu den wichtigsten Gründen für den Bahn-Fernverkehr. Pünktlichkeit (30 Prozent) und Klimaverträglichkeit (29 Prozent) liegen erst an vierter und fünfter Stelle. Wichtiger sind den Bahnkunden demnach, wenig umsteigen zu müssen (43 Prozent) und günstige Tickets (41 Prozent) zu bekommen.

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07:20 Uhr

US-Gericht: Trumps Ex-Mitarbeiter muss im Kongress aussagen

Herbe Schlappe für US-Präsident Donald Trump: Der frühere Leiter der Rechtsabteilung des Weißen Hauses, Don McGahn, muss einer Vorladung eines Ausschusses des Repräsentantenhauses Folge leisten und im Parlament aussagen. Er könne sich nicht auf die Immunität hoher Regierungsmitarbeiter oder Gründe der nationalen Sicherheit berufen, erklärte Bundesrichterin Ketanji Brown Jackson. Es stehe auch nicht in der Macht des Präsidenten, einen seiner Mitarbeiter davon zu befreien, einer solchen Vorladung des Kongresses Folge zu leisten. Niemand stehe über dem Gesetz, erklärte die Richterin.

Welche Informationen der Mitarbeiter dem Kongress tatsächlich preisgeben dürfe, werde jedoch zum Teil von anderen Vorschriften geregelt. Das Justizministerium wollte US-Medienberichten zufolge Berufung gegen die Entscheidung der Richterin einlegen. Der Justizausschuss hatte McGahn im Rahmen der Ermittlungen zur möglichen Beeinflussung der US-Wahlen durch Russland vorgeladen. McGahn hatte Sonderermittler Robert Mueller Rede und Antwort gestanden, die Regierung wollte ihn aber an einer Aussage im Parlament hindern.

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07:07 Uhr

Starkes Erdbeben erschüttert Albanien

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Durch das Beben wurde ein Hotel in Durres stark beschädigt.

(Foto: dpa)

Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat die Menschen an der Westküste Albaniens aus dem Schlaf gerissen. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 30 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tirana, der Entstehungsort rund zehn Kilometer unter der Erdoberfläche, wie das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam und die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilten. Es dürfte sich um das schwerste Beben seit Jahrzehnten in dem Balkanstaat handeln.

Bei einer Serie schwächerer Erdbeben waren im September mehr als 100 Menschen in Albanien verletzt und Hunderte Gebäude beschädigt worden. Die Angaben zur Stärke dieser Beben lagen zwischen 4,4 und 5,8. Das Verteidigungsministerium sprach daraufhin vom schwersten Erdbeben in Albanien seit Jahrzehnten. Es war auch in den Nachbarländern Montenegro und Nordmazedonien zu spüren gewesen. Der Mittelmeerraum gehört zu den aktivsten Erdbebenregionen Europas.

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07:03 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

es ist ein "Super-Gau", sagt Museumsdirektor Dirk Syndram. Unbekannte brechen am Montagmorgen gegen 5 Uhr in das streng gesicherte Historische Grünen Gewölbe in Dresden ein und stehlen Schmuckstücke aus dem 18. Jahrhundert. Noch fehlt von den Tätern jede Spur. Und auch das Ausmaß des Verlustes ist noch nicht ganz klar. Immerhin sei die Vitrine nicht vollständig leergeräumt worden, berichtet Direktor Syndram. "Ich habe ein Foto gesehen, das zeigt, dass nicht alles fehlt."

Eine umfassende Bestandsaufnahme ist erst nach Ende der Spurensicherung möglich. "Sobald der Tatort freigegeben ist, werden wir die Sachen schnellstmöglich bergen und wissen, wie viel von den knapp 100 Objekten, die insgesamt in der Vitrine waren, nicht mehr da sind", so Syndram. Die Spurensuche soll nach Angaben der Polizei heute Morgen um 7 Uhr weitergehen. Sobald wir weitere Informationen über den spektakulären Beutezug haben, lassen wir Sie daran teilhaben.

Auf diese Themen blicken wir außerdem:

  • Welche Folgen hat die Erderhitzung für Deutschland - und wie sollte das Land sich darauf vorbereiten? Darum geht es in einem Bericht, den Bundesumweltministerin Svenja Schulze in Berlin vorstellt.
  • Bauern aus ganz Deutschland werden heute mit Traktoren zu einer Kundgebung in Berlin erwartet. Demonstriert wird für den Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe, gegen schärfere Düngeregeln und Umweltvorgaben sowie gegen eine "Verunglimpfung" von Bauern.
  • Zum Auftakt der Haushaltswoche im Bundestag redet Finanzminister Olaf Scholz ab 10 Uhr im Parlament. Der Etat 2020 sieht insgesamt Ausgaben von 362 Milliarden Euro vor. Trotz der angeschlagenen Konjunktur und weniger stark steigender Steuereinnahmen hält die schwarz-rote Koalition zum siebten Mal in Folge am Kurs der "schwarzen Null" fest.
  • Die Konsumklimastudie der GfK liefert aktuelle Zahlen zur Verbraucherstimmung in Deutschland. Der monatlich ermittelte Konsumklima-Index war im November um 0,2 Zähler auf 9,6 Punkte zurückgegangen. Mit Spannung wird erwartet, wie optimistisch die Bundesbürger in die für den Handel wichtige Vorweihnachtszeit gehen.
  • Der FC Bayern München peilt in der Champions League den Gruppensieg im Spiel gegen Roter Stern Belgrad an - Bayer Leverkusen kann sich mit einem Sieg bei Lokomotive Moskau doch noch das Überwintern im Europapokal sichern. Alles Weitere erfahren Sie bei meinen Kollegen vom Sport.

Und zum Abschluss noch eine schöne Nachricht: Tina Turner ist eine lebende Musik-Legende und feiert heute ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und blicken in einer Bildergalerie auf das bewegte Leben der starken Rockröhre zurück. Mein persönliches Lieblingslied von ihr ist übrigens "What's Love Got to Do with It". Ich hole mir jetzt einen Kaffee und sinniere noch etwas über diesen Titel. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich halte Sie bis zum Nachmittag über Meldungen aus aller Welt auf dem Laufenden. Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir gerne eine Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

 

06:49 Uhr

Tropensturm "Sebastien" wirkt sich auf Temperaturen aus

Bevor uns am Wochenende und damit auch zum meteorologischen Winteranfang am Sonntag (1. Dezember) kalte Polarluft erreicht, geht es jetzt erst einmal sehr mild weiter. Grund sind die Tiefdruckgebiete, die derzeit noch tendenziell über den Britischen Inseln liegen und damit warme Luft aus westlichen bis südwestlichen Breiten zu uns bringen. Übrigens hat das aktuellen Tief bereits eine weite Reise aus der Karibik hinter sich. Es handelt sich nämlich um den ehemaligen Tropensturm "Sebastien".

Dementsprechend beginnt der heutige Tag alles andere als winterlich. Im Raum Aachen mit Frühwerten von um die 10 Grad. Ansonsten geht es meistens mit 2 bis 8 Grad und nur ganz gelegentlichem Bodenfrost los. Einzig im Erzgebirge gibt es Frühwerte, die auch in 2 Metern Höhe im Frostbereich liegen.

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n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Wettertechnisch bleibt es dabei oft wolkig oder trüb. Besonders in der Landesmitte wabern auch dichtere Nebelfelder mit Sichtweiten unter 50 Meter. Doch trotz der reichlich vorhandenen Wolken fällt heute nur hier und da mal etwas Regen oder Nieselregen.

In Sachen Sonne gibt es somit leider nicht allzu viel an Zählbarem. Am besten sieht es ab dem Mittag noch vom Schwarzwald bis rüber an die Alpen aus. Und auch die Nordränder der Mittelgebirge haben noch Chancen auf ein paar schönere Abschnitte. Im großen Rest bleibt es dagegen überwiegend grau. Die Temperaturen liegen rund 3 bis 7 Grad überm jahreszeitlichen Durchschnitt. Und das bedeutet Tageshöchstwerte zwischen 7 und 13 Grad.

Morgen wird es mit reichlich Regen und Wind sogar nochmals etwas wärmer mit 7 bis knapp 15 Grad. Anschließend geht es dann aber schrittweise runter. Am wechselhaften und teilweise stürmischen Donnerstag mit 7 bis 12, am Freitag sind es dann höchstens noch 4 bis 9 Grad und im Bergland mischen sich Flocken unter. Das Wochenende bringt uns ebenfalls nur noch einstellige Höchstwerte und nachts immer häufiger Frost. Ihr Björn Alexander

06:31 Uhr

Chinesin wollte in Trump-Resort eindringen - Haftstrafe

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In Mar-a-Lago verbringt Donald Trump gerne viel Zeit damit, Golf zu spielen.

(Foto: REUTERS)

Im Frühjahr macht eine chinesische Staatsbürgerin Schlagzeilen, die sich illegal Zugang zum Feriendomizil von US-Präsident Donald Trump in Florida verschaffen wollte. Die Frau hatte in Mar-a-Lago gegenüber Sicherheitsbeamten zunächst angegeben, sie sei Mitglied des Privatclubs und wolle zum Pool - obwohl sie gar keinen Badeanzug dabei hatte. Dann sagte sie, sie nehme an einem chinesisch-amerikanischen Freundschaftstreffen teil, das aber gar nicht geplant war. Dem Secret Service sagte die Frau schließlich, ein Freund habe sie gebeten, nach Mar-a-Lago zu reisen, um mit einem Mitglied der Präsidentenfamilie über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und den USA zu sprechen. Die Beamten fanden mehrere Handys und einen Datenträger mit Schadsoftware bei ihr.

Wie jetzt herausgekommen ist, sprach ein US-Gericht bereits im September die Chinesin dafür schuldig, falsche Angaben gegenüber Beamten gemacht und wissentlich ein Gebäude mit Zugangsbeschränkung betreten zu haben. Ein Bundesrichter in der Stadt Fort Lauderdale verurteilte die 33-Jährige zu acht Monaten Gefängnis, wie die Zeitung "Miami Herald" berichtete. Da ihr die Zeit der Untersuchungshaft angerechnet wurde, kommt die Frau demnach bereits in rund einer Woche auf freien Fuß.

06:13 Uhr

Hongkongs Regierungschefin macht keine Zugeständnisse

"Die Wahlen haben klar gezeigt, dass viele Wähler ihre Meinung über die Regierung und mich selbst zum Ausdruck bringen wollten." Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam zeigt sich nach der deutlichen Wahlschlappe des regierungstreuen Lagers bei den Bezirkswahlen einsichtig. Klare Zugeständnisse an die Protestbewegung macht sie dennoch nicht. Die Meinungen der Menschen seien vielfältig, sagt sie. Einige hätten offenkundig genug von der Gewalt auf den Straßen der chinesischen Sonderverwaltungsregion. Andere seien der Meinung, dass die Regierung nicht kompetent gehandelt habe.

Lam sagt, sie und ihre Regierung hätten zuletzt den Dialog gesucht. Die instabile Lage und die Gewalt in der Millionenmetropole hätten mehr Austausch jedoch nicht zugelassen. Sie hoffe, dass dies nun möglich sei. Eine unabhängige Kommission sei beauftragt worden, die Ursachen der Proteste zu ergründen und der Regierung Maßnahmen vorzuschlagen. Damit bleibt Lam allerdings weit hinter den Forderungen ihrer Kritiker zurück.

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht