Der Tag
26. März 2026
imageHeute mit Alexander Schultze
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09:05 Uhr

"Kleine Schwester" der Wartburg - Feuer in 850 Jahre alter Runneburg

Teile einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind bei einem Brand im Norden Thüringens beschädigt worden. Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen auf weitere Teile der Runneburg in Weißensee, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Feuer war demnach in der Nacht in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen, direkt neben einem hohen Wachturm.

Verletzt wurde bei dem Brand ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Der Einsatzort war laut einem Sprecher abgesperrt. Im Laufe des Tages sollen dort die Ermittlungen zum Brand beginnen. Nach ersten Schätzungen habe der Brand erheblichen Sachschaden angerichtet.

Die Runneburg ist laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut worden und thront auf einem kleinen Berg am Rand der kleinen Stadt Weißensee. Sie zählt demnach zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als "kleine Schwester" der Wartburg.

"Kleine Schwester" der Wartburg - Feuer in 850 Jahre alter Runneburg
08:28 Uhr

Schlamperei bei der Bundesagentur: Jeder fünfte Bescheid falsch

Eine interne Revision der Bundesagentur für Arbeit hat erheblich Mängel bei Bescheiden zum Arbeitslosengeld offengelegt. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung ist gut jeder 5. Bescheid (22 Prozent) falsch. So seien oft zu niedrige Zahlungen an Arbeitslose geleistet worden. Zudem sei jeder 10. Antrag auf Arbeitslosengeld abgewiesen worden, obwohl ein Anspruch darauf bestand. Die Antragsteller erhielten stattdessen das niedrigere Bürgergeld.

Zudem seien bei Berechnungen Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld nicht berücksichtigt worden. Auch falsche Lohnsteuerklassen oder fehlende Werbungskosten sollen immer wieder aufgefallen sein. Dazu kommen Zahlendreher bei der Übertragung von Daten. Allerdings sollen einige Antragsteller auch zu viel Arbeitslosengeld erhalten haben. Das resultiert laut "Bild" etwa aus einer Wochenarbeitszeit der Betroffenen, die sich vor der Arbeitslosigkeit geändert hatte.

Konsequenz? Die örtlichen Arbeitsagenturen sollen stärker geprüft werden. Bis zum Jahresende sollen monatlich zehn neue Arbeitslosengeld-Bescheide der Ämter stichprobenartig in Augenschein genommen und die Ergebnisse an die Regionaldirektionen und die BA-Zentrale gemeldet werden.

Schlampige Berechnungen wurden bereits 2023 als eines der großen Risiken innerhalb der Bundesagentur für Arbeit ausgemacht, schreibt "Bild". Gebessert hat sich nichts, im Gegenteil. Die Fehlerquote bei der Bemessung des Arbeitslosengeldes sei weiter gestiegen, heißt es.

Schlamperei bei der Bundesagentur: Jeder fünfte Bescheid falsch
08:02 Uhr

EU-Behörde will Ewigkeitschemikalien verbieten lassen

Die EU-Chemiebehörde (ECHA) hat ein weitreichendes Verbot sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) empfohlen - hält aber eine Reihe von Ausnahmen für sinnvoll. "Die derzeit geltenden Regeln reichen nicht aus", teilte die ECHA mit Sitz in Helsinki mit. Die Behörde veröffentlichte zwei Risikoanalysen, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.

PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einweg-Verpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen, die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Einige Untergruppen sind bereits verboten, wurden in der Vergangenheit aber immer rasch durch ähnliche PFAS-Chemikalien ersetzt. Die EU-Kommission arbeitet deshalb seit Jahren an einem umfassenden Verbot.

EU-Behörde will Ewigkeitschemikalien verbieten lassen
07:34 Uhr

Taucher tollt sorglos mit tonnenschwerem Pottwal-Baby

Rolf Kolenbrander gelingen vor der Küste Domenicas beeindruckende Aufnahmen: Darauf ist zu sehen, wie der Taucher mit einem jungen Pottwal spielt. Das junge Tier scheint sehr neugierig zu sein. Ganz ungefährlich ist die Aktion nicht.

Taucher tollt sorglos mit tonnenschwerem Pottwal-Baby
07:00 Uhr

Was bringt das Spritpreis-Paket? Und was wird heute sonst noch wichtig?

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist zäh, ich weiß. Aber nach wie vor schwebt die Frage nach der Entwicklung im Nahen Osten über jedem Morgen. Die Zeichen der US-Regierung bleiben weiterhin kryptisch, um nicht zu sagen, maximal widersprüchlich. Kriegsende morgen oder doch der Einsatz von Bodentruppen? In unserem Iran-Ticker erfahren Sie alles dazu.

Mit einer Auswirkung des Krieges befasst sich heute auch der Bundestag - nämlich mit den hohen Benzinpreisen. Ab 9 Uhr wird debattiert, wie die Politik damit umgehen will, um 10.10 Uhr tritt Wirtschaftsministerin Reiche vor die Presse.

Das EU-Parlament wird heute über sein Rückführungsgesetz abstimmen. Darin geht es um die Abschiebung von Menschen in sogenannte Return Hubs, wenn das Land, aus dem sie stammen, sie nicht wieder aufnehmen will. Das Vorhaben hatte Wellen geschlagen, weil Recherchen ergeben hatten, dass Mitglieder der EVP-Fraktion (zu der auch CDU/CSU gehören) in einer Chatgruppe sich mit Politikern von Rechtsaußenfraktionen abgestimmt hatten.

Auf der Verkehrsministerkonferenz soll es heute konkret um verbesserte Sicherheitsmaßnahmen für Bahnpersonal gehen. Hintergrund ist eine tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz Anfang Februar. Um 13 Uhr wird Bundesverkehrsminister Schnieder mögliche Ergebnisse vorstellen.

Was sonst noch wichtig wird:

  • Treffen der Außenminister der G7-Staaten beginnt

  • CDU und SPD starten ihre Sondierungsgespräche in Rheinland-Pfalz

  • Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in gegen Frauen in Hamburg

  • Bertelsmann und Porsche Holding legen Geschäftszahlen vor

  • Neuer Nachtzug Paris - Berlin startet am Abend

Bisher liest sich der Tagesplan überschaubar aufregend, aber es wird sicherlich einiges mehr passieren. Wir halten Sie über alles auf dem Laufenden. Ich begleite Sie im "Tag" bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Was bringt das Spritpreis-Paket? Und was wird heute sonst noch wichtig?
06:30 Uhr

Menschen über 55 wenden sich von Social Media ab

Die ältere Generation ab 55 zieht sich in Teilen von Instagram und Co. zurück. In allen anderen Altersgruppen hingegen nimmt der Konsum sozialer Medien nach einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte nach wie vor zu.

In den Altersgruppen von 55 bis 64 Jahren und über 65 sagten jeweils 6 Prozent der 2000 Befragten, dass ihre Social-Media-Nutzung im Zwölf-Monats-Vergleich zurückgegangen sei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller anderen Altersgruppen von 14 bis 54 Jahren sagten jedoch das Gegenteil - je jünger, desto stärker hat laut Umfrage die auf und mit sozialen Medien verbrachte Zeit zugenommen. Umfragezeitraum war der 11. bis 22. Januar.

An der Spitze liegen die 14- bis 18-Jährigen, von denen das 28 Prozent bejahten. "Die Nutzung boomt bei Jüngeren, geht jedoch mit steigendem Alter zurück und dreht schließlich sogar ins Negative", schreiben die Studienautoren.

Menschen über 55 wenden sich von Social Media ab
06:01 Uhr

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch

Autokratien breiten sich einer Untersuchung zufolge weltweit aus, die Demokratie gerät in die Defensive. Das zeigt der "Transformationsindex 2026" der Bertelsmann Stiftung (BTI), der 137 Staaten analysiert. Demnach werden inzwischen 56 Prozent der ausgewerteten Länder autokratisch regiert. Beim ersten Index vor 20 Jahren war es noch umgekehrt: Damals hatten Demokratien mit 55 Prozent die Mehrheit.

Ein Drittel der insgesamt 77 Autokratien bewertet die Studie als moderat, zwei Drittel als "harte Autokratien, in denen Grundrechte vollständig missachtet werden". Dazu gehörten Russland, China oder auch Afghanistan, Äthiopien, Iran, Katar, Myanmar, Nordkorea, Ruanda, Venezuela oder Weißrussland.

Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch