mit Uladzimir ZhyhachouDas war Donnerstag, der 23. Januar 2020
Liebe Leserinnen und Leser,
das war heute wichtig:
Ein schwerer Schulbusunfall nahe Eisenach in Thüringen hat am Morgen zwei achtjährige Kinder das Leben gekostet.
Der Ursprung des neuartigen Coronavirus ist womöglich gefunden: Chinesische Forscher haben zwei Tierarten identifiziert, von denen aus der Erreger auf den Menschen übergesprungen sein könnte. Bei beiden handelt es sich um Schlangen.
Der Ladensäulenbetreiber Ionity kündigt an, die Kosten für das Stromtanken an seinen Schnellladesäulen um im Extremfall fast 1000 Prozent zu erhöhen. Die Aufregung ist groß.
75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz spricht Bundespräsident Steinmeier als erstes Staatsoberhaupt in der Gedenkstätte Yad Vashem.
US-Präsident Trump geht gegen einen sogenannten Geburtstourismus vor. Schwangere Frauen bekommen nach einer Neuregelung des US-Außenministeriums künftig keine Besuchervisa mehr ausgestellt, wenn der Zweck der Amerika-Reise ist, dort ein Kind auf die Welt zu bringen.
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht.
Herzogin Kate spricht über ihre Einsamkeit
Herzogin Kate überrascht mit einer ihrer jüngsten Aussagen: Sie habe sich nach der Geburt ihres ersten Kindes, Prinz George, sehr einsam gefühlt. Das erzählte die Dreifachmutter laut "Daily Mail"-Bericht bei dem Besuch eines walisischen Kinderzentrums in Cardiff. "Ich hatte ein winzig kleines Baby und wir lebten mitten auf Anglesey [Anm. d. Red.: Insel vor der Nordwestküste von Wales]. Es war so isoliert, so abgeschnitten", erzählte die Herzogin von Cambridge. "Ich hatte keine Familie in der Nähe und William machte Nachtschichten." Damals arbeitete der 37-Jährige noch als Hubschrauberpilot beim Militär.
Gauck: Brauchen Unterstützung von Erdogan
Alt-Bundespräsident Joachim Gauck mahnt zur Zusammenarbeit mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Flüchtlingspolitik.
"Wenn man auf diesem Gebiet die Erwartungen der Türkei an finanzielle Unterstützung erfüllt, wäre das gut", sagte Gauck einen Tag vor einer Türkei-Reise von Kanzlerin Angela Merkel. "Wir sind in Europa in einer schwierigen Position, und wir brauchen eine gewisse Unterstützung von Erdogan."
Merkel trifft Erdogan an diesem Freitag in Istanbul. Es soll unter anderem um den Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei von 2016 gehen. Er sieht finanzielle Unterstützung für die Türkei zur Versorgung von Flüchtlingen vor. Im Gegenzug soll Ankara gegen irreguläre Migration vorgehen.
Erdogan erschwere die Hilfe für Flüchtlinge in den türkisch besetzten Teilen Nordsyriens, kritisierte Gauck. Dennoch solle Europa nicht nur die zweifellos vorhandenen Konfliktpunkte benennen, sondern Wege der Kooperation suchen.
Strache bereitet politisches Comeback vor
Wir bleiben in Österreich. Knapp vier Monate nach seinem Abschied von der politischen Bühne bereitet der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sein Comeback vor.
Der 50-Jährige kündigte an, er wolle an der Spitze einer neuen Bürgerbewegung zunächst auf Landesebene wiederkommen. "Bevor man eine endgültige Entscheidung trifft, hat man auch alle Hausaufgaben zu machen", legte sich Strache noch nicht abschließend fest.
Der EX-FPÖ-Chef sprach vor mehreren Hundert begeisterten Anhängern auf dem Neujahrsempfang der neuen Partei Die Allianz für Österreich (DAÖ). Strache gilt als möglicher DAÖ-Spitzenkandidat bei der für den Herbst geplanten Landtagswahl in Wien.
Die FPÖ hat ihren Ex-Chef infolge der Ibiza-Affäre aus der Partei ausgeschlossen.
"Flüchtlingsrollenspiel" an Wiener Schule gestoppt
In Österreich hat das Bildungsministerium ein umstrittenes "Flüchtlingsrollenspiel" an einer Wiener Schule gestoppt und eine Untersuchung eingeleitet.
Österreichische Medien berichteten, bei dem Rollenspiel seien die Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren an einem imaginären Grenzposten wie Flüchtlinge behandelt worden.
Demnach wurden die Schüler gezwungen, Bänder zu tragen, die sie als Asylbewerber auswiesen. Dann mussten sie stundenlang in Räumen warten, ohne dass sie über das weitere Vorgehen informiert wurden. Diese Erfahrung sollte ihnen offenbar zeigen, was Flüchtlinge bei der Asylsuche in Österreich zu erwarten haben.
"Hier scheint eine Grenze überschritten worden zu sein", sagte Bildungsminister Heinz Faßmann. Schüler "zu verängstigen ist kein pädagogisches Konzept", fügte er hinzu.
Die Wiener Stadtschulbehörde kritisierte, dass die Eltern offenbar nicht über die Übung informiert worden seien.
Die Videos des Tages
Landungen am Flughafen Düsseldorf unterbrochen
Die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Düsseldorf hat kurzzeitig auch Auswirkungen auf den Flugverkehr.
Während der Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe im Stadtteil Heerdt komme es auch zu einer Unterbrechung des Flugverkehrs, teilte die Stadt mit.
Nach Angaben des Flughafens sind nur Landungen betroffen. Betroffene Flugzeuge würden während der Unterbrechung erfahrungsgemäß eine zusätzliche Kurve fliegen, sagte ein Sprecher. Er ging von wenigen Minuten aus.
Die Entschärfung hat laut Feuerwehr gegen 19.30 Uhr begonnen.
Update: "Jetzt wieder Normalbetrieb", teilt der Flughafen via Twitter mit.
Mindestens 13 Tote durch Sturm in Spanien
Das Sturmtief "Gloria" hat in Spanien mindestens 13 Menschen das Leben gekostet und große Schäden hinterlassen.
Seit dem Wochenende tobte die Kaltfront mit heftigen Winden, riesigen Wellen und viel Regen und Schnee vor allem im Osten und Nordosten des Landes. Zahlreiche Flüsse und Bäche - speziell in Katalonien - führen weiterhin Hochwasser, teilweise kommt es zu starken Überschwemmungen.
Mehrere Menschen wurden von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet.
Die Zahl der Todesopfer stieg heute von neun auf 13. Die vier hinzugekommenen Toten wurden alle in Katalonien geborgen. Ein Angler sei in der Küstengemeinde Calafat von einer Riesenwelle überrascht und in den Tod gerissen worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Polizei. In den Gemeinden Cabacés und Jorba wurden die Leichen von zwei Männern entdeckt, deren Autos vermutlich von den Wassermassen mitgerissen worden waren. Am Strand von El Prat de Llobregat bei Barcelona wurde eine mutmaßlich ertrunkene Frau tot aufgefunden.
Merkel in Davos 2019/2020 - Finde zehn Unterschiede
Prinz Charles verweigert US-Vize Pence den Handschlag
Nachdem Prinz Charles dem Präsidenten der Vereinigten Staaten vor ein paar Wochen den Mittelfinger "gezeigt" hat, soll nun US-Vizepräsident Mike Pence eigentlich froh sein, dass der britische Thronfolger ihn einfach nur ignoriert.
Nach seiner Rede in Yad Vashem begrüßt Charles andere Gäste mit Handschlag - läuft aber an Pence vorbei, ohne ihm die Hand zu schütteln.
Update: Ein Sprecher des Prinzen dementierte, dass es sich um eine Brüskierung gehandelt habe. Er sagte, die beiden hätten vor der Zeremonie ein "langes und warmes Gespräch" geführt. Die Zeitung "USA Today" zitierte einen Sprecher von Pence, wonach die beiden sich vor der Zeremonie bereits die Hand gegeben und fünf Minuten lang miteinander gesprochen hätten.
Nach Schüssen: SPD-Politiker Diaby erhält Morddrohung
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby aus Halle hat eine Morddrohung erhalten. "Ich nehme die Drohung ernst und habe sofort die Polizei darüber informiert. Es wurden unverzüglich Ermittlungen aufgenommen und Maßnahmen zum Schutz meiner Person eingeleitet", teilte er der dpa mit.
Einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" zufolge bezeichnen sich die Verfasser als "Die Musiker des Staatsstreichorchesters" und unterzeichneten mit "Sieg Heil" und "Heil Hitler".
Die Polizei bestätigte Ermittlungen des Staatsschutzes wegen Bedrohung, Beleidigung und Volksverhetzung sowie dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.
An Diabys Bürgerbüro in Halle waren vergangene Woche zudem Einschusslöcher entdeckt worden. Der Angriff auf das Büro des im Senegal geborenen Diaby hatte Bestürzung ausgelöst.
Historiker empfehlen Umbenennung von Porschestraße
Eine Historiker-Kommission hat der Stadt Düsseldorf die Umbenennung der nach dem Autokonstrukteur Ferdinand Porsche benannten Straße empfohlen.
Porsche sei von "Hitlers Lieblingskonstrukteur" zum "Wehrwirtschaftsführer" aufgestiegen. Das NSDAP-Mitglied sei für seine Verdienste um die Kriegsindustrie zum "SS-Oberführer ehrenhalber" ernannt worden, berichtete der Beirat. Unter seiner Leitung seien zeitweise 70 Prozent der VW-Stammbelegschaft Zwangsarbeiter, KZ-Insassen und Kriegsgefangene gewesen, die er zum Teil selbst angefordert habe.
Auch in München soll nach Ansicht von Experten bei 40 Straßen über eine Umbenennung diskutiert werden.
Queen unterschreibt Brexit-Gesetz
Die britische Königin Elizabeth II. hat das Ratifizierungsgesetz für den Brexit-Deal gebilligt. Damit kann der Vertrag über den EU-Austritt nun in Großbritannien in Kraft treten.
Nach dem Unterhaus hatte am Mittwoch auch das Oberhaus dem Gesetzentwurf zugestimmt. Mehrere Änderungen, die von den Lords vorgeschlagen wurden, hatten die Abgeordneten im Unterhaus zuvor abgewiesen.
Bereits an diesem Freitag soll das Abkommen von EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnet werden. Wann Johnson seine Unterschrift darunter setzen wird, ist noch unklar.
Das Europaparlament soll das Vertragswerk am 29. Januar absegnen. Zwei Tage später, am 31. Januar um 24.00 Uhr (MEZ), soll Großbritannien die Europäische Union verlassen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Feueralarm: Lufthansa-Riesenjet kehrt um
Wegen eines Feueralarms im Frachtraum musste ein Airbus A 380 der Lufthansa über dem Atlantik umkehren. Statt wie geplant nach Miami in Florida zu fliegen, soll die aus München gestartete Maschine zunächst auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle landen, berichtete ein Sprecher der Fluggesellschaft in Frankfurt.
Es sei bislang nicht geklärt, ob es an Bord tatsächlich gebrannt habe. Nähere Untersuchungen sollten nach Landung der Maschine erfolgen.
Putin lädt Söder nach Moskau ein
Auf Einladung von Russlands Präsident Wladimir Putin reist CSU-Chef Markus Söder in der kommenden Woche nach Moskau.
"Der Besuch ist mit der Bundesregierung und Angela Merkel abgestimmt", sagte Bayerns Ministerpräsident in München. Er betonte: "Es wird ein Arbeitsbesuch. Das Programm ist bewusst sachlich nüchtern gehalten."
Das Treffen mit dem Kreml-Chef ist für den kommenden Mittwoch geplant. Begleitet wird Söder vom Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, und Staatskanzleichef Florian Herrmann. Die Sicherheitskonferenz findet zwei Wochen später in München statt.
Neben Putin will Söder auch den Moskauer Oberbürgermeister sowie Vertreter der Zivilgesellschaft treffen. Auch ein Besuch des Soldatenfriedhofs und eine Kranzniederlegung sind geplant.
SPD darf Sarrazin rauswerfen
Im Ausschlussverfahren gegen den umstrittenen Bestseller-Autor Thilo Sarrazin hat die SPD einen erneuten Erfolg errungen. Nach dpa-Informationen entschied die Berliner Landesschiedskommission in einem Berufungsverfahren, dass die Partei Sarrazin ausschließen darf. Sarrazins Anwälte hatten angekündigt, gegen einen solchen Beschluss vorzugehen und vor die SPD-Bundesschiedskommission zu ziehen.
Schreckliche Bilder: Tiere verhungern in Zoo
Hervorstehende Rippen, glasige Augen, apathisches Verhalten: Die Tiere im Zoo von Karthum sind ein Anblick zum Erbarmen. Die Tiere hungern, viele sind bereits verendet. Ursache ist die Wirtschaftskrise im Sudan. Die Zoo-Mitarbeiter haben keine Mittel mehr, um die Tiere zu füttern.
Foodwatch: Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse abschaffen
Solange ein Kopf Brokkoli mehr kostet als ein paniertes Schweineschnitzel, läuft etwas falsch in der Agrarpolitik
Martin Rücker, Foodwatch
Interessanter Vorstoß von Foodwatch: Die Verbraucherschützer fordern die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse. Dies könne eine klimafreundliche und gesunde Ernährung fördern und "zugleich Familien und weniger kaufkräftige Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten", erklärte die Organisation. Die Regierung könne die Abschaffung der Steuer von bislang sieben Prozent "schnell und nationalstaatlich umsetzen".
"Solange ein Kopf Brokkoli mehr kostet als ein paniertes Schweineschnitzel, läuft etwas falsch in der Agrarpolitik", kritisierte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker. "Die Menschen essen weniger Obst und Gemüse als empfohlen und mehr Fleisch, als es der Gesundheit, der Umwelt und dem Klima zuträglich ist."
In 42 Tagen: Hamburger Ruderinnen überqueren Atlantik
Nach 42 Tagen auf See haben die Hamburger Atlantik-Ruderinnen Catharina Streit, Meike Ramuschkat, Stefanie Kluge und Timna Bicker mit ihrem Boot "Doris" die Karibikinsel Antigua erreicht. Die vier Frauen, die unter dem Namen "RowHHome" als erstes deutsches Team an der Regatta über 4800 Kilometer teilgenommen haben, erreichten am Donnerstagmorgen (Ortszeit) English Harbour.
Der Start war am 12. Dezember vor der Kanareninsel La Gomera erfolgt. Unter den 35 gestarteten Booten kamen die Hamburgerinnen als 17. im Zielhafen an. Die ersten Teilnehmer waren bereits am 13. Januar in Antigua angekommen.
Trump tritt bei Marsch von Abtreibungsgegnern auf
"Er wird der erste Präsident in der Geschichte sein, der teilnimmt", freut sich die Präsidentin des "March for Life", Jeanne Mancini, über den angekündigten Auftritt Donald Trumps. Ist ja auch kein Wunder, dass er der erste ist, denn bei dem "Marsch für das Leben" handelt es sich um eine Veranstaltung von Abtreibungsgegnern.
"Wir sehen uns am Freitag", schrieb Trump in einer Twitter-Nachricht mit einem Video der Kundgebung vom vergangenen Jahr.
An diesem Freitag versammeln sich Abtreibungsgegner in der US-Hauptstadt zu ihrem "Marsch", der seit 1974 jährlich stattfindet.
Interessant ist, dass Trump sich in der Vergangenheit dafür ausgesprochen hatte, die Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch den Frauen zu überlassen. Während des Wahlkampfes 2016 änderte Trump seine Haltung und erklärte, er trete für den Schutz des ungeborenen Lebens ein.
Schichtwechsel
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Meine Kollegin Ina Bullwinkel verabschiedet sich in ein verlängertes Wochenende. Ich wünsche ihr - und Ihnen auch - einen schönen Nachmittag.
Busstreik: Junge läuft nachts zehn Kilometer zur Schule
Ein Streik im Nahverkehr kann Menschen auf die verrücktesten Ideen bringen. Jüngstes Beispiel ist ein 13-jähriger Junge, der sich nachts auf den Weg zur Schule gemacht hat. Der Bus sollte streiken, deshalb ist er die zehn Kilometer zu seiner Schule zu Fuß gegangen.
Wie die Polizei mitteilte, rief die besorgte Mutter gegen 2.30 Uhr bei den Beamten an und meldete den Jungen als vermisst. Demnach hatte er auf dem Schreibtisch die Nachricht hinterlassen, dass er zur Schule unterwegs sei.
"Die Schultasche war nicht mehr in seinem Kinderzimmer, und der Junge besucht sehr gern die Schule", berichtete die Polizei. Zudem habe er von dem Streik gewusst. Die Polizei leitete sofort Suchmaßnahmen ein, fand den Jungen aber zunächst nicht.
Erst gegen 7 Uhr meldete die Schulsekretärin, dass der 13-Jährige an der Schule sei.
Berliner AfD verliert Raum für Parteitag - schon wieder
Keiner will der Berliner AfD einen Raum für den Parteitag geben - so scheint es zumindest. Denn schon wieder hat die Partei keinen Ort, um sich zu treffen. Ursprünglich war der Parteitag für November geplant gewesen, doch auch da hagelte es nur Absagen für den Landesverband. Dann wurde auf den 25. und 26. Januar verschoben.
Die aktuelle Absage hat allerdings einen ernsten Hintergrund: Die Vermieterin kündigte den Mietvertrag, weil sie und ein Mitarbeiter bedroht worden seien. Einen Eilantrag der AfD gegen die Kündigung lehnte das Berliner Landgericht ab.
Das Landgericht erklärte, die Vermieterin habe "glaubhaft gemacht, dass ein Mitarbeiter wegen der geplanten Veranstaltung bedroht worden sei". Sie dürfe selbst darüber "befinden, ob sie bereit sei, das Risiko durch die Vertragserfüllung auf sich zu nehmen".
Die Berliner AfD teilte mit, mit dem Urteil habe "die linksextreme Antifa mit Gewaltdrohungen den für das kommende Wochenende geplanten Landesparteitag verhindert". "Wenn Gewalt Demokratie angreift, ist es Terror", befand Landes- und Fraktionschef Georg Pazderski.
Im Rollstuhl nach Rücken-OP: Frau bekommt halbe Million Euro
Keine Summe ist wohl hoch genug, um diesen Fehler wieder gutzumachen: Eine 27-Jährige ist aufgrund mehrerer Behandlungsfehler nach einer Rücken-OP querschnittsgelähmt. Jetzt muss die Klinik ihr 500.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
2008 musste sie sich wegen einer Verkrümmung der Wirbelsäule operieren lassen. Die OP lief zwar nach Angaben des Gerichts zunächst nach Plan, danach kommt es allerdings zu massiven Fehlern.
"Die Klägerin hat ihr Geh- und Stehvermögen vollständig eingebüßt und auch die Beweglichkeit der Arme und Hände ist stark eingeschränkt", teilte das Gericht mit. "Weil wir mehrere Fehler in einer Kette sehen, behandeln wir sie in der Summe als grob", begründete der Vorsitzende Richter das Urteil.
Die Klinik muss der Frau 500.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zusätzlich hat sie Anspruch auf Zinsen in Höhe von etwa 250.000 Euro.
ÖVP-Abgeordneter zählt Geldscheine im Parlament - und erntet Spott
Es gibt wahrscheinlich bessere Zeitpunkte, sein Geld zu zählen als in einer Parlamentssitzung. Der ÖVP-Abgeordnete Peter Haubner hat es trotzdem gemacht - und wurde dabei prompt von Fernsehkameras gefilmt. Ein Twitter-User stellte die Szene ins Netz und löste damit einen kleinen Shitstorm aus. Wie die Zeitung oe24.at berichtet, handelt es sich dabei um 50-Euro-Scheine.
Viele Nutzer machen sich über die Aktion des Politikers lustig oder empören sich. Auch der SPÖ-Abgeordnete Thomas Drozda kommentiert das Video bei Twitter: "Ein langer Sitzungstag, auch für den Vorsitzenden des Budgetausschusses, ob es sich um verfassungsrechtlich abgesichertes Bargeld handelt, ist nicht überliefert."
Schlagzeilen zur Mittagspause
Zeitung: USA drohen mit Tötung von Soleimanis Nachfolger
Die Beziehung zwischen den USA und Iran bleibt sehr angespannt und gleicht zunehmend einer tickenden Zeitbombe. Einem Zeitungsbericht zufolge haben die Amerikaner damit gedroht, auch den Nachfolger des iranischen Topgenerals Ghassem Soleimani zu töten.
"Sollte (Esmail) Chaani den Weg weitergehen, Amerikaner zu töten, dann wird ihn das gleiche Schicksal treffen", sagte der US-Sondergesandte für den Iran, Brian Hook, der arabischsprachigen Tageszeitung "Aschark al-Ausat".
Die USA hatten Soleimani Anfang Januar bei einem Drohnenangriff in Bagdad getötet. Kurz darauf ernannte die Führung in Teheran Chaani zum neuen Kommandeur der Kuds-Brigaden.
Die Eliteeinheit der Revolutionsgarden ist für verdeckte Militäreinsätze im Ausland zuständig. Chaani kündigte an, den Kurs seines Vorgängers weiterzuverfolgen.
UN-Gericht: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen
Im Völkermord-Verfahren gegen Myanmar hat der Internationale Gerichtshof das asiatische Land zu Sofortmaßnahmen zum Schutz der Rohingya verpflichtet.
Damit gab das höchste UN-Gericht in Den Haag einer Klage Gambias statt. Myanmar müsse alles tun, um einen Völkermord an der muslimischen Minderheit zu verhindern. Auch müsse das Land dafür sorgen, dass das Militär die Rohingya nicht verfolge.
Stress in Italien: Giuseppe Conte sagt Auftritt in Davos ab
In der italienischen Regierungskoalition kriselt es momentan recht heftig. Und das nicht erst seit Luigi Di Maio gestern als Chef der Fünf-Sterne-Bewegung zurückgetreten ist.
Wenige Tage vor einer wichtigen Regionalwahl macht das keine gute Stimmung. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass Regierungschef Giuseppe Conte seinen Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt hat. Wichtiger als die Tagung in der Schweiz ist es für ihn wohl, in der Heimat an einer Kabinettssitzung teilzunehmen und die Wogen zu glätten.
"Gorch Fock" soll Ende 2020 fertig saniert sein
Pannen und hohe Kosten haben die Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" begleitet. Jetzt gibt es einen offiziellen Termin, zu dem das Schiff fertig sein soll. Ein Sprecher im Verteidigungsministerium nannte den 22. Dezember 2020. "Aus heutiger Sicht ist das der Termin. Wir gehen davon aus, dass wir das bis Ende des Jahres gepackt haben", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Die Ausbildung der Marinekadetten auf dem Traditionssegler solle 2021 wieder aufgenommen werden. Seit Jahren hat sich die Fertigstellung des Schiffes immer wieder verschoben.
Pfefferspray-Attacke? Elf Verletzte in Supermarkt
Diesen Einkauf werden die Kunden wohl nicht so schnell vergessen: In einem Supermarkt in Hildesheim kam es am Mittwochabend zu einem Großeinsatz der Polizei, nachdem elf Menschen Symptome wie Schwindel, Erbrechen und Husten hatten.
"Man geht davon aus, dass Pfefferspray gesprüht wurde", sagte ein Polizeisprecher. Bisher ist aber noch unklar, welche Substanz die Beschwerden hervorgerufen hatte.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Dazu sollten Zeugen vernommen und Videos ausgewertet werden. Verdächtige gebe es noch nicht.
Mann wird von seinem Hahn angegriffen und stirbt
In Indien ist ein Mann gestorben, nachdem er von seinem Hahn angegriffen wurde. Der 50-jährige Inder Saripalli Chanavenkateshwaram Rao sei mit seinem Tier auf dem Weg zu einem Hahnenkampf gewesen, berichtet CNN. Der Hahn soll seinen Besitzer mit einer Klinge verletzt haben, die am Schnabel befestigt gewesen sei.
Die Verletzung am Hals des Mannes war laut Bericht so schwer, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Dort habe er einen Schlaganfall erlitten und sei gestorben.
Rao soll regelmäßig an Hahnenkämpfen in der Region teilgenommen haben. Obwohl solche Wettkämpfe in Indien verboten sind, finden sie immer noch regelmäßig statt.
Hang hinabgestürzt: Schulbus verunglückt in Thüringen
In Thüringen hat es einen schweren Unfall mit einem Schulbus gegeben. Zwei Kinder sind dabei ums Leben gekommen, 20 weitere Schüler sowie der Busfahrer wurden verletzt, wie das Landratsamt des Wartburgkreises mitteilte. Wie die "Bild"-Zeitung und der MDR berichten, soll der Bus einen Hang hinabgestürzt sein.
Der Bus soll am Morgen bei Eisenach von der Straße abgekommen sein, heißt es in den Berichten unter Berufung auf die Polizei.
"Riecht wie meine Vagina": Heidi Klum will besondere Kerze
Heidi Klum wendet sich mit einer besonderen Bitte über Instagram an Gwyneth Paltrow. Die verkauft nämlich eine spezielle "Riecht wie meine Vagina"-Kerze über ihren Lifestyle-Shop "Goop". Das Problem: Das gute Stück ist ausverkauft.
Schlagzeilen am Morgen
Nach Vulkanausbruch in Neuseeland: offiziell 20 Tote
Sechs Wochen nach dem tödlichen Vulkanausbruch in Neuseeland sind zwei Vermisste offiziell für tot erklärt worden. Dabei handelt es sich laut Angaben der Ermittler um einen örtlichen Reiseführer und einen australischen Teenager.
47 Menschen hatten am 9. Dezember White Island vor der Küste von Neuseelands Nordinsel besucht - dann kam es zur Katastrophe, der Vulkan brach aus. Bisher waren 20 Tote befürchtet worden, jetzt ist diese Zahl offiziell.
Bei den Vermissten nahm man an, dass sie ins Meer gespült wurden. Die Suche wurde Weihnachten eingestellt.
Die meisten der Überlebenden werden noch immer mit Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt.
"Noch etliche Wochen": Grippewelle erfasst Deutschland
In der Bahn zur Arbeit keuchen und schnauben die Mitfahrer links und rechts momentan recht viel. Aber nicht nur Erkältungen sind derzeit weit verbreitet, auch die Grippe kursiert. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellt fest: Die Grippewelle hat offiziell begonnen, die Kriterien sind inzwischen erfüllt.
"Die Welle wird sich noch etliche Wochen hinziehen", sagte RKI-Expertin Silke Buda der Deutschen Presse-Agentur. Sich noch impfen zu lassen, sei möglich. Allerdings müsse man sich sputen. "Bis der Schutz aufgebaut ist, dauert es bis zu 14 Tage", sagte Buda.
Empfohlen wird die Impfung unter anderem Menschen ab 60, chronisch Kranken, Schwangeren sowie Ärzten oder Pflegekräften.
Seit Saisonbeginn im Oktober 2019 sind bundesweit 13.350 durch Laboranalysen bestätigte Fälle gemeldet worden, davon 4439 in der vergangenen Woche. Bisher starben daran nachweislich 32 Menschen.
Unfall auf A6: Zwei Sportjachten komplett zerstört
Bei einem Unfall auf der Autobahn 6 bei Mannheim sind zwei Sportjachten komplett zerstört worden. Der 66-jährige Fahrer eines Sattelschleppers, auf dem die Boote befördert wurden, habe am Mittwochabend einen vorausfahrenden Lastwagen zu spät gesehen, teilte die Polizei mit.
Der Sattelzug krachte in den Lastwagen und kam nach dem Aufprall quer auf der Straße zum Stehen. Verletzt wurde niemand.
An den beiden Jachten im Wert von jeweils 120.000 Euro entstand allerdings Totalschaden. Der Sachschaden des Unfalls betrug insgesamt sogar rund 280.000 Euro.
Die A6 wurde zeitweise gesperrt, es bildete sich ein Stau von fünf Kilometern Länge.
Löschflugzeug in Australien abgestürzt - drei Tote
Beim Absturz eines Löschflugzeugs im Brandgebiet von Australien sind nach Behördenangaben drei Menschen ums Leben gekommen.
Das Flugzeug sei nahe Cooma etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Canberra verunglückt, sagt der Feuerwehrchef Shane Fitzsimmons vor Reportern. Zuvor hatten Hubschrauber bei der Suche nach der vermissten Maschine in den Bergen des Bundesstaats New South Wales geholfen.
Fliegerbombe in Köln gefunden: 5800 Anwohner werden evakuiert
Es ist die zweite Evakuierung innerhalb weniger Tage in der Stadt: In Köln läuft derzeit die Räumung von Teilen der Universitätskliniken. Zuvor wurde bei Bauarbeiten eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.
Im Stadtteil Lindenthal dürfen sich rund 5800 Anwohner voraussichtlich am Vormittag nicht in ihren Wohnungen aufhalten, wie die Stadt berichtete.
In Köln war bereits am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Rund 10.000 Beschäftigte mussten dafür sicherheitshalber ihre Arbeitsplätze verlassen.
Groß wie Saarland: Heuschreckenschwarm setzt Teilen Afrikas zu
In Ostafrika könnte die schlimmste Plage von Wüstenheuschrecken seit mehreren Jahrzehnten zu einer Hungersnot führen. Die Schwärme in Äthiopien, Kenia und Somalia seien "beispiellos in ihrer Größe und ihrem Zerstörungspotenzial", teilte die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) mit.
Die Insekten fallen über Pflanzen her und können in kürzester Zeit ganze Felder zerstören. Der FAO zufolge ist dies der schlimmste Ausbruch der Wüstenheuschrecken seit 25 Jahren in Äthiopien und Somalia und seit 70 Jahren in Kenia.
Ein Schwarm in Kenia mit Hunderten von Millionen von Insekten sei etwa 2400 Quadratkilometer groß - fast so groß wie das Saarland.
Unglück in Silo: Zwei Arbeiter von Sand verschüttet
Erst gestern berichteten wir über einen 54-jährigen Mann, der in der Nähe von Göttingen in ein Getreidesilo gefallen und darin erstickt war. Heute erreicht uns traurigerweise eine ganz ähnliche Meldung: In Regensburg sind zwei Arbeiter in ein Silo gestürzt, von dem darin gelagerten Sand verschüttet worden und später gestorben.
Ein 56-Jähriger starb bereits am Mittwochnachmittag in einem Krankenhaus, ein 23-Jähriger dann am Abend, wie die Polizei mitteilte. Während der Fahrt vom Gelände eines Betonbau-Betriebs in eine Klinik seien sie im Rettungswagen reanimiert worden. Zu den Details des Unfallhergangs ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.
Seehofer verbietet rechtsextreme Gruppe "Combat 18"
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die rechtsextreme Gruppe "Combat 18" verboten. Das teilte der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, mit.
Die Polizei durchsuchte am Morgen in Hessen, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehrere Objekte. Stanley R., der als wichtige Figur in der Szene gilt, wurde den Angaben zufolge in Thüringen festgenommen.
Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation gilt als bewaffneter Arm des in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood and Honour" (Blut und Ehre).
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
das Weltwirtschaftsforum in Davos geht in die nächste Runde - heute mit einer Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ohne zu viel zu verraten: Bei der Rede wird es wahrscheinlich um Deutschlands und Europas Klimapolitik gehen. Mal sehen, ob sich auch Donald Trump mit neuerlichen Drohungen in Richtung EU zu Wort meldet.
Das wird heute außerdem wichtig:
Staatsgäste aus fast 50 Ländern bei Holocaust-Gedenken in Israel: Fast 50 Staats- und Regierungschefs erinnern heute in Israel an die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist vor Ort und wird als erstes deutsches Staatsoberhaupt in Yad Vashem eine Rede halten.
China kappt Verkehr aus Wuhan: Die chinesische Regierung hat die besonders schwer von der neuen Lungenkrankheit betroffene Millionenmetropole Wuhan praktisch abgeriegelt. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, sollten ab heute Morgen Flüge, Züge, Fähren und Fernbusse gestoppt werden.
Umwelthilfe und Mieterbund machen Vorschläge fürs Bauen und Sanieren: Die Deutsche Umwelthilfe und der Deutsche Mieterbund stellen am Morgen in Berlin Forderungen zum klimafreundlichen Sanieren und Bauen vor.
Deutsches Tennis-Team will in dritte Runde der Australian Open: Angeführt von Angelique Kerber und Alexander Zverev hat bei den Australian Open ein deutsches Tennis-Quartett die Chance auf den Einzug in die dritte Runde.
Ich hoffe, Sie starten gut in diesen Donnerstag. Mein Name ist Ina Bullwinkel und ich begleite Sie heute durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: ina.bullwinkel[at]nama.de.
Nebel und frostige Temperaturen halten an
Hochdruckeinfluss im Sommer bedeutet in der Regel Sonnenschein. Im Winter sieht das hingegen häufig anders aus. Gerade wenn die Luft feucht ist und sich Nebel oder Hochnebel gebildet haben, dann fehlt der Sonne die Kraft, um sich durchzusetzen. Und so ist auch die aktuelle Lage.
Hoch "Ekart" hat sich bei uns breit gemacht, dennoch überwiegen heute Nebel, Hochnebel oder Wolkenreste der schlappen Front von gestern. Gleichzeitig sind die Sichtweiten im Nebel zum Teil erheblich eingeschränkt. Stellenweise können Sie in der trüben Nebelsuppe keine 50 Meter weit sehen. Außerdem müssen Sie teilweise auch wieder mit glatten Straßen durch Reif oder gefrierende Nässe rechnen. So ist es im Süden morgens verbreitet frostig, teils mit zweistelligen Minusgraden. Richtung Norden ist es generell milder und nur gelegentlich gibt es frostige Frühwerte mit Glättegefahr. Einerseits nördlich von Berlin. Andererseits Richtung Emsland.
Tagsüber hat es die Sonne schwer, sich gegen den Nebel-Wolken-Mix durchzusetzen. Am ehesten gelingt es ihr in Teilen Süddeutschlands - vor allem auf den Bergen, wo Sie dementsprechend einen weiteren Tag mit richtigem Kaiserwetter erleben. Die Temperaturen erreichen mit viel Sonne am Alpenrand bis zu zehn Grad, während es im zähen Dauernebel teils nicht über minus eins bis null Grad hinausgeht.
Die weiteren Aussichten: morgen abseits von Nebelfelder besonders im Süden nach wie vor sonnig. Das Wochenende bringt dann generell mehr Wolken, aber nur sehr selten Regen. Erst die neue Wetterwoche verläuft nasser und windiger, teils auch auch stürmisch.
Die Temperaturen reichen morgen von zwei bis zwölf Grad. Am Wochenende werden es oft vier bis elf Grad, bevor es mit dem mitunter stürmischen Wind in der nächsten Woche nochmals milder weitergeht. Dann erwarten uns Spitzenwerte bis 14 Grad. Ihr Björn Alexander
Buschbrände in Canberra: Flughafen muss schließen
Die Feuer in Australien sind noch lange nicht gebannt, das zeigt die jüngste Meldung aus der Hauptstadt Canberra. Dort muss der Flughafen wegen der nahen Buschbrände schließen. Es würden keine Maschinen mehr starten oder landen, teilt die staatliche Katastrophenschutzbehörde mit.
Im Süden des Flughafens brannte ein Feuer, für das der Notfall ausgerufen wurde. Die Bewohner in mehreren Vororten der Stadt im Südosten des Kontinents sollten Schutz zu suchen. Der Brand hatte am Mittwoch begonnen. Es herrschten starker Wind und Hitze.
Am Donnerstag brach ein weiteres Feuer in der Nähe des Flughafens aus, für das eine untere Warnstufe galt ("watch and act"). Der Airport von Canberra wird eher für Inlandsflüge genutzt. Das wichtigste Drehkreuz Australiens ist Sydney.
