mit Janis PeitschDas war Donnerstag, der 26. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen noch folgende Texte der Redaktion ans Herz legen:
Greift der Staat ein?: Wenn es so weitergeht, bleiben die Gasspeicher leer
In den Nahen Osten: Bericht: Pentagon erwägt Umleitung der Ukraine-Waffenhilfe
Tier kann sich bewegen: Rettungseinsatz für gestrandeten Wal muss abgebrochen werden
"Was er mir gestanden hat": Collien Fernandes legt konkret nach
Studie belegt große Wirkung: Diese kleinen Verhaltensänderungen schützen vor Herzinfarkt
Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend und eine erholsame Nacht. Bis morgen!
Schwerer Lkw-Unfall auf Autobahn - drei Menschen eingeklemmt
Schlimmer Crash in der Nähe von Oberhausen: Bei einem Unfall mit drei Lastern auf der A2 sind drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Bei dem Zusammenstoß am Abend wurden die Verletzten in den zerstörten Führerhäusern eingeklemmt, wie die Polizei mitteilte. Der Crash ereignete sich in Fahrtrichtung Köln.
Zwei der Verletzten mussten nach ihrer Befreiung aus den zerstörten Fahrzeugen mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden. Insgesamt waren 48 Einsatzkräfte der Feuerwehren Oberhausen, Bottrop und Duisburg vor Ort.
Senior in Mecklenburg-Vorpommern um 650.000 Euro geprellt
Unbekannte Anlagebetrüger haben einen 77-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern um rund 650.000 Euro geschädigt. Der auf der Insel Rügen lebende Mann habe anscheinend "über einen längeren Zeitraum" vermeintliche Anlageverträge abgeschlossen und bedient, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit. Als der Kontakt zu den Tätern abbrach, erstattete der Geschädigte demnach Anzeige bei der Polizei.
Nach Angaben der Beamten handelte der Senior in dem Irrglauben, unter anderem Fest- und Tagesgelder bei einer Bank im Ausland anzulegen. Er nutzte demnach auch Online-Investitionsfunktionen und überwies über Monate hinweg insgesamt mehrere hunderttausend Euro auf ausländische Konten. Als Auszahlungen ausblieben und der Kontakt zu den Betrügern schließlich vollständig abbrach, schaltete der Mann die Polizei ein.
Können im Weltraum Kinder gezeugt werden? Studie liefert Antwort
Der Traum von der Besiedelung des Weltraums ist spätestens mit der ersten Landung auf dem Erdtrabanten 1969 konkreter geworden. Da einige Unternehmer wie SpaceX-Gründer Elon Musk diesbezüglich ehrgeizige Pläne verfolgen, ist die Frage von zunehmender Bedeutung, ob Fortpflanzung auch in Raumschiffen oder auf anderen Planeten möglich ist.
Nun hat erstmals eine wissenschaftliche Studie die Navigationsfähigkeit von Spermien in der Schwerelosigkeit untersucht. Spermien könnten zwar unter weltraumähnlichen Bedingungen um rund 50 Prozent schlechter navigieren, einige besonders widerstandsfähige Exemplare hätten es aber dennoch durch einen "Hindernisparcours" geschafft, womit eine erfolgreiche Zeugung auch im Weltraum möglich sei, heißt es in der heute in der Zeitschrift "Communications Biology" veröffentlichten Studie.
Die Befruchtung sei jedoch "nur ein kleiner Teil des sehr großen und komplexen Puzzles" der Fortpflanzung, weshalb noch deutlich mehr Forschung nötig sei, fügte Studienleiterin Nicole McPherson hinzu. "Vom ersten Weltraumbaby sind wir noch weit entfernt."
Hersteller ruft Camembert zurück: kann krank machen
Die französische Firma Gillot warnt vor dem Verzehr ihres Camemberts. Der Grund: Aufgrund einer Kontamination mit unerwünschten Bakterien kann der Verzehr zu fieberhaften Magen-Darmstörungen führen.
Daher wird das Produkt "Camembert de Normandie, 250 Gramm", das in einer runden Holzverpackung verkauft wird, zurückgerufen. Betroffen ist die Chargennummer 031241 mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 08.04. und 12.04.2026.
Verkauft wurde der Camembert über die Firma Fromi in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.
Die Magen-Darmstörungen können den Angaben zufolge zwei bis sieben Tage nach dem Verzehr des Produkts auftreten, dabei kann es möglicherweise auch zu Blutungen kommen. Insbesondere bei Kindern seien auch schwere Nierenkomplikationen möglich.
Trump will offenbar historischen Raum im Weißen Haus umbauen
Donald Trump will laut einem Medienbericht das Weiße Haus weiter umbauen. Während die Arbeiten an seinem Ballsaal andauern, hat der US-Präsident als nächstes Projekt offenbar den historischen Vertragsraum im Blick, der traditionell ein Treffpunkt für Staatsmänner und Diplomaten ist. Aus dem Vertragsraum soll laut "New York Times" ein Gästezimmer mit eigenem Bad werden.
Auf Trumps Pläne angesprochen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses: "Präsident Trump ist ein Baumeister mit einem außergewöhnlichen Blick für Details und Design, und seine kühne Vision wird das amerikanische Gefüge prägen und noch Generationen später spürbar sein."
Rückschlag für Maduro vor US-Gericht
Der Drogenprozess gegen Nicolas Maduro in den USA wird fortgesetzt. Der zuständige Richter Alvin Hellerstein lehnte in New York einen Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens ab.
Die Anwälte des gestürzten venezolanischen Präsidenten hatten dies mit der Blockade von Finanzmitteln für die Verteidigung durch die US-Regierung begründet. Sie hatten argumentiert, der verwehrte Zugriff auf venezolanische Staatsgelder zur Bezahlung der Verteidigung verletze das in der US-Verfassung verankerte Recht auf einen Anwalt freier Wahl.
Hellerstein stellte dies jedoch infrage. Maduro und seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Cilia Flores erschienen in beiger Gefängniskleidung vor Gericht.
Collien Fernandes konkretisiert Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Moderatorin Collien Fernandes hat ihre Vorwürfe gegen Christian Ulmen präzisiert. Auf Instagram schreibt die 44-Jährige, ihr Ex-Mann habe ihr gegenüber gestanden, dass er einen sexuellen Fetisch entwickelt habe, "mit dem er nicht mehr aufhören konnte". Es handele sich um einen "Degradierungsfetisch". Ulmen habe im Laufe der letzten Jahre diverse Fakeprofile unter ihrem Namen in sozialen Netzwerken erstellt.
"Er hat männliche User kontaktiert, fremde Männer und Männer aus meinem beruflichen Umfeld. Er hat eine Geschichte verschickt, die er erotisch fand [...], er hat pornografische Videos und erotische Fotos verschickt. Dabei war ihm wichtig, dass alles glaubwürdig wirkt und dass das erotische Material privat anmutet, so als habe ich mich heimlich beim Sex gefilmt, selbst nackt aufgenommen."
Collien weiter: "Er habe so unter meinem Namen mit in etwa 30 Männern eine intensive Online-Affäre gehabt, inklusive Telefonsex, er hat sexuelle Treffen in Aussicht gestellt, diese kurzfristig abgesagt."
Christian Ulmen hat sich auch auf Medienanfragen bislang nicht zu den von seiner Ex-Frau erhobenen Vorwürfen geäußert. Sein Anwalt bezeichnete den "Spiegel"-Bericht zu den Anschuldigungen als "rechtswidrig". Es handele sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung". Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet". Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Busunfall in Hamburg: 16 Menschen verletzt
Bei einem Unfall mit einem Linienbus in Hamburg sind zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Insgesamt 14 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei mitteilte.
Ersten Ermittlungen zufolge stieß der Bus mit zwei geparkten Autos zusammen. Daraufhin verlor der Busfahrer die Kontrolle und prallte gegen einen Baum. Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar. Geprüft werde eine plötzliche Erkrankung des Busfahrers. Er wurde bei dem Unfall eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt.
Republikaner ehren Trump mit goldener Statue
Im Dezember verlieh der Weltfußballverband Fifa Donald Trump einen eigens geschaffenen "Friedenspreis". Nun erhält der US-Präsident eine weitere Auszeichnung - und zwar von seiner eigenen Partei.
Die Republikaner verliehen dem 79-Jährigen bei einer Spendengala in Washington den "Amerika zuerst"-Preis (America First Award). Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sagte, die Partei würdige damit Trumps Führungsqualitäten.
"Wir ehren ihn mit einer neuen Auszeichnung", sagte Johnson weiter. "Das ist eine wunderschöne goldene Statue, passend zum neuen, Goldenen Zeitalter in Amerika."
Die Statue zeigt einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln im Anflug auf Beute. Trump hatte den Bürgerinnen und Bürgern in seiner Antrittsrede im Januar 2025 ein "Goldenes Zeitalter" versprochen.
Bürgermeister in Bayern tritt nach Wahlfälschung zurück
Polit-Skandal in Unterfranken: Nach der Fälschung von Wahlunterlagen legt der Bürgermeister von Wülfershausen an der Saale sein Amt nieder. Nun muss nach Angaben des Landratsamtes Rhön-Grabfeld neu gewählt werden.
Der Bürgermeister hatte am Dienstag bei seiner polizeilichen Vernehmung Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen eingeräumt. So soll der CSU-Politiker vor der Hauptwahl am 8. März Briefwahlunterlagen geöffnet und jeweils mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl verfälscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit.
Nach Darstellung des Landratsamtes handelte der Mann allein.
Ausgebüxte Hundegang stiehlt die Herzen des Internets
In den sozialen Netzwerken macht derzeit ein ausgebüxter Hundetrupp die Runde und berührt Millionen. Sieben Hunde unterschiedlichster Rassen wandern gemeinsam eine Straße in China entlang. Schnell verbreiten sich Gerüchte um eine Geschichte in Disney-Manier. Chinesische Behörden widersprechen jedoch.
Zusätzliche Flüge: Iran-Krieg treibt Osterurlauber nach Westeuropa
Deutschlands größte Direktfluggesellschaft Eurowings hat zu Ostern eine verstärkte Nachfrage nach Westeuropa-Flügen registriert. Man beobachte seit Beginn des Iran-Kriegs eine dynamische Verlagerung der Verkehrsströme, teilt die Lufthansa-Tochter mit. Daher habe man bis Ende Mai rund 170 zusätzliche Flüge aufgesetzt, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Es würden rund 36.000 Plätze zusätzlich angeboten.
Allein am bevorstehenden ersten Ferienwochenende fliegt Eurowings rund 200.000 Passagiere in die Ferien. Besonders gefragt sei nach verhaltenem Buchungsstart die Balearen-Insel Mallorca, die allein rund 100 Mal zusätzlich von deutschen Flughäfen angesteuert wird. Weitere zusätzliche Verbindungen gehen auf die Kanaren sowie nach Málaga, Neapel, Faro und Nizza.
Spanien-Besucher müssen sich unterdessen ausgerechnet zur Osterreisezeit wegen eines Streiks des Bodenpersonals auf Schlangen und Verzögerungen am Flughafen einstellen. Die Beschäftigten des Abfertigers Groundforce wollen bereits ab Freitag unbefristet in den Ausstand treten.
USA jubeln über Kartell-Schlag - und treffen Milchfarm
Die USA feiern einen Luftangriff in Ecuador als Erfolg gegen Drogenkartelle. Doch Recherchen der "New York Times" zeigen: Statt eines mutmaßlichen Stützpunktes wurde offenbar eine abgelegene Milchfarm zerstört. Der Fall wirft viele Fragen auf.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollege Alexander Schultze verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Von wegen Frühling: Im Südwesten liegen 20 Zentimeter Neuschnee
Kräftig geschneit hat es in der Nacht vor allem im Südwesten Baden-Württembergs. Nach Angaben einer Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind insbesondere Lagen oberhalb von 700 Metern betroffen. Der meiste Neuschnee fiel demnach in Breitnau im Südschwarzwald mit bis zu 20 Zentimetern auf einer Höhe von 1000 Metern.
Mehrere Skilifte im Schwarzwald kündigten auf ihren Webseiten an, den Betrieb übers Wochenende erneut aufzunehmen. Der Feldberg als größtes Skigebiet des Bundeslandes ist hiervon ausgenommen - hier werde gegebenenfalls ein Lift am Osterwochenende geöffnet, sollte bis dahin noch Schnee liegen, teilte der Betrieb mit.
Ungewöhnlich sei der erneute Wintereinbruch nicht: "Das ist jetzt diese Übergangsphase. Das ist so nicht außergewöhnlich", so die Sprecherin des DWD.
Abnehmspritzen: Zwei Wirkstoffe sind gut, zwei fallen durch
Nicht alle Abnehmspritzen halten nach Ansicht der Stiftung Warentest ihre Versprechen ein. Zwei Wirkstoffe überzeugten in Kombination mit einer Lebensstilveränderung, wie die Verbraucherorganisation mitteilte. Das Institut testete alle in Deutschland zugelassenen 17 Präparate in sämtlichen verfügbaren Dosierungen mit insgesamt vier Wirkstoffen. Zwei der Wirkstoffe sind demnach geeignet, die anderen beiden nicht.
Den stärksten Effekt kombiniert mit einer kalorienärmeren Ernährung und mehr Bewegung beobachteten die Tester beim Wirkstoff Tirzepatid, der unter dem Markennamen Mounjaro vom Hersteller Eli Lilly vertrieben wird. Innerhalb von einem Jahr sei eine Gewichtsabnahme von 13 bis 19 Prozent zu erwarten. Dieser Wert bleibe nach drei Jahren Therapie nahezu erhalten.
Der zweite geeignete Wirkstoff ist Semaglutid, der unter dem Markennamen Wegovy vom Pharmaunternehmen Novo Nordisk hergestellt wird. Damit könne ein Gewichtsverlust von neun bis zwölf Prozent erreicht werden, der nach zwei Jahren weitgehend stabil bleibe.
Als weniger geeignet wertete die Stiftung Warentest die Wirkstoffe Liraglutid und Orlistat. Liraglutid ist als tägliche Spritze unter dem Markennamen Saxenda von Novo Nordisk erhältlich. Nach einem Jahr werden vier bis fünf Prozent Gewichtsverlust erreicht. Zudem bemängelten die Tester schwere Nebenwirkungen und Therapieabbrüche, die häufiger aufträten als bei einem Placebo. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis sei ungünstig.
Prognose: Ostdeutschland gehen die Arbeitskräfte aus
Die Zahl der möglichen Arbeitskräfte in Deutschland bleibt nach einer neuen Hochrechnung in den kommenden 19 Jahren fast stabil. Die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen werde bis 2045 im Vergleich zu 2022 leicht um rund 0,5 Prozent auf etwa 43,3 Millionen Menschen sinken, berichtete das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Allerdings würden sich die regionalen Unterschiede verschärfen.
Laut der neuen "Erwerbspersonenprognose 2045" wird in 58 des in 96 Regionen aufgeteilten Bundesgebiets die Zahl der Erwerbspersonen abnehmen. Besonders stark betroffen seien strukturschwächere, vor allem ostdeutsche, Regionen wie Altmark, Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und Nordthüringen. "Dort werden Rückgänge von mindestens 20 Prozent erwartet", hieß es.
Strukturstärkere Ballungsräume würden dagegen deutliche Zuwächse verzeichnen: "Für Hamburg und München werden Anstiege von jeweils mehr als 9 Prozent prognostiziert, für Berlin sogar von rund 15 Prozent", erklärte ein Sprecher.
Millionen schauen zu: Chloe reist durch die Zeit
Eine Influencerin reist durch die Zeit, ins London der Tudors oder auf die Titanic. Erst auf den zweiten Blick wird klar: "Chloe" ist komplett KI-generiert. Hunderttausende folgen dem Account bereits. Wer steckt hinter dem Kanal, der Geschichte so lebendig macht?
Demenzkranken Vater ermordet - Frau in Bayern muss jahrelang in Haft
Weil sie ihren demenzkranken Vater tötete, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth eine 55-Jährige zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde sie wegen Mordes, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die zuständige Kammer sah es demnach in der vergangenen Woche als erwiesen an, dass die Frau ihren Vater gepflegt und im Mai aus Überforderung getötet hatte.
Sie hatte wegen der zeitintensiven Pflege bereits mehrere Arbeitsstellen verloren. Ihr Vater war wegen der fortschreitenden Demenzerkrankung nicht mehr in der Lage, selbstständig auf die Toilette zu gehen. Am Tag vor der Tat stellte die Hausärztin der psychisch und physisch erschöpften Frau eine Überweisung in die Psychiatrie aus.
Als sie am Tattag die Windel ihres Vaters wechseln wollte, erkannte dieser sie nicht mehr als seine Tochter und zog sie an den Haaren. Die Frau griff nach einem Kissen und drückte es ihrem Vater ins Gesicht, bis er starb.
Durchatmen bei Osterurlaubern - keine Streiks am BER
Die Gewerkschaft Verdi wird am Hauptstadtflughafen BER über Ostern nicht zu einem weiteren Warnstreik aufrufen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, haben sich die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft und die Gewerkschaft bei ihren Verhandlungen angenähert.
"Die Verhandlungen werden am 13. April fortgesetzt. Bis zu diesem Zeitpunkt schließt Verdi Streiks aus", teilte die Gewerkschaft mit.
EU-Parlament stimmt für Abschiebezentren in Ländern außerhalb der EU
Das EU-Parlament hat für eine umstrittene Verschärfung der europäischen Einwanderungspolitik gestimmt. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Brüssel für eine Verordnung, die unter anderem Abschiebezentren in Ländern außerhalb der EU erlaubt.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze hier.
"Schieflage in der Debatte" - CSU mäkelt an Klingbeilvorschlag herum
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat die Reformagenda des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil als zu einseitig kritisiert. "Klingbeils Vorschläge haben eine Schieflage der Debatte ausgelöst", sagte der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag zu den Ideen des Koalitionspartners. "Es reicht nicht, bei Reformen nur über die Einnahmenseite zu sprechen, wir müssen zuallererst die Ausgabenseite in den Blick nehmen."
Die Kernfrage müsse zunächst in allen Bereichen sein, wie mit jedem eingesetzten Euro maximale Wirksamkeit erzielt werden könne. "Da ist Deutschland aktuell weniger erfolgreich als vergleichbare Länder, die ein ähnliches Leistungsniveau bieten."
Klingbeil hatte sich am Mittwoch in seiner Reformrede unter anderem für eine Abschaffung des Ehegattensplittings in seiner jetzigen Form für zukünftige Ehen ausgesprochen, um zu mehr Vollzeitarbeit zu kommen.
BGH verbietet Cannabis-Werbung im Internet
Internetportale dürfen nicht für ärztliche Behandlungen mit medizinischem Cannabis werben. Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel sei in Deutschland verboten, erklärte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Dabei sei es ohne Belang, ob konkrete Produkte oder bestimmte Hersteller genannt werden, sagte der Vorsitzende Richter des ersten Zivilsenats, Thomas Koch.
Das Unternehmen Bloomwell mit Sitz in Frankfurt am Main bietet im Internet eine Vermittlung von Patienten an niedergelassene Ärzte für Behandlungen mit medizinischem Cannabis an und erhält von Ärzten eine Vergütung. Die Firma versteht ihr Angebot als Information über eine bestimmte Behandlungsform, und nicht als Werbung für ein Produkt.
Die Wettbewerbszentrale war gegen Bloomwell vor Gericht gezogen, weil sie einen Verstoß gegen das Heilmittelwerberecht sieht. Für rezeptpflichtige Medikamente darf demzufolge nur bei Ärzten, Apothekern oder Arzneimittelhändlern geworben werden - nicht aber bei Patienten. Das Oberlandesgericht Frankfurt gab der Unterlassungsklage der Wettbewerbszentrale teils statt. Der BGH bestätigte die Entscheidung nun.
Bundestag beschließt Spritpreispaket
Der Bundestag hat angesichts der stark gestiegenen Spritpreise ein Maßnahmenpaket beschlossen. Künftig dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen, außerdem wird das Kartellrecht verschärft. Das Paket muss am Freitag noch den Bundesrat passieren.
Mehr dazu lesen Sie in Kürze hier.
Immer mehr Ältere brauchen Grundsicherung - Zahl auf Rekordniveau
Mehr alte Menschen sind in Deutschland auf Grundsicherung angewiesen. Die Zahl der Leistungsempfänger wegen dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sank dagegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In der Summe bezogen Ende vergangenen Jahres 1,28 Millionen Menschen Grundsicherung - 1,8 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres.
Rund 764.000 Personen erhielten im Dezember 2025 Grundsicherung im Alter. Von Ende 2024 bis Ende 2025 stieg ihre Zahl um 3,4 Prozent. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht, wie die Statistiker berichteten.
Bei den Empfängern von Grundsicherung bei Erwerbsminderung verlief der Trend umgekehrt. Deren Zahl sank binnen eines Jahres um 0,5 Prozent - laut dem Statistischen Bundesamt der niedrigste Stand seit Dezember 2018.
Die Zahl leistungsberechtigter Geflüchteter aus der Ukraine stieg um 9,9 Prozent auf insgesamt 109.000. "Dieser Anstieg hatte somit erneut maßgeblichen Anteil an der Gesamtentwicklung, fiel aber erneut geringer aus als in den Vorjahren", ordnete das Amt die Zahlen ein.
Umstrittener Islamforscher muss wegen Vergewaltigung 18 Jahre in Haft
Der Schweizer Islamforscher Tariq Ramadan ist von einem Strafgericht in Paris wegen Vergewaltigung zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht urteilte am Mittwoch in Abwesenheit des angeklagten früheren Professors der britischen Eliteuniversität Oxford und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ramadan wurde der Vergewaltigung von drei Frauen zwischen 2009 und 2016 für schuldig befunden.
Laut Gericht wurde Ramadan untersagt, Kontakt zu den Opfern aufzunehmen. Zudem wurde gegen den umstrittenen Islamforscher und Prediger ein dauerhaftes Einreiseverbot nach Frankreich verhängt.
Im August war der 63-Jährige bereits von einem Schweizer Bundesgericht schuldig gesprochen worden, eine muslimische Konvertitin vergewaltigt und weiteren sexualisierten Gewaltakten unterzogen zu haben.
Schwesig wettert gegen Mehrwertsteuer-Plan: Darf nicht steigen
09:29 Schwesig wettert gegen Mehrwertsteuer-Plan: Darf nicht steigenommern, Manuela Schwesig, ist dagegen, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, um damit andere Steuersenkungen zu bezahlen. "Ich halte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für Gift und die lehne ich ganz klar ab", sagte Schwesig im RTL/ntv Frühstart. Schon jetzt seien viele Dinge des täglichen Lebens zu teuer geworden. Viele Arbeitnehmer seien gleichzeitig durch drastische Mieten und hohe Lebensmittel- und Spritpreise unter Druck. "Die Preise sollten nicht steigen, sondern wie zum Beispiel beim Sprit müssen sie jetzt dringend sinken."
Schwesig sprach sich dafür aus, die Steuer auf Einkommen bis 3000 Euro zu senken und den Spitzensteuersatz zu erhöhen, dafür aber erst ab einem höheren Einkommen zu erheben. "Damit wirklich Spitzenverdiener und die, die sehr viel haben, einen Beitrag leisten." Sie kritisierte CSU-Chef Söder für seine Absage an einen höheren Spitzensteuersatz. "Diejenigen, und dazu gehört auch Markus Söder, die in den letzten Wochen und Monaten immer Reformen gefordert haben, sollten jetzt nicht gleich bei jedem Vorschlag Nein sagen." Schwesig betonte, bei der Steuerreform müsse es vor allem gerecht zugehen.
"Kleine Schwester" der Wartburg - Feuer in 850 Jahre alter Runneburg
Teile einer Burg aus dem 12. Jahrhundert sind bei einem Brand im Norden Thüringens beschädigt worden. Feuerwehrleute verhinderten ein Übergreifen auf weitere Teile der Runneburg in Weißensee, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Feuer war demnach in der Nacht in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen, direkt neben einem hohen Wachturm.
Verletzt wurde bei dem Brand ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Der Einsatzort war laut einem Sprecher abgesperrt. Im Laufe des Tages sollen dort die Ermittlungen zum Brand beginnen. Nach ersten Schätzungen habe der Brand erheblichen Sachschaden angerichtet.
Die Runneburg ist laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut worden und thront auf einem kleinen Berg am Rand der kleinen Stadt Weißensee. Sie zählt demnach zu einem der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer Anlage sei so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Die Stiftung bezeichnet sie auch als "kleine Schwester" der Wartburg.
Schlamperei bei der Bundesagentur: Jeder fünfte Bescheid falsch
Eine interne Revision der Bundesagentur für Arbeit hat erheblich Mängel bei Bescheiden zum Arbeitslosengeld offengelegt. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung ist gut jeder 5. Bescheid (22 Prozent) falsch. So seien oft zu niedrige Zahlungen an Arbeitslose geleistet worden. Zudem sei jeder 10. Antrag auf Arbeitslosengeld abgewiesen worden, obwohl ein Anspruch darauf bestand. Die Antragsteller erhielten stattdessen das niedrigere Bürgergeld.
Zudem seien bei Berechnungen Einmalzahlungen wie Weihnachtsgeld nicht berücksichtigt worden. Auch falsche Lohnsteuerklassen oder fehlende Werbungskosten sollen immer wieder aufgefallen sein. Dazu kommen Zahlendreher bei der Übertragung von Daten. Allerdings sollen einige Antragsteller auch zu viel Arbeitslosengeld erhalten haben. Das resultiert laut "Bild" etwa aus einer Wochenarbeitszeit der Betroffenen, die sich vor der Arbeitslosigkeit geändert hatte.
Konsequenz? Die örtlichen Arbeitsagenturen sollen stärker geprüft werden. Bis zum Jahresende sollen monatlich zehn neue Arbeitslosengeld-Bescheide der Ämter stichprobenartig in Augenschein genommen und die Ergebnisse an die Regionaldirektionen und die BA-Zentrale gemeldet werden.
Schlampige Berechnungen wurden bereits 2023 als eines der großen Risiken innerhalb der Bundesagentur für Arbeit ausgemacht, schreibt "Bild". Gebessert hat sich nichts, im Gegenteil. Die Fehlerquote bei der Bemessung des Arbeitslosengeldes sei weiter gestiegen, heißt es.
EU-Behörde will Ewigkeitschemikalien verbieten lassen
Die EU-Chemiebehörde (ECHA) hat ein weitreichendes Verbot sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) empfohlen - hält aber eine Reihe von Ausnahmen für sinnvoll. "Die derzeit geltenden Regeln reichen nicht aus", teilte die ECHA mit Sitz in Helsinki mit. Die Behörde veröffentlichte zwei Risikoanalysen, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einweg-Verpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen, die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Einige Untergruppen sind bereits verboten, wurden in der Vergangenheit aber immer rasch durch ähnliche PFAS-Chemikalien ersetzt. Die EU-Kommission arbeitet deshalb seit Jahren an einem umfassenden Verbot.
Taucher tollt sorglos mit tonnenschwerem Pottwal-Baby
Rolf Kolenbrander gelingen vor der Küste Domenicas beeindruckende Aufnahmen: Darauf ist zu sehen, wie der Taucher mit einem jungen Pottwal spielt. Das junge Tier scheint sehr neugierig zu sein. Ganz ungefährlich ist die Aktion nicht.
Was bringt das Spritpreis-Paket? Und was wird heute sonst noch wichtig?
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist zäh, ich weiß. Aber nach wie vor schwebt die Frage nach der Entwicklung im Nahen Osten über jedem Morgen. Die Zeichen der US-Regierung bleiben weiterhin kryptisch, um nicht zu sagen, maximal widersprüchlich. Kriegsende morgen oder doch der Einsatz von Bodentruppen? In unserem Iran-Ticker erfahren Sie alles dazu.
Mit einer Auswirkung des Krieges befasst sich heute auch der Bundestag - nämlich mit den hohen Benzinpreisen. Ab 9 Uhr wird debattiert, wie die Politik damit umgehen will, um 10.10 Uhr tritt Wirtschaftsministerin Reiche vor die Presse.
Das EU-Parlament wird heute über sein Rückführungsgesetz abstimmen. Darin geht es um die Abschiebung von Menschen in sogenannte Return Hubs, wenn das Land, aus dem sie stammen, sie nicht wieder aufnehmen will. Das Vorhaben hatte Wellen geschlagen, weil Recherchen ergeben hatten, dass Mitglieder der EVP-Fraktion (zu der auch CDU/CSU gehören) in einer Chatgruppe sich mit Politikern von Rechtsaußenfraktionen abgestimmt hatten.
Auf der Verkehrsministerkonferenz soll es heute konkret um verbesserte Sicherheitsmaßnahmen für Bahnpersonal gehen. Hintergrund ist eine tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz Anfang Februar. Um 13 Uhr wird Bundesverkehrsminister Schnieder mögliche Ergebnisse vorstellen.
Was sonst noch wichtig wird:
Treffen der Außenminister der G7-Staaten beginnt
CDU und SPD starten ihre Sondierungsgespräche in Rheinland-Pfalz
Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in gegen Frauen in Hamburg
Bertelsmann und Porsche Holding legen Geschäftszahlen vor
Neuer Nachtzug Paris - Berlin startet am Abend
Bisher liest sich der Tagesplan überschaubar aufregend, aber es wird sicherlich einiges mehr passieren. Wir halten Sie über alles auf dem Laufenden. Ich begleite Sie im "Tag" bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Menschen über 55 wenden sich von Social Media ab
Die ältere Generation ab 55 zieht sich in Teilen von Instagram und Co. zurück. In allen anderen Altersgruppen hingegen nimmt der Konsum sozialer Medien nach einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte nach wie vor zu.
In den Altersgruppen von 55 bis 64 Jahren und über 65 sagten jeweils 6 Prozent der 2000 Befragten, dass ihre Social-Media-Nutzung im Zwölf-Monats-Vergleich zurückgegangen sei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller anderen Altersgruppen von 14 bis 54 Jahren sagten jedoch das Gegenteil - je jünger, desto stärker hat laut Umfrage die auf und mit sozialen Medien verbrachte Zeit zugenommen. Umfragezeitraum war der 11. bis 22. Januar.
An der Spitze liegen die 14- bis 18-Jährigen, von denen das 28 Prozent bejahten. "Die Nutzung boomt bei Jüngeren, geht jedoch mit steigendem Alter zurück und dreht schließlich sogar ins Negative", schreiben die Studienautoren.
Autokratien sind weltweit auf dem Vormarsch
Autokratien breiten sich einer Untersuchung zufolge weltweit aus, die Demokratie gerät in die Defensive. Das zeigt der "Transformationsindex 2026" der Bertelsmann Stiftung (BTI), der 137 Staaten analysiert. Demnach werden inzwischen 56 Prozent der ausgewerteten Länder autokratisch regiert. Beim ersten Index vor 20 Jahren war es noch umgekehrt: Damals hatten Demokratien mit 55 Prozent die Mehrheit.
Ein Drittel der insgesamt 77 Autokratien bewertet die Studie als moderat, zwei Drittel als "harte Autokratien, in denen Grundrechte vollständig missachtet werden". Dazu gehörten Russland, China oder auch Afghanistan, Äthiopien, Iran, Katar, Myanmar, Nordkorea, Ruanda, Venezuela oder Weißrussland.