Der Tag
17. Juli 2025
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Zum Archiv
22:13 Uhr

Das war Donnerstag, der 17. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

über eine Woche wurde gerätselt, warum Unternehmer Wolfgang Grupp im Krankenhaus liegt. Jetzt meldete sich der 83-Jährige selbst in einem Brief. Dabei schilderte er, dass er unter Depressionen leidet und versucht hatte, sich das Leben zu nehmen.

"Ich bin im 84. Lebensjahr und leide an sogenannten Altersdepressionen", schreibt der ehemalige Trigema-Chef in dem Schriftstück. "Da macht man sich auch Gedanken darüber, ob man überhaupt noch gebraucht wird. Ich habe deswegen auch versucht, mein Leben zu beenden." Wir wünschen ihm gute Genesung!

Darüber hinaus möchte ich Ihnen noch folgende Stücke meiner Kolleginnen und Kollegen ans Herz legen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen!

Rat bei Depression und Suizidgefahr

Das war Donnerstag, der 17. Juli 2025
21:45 Uhr

Zu seinem Golfplatz? Trump reist nach Schottland

US-Präsident Donald Trump reist nächste Woche nach Schottland. Vom 25. bis zum 29. Juli werde er dort sowohl in Turnberry als auch Aberdeen sein, verkündete seine Sprecherin Karoline Leavitt. "Während seines Besuchs wird sich Präsident Trump erneut mit Premierminister (Keir) Starmer treffen, um das zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte großartige Handelsabkommen zu verfeinern." Die Vereinbarung mit Großbritannien war die erste mit einem wichtigen Handelspartner seit Trumps weitreichender Verhängung von Zöllen Anfang April - und ist bis heute eine von wenigen.

Trump besitzt auch einen Golfplatz in Schottland. Ein weiterer befindet sich nach Angaben auf seiner Website noch im Bau und soll Mitte August fertiggestellt werden.

Zu seinem Golfplatz? Trump reist nach Schottland
21:16 Uhr

Slowenien ernennt zwei israelische Minister zu unerwünschten Personen

Als erstes EU-Land hat Slowenien zwei ultrarechte israelische Minister zu unerwünschten Personen erklärt. Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir und Finanzminister Bezalel Smotrich hätten zu schweren Menschenrechtsverletzungen und Gewalt an Palästinensern aufgerufen, sagte die slowenische Außenministerin Tanja Fajon der staatlichen Nachrichtenagentur STA zufolge. Als Persona non grata dürfen sie nicht mehr nach Slowenien einreisen.

Falls sich die Lage im Gazastreifen nicht verbessere, erwäge Slowenien weitere Sanktionen, sagte Fajon weiter. Ben-Gvir und Smotrich "befürworten öffentlich die Ausweitung illegaler israelischer Siedlungen im Westjordanland, die Zwangsumsiedlung von Palästinensern und rufen zur Gewalt gegen die palästinensische Zivilbevölkerung auf", hieß es in einer Erklärung der Regierung in Ljubljana. Dies komme "ethnischen Säuberungen" gleich. Bereits Mitte Juni hatten Kanada, Australien, Neuseeland, Großbritannien und Norwegen Sanktionen gegen Ben-Gvir und Smotrich beschlossen.

Slowenien ernennt zwei israelische Minister zu unerwünschten Personen
20:36 Uhr

Merz will Merkel erst zum 100. öffentlich gratulieren

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Zu Merkels 70. gab es immerhin Blumen von Merz. (Foto: picture alliance/dpa)

Einmal (politische) Gegner, immer (politische) Gegner? Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer spitzbübischen Bemerkung auf eine Frage zu seiner einstigen Rivalität mit Ex-Kanzlerin und CDU-Parteikollegin Angela Merkel reagiert. Zuvor hatte er der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Premier Keir Starmer öffentlich zum 100. Geburtstag gratuliert.

Als eine Journalistin Merz fragte, ob er auch Merkel beglückwünscht habe, die ebenfalls ihren Geburtstag feiere, sagte er: "Natürlich habe ich ihr gratuliert. Und wenn sie eines Tages so alt wird wie Anita Lasker-Wallfisch, werde ich natürlich auch öffentlich gratulieren."

Merz will Merkel erst zum 100. öffentlich gratulieren
19:54 Uhr

Lidl macht ernst: Mehrere Haltungsformen werden gestrichen

Lidl macht ernst: Die Supermarktkette will bis Ende des Jahres viele ihrer Molkereiprodukte auf eine höhere Haltungsformstufe umstellen. Deutschlandweit sollen Quark, frische Schlagsahne, Schmand, körniger Frischkäse und Skyr "mindestens Haltungsstufe 3" haben, wie Lidl mitteilt. Die Milch stammt dann von Kühen, die in Frischluftställen gehalten werden. Greenpeace begrüßte den Schritt grundsätzlich - allerdings fehlten in der Produktliste "ausgerechnet Butter und Käse", wofür die meiste Rohmilch verwendet werde.

Lidl ist nach eigenen Angaben der erste Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland, der einen Großteil seiner Molkereiprodukte auf die Haltungsformstufe 3 umstellt. Produkte der Stufe 3, die mehr Platz und Zugang zu frischer Luft in der Tierhaltung erfordert, liegen preislich höher als in den Stufen 1 und 2, in denen die Tiere nur im geschlossenen Stall sind. Darüber gibt es noch die Haltungsform 4 für Weidehaltung, für die auch weitere Anforderungen etwa zum Futter und ein Enthornungsverbot für Kühe gilt. Lidl-Einkaufsleiter Christoph Graf erklärte, der Discounter habe "stets die Bedürfnisse unserer Kunden im Blick". Für viele Kunden sei Tierwohl ein wichtiges Einkaufskriterium.

Lidl macht ernst: Mehrere Haltungsformen werden gestrichen
19:41 Uhr

Extremsportler Felix Baumgartner tödlich verunglückt

Der Extremsportler Felix Baumgartner ist bei einem Paragliding-Unfall gestorben. Der Österreicher verlor offenbar aufgrund gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über seinen Gleitschirm, berichten mehrere italienische Medien übereinstimmend.

Extremsportler Felix Baumgartner tödlich verunglückt
18:56 Uhr

BSW gründet Nachwuchsverband mit staubtrockenem Namen

Bei der Namenswahl hätten sie vielleicht noch ein, zwei Kreativ-Schleifen drehen können, oder was meinen Sie? Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gründet am 26. Juli seinen Nachwuchsverband "Jugendbündnis im BSW". Die Partei will dazu einen Gründungskongress in Bochum abhalten, wie aus der Presseeinladung hervorgeht. Neben der Konstituierung soll der neue Jugendverband bei dem Termin unter anderem eine Satzung beschließen und einen Bundesvorstand wählen.

Zu der Veranstaltung im Bochumer Jahrhunderthaus werden demnach BSW-Chefin Amira Mohamed Ali, Parteivize Amid Rabieh sowie der ehemalige Fußballmanager und Berliner BSW-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl, Oliver Ruhnert, erwartet. BSW-Gründerin und Co-Parteichefin Sahra Wagenknecht kann selbst nicht anwesend sein, will aber eine Video-Grußbotschaft schicken. "Dies ist für uns ein weiterer, wichtiger Schritt im Rahmen des Parteiaufbaus", sagte Rabieh zu der Gründung des Jugendverbands. "Wir wollen jungen Leuten einen Raum geben, eigene Ideen zu entwickeln und bei uns aktiv zu werden."

BSW gründet Nachwuchsverband mit staubtrockenem Namen
18:20 Uhr

Kilometerlanger Lava-Vorhang begeistert Touristen

Seit Ende 2023 kommt die Region rund um den Fischerort Grindavik in Island nicht zur Ruhe. Zum neunten Mal bricht jetzt ein Vulkan aus. Das zieht zahlreiche Neugierige an, die das Spektakel bestaunen.

Kilometerlanger Lava-Vorhang begeistert Touristen
17:54 Uhr

"Purer Vernichtungswille": Bochumer sticht über 30 Mal auf Ehefrau ein

Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine Ehefrau ist ein Mann aus Bochum zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Er hatte am 22. Dezember vergangenen Jahres über 30 Mal mit einem Küchenmesser auf die 56-Jährige eingestochen. Seine Frau starb im Badezimmer der gemeinsamen Bochumer Wohnung. Im Urteil des Bochumer Schwurgerichts war von "purem Vernichtungswillen" die Rede.

  • Der 58-jährige Deutsche habe nicht akzeptieren wollen, dass sich seine Frau von ihm habe scheiden lassen wollen. "Er hat entschieden, dass diese Frau nicht weiterleben darf", sagte Richter Volker Talarowski bei der Urteilsbegründung. Wenn er sie nicht haben könne, dürfe sie keiner haben.

  • Der Angeklagte hatte nach der Tat direkt die Polizei angerufen. Dabei sagte er diese Worte: "Ich wollte melden, dass ich meine Frau umgebracht habe. Ich habe sie erstochen."

  • Später erzählte er den Beamten auch noch, dass seine Ehefrau eine Beziehung mit einem anderen Mann führe und er deshalb zum 1. Januar 2025 habe ausziehen sollen.

  • In dem Notruf, der im Prozess vorgespielt wurde, hieß es dazu unter anderem: "Die wollte mich entsorgen. Die machte sich ständig einen schönen Lenz. Ich konnte es nicht mehr ertragen."

"Purer Vernichtungswille": Bochumer sticht über 30 Mal auf Ehefrau ein
17:20 Uhr

Jäger und Beute bilden überraschendes Team

Aufnahmen aus dem Dschungel im Südosten Perus könnten die Grundlage eines Disney-Films liefern und lassen Forscher erstaunt zurück. Die Videos zeigen, wie Ozelote mit Opossums - die eigentlich auf ihrem Speiseplan stehen - gemeinsam Streifzüge durch die Wälder unternehmen.

Jäger und Beute bilden überraschendes Team
16:50 Uhr

"Wir haben fast geweint": Tomorrowland-Festival öffnet trotz abgebrannter Hauptbühne

Tanzfieber trotz abgebrannter Hauptbühne: Das Festival Tomorrowland in Belgien hat sein Gelände für die ersten Elektro-Fans geöffnet, nachdem am Mittwochabend ein Feuer die Hauptbühne vollständig zerstört hatte. Die ersten der mehr als 400.000 erwarteten Besucherinnen und Besucher standen noch unter Schock. "Es war zu traurig, wir haben fast geweint, es war schrecklich", sagte die Belgierin Marie bei ihrer Ankunft auf dem Campingplatz. "Aber wir sind froh, dass es trotzdem stattfinden kann", fügte sie hinzu. "Wird sind in Stimmung, und Tomorrowland ist schließlich eine große Familie!"

Am Mittwochabend waren Videos der brennenden Bühne um die Welt gegangen, die Augenzeugen online veröffentlichten. Rauchwolken waren kilometerweit zu sehen. Heute Morgen stand von der kunstvollen Konstruktion nur noch ein 160 Meter breites, 45 Meter hohes Gerüst. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Das Festival soll nun trotzdem stattfinden - ohne die Hauptbühne, auf der Elektro- und Techno-DJs wie Charlotte de Witte, Steve Aoki und David Guetta auftreten sollten. "Wir haben die ganze Nacht an möglichen Lösungen gearbeitet", teilten die Organisatoren mit. "Wir haben keine Worte für das, was wir fühlen."

"Wir haben fast geweint": Tomorrowland-Festival öffnet trotz abgebrannter Hauptbühne
16:20 Uhr

Brief veröffentlicht: Wolfgang Grupp wollte sich das Leben nehmen

Der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat nach eigenen Angaben versucht, sich das Leben zu nehmen. Dies geht aus einem Brief hervor, den Grupp an die Belegschaft des Textilkonzerns richtete und über den die "Bild"-Zeitung berichtet.

"Ich bin im 84. Lebensjahr und leide an sogenannten Altersdepressionen", schreibt der Unternehmer. "Da macht man sich auch Gedanken darüber, ob man überhaupt noch gebraucht wird. Ich habe deswegen auch versucht, mein Leben zu beenden." Es könne noch "etwas länger dauern", bis er wieder gesund sei. Depression gehört laut der Deutschen Depressionshilfe neben dementiellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter.

An alle Menschen, die selbst unter Depressionen leiden, richtet Grupp eine Bitte: "Suchen Sie professionelle Hilfe und begeben Sie sich in Behandlung."

Rat bei Depression und Suizidgefahr

Brief veröffentlicht: Wolfgang Grupp wollte sich das Leben nehmen
16:13 Uhr

"Unterm Strich ...": Söder findet lobende Worte für einen SPD-Politiker

Trotz Streits um die abgesetzte Wahl von Verfassungsrichtern hat CSU-Chef Markus Söder die Zusammenarbeit mit SPD-Chef Lars Klingbeil in der schwarz-roten Koalition gelobt. "Wir können gut über Fußball reden. Und er hat sehr verlässlich gearbeitet", sagte Söder über Klingbeil in der "Bild"-Zeitung. "Unter dem Strich macht er gute Arbeit."

Er habe es "unfair" gefunden, dass Klingbeil wegen der verschobenen Senkung der Stromsteuer angegriffen wurde, fügte Söder hinzu. Die Verschiebung sei "eine gemeinsame Vereinbarung" gewesen. Die neue Bundesregierung habe "in Rekordgeschwindigkeit Dinge umgesetzt", sagte der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident über die ersten zehn Wochen der Koalition. Er sehe das "sehr positiv".

"Unterm Strich ...": Söder findet lobende Worte für einen SPD-Politiker
15:31 Uhr

Spaziergänger ertappen Brandstifter auf frischer Tat

Im Runyon Canyon Park in Los Angeles beobachten Wanderer, wie ein Mann offenbar einen Baum in Brand setzt. Wütende Spaziergänger greifen ein - und hindern den mutmaßlichen Brandstifter an der Flucht.

Spaziergänger ertappen Brandstifter auf frischer Tat
14:44 Uhr

14-jährige Block-Tochter doch nicht als Nebenklägerin gegen Mutter zugelassen

Noch bevor der Strafprozess gegen die Steakhaus-Erbin und Unternehmerin Christina Block wegen mutmaßlicher gewaltsamer Kindesentziehung richtig losgegangen ist, wird es hitzig: Nun hob das Landgericht Hamburg auch die Zulassung der Tochter als Nebenklägerin zunächst auf. Wie schon bei ihrem elfjährigen Bruder müsse zunächst geklärt werden, ob die 14-Jährige - die als Minderjährige rechtlich von ihrem Vater vertreten wird - als Nebenklägerin zugelassen werden könne oder ob ein Interessenkonflikt bestehe, sagte eine Gerichtssprecherin.

Der Interessenkonflikt könnte demnach darin bestehen, dass der Vater zum einen selbst als Geschädigter und Nebenkläger in dem Prozess gegen seine Ex-Frau und Mutter der Kinder auftritt. Zum anderen ist in dem seit Jahren andauernden Sorgerechtsstreit auch gegen ihn ein Verfahren wegen Entziehung Minderjähriger anhängig. Die Frage, ob die Kinder als Nebenkläger zugelassen werden können, müsse auch mit der dänischen Seite geklärt werden, sagte die Gerichtssprecherin. Da sie bei ihrem Vater in Dänemark lebten, müsse gegebenenfalls auch das dortige Familienrecht berücksichtigt werden.

14-jährige Block-Tochter doch nicht als Nebenklägerin gegen Mutter zugelassen
14:29 Uhr

Was im ersten deutsch-britischen Freundschaftsvertrag vereinbart wurde

Berlin und London kommen sich näher - so das bisherige Ergebnis der Großbritannien-Reise von Kanzler Friedrich Merz. Denn: Erstmals schlossen Deutschland und Großbritannien haben erstmals einen Freundschaftsvertrag geschlossen. Merz und der britische Premierminister Keir Starmer unterzeichneten den in weiten Teilen noch von der früheren Bundesregierung ausgehandelten Vertrag bei einem Treffen. Enthalten sind neben der Absicht einer engen Sicherheits- und Rüstungskooperation auch eine Beistandsverpflichtung im Krisenfall sowie Visa-Erleichterungen beim Schüleraustausch. Sehr wichtig aus britischer Sicht ist die Vereinbarung, dass Deutschland dem Königreich im Kampf gegen illegale Migration hilft.

"Der Vertrag ist einerseits ein Zeichen der Normalisierung der deutsch-britischen Beziehungen nach dem Brexit", sagte der Europa-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Nicolai von Ondarza. "Der Vertrag ist andererseits ein Zeichen, dass Großbritannien wegen der transatlantischen Unsicherheit noch wichtiger als Sicherheitspartner geworden ist."

Was im ersten deutsch-britischen Freundschaftsvertrag vereinbart wurde
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sarah Platz hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Lukas Märkle und ich begleite Sie hier bis in die späten Abendstunden nochmal mit allem, was der Tag uns noch so bringen mag!

Für Anregungen oder Feedback erreichen Sie mich unter lukas.maerkle(at) ntv.de!

Schichtwechsel
13:52 Uhr

Gedicht über das Leben trifft Tausende direkt ins Herz

Die 30- bis 40-Jährigen, insbesondere wenn sie Kinder haben, sind oft im Stress. Studien zufolge gilt dies heute mehr denn je zuvor. Vielleicht trifft ein Gedicht über das Leben die Menschen auch deswegen mit solcher Wucht. Aus dem Englischen übersetzt und vorgetragen von Loredana Bamert-Carrabs rührt es Tausende zu Tränen.

Gedicht über das Leben trifft Tausende direkt ins Herz
13:19 Uhr

Für den Kriegsfall: Berliner Kliniken stellen Krisen-Plan vor

Es sind düstere Szenarien, auf die sich der Berliner Senat, die Bundeswehr und zwölf Kliniken der Hauptstadt detailliert vorbereitet haben: Die Millionenmetropole wird militärisch angegriffen, auf den Straßen wird gekämpft. Kliniken fallen deswegen aus, gleichzeitig sind aber viele Verletzte zu versorgen - was dann? Dazu gib es nun ein Papier, in dem zwei Jahre Arbeit stecken: den Rahmenplan "Zivile Verteidigung Krankenhäuser".

Als mögliche schlimmste Szenarien werden unter anderem angenommen:

  • erhöhtes Patientenaufkommen bei gleichzeitig ausfallenden Infrastruktur und Ressourcen

  • eine kriegerische Auseinandersetzung in Berlin

  • die vollständige Evakuierung der Hauptstadt

Der Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft, Marc Schreiner, erklärte, durch regelmäßige Notfallübungen seien die Krankenhäuser gut darauf vorbereitet, auf akute Gefahrenlagen zu reagieren. Der Rahmenplan zeige aber, dass noch etliches zu tun sei. Mögliche besondere Krisenlagen, etwa durch militärische Konflikte oder hybride Bedrohungen, erforderten weitergehende Vorbereitungen. "Wir müssen unsere Gesundheitsinfrastruktur krisenfester aufstellen", bilanzierte er. Hintergrund ist der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und ein auch von der Nato befürchteter weiterer Vormarsch Richtung Europa. Der komplette Plan bleibt aus Sicherheitsgründen unter Verschluss.

Für den Kriegsfall: Berliner Kliniken stellen Krisen-Plan vor
12:45 Uhr

Israelischer Angriff trifft katholische Kirche in Gaza - auch Pfarrer verletzt

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen ist palästinensischen Berichten zufolge eine Kirche getroffen worden. Das lateinische Patriarchat in Jerusalem bestätigte, die katholische Kirche der Heiligen Familie im Zentrum der Stadt Gaza sei bei einem Angriff getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte, darunter den Pfarrer der Gemeinde, und Schäden am Gotteshaus gegeben. Israels Armee sagte auf Anfrage, den Berichten nachzugehen. In dem Gotteshaus sind laut Wafa Vertriebene untergebracht.

  • Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf die Umgebung des Patriarchen, zwei Frauen, die nach dem Angriff zunächst für tot gehalten wurden, weil sie keine Lebenszeichen mehr von sich gegeben hätten, hätten reanimiert werden können. Sie seien nun im Krankenhaus und schwebten in Lebensgefahr.

  • Zwei Männer mussten laut Ansa ebenfalls mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden.

  • Papst Leo XIV. wurde nach Angaben aus dem Vatikan in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo über den Vorfall informiert.

  • Auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte sich zu dem Vorfall. "Die Angriffe gegen die Zivilbevölkerung, die Israel seit Monaten demonstriert, sind inakzeptabel", so Meloni.

Israelischer Angriff trifft katholische Kirche in Gaza - auch Pfarrer verletzt
12:15 Uhr

Chaos nach Unfall-Kette: Traktor rast in Häuser, Wände stürzen ein

Ein Moment der Unachtsamkeit genügt, und plötzlich kommt es im englischen Cheshire zu einem verketteten Verkehrsunfall. Ein silberner Mercedes nimmt einem Traktor die Vorfahrt - mit verheerenden Folgen: Der Traktor kracht mit voller Wucht in eine Häuserreihe. Die Wände zweier Gebäude stürzen ein.

Chaos nach Unfall-Kette: Traktor rast in Häuser, Wände stürzen ein
11:30 Uhr

Lkw-Fahrer wird einfach nicht nüchtern - drei Tage an Tankstelle

Für die Polizei wird ein betrunkener Lastwagenfahrer fast schon zu einer neuen täglichen Routine. Denn ein Test nach dem anderen zeigt: Der Mann hat ordentlich Promille getankt. Drei Tage am Stück saß der Fahrer ohne Führerschein an einer Rastanlage bei Waldmohr im Landkreis Kusel fest - weil er anscheinend einfach nicht nüchtern werden wollte.

  • Der 40-Jährige hielt gerade seine Ruhezeit an einer Raststätte ab, als Polizisten ihn auf einen Zeugenhinweis hin kontrollierten, wie die Polizei mitteilt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über drei Promille.

  • Um zu verhindern, dass sich der Mann betrunken ans Steuer setzt, nahmen die Beamten ihm seine Papiere ab.

  • Nach einem erneuten Test am Dienstag hätte der Mann seinen Führerschein eigentlich zurückbekommen sollen. Stattdessen rückten die Beamten samt Papieren wieder ab: Auch der zweite Test zeigte weiterhin einen Wert von über drei Promille.

  • Laut einem Polizeisprecher wurde bei dem Mann sogar am Mittwoch noch ein Wert von rund 2,4 Promille gemessen.

  • Jetzt wolle sich der Chef des Lkw-Fahrers darum kümmern, dass das Fahrzeug weitertransportiert werden kann.

Lkw-Fahrer wird einfach nicht nüchtern - drei Tage an Tankstelle
11:20 Uhr

Jimi Blue Ochsenknecht ist auf freiem Fuß

Der Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht ist nach seiner Auslieferung an Österreich wieder auf freiem Fuß. Er wird laut Staatsanwaltschaft Innsbruck nach Zahlung einer Kaution von 15.000 Euro freigelassen. Gegen ihn wird in Österreich wegen Betrugs ermittelt.

Jimi Blue Ochsenknecht ist auf freiem Fuß
10:46 Uhr

Deutsche grölen offenbar rassistische Parolen auf Zypern und filmen sich

Die Göttinger Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, nachdem ein rassistisches Video in den sozialen Medien aufgetaucht ist, das offenbar Deutsche auf Zypern zeigt. Auf der 15-sekündigen Aufnahme sind sechs Männer zu sehen, von denen mindestens zwei auf Deutsch menschenverachtende Parolen skandieren. Immer wieder nutzen sie das N-Wort und äußern sich hasserfüllt gegen schwarze Menschen. Einer der Männer streckt zudem seinen rechten Arm zu einer Geste aus. Die Bewegung erinnert an einen Hitlergruß, zweifelsfrei bewiesen werden kann dies derzeit jedoch nicht.

Dem "Göttinger Tageblatt" zufolge stammen die jungen Männer aus Göttingen und befanden sich während der Aufnahme in Agia Napa, einem Ferienort auf Zypern. Sie sollen im vergangenen Jahr gemeinsam das Abitur abgelegt haben. Die Göttinger Staatsanwaltschaft erklärt dem "Spiegel", dass die rassistischen Parolen nicht direkt zu Ermittlungen führen werden, da das deutsche Strafrecht nur dann für Taten im Ausland gelte, wenn diese Inlandsbezug haben. Möglich sei daher allerdings eine Ermittlung gegen denjenigen, der das Video aufnahm und verbreitete. Zwei Sportvereine, der SC Hainberg und der Bovender SV, distanzierten sich bereits von dem Video. Einige der auf den Aufnahmen zu sehenden Personen waren oder sind in den Vereinen aktiv.

Deutsche grölen offenbar rassistische Parolen auf Zypern und filmen sich
10:16 Uhr

Felder zu Brand beim "Tomorrowland": Pyro-Test als Ursache im Verdacht

Kurz vor der Eröffnung des "Tomorrowland" brennt die Hauptbühne komplett nieder. Das Elektrofestival soll dennoch stattfinden. Laut ntv-Reporter Klaus Felder steht auch schon fest, wie das aussehen soll. Die Brandursache sei hingegen weiterhin unklar - es gebe aber eine erste Vermutung.

Felder zu Brand beim "Tomorrowland": Pyro-Test als Ursache im Verdacht
09:29 Uhr

Helene Fischer und Otto Waalkes tauchen mit kuriosem Video auf

Helene Fischer, Otto Waalkes und der "Baby Shark" - auf dieses Musikprojekt können sich Fans der beiden Künstler freuen. Zusammen wollen sie eine Version des bekannten Kinderlieds "Baby Shark" veröffentlichen, wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Plattenfirma Universal Music berichtet. Die Veröffentlichung der Single ist laut "Bild" für den 8. August 2025 geplant. Der Song soll Bestandteil von Fischers neuem Kinderlieder-Album "Die schönsten Kinderlieder (Tanzen & Feiern)" sein, das im September erscheinen soll.

Ein erstes Video der Zusammenarbeit tauchte bereits am Mittwoch auf Fanseiten via Instagram und TikTok auf. Der etwa 30-sekündige Clip zeigt Fischer und Waalkes bei der Performance des Songs in einer animierten Comic-Umgebung. Fischer übernimmt dabei die Gesangspartie der "Mama Shark", während Waalkes als "Papa Shark" auftritt. Der Komiker schlüpft damit einmal mehr in seine bekannte Rolle "Baby-Otto", die ihn bereits des Öfteren in einem Kinderwagen zeigte.

Helene Fischer und Otto Waalkes tauchen mit kuriosem Video auf
08:55 Uhr

Sylt erhöht Gebühren für Urlauber

Sylt-Urlauber müssen künftig noch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Denn in der Gemeinde Sylt steigt die Kurabgabe. Das hat der Finanzausschuss der Gemeinde beschlossen, die noch ausstehende Zustimmung der Gemeindevertretung gilt als Formsache. Die Kurtaxe soll laut SHZ bereits ab dem 1. Januar 2026 gelten. Dann würde die Kurabgabe auf 4,10 Euro pro Tag (vorher 3,90 Euro) in der Hauptsaison steigen. Die Jahreskurabgabe kostet nächstes Jahr dann 114,80 statt 109,20 Euro.

Begründet wird die Erhöhung vor allem mit der Inflation und gestiegenen Personalkosten. "Die Kurabgabe ist wichtig, um auch Rettungsschwimmer und Events wie Sundowner mit DJ zu finanzieren", sagte der Finanzausschuss-Vorsitzende Clemens Raab von der CDU zur "Bild"-Zeitung. Und: "Die fünfprozentige Erhöhung ist notwendig und vertretbar." Damit wird die Gemeinde Sylt hinsichtlich der Gästekarten auf der Insel zum teuersten Standort für Urlauber. Zur Gemeinde Sylt gehört auch die Stadt Westerland.

Sylt erhöht Gebühren für Urlauber
08:19 Uhr

Flammen schlagen aus Boeing-Triebwerk - Notlandung in L.A.

Schock für die Passagiere an Bord einer Maschine der Sun Country Airlines: Nach dem Start auf dem Weg von Los Angeles nach Minneapolis fing ein Triebwerk der Boeing 737 Feuer und fiel daraufhin aus. "Wir waren noch nicht einmal 25 Minuten in der Luft, als es sich anhörte, als hätte ein Blitz das Flugzeug getroffen oder etwas wäre explodiert", berichtete eine der 430 Passagierinnen und Passagieren CNN. "Wir konnten tatsächlich hören, wie das Triebwerk nach diesem Vorfall ausfiel und die Flammen herausschlugen."

Eine andere Passagierin berichtete: "Ich saß direkt neben dem Motor, der Feuer gefangen hatte. Ich sah nur einen wirklich hellen Blitz aus dem Fenster. Die Passagiere neben mir hielten sich an den Händen und trösteten sich gegenseitig, während sie sich auf das Schlimmste vorbereiteten." Die Piloten konnten das Schlimmste allerdings verhindern. Sie meldeten einen Notfall und kehrten sicher zum Flughafen LAX zurück, wo sie von Feuerwehrfahrzeugen empfangen wurden, bevor sie schließlich zum Gate rollten. Nun untersucht die US-Luftfahrtbehörde FAA den Vorfall.

Flammen schlagen aus Boeing-Triebwerk - Notlandung in L.A.
07:30 Uhr

Auswärtiges Amt aktualisiert Reisehinweise für Italien

Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheits- und Reisehinweise für Italien aktualisiert. Urlauber werden nun sowohl auf die Waldbrand- als auch die Hitzewellen hingewiesen. Durch Wald- und Buschbrände muss etwa mit "einer Beeinträchtigung der Infrastruktur, auch in Tourismusgebieten" gerechnet werden: "Es kann jederzeit zu Straßensperren und weiteren Einschränkungen kommen. Auch die Luftqualität ist in diesen Fällen zum Teil stark beeinträchtigt", warnt das Ministerium.

Außerdem werden Touristen darauf hingewiesen, dass es im Sommer zu Hitzewellen mit Temperaturen von bis zu 40 Grad kommen kann. "Insbesondere für Säuglinge, Kinder, Senioren sowie Menschen, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufs und ähnlichem leiden, ist besondere Vorsicht geboten. Aufenthalte in der Sonne und überfüllte öffentliche Bereiche sollten möglichst gemieden werden", so das Auswärtige Amt.

Auswärtiges Amt aktualisiert Reisehinweise für Italien
07:08 Uhr

Mit diesem Ballast geht Merz in die Ferien

"Ich möchte, dass Sie schon im Sommer spüren: Hier verändert sich etwas zum Besseren", versprach Friedrich Merz nach seiner Wahl zum Kanzler im Mai. Doch dann verlief die Regierungsarbeit holpriger, als Merz lieb sein kann. Nun geht der Kanzler mit gleich mehreren unerledigten Problemen in die Sommerpause:

  • Richterstreit - und Vertrauenskrise in der Koalition: Die verpatzte Richterwahl konterkariert den Anspruch des Kanzlers, durch ruhiges und effizientes Regieren einen Kontrapunkt zur zerstrittenen Vorgängerregierung zu setzen. In der Sommerpause muss sich die Koalition nun auf Personalvorschläge fürs Bundesverfassungsgericht verständigen.

  • Umfangreiche Reformprojekte warten nach der Sommerpause auf die Koalition: Die großen sozialen Sicherungssysteme für Bürgergeld, Gesundheit und Rente müssen reformiert werden, denn die Kosten laufen aus dem Ruder.

  • Sicherheitspolitik: Pflicht oder Freiwilligkeit? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius strebt eine Vergrößerung der Bundeswehr auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten an. Derzeit schafft es die Bundeswehr aber noch nicht einmal, die aktuell anvisierte Größe von 200.000 zu erreichen.

  • Wirtschaftliche Ungewissheit: Was die Wirtschaft angeht, gibt es Risikofaktoren, die außerhalb von Merz' Einfluss liegen. US-Präsident Donald Trump hat Zölle von 30 Prozent auf alle Importe aus der EU ab dem 1. August angekündigt. Das sind trübe Aussichten für die deutsche Wirtschaft, schließlich sind die USA Deutschlands wichtigster Handelspartner.

  • Instabile öffentliche Stimmungslage: Merz' persönliche Beliebtheitswerte haben seit seiner Wahl zum Kanzler zugenommen. Die Zustimmungswerte für die Regierung als Ganzes liegen allerdings niedriger - und könnten als Folge des Richterstreits noch weiter sinken.

Mit diesem Ballast geht Merz in die Ferien
06:54 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

heute schauen wir verstärkt nach London, denn mit dem heutigen Donnerstag soll es den ersten deutsch-britischen Freundschaftsvertrag geben. Kanzler Friedrich Merz wird ihn während seiner Reise nach London unterzeichnen. Der Vertrag und ein ebenfalls vereinbarter Aktionsplan sollen die Beziehungen zwischen beiden Ländern vertiefen. Dabei geht es etwa um eine engere Rüstungszusammenarbeit, Erleichterungen für Schüleraustausche und direkte Bahnverbindungen. Zudem soll der Vertrag eine militärische Beistandsklausel enthalten.

Außerdem werden diese Themen heute wichtig:

  • Die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich im südafrikanischen Durban. Deutschland wird dabei von Finanzminister Lars Klingbeil und Bundesbank-Präsident Joachim Nagel vertreten. Das Treffen wird überschattet von zahlreichen Absagen, etwa von US-Finanzminister Scott Bessent. Themen werden unter anderem die Lage der globalen Wirtschaft als auch der von den USA angezettelte Handelskonflikt sein.

  • In der Ukraine wird die Bestätigung der neuen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko und ihres Kabinetts im Parlament erwartet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Swyrydenko, bis dahin Vize-Ministerpräsidentin, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt.

  • Die Inflationsrate im Euroraum dürfte im Juni exakt auf der Zielmarke der EZB gelandet sein. Klarheit bringen finale Daten des EU-Statistikamts.

  • Der BGH will zu der Frage entscheiden, ob im EU-Ausland ansässige Versandapotheken Bonusprämien beim Verkauf verschreibungspflichtiger Medikamente an deutsche Patienten gewähren dürfen.

  • Halbjahres-Pressekonferenz des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) mit VCI-Präsident Markus Steilemann und VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup, die Konjunkturzahlen der Branche und politische Forderungen an die Bundesregierung vorstellen.

  • Der Schweizer Pharmakonzern Novartis veröffentlicht seine Bilanz für das zweite Quartal. Das in Basel ansässige Unternehmen dürfte laut Analystenschätzungen deutlich zugelegt haben.

  • Beginn Prozess gegen 32-Jährigen um Gewalt im Kontext mit einer propalästinensischen Besetzung: Der Angeklagte soll dem jüdischen Studenten Lahav Shapira im Dezember 2023 im Kontext mit einer propalästinensischen Besetzung den Zugang zu einem Hörsaal in der Freien Universität (FU) verwehrt, ihn gepackt, geschubst und antisemitisch beleidigt haben.

Mein Name ist Sarah Platz - ich begleite Sie heute durch den frühen Tag. Haben Sie Anregungen, Fragen oder Kritik für mich? Dann schreiben Sie mir gerne an dertag@ntv.de

Los geht's!

Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

USA verbrennen 500 Tonnen Notfall-Lebensmittel für Kinder - wegen Schließung von USAID

Die Schließung der US-Entwicklungshilfebehörde USAID durch Präsident Donald Trump hat nach Angaben eines hochrangigen US-Beamten eine Vernichtung von fast 500 Tonnen Notfallnahrung zur Folge, die ursprünglich für hungernde Kinder vorgesehen war. "Ich habe keine gute Antwort auf diese Frage", sagte der für Management und Ressourcen zuständige Beamte im Außenministerium, Michael Rigas, auf eine Frage bezüglich der in Dubai gelagerten Kekse vor einem Ausschuss des Senats.

Rigas räumte ein, dass die Lebensmittel "der Schließung der USAID" zum Opfer fallen würden. Den Angaben zufolge planen die USA, die eigentlich für unterernährte Kinder in Afghanistan und Pakistan gedachten energiereichen Kekse zu verbrennen, nachdem ihr Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Laut dem Magazin "The Atlantic" hatten die USA die Kekse gegen Ende der Amtszeit von Ex-Präsident Joe Biden für rund 800.000 Dollar (rund 680.000 Euro) eingekauft. Demnach sollen die US-Steuerzahler nun weitere 130.000 Dollar für die Vernichtung der Vorräte ausgeben.

USA verbrennen 500 Tonnen Notfall-Lebensmittel für Kinder - wegen Schließung von USAID
06:03 Uhr

Bericht: US-Bundesermittlerin gefeuert - an Epstein-Fall mitgearbeitet

Die in den Prozessen gegen Jeffrey Epstein und Sean "Diddy" Combs involvierte Bundesermittlerin Maurene Comey ist Medienberichten zufolge gefeuert worden. Der genaue Grund ihrer Entlassung sei unklar, berichteten unter anderem "Politico" und New York Times". Comey ist die Tochter des früheren FBI-Chefs James Comey. Trump hatte ihn im Mai 2017 im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gefeuert. Maurene Comey selbst hatte unter anderem an dem Fall gegen den verurteilten Sexualstraftäter Epstein mitgearbeitet.

Die Akten zu dem Fall zu veröffentlichen, war eines von Trumps Wahlversprechen. Anfang vergangener Woche teilte das FBI dann aber mit, keine Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Prominenter gefunden zu haben. Auch handele es sich bei Epsteins Tod klar um Suizid. Eine sagenumwobene Kundenliste des ehemaligen Multimillionärs mit den Namen von US-Eliten gibt es demnach nicht. Allerdings hatte Justizministerin Pam Bondi im Februar auf die eindeutige Frage, ob eine Epstein-Kundenliste wirklich veröffentlicht werden könnte, geantwortet: "Sie liegt gerade zur Prüfung auf meinem Schreibtisch."

Bericht: US-Bundesermittlerin gefeuert - an Epstein-Fall mitgearbeitet