mit Friederike ZörnerDas war Montag, der 14. Juli 2025
Es gibt vermutlich wenig, was Donald Trump so sehr liebt wie Zölle und Deals, die diese festlegen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass der US-Präsident im andauernden Konflikt mit der EU weiterhin nicht ausschließt, zu einer Einigung zu kommen. Er sei offen für weitere Verhandlungen mit Brüssel und anderen Handelspartnern, bevor ab Anfang August höhere US-Zölle gelten sollen. EU-Vertreter würden für Gespräche in die USA kommen, so Trump. Der Republikaner hatte der EU am Wochenende mit pauschalen Zöllen von 30 Prozent ab August gedroht und damit das nächste Kapitel seines Lieblingsthemas geschrieben.
Angesichts des vielen Hin und Her, das es in der Frage schon gab, geht unter, wer am Ende für solche Zölle aufkommen muss, schreibt mein Kollege Jan Gänger. Es seien nämlich meistens nicht die Ausländer, sondern die Einheimischen - in dem Fall die Amerikanerinnen und Amerikaner selbst -, die zur Kasse gebeten werden. Zölle sind Abgaben auf Einfuhren. Sie werden nicht vom Hersteller im Ausland entrichtet, sondern von dem Unternehmen oder der Person, die das Produkt in das Land einführt. Welche Konsequenzen das nach sich zieht und welche Möglichkeiten Importeure haben, können Sie hier nachlesen.
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
17-jähriger Schiedsrichter bei Fußballspiel angegriffen
Ein 17-Jähriger ist bei einem Fußballspiel im Friedrich-Nämsch-Park in Hildesheim von mehreren Männern verletzt worden. Nach Angaben der Polizei hatte der Jugendliche am Sonntagabend als Schiedsrichter fungiert. Mehrere bislang unbekannte Spieler sollen mit einer seiner Entscheidungen unzufrieden gewesen sein. Der 17-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Täter flüchteten, wie es weiter hieß. Die Polizei Hildesheim ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet Zeugen, sich zu melden.
Frontex-Boot vor Lesbos gesunken
Vor der Küste der griechischen Insel Lesbos ist ausgerechnet ein Patrouillenboot der EU-Grenzschutzagentur Frontex gesunken. Wie der griechische Rundfunk ERTnews berichtete, konnten alle sechs Insassen unverletzt von einem Boot der griechischen Küstenwache gerettet und in den Hafen von Molyvos im Norden der Insel gebracht werden. Nach ersten Informationen aus Kreisen der griechischen Küstenwache lief das Boot auf einen Unterwasserfelsen. Das gesunkene Boot soll zur portugiesischen Küstenwache gehören, die im Rahmen einer Frontex-Mission in der Ägäis im Einsatz ist.
Zum Zeitpunkt des Unfalls soll das portugiesische Boot an der Suche nach vier vermissten Migranten beteiligt gewesen sein. Andere Migranten, die die griechische Insel zuvor erreicht hatten, hatten die vier Personen als vermisst gemeldet, berichteten griechische Medien aus Lesbos. Frontex unterstützt die griechischen Behörden bei der Überwachung der Seegrenze zwischen der Türkei und Griechenland - einer der Routen für irreguläre Migration nach Europa. Dabei kommen Patrouillenboote, Flugzeuge, Drohnen und Einsatzkräfte verschiedener EU-Mitgliedstaaten zum Einsatz.
Erstes Bild vom neuen Harry Potter aufgetaucht
Als großer Fan der ursprünglichen "Harry Potter"-Filme (und natürlich der Bücher) bin ich angesichts der geplanten neuen Serie von HBO noch etwas skeptisch (und angesichts der schwierigen Ansichten von Autorin J.K. Rowling noch mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt). Dennoch möchte ich Ihnen dieses erste Foto vom Produktionsstart nicht vorenthalten.
Auf dem Bild sieht Dominic McLaughlin Ex-Darsteller Daniel Radcliffe zum Verwechseln ähnlich. Wie sein Vorgänger trägt er eine Kurzhaarfrisur mit Pony, dazu die ikonische runde Brille. An der Hogwarts-Schuluniform hat sich wenig verändert: Das Kostüm besteht aus einer schwarzen Robe, einer Weste, einem weißen Hemd und einer Krawatte in Gryffindor-Farben. Ab 2027 soll der Harry-Potter-Darsteller und der weitere Cast in der Serie zu sehen sein - bei HBO und beim Streamingdienst HBO Max. Dieser soll die Serie in allen Märkten, in denen der Dienst zum Start verfügbar ist, zum Abruf bereitstellen. Dazu soll neben Italien und dem Vereinigten Königreich auch Deutschland gehören.
Italienischer Küstenort verbietet Barfußlaufen, Badekleidung und Betteln
Wenn Sie noch in diesem Sommer den Badeort Portofino an der italienischen Riviera besuchen wollen, sollten Sie einiges beachten: Denn ab Dienstag ist es dort verboten, barfuß durch den Ort zu flanieren oder in Badekleidung auf der Piazza zu sitzen. Eine neue Verordnung der Gemeinde untersagt in weiten Teilen des Zentrums nicht nur das Herumlaufen ohne Oberteil, sondern etwa auch den Konsum von Alkohol auf öffentlichen Straßen, ausgenommen in Gastronomiebetrieben oder eigens ausgewiesenen Bereichen.
Verboten ist zudem Betteln, selbst wenn es nicht aufdringlich ist. Auch das Sitzen oder Liegen auf Straßen, Mauern, Gehwegen oder in Parks ist künftig untersagt. Wer mit Koffern, Picknick-Ausrüstung oder Musikboxen an öffentlichen Plätzen verweilt, riskiert ebenso ein Bußgeld - je nach Verstoß zwischen 25 und 500 Euro. Ziel der Maßnahme ist laut der Verordnung, die "Ruhe und Erholung von Einwohnern und Touristen" in dem exklusiven Küstenort zu schützen. Gerade in den Sommermonaten sei Portofino dem starken Besucherandrang besonders ausgesetzt. Die Einschränkungen gelten demnach bis zum 30. September und betreffen vor allem das historische Zentrum sowie den Hafenbereich.
Spektakuläre Aufnahmen: Riesiger Feuervortex baut sich über Waldbrand auf
Aufnahmen aus dem US-Bundesstaat Utah zeigen ein ebenso seltenes wie gefährliches Naturphänomen: Auf dem Video von Einsatzkräften der Feuerwehr bildet sich über einem Waldbrand ein Feuervortex. Ein Wirbel aus Flammen, der enorme Hitze erzeugen und sich unkontrolliert ausbreiten kann.
Jimi Blue Ochsenknecht auf Zwischenstopp in Stadelheim
Die Gefängnis-Odyssee des Jimi Blue Ochsenknecht geht weiter: Im Laufe des heutigen Tages kam der 33-Jährige in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim an. Gestartet war sein Gefangenentransport am Dienstag vergangener Woche in Hamburg, wo Ochsenknecht aufgrund eines von den österreichischen Behörden erwirkten europäischen Haftbefehls festgenommen worden war. Es folgten Stationen in Niedersachsen und Hessen.
Gegen den 33 Jahre alten Ochsenknecht wird in Österreich wegen Betrugs ermittelt. Der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Hotel in Tirol mehrere Tage lang einen Geburtstag gefeiert und soll die fast 14.000 Euro hohe Rechnung trotz mehrfacher Ermahnung, Ratenzahlungsangeboten und Gerichtsverhandlungen nicht gezahlt haben.
Umstrittene Kandidatin für Verfassungsgericht: Doktorvater verteidigt Brosius-Gersdorf
"Sie ist meinungsfreudig, aber das ist doch kein Ausschlusskriterium für Verfassungsrichter": Der emeritierte Rechtsprofessor Horst Dreier hat seine frühere Doktorandin und Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, gegen Kritik verteidigt. "Wir wollen doch nicht nur graue Mäuse in Karlsruhe", sagte Dreier der "Rheinischen Post". Er halte Brosius-Gersdorf "für eine vorzügliche Juristin", andernfalls hätte er ihr nicht die Herausgeberschaft seines Grundgesetz-Kommentars anvertraut.
Während der Dissertation habe er seine Doktorandin als "sehr kluge Person" wahrgenommen, erklärte Dreier. Über ihre Nominierung als Richterin für das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe habe er sich sehr gefreut: "Dass die SPD noch so gute Entscheidungen treffen kann, hätte ich mir fast nicht träumen lassen", sagte Dreier. "Der eigentliche Skandal ist, dass die Union von ihrer Zustimmung wieder abgerückt ist", betonte der emeritierte Professor. "Das ist dilettantisch."
Zwei Löwenbabys im Kölner Zoo eingeschläfert
Zwei Löwenbabys im Kölner Zoo sind kurz nach ihrer Geburt eingeschläfert worden. Mit dieser Entscheidung habe man den beiden entkräfteten Jungtieren unnötiges Leid ersparen wollen, berichtete der Tierpark auf seinen Social-Media-Kanälen. Dort gab es nicht nur verständnisvolle, sondern auch kritische Worte in den Kommentaren. Der Zoo versuchte sich mit einer ausführlichen Erklärung für den Vorgang zu rechtfertigen. Doch der Reihe nach: Die beiden Jungtiere - ein männliches und ein weibliches - waren den Angaben zufolge Anfang vergangener Woche bei den Asiatischen Löwen zur Welt gekommen. Mutter "Gina" habe es aber immer wieder zu ihren älteren Jungtieren, geboren im Januar 2024, hingezogen. Auch sie bräuchten noch Fürsorge.
Der Zoo ließ nach eigenen Angaben nichts unversucht, um die Löwin dennoch an die neuen Babys zu gewöhnen. Unter anderem wurde sie von den älteren Jungtieren getrennt und es wurde für absolute Ruhe gesorgt. Hoffnung kam zeitweise auf, als eines der Babys bei der Mutter Milch trinken konnte. Doch offensichtlich habe sich die Löwenmutter nicht ausreichend gekümmert, so der Zoo. "Letztlich trafen wir dann, nach sorgfältigen Abwägungen aller zuständigen Biologen und auf Empfehlung des Zuchtbuchführers für Asiatische Löwen sowie nach tiermedizinischer Indikation, die Entscheidung, die bereits stark entkräfteten Jungtiere einzuschläfern, um ihnen unnötiges Leid zu ersparen", teilte der Zoo mit. Zuvor sei entschieden worden, die Tiere nicht mit der Hand aufzuziehen, weil dies zu einer Fehlprägung der Löwen auf Menschen führe.
Obama knöpft sich Demokraten vor: "Müssen einfach härter werden"
Eine durchschlagende, koordinierte Handhabe mit Donald Trump und seiner Politik fehlt den Demokraten bislang - obwohl die Administration des US-Präsidenten sowie dessen rigorose Maßnahmen in Sachen Zölle, Einwanderung usw. ihnen genug Angriffsfläche bieten würden. Dieser Umstand löst bei einem von Trumps Vorgängern massive Kritik aus. Bei einer privaten Spendenveranstaltung in New Jersey machte der frühere Präsident Barack Obama seinem Ärger am Freitagabend Luft. Er forderte die Demokraten zum Handeln auf und appellierte an diejenigen, die von der Lage des Landes unter Trump frustriert sind, "für die Dinge einzustehen, die Sie für richtig halten". Das berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf Auszüge aus Obamas Rede.
"Ich denke, wir müssen etwas weniger Nabelschau betreiben, etwas weniger jammern und uns nicht mehr in Embryonalstellung verkriechen. Die Demokraten müssen einfach härter werden." Und der Appell des 63-Jährigen ging noch weiter: "Sagen Sie mir nicht, dass Sie Demokrat sind, aber gerade etwas enttäuscht sind und deshalb nichts unternehmen. Nein, jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, sich einzumischen und etwas zu tun." Ob sich das seine zaudernden Parteifreunde zu Herzen nehmen?
Drei Segler vor Travemünde aus Seenot gerettet
Glück im Unglück: Drei Segler sind in der Lübecker Bucht aus Seenot gerettet worden. Verletzt wurde bei dem Notfall am Sonntagnachmittag niemand, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Nach dem Ausfall der Maschine sei das Plattbodenschiff von auflandigem Wind auf die Küste zugetrieben. Die Seenotretter hätten bei kabbeliger See - wie es so schön in der Seemannssprache heißt - eine Leinenverbindung hergestellt und das Schiff sicher nach Travemünde geschleppt.
Wegen einer instabilen Mobilfunkverbindung hatten die Einsatzkräfte vorübergehend Schwierigkeiten, die genaue Position des Plattbodenschiffs zu orten. An der Rettungsaktion waren zwei Einsatzschiffe der DGzRS sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei beteiligt.
Polizei befreit entführten Mann aus Stuttgart in Polen
Am 6. Juli beobachtet eine Frau einen ungeheuerlichen Vorgang. Mehrere Männer schlagen in Stuttgart einen Mann, zerren ihn in ein Fahrzeug und fahren davon. Die Zeugin alarmiert sofort die Polizei. Kurze Zeit später meldet ein Freund einen 25-Jährigen als vermisst. Schnell wird klar: Er wurde entführt. Die mutmaßlichen Entführer fordern ein Lösegeld von mehreren hunderttausend Euro und drohen mit schwersten Verletzungen und der Tötung des Mannes.
Doch der spektakuläre Fall findet für das Opfer ein gutes Ende: Nach drei Tagen gelingt es Einsatzkräften, den nach Polen verschleppten Mann zu befreien. Wie nun bekannt wurde, nahmen Polizeibeamte einer polnischen Spezialeinheit am Mittwoch drei 24, 28 und 39 Jahre alte Männer in Warschau und Kattowitz (Katowice) fest, die im Verdacht stehen, an der Entführung des 25-Jährigen aus dem Stadtteil Bad Cannstatt beteiligt gewesen zu sein. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Landeshauptstadt heute mit. Die Hintergründe des Falls sind den Angaben zufolge noch unklar. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Nach Polizeiangaben kannten sich Täter und Opfer aber bereits zum Tatzeitpunkt.
Neue Wassermassen unterbrechen Suche nach Flutopfern in Texas
Keine zwei Wochen sind die Überschwemmungen mit mindestens 129 Toten in Texas her, noch immer werden mehr als 170 Menschen vermisst. Die Sucharbeiten mussten jetzt jedoch unterbrochen werden, denn erneut steigen die Pegel.
Nach Trump-Brief: EU legt neue Liste für Gegenzölle vor
Die EU bereitet nach den neuen Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump zusätzliche Gegenzölle auf Importe aus den USA im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Das kündigte der zuständige EU-Kommissar Maros Sefcovic nach einem Handelsministertreffen in Brüssel an.
Vier Tote bei Absturz von Geschäftsflieger nahe London - Flugbetrieb eingestellt
Bei dem Absturz eines Geschäftsflugzeugs am Flughafen London Southend sind der Nachrichtenagentur PA zufolge vier Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug war am Sonntagnachmittag kurz nach dem Start abgestürzt. In Aufnahmen von dem Unglück waren ein gewaltiger Feuerball und eine hohe Rauchwolke zu sehen.
Der Flughafen blieb am Montag bis auf weiteres geschlossen.
Betroffen von der vorübergehenden Schließung ist vor allem die Billigfluggesellschaft Easyjet, die den an der Themsemündung gelegenen Airport für Flüge an gut ein Dutzend Urlaubsdestinationen nutzt.
Der Internetseite zufolge wird auch Berlin von Southend aus angeflogen. Easyjet teilte dem britischen Nachrichtensender Sky News zufolge mit, Flüge seien teils an andere Flughäfen verlegt oder gestrichen worden.
Bei der verunglückten Maschine handelte es sich um ein Flugzeug der Gesellschaft Zeusch Aviation, die an dem niederländischen Flughafen Lelystad angesiedelt ist.
Söder legt SPD Austausch von Richterkandidatin Brosius-Gersdorf nahe
Ist das etwa die Lösung des Koalitionsstreits? Einfach schnell die aus Sicht der Union unliebsame Kandidatin austauschen und dann Schwamm drüber? Nach der verkorksten Wahl dreier neuer Bundesverfassungsrichter hat eben das CSU-Chef Markus Söder der SPD nahegelegt: einen Austausch der umstrittenen Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Gleichzeitig plädierte Söder mittelfristig für eine Reform des Wahlverfahrens, damit künftig nur noch eine einfache und keine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig ist.
"Auf der umstrittenen Kandidatur liegt und lag kein Segen", sagte Söder nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Es habe viele Fragen und von vielen große Vorbehalte gegeben. Deswegen sei sein Rat: "Nicht mit dem Kopf durch die Wand." Zwei der vakanten Richterstellen würden auf jeden Fall mit SPD-Kandidaten besetzt. Die SPD solle aber "noch mal nachdenken und im Herbst einen zweiten Vorschlag präsentieren, der vielleicht besser geeignet ist". Das müsse allerdings die SPD selbst entscheiden und überlegen. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte zuletzt bereits angekündigt: "Wir halten an unseren Kandidatinnen fest. Ich erwarte, dass die Mehrheit steht."
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Johanna Ohlau hat mir das Zepter von "Der Tag" überlassen und sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Kritik erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Techno-Parade: 13 Menschen wegen Drogen in lebensgefährlichem Zustand
Rund 200.000 Menschen haben am Wochenende bei der Techno-Parade "Rave the Planet" laut Veranstalter auf Berlins Straßen gefeiert. Bei dem Nachfolger der "Love Parade" sind 13 Menschen in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Dominik Pretz, Sprecher der Berliner Feuerwehr. Der Hauptgrund waren laut Feuerwehr Drogen und Alkohol. 27 weitere Menschen galten als schwer verletzt, hieß es weiter. Um welche Drogen es sich handelte, sei schwer nachvollziehbar. Informationen, wie es den Betroffenen inzwischen geht, liegen der Feuerwehr laut Pretz nicht vor. Insgesamt wurden nach Angaben der Feuerwehr nach 69 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Helfer vor Ort mussten demnach 392 Mal Hilfe leisten.
Die Polizei zählte gut 100.000 Menschen über den Tag verteilt. Die Behörde sprach trotz der Einsätze von einer "störungsarmen und friedlichen" Veranstaltung.
"Wenig ausgegoren" - SPD gegen Merz Vorstoß zu Bürgergeld
"Leistungskürzungen wird es mit uns nicht geben" - das sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt, zu dem Vorstoß von Friedrich Merz zum Bürgergeld. Die SPD im Bundestag lehnt die Vorschläge des Kanzlers zu Einsparungen beim Bürgergeld als "wenig ausgegoren" ab. Merz hatte sich im ARD-"Sommerinterview" für spürbare Kürzungen bei Bezieherinnen und Beziehern von Bürgergeld ausgesprochen. So seien eine Deckelung bei den Mietkosten und eine Überprüfung der zugestandenen Wohnungsgröße denkbar. Mit Blick auf die Wohnkosten sagte der Kanzler: "Pauschalierung ist möglich, geringere Sätze sind möglich." Da dürfte es für Merz noch einige Diskussion mit der SPD geben ...
Lieferant verhaftet - Polizei überrascht nichts ahnende Pizza-Bestellerin
Die Polizei, dein Freund und Pizza-Lieferant: Im US-amerikanischen Tempe verhaftet die Polizei einen Raser. Ungünstig: Der Mann ist ein Essenslieferant und war gerade mitten in einem Auftrag. Also nehmen die Beamten die Sache - beziehungsweise die Pizza - einfach selbst in die Hand.
Partner der Ex-Freundin mit Säure angegriffen - BGH bestätigt lange Haft
Ein Mann geht an die Wohnungstür, da schüttet ihm ein Unbekannter unvermittelt Säure ins Gesicht. Das Opfer ist auf einem Auge praktisch blind, ist in seinem Leben bis heute stark eingeschränkt. Und warum das Ganze? Weil er der neue Partner der Ex-Freundin des Täters ist. Für diesen perfiden Angriff mit Flusssäure muss der Täter nun lange ins Gefängnis: Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt nach Angaben des Landgerichts Traunstein die Verurteilung des Täters zu neun Jahren Haft wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Er sei nun in Strafhaft. Der Geschädigte kam laut der Mitteilung des Gerichts nur mit dem Leben davon, weil er sofort nach der Attacke Maßnahmen zur Dekontamination ergriffen habe. Der verurteilte Täter hatte sich nach dem Urteil des Landgerichts im Frühjahr an den BGH gewandt. Die Revision wurde aber dem Landgericht zufolge verworfen.
Gassirunde am Bahnsteig: Zug fährt ohne Frau und Hund nachts davon
Ein Ehepaar, das mit dem Urlaubsexpress von Hamburg nach Lörrach unterwegs war, ist nun wohl um eine Anekdote reicher: Als die Frau bei einem Stopp des Nachtzugs auf freier Strecke im hessischen Cornberg kurz mit ihrem Hund für eine kleine Gassirunde den Zug verlässt, setzt sich dieser schneller als gedacht in Bewegung und das ohne die beiden an Bord. Das teilt die Bundespolizei mit. Ihr Ehemann bemerkt das und verständigt den Zugbegleiter. Die 54-Jährige hat großes Glück im Unglück: Ein nachfolgender Nachtzug bekommt an gleicher Stelle ein Haltesignal und nimmt die beiden gestrandeten Passagiere mit. Bei einem unplanmäßigen Halt für beide Züge in Fulda nimmt die Bundespolizei die Urlauberin und ihren Vierbeiner in Empfang und sorgt dafür, dass sie zurück zu ihrem Ehemann in den richtigen Zug steigen kann. Gegen die Frau wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Kinder in Pakistan schwer missbraucht: Polizei fasst Verdächtigen in Hessen
In Pakistan soll er Kinder schwer sexuell missbraucht haben beziehungsweise andere Männer zum Missbrauch von Kindern angestiftet haben: Ermittler haben einen 55-Jährigen in Hessen festgenommen. Das teilen das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. Demnach soll der Mann aus Offenbach Mittätern Anweisungen zur Erstellung von Videoaufnahmen gegeben und diese über Messengerdienste und das Darknet verkauft haben. Ein 17-Jähriger aus Bad Homburg steht im Verdacht, ihm bei dem Verkauf des kinderpornografischen Materials geholfen zu haben. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler Datenträger und Geräte sicher. Der 55-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft.
Dem Einsatz gingen der Mitteilung zufolge Ermittlungen in Pakistan gegen eine Gruppierung voraus, die pakistanische Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sexuell missbraucht, die Taten aufgenommen und im Internet verkauft haben soll. Die Taten sollen in einem mit Studiokameras und Livestreamingtechnik ausgestatteten Gamingcenter begangen worden sein. Insgesamt sollen rund 50 Kinder betroffen sein.
In Tasche von Mithäftling aus Knast geflohen - Polizei fasst 20-Jährigen
Das war mal eine spektakuläre Flucht: Am Wochenende hält ein 20-Jähriger die Mitarbeiter eines Gefängnisses in Lyon ziemlich zum Narren: Im Wäschesack eines entlassenen Mithäftlings schafft es der Mann in die Freiheit - und das bliebt sogar 24 Stunden völlig unbemerkt. Doch die Zeit außerhalb der Haftanstalt ging dann schneller und wenig spektakulär zu Ende: Fahnder hatten ihn wieder aufgespürt und zurück hinter Gitter gebracht. Am Morgen sei der 20-Jährige, der wegen Mordes und Waffenbesitzes im Gefängnis sitzt, beim Verlassen eines Kellers in einer Ortschaft in Südfrankreich gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie der Sender BFMTV berichtet. Da sein aus der Haft entlassene Zellengenosse und Komplize vermutlich auf Bewährung auf freien Fuß gekommen ist, wird das auch für ihn Konsequenzen haben. Dieser wurde laut Behörden bislang nicht gefasst.
Starkoch vor Gericht: Staatsanwältin will mehr als vier Jahre Haft für Alfons Schuhbeck
Ihm werden Insolvenzverschleppung, vorsätzlicher Bankrott und Betrug mit Corona-Hilfen vorgeworfen: Star-Koch Alfons Schubeck muss sich in einem weiteren Verfahren vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und sieben Monaten für den 76-Jährigen. Das Firmenimperium, das er aufgebaut hatte, sei ihm leider Gottes über den Kopf gewachsen", sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Er habe aber auch "aus grobem Eigennutz" gehandelt. Besonders verwerflich sei es, dass Schuhbeck die "beispiellose nationale Notlage in der Pandemie" ausgenutzt habe. Schuhbeck habe viel zu lange versucht, "das Lebenswerk und den Schein aufrechtzuerhalten".
Ein Urteil soll voraussichtlich im Laufe des Tages fallen. In die Strafforderung eingerechnet ist auch schon die Strafe wegen Steuerhinterziehung, die Schuhbeck eigentlich derzeit im Gefängnis absitzen müsste.
Update um 11:51 Uhr: Das Landgericht München I hat Alfons Schuhbeck unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs verurteilt. Es verhängte eine Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten. In die Strafe eingerechnet ist seine frühere Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, deren Vollzug derzeit aus Gesundheitsgründen ausgesetzt ist.
Gewerkschaft will Steuererklärung für Arbeitnehmer abschaffen
Hauptvordruck, Anlage N, Elster - haben Sie sich mit dem Formular-Wirrwarr Ihrer Steuererklärung schon beschäftigt? Am 31. Juli ist Abgabefrist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wie schön wäre es, wenn Sie sich damit gar nicht groß beschäftigen müssten? Dann lässt sich die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) jetzt vielleicht aufhorchen: Sie fordert die Abschaffung der Steuererklärung für Arbeitnehmer. "Wir fordern, dass das Steuerrecht einfacher wird – weniger Formulare, weniger Nachweise, mehr digitale Lösungen. Pauschalen statt Einzelabrechnungen, wo immer es geht", sagte Gewerkschaftschef Florian Köbler der Funke Mediengruppe. Das würde seiner Ansicht nach Millionen Menschen viel Zeit, Nerven und Geld sparen. "Ganz konkret fordern wir auch die Abschaffung der Steuererklärung für Arbeitnehmer. Stattdessen wird die Steuererklärung ganz automatisch erstellt und muss vom Arbeitnehmer nur noch geprüft und gegebenenfalls ergänzt werden", sagte Köbler. Technisch sei dies nicht nur möglich, sondern sei in Ländern wie Österreich bereits erfolgreich etabliert.
Auch Rentnerinnen und Rentner sollten seiner Meinung nach von der Pflicht der Steuererklärung befreit werden. Diese sollte "durch einen automatischen Quellenabzug direkt durch die Rentenkasse ersetzt werden". Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD steht ein wenig schwammig etwas davon, dass sich die Regierung für eine "Steuervereinfachung durch Typisierungen, Vereinfachungen und Pauschalierungen" ausspricht. Nach Abschaffung hört sich das noch nicht an, aber was nicht ist, kann ja noch werden?
Mindestlohn: 6,6 Millionen Menschen profitieren von nächster Erhöhung
12,82 Euro pro Stunde bekommt ein Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin momentan mindestens in Deutschland. Das Statistische Bundesamt hat mal ausgerechnet, wer in unserer Gesellschaft von der nächsten Erhöhung ab dem 1. Januar 2026 vor allem profitiert: Wenn der Mindestlohn zum Jahreswechsel auf 13,90 Euro pro Stunde steigt, kommt das vor allem Frauen und Beschäftigten in Ostdeutschland zu gute. Das schätzen die Statistiker auf Grundlage der Lohnstatistik aus dem April 2024. Es sind vor allem diese beiden Bevölkerungsgruppen, die in den unteren Lohngruppen besonders stark vertreten sind. Steigen die Löhne auf das neue Niveau, klettert die Verdienstsumme von rund 6,6 Millionen Beschäftigten um 6 Prozent oder 400 Millionen Euro. Ab 2027 sind es der Mitteilung zufolge sogar 8,3 Millionen Menschen, die vorher unter den dann geltenden 14,60 Euro pro Stunde liegen. In der Realität können die Steigerungen bei beiden Stufen etwas geringer ausfallen, weil zwischenzeitliche Lohnerhöhungen seit April 2024 in dem Modell nicht berücksichtigt wurden.
Arbeitgeber äußern immer wieder Kritik am gesetzlichen Mindestlohn. Laut den Statistikern kommen die größten Kostensteigerungen auf das Gastgewerbe zu. Dort bedeutet die Anhebung mehr Lohn am Monatsende für mehr als jeden zweiten Beschäftigten.
Segelflug-Pilotin stirbt bei Absturz in Baden-Württemberg
Wie es zu dem Absturz eines Segelflugzeugs in Baden-Württemberg kam, ist noch unklar. Bei dem Unfall ist die 58-jährige Pilotin ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Reutlingen mitteilt, verlor die Pilotin in der Startphase die Kontrolle über ihr Segelflugzeug. Es stürzte mit der Nase voran in die Tiefe und schlug ungebremst ins Flugfeld ein. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Das Unglück ereignete sich auf dem Flugplatz Hayingen im Kreis Reutlingen.
Industrie-Chef will einen Feiertag abschaffen - für die Wirtschaft
Nicht nur mit Regenbogen-Fahnen und Zirkuszelten fremdelt Kanzler Friedrich Merz bekanntlich. Auch Begriffe wie "Work-Life-Balance" oder die Vier-Tage-Woche gehören wohl nicht zum liebsten Vokabular des Bundeskanzlers. In seiner ersten Regierungserklärung hatte der CDU-Politiker eine Debatte über die Arbeitszeit in Deutschland angestoßen und davon gesprochen, dass die Deutschen "wieder mehr und vor allem effizienter" arbeiten müssten. Der als Millionär definitiv nicht zur Mittelschicht gehörende Kanzler Merz - auch nicht zur gehobenen Mittelschicht, wie er 2018 mal in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung behauptete - lebt vermutlich eher ein Leben weit entfernt von den Alltagssorgen des gemeinen Bürgers in Deutschland. Zuletzt ging es in der Debatte um die Erhöhung der Arbeitszeit, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Da sei Deutschland laut einer Auswertung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bei den Schlusslichtern im EU-Vergleich. In das gleiche Horn blies am Wochenende auch Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), was ich zum Wochenstart nochmal aufgreifen möchte: "Unsere Arbeitsproduktivität stagniert. Im OECD-Vergleich arbeiten Beschäftigte in Deutschland im Schnitt 1350 Stunden im Jahr – der Durchschnitt liegt bei 1750. Das ist ein Delta von 400 Stunden. Da müssen wir ran", sagte Peter Adrian der "Bild am Sonntag". Die Lösung? Adrian spricht sich dafür aus, den Pfingstmontag als Feiertag zu streichen. Der Industrie-Chef spricht im gleichen Interview jedoch einen aus meiner Sicht viel wichtigeren Punkt an: "Wichtig wäre, dass mehr Menschen Vollzeit arbeiten können - gerade Frauen", sagte er.
Fakt ist: Es könnten viel mehr Menschen sehr viel mehr arbeiten - wenn denn für die Betreuung ihrer Kinder von der Krippe bis zum Teenageralter zuverlässig gesorgt wäre. Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, lehnt die Abschaffung eines Feiertags ab und betonte jüngst, dass der Arbeitskräftemangel nicht durch weniger Feiertage gelöst werde, sondern durch mehr Zuwanderung und den Abbau von Hürden für die Erwerbstätigkeit von Frauen und Geflüchteten. Es schlummert also noch einiges an Potenzial für unsere Wirtschaft an ganz anderen Stellen, bevor man rückschrittlich wie zu Zeiten der Industrialisierung über einen 8-Stunden-Tag verhandeln muss.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
Texas erlebt in diesen Tagen etwa das, was heute vor vier Jahren unter anderem die Menschen im Ahrtal durchmachen mussten: eine schreckliche Flutkatastrophe. Allein im Ahrtal verloren 135 Menschen infolge der Wassermassen vom 14. Juli 2021 ihr Leben. Ähnlich hoch sind auch die Opferzahlen in dem US-Bundesstaat. Auch dort steht wie vor vier Jahren bei uns die Frage im Raum, ob die Behörden das Ausmaß der Katastrophe mit früheren Warnungen hätten verhindern oder zumindest eindämmen können. Das Wasser kam bei beiden Fluten nachts und extrem schnell, binnen Minuten stiegen die Pegel Schätzungen zufolge um sieben bis neun Meter. Ausgelöst wurden sie durch extreme Regenfälle. Da unser Fokus momentan vor allem auf den ganz offensichtlichen Katastrophen und Kriegen wie dem Ukraine-Krieg, dem Gaza-Krieg und den antidemokratischen Machenschaften der Trump-Regierung liegt, gerät eine verheerende Krise aus dem Blick: die Klima-Krise. Fachleute sagen eine Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Unwettern infolge des Klimawandels ja nicht erst seit gestern voraus - wir als Gesellschaft sind nur besonders gut darin, diese Warnungen zu ignorieren, bis uns das Wasser wortwörtlich bis zum Hals steht.
Welche Themen und Termine uns zum Start der Woche noch beschäftigen:
Verteidigungsminister Boris Pistorius reist nach Washington. In den USA will der SPD-Politiker mit seinem Amtskollegen Pete Hegseth über die weitere Unterstützung der Ukraine und die militärische Zusammenarbeit in der Nato beraten.
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten eine wichtige Erklärung zu Russland abgeben. Einzelheiten wurden bislang nicht bekannt. Trump hatte sich in den vergangenen Tagen zunehmend frustriert über seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin gezeigt.
Nächste Runde im Zollstreit mit den USA: Die neue Eskalation ist Topthema bei einem EU-Treffen in Brüssel. Die für Handelsfragen zuständigen Minister der Mitgliedstaaten müssen darüber beraten, wie auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump reagiert werden soll, Importe aus der EU ab dem 1. August mit einem Zoll von 30 Prozent zu belasten.
Prozess wegen Insolvenzverschleppung und Betrug mit Corona-Hilfen: Vor dem Landgericht München I wird das Urteil gegen Star-Koch Alfons Schuhbeck erwartet. Den 76-Jährigen erwartet eine Gesamtfreiheitsstrafe zwischen vier Jahren und vier Jahren und acht Monaten.
15 Patienten getötet? Ein Palliativmediziner steht wegen Mordes ab heute in Berlin vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem deutschen Arzt Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen vor.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik erreichen Sie mich per Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de.
Auto mit Wohnwagen brennt auf A7
Der Motor war wohl mehr als heiß gelaufen: Ein Auto mit angehängtem Wohnwagen ist auf der Autobahn 7 in Hessen in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei mitteilt, war der 52-jährige Fahrer mit seinem Wagen auf der A7 unterwegs, als zwischen Bad Hersfeld und dem Kirchheimer Dreieck die Kontrollleuchten losblinkten. Also: Stopp auf dem Standstreifen und nachgucken. Doch als der Mann die Motorhaube öffnet, schlagen ihm bereits Flammen entgegen. Der 52-Jährige reagiert geistesgegenwärtig und koppelt seinen Wohnwagen ab, sodass "nur" sein Auto ausbrennt. Das Feuer greift auch auf eine angrenzende Böschung über, aber die Feuerwehr kann beide Feuer löschen. Das Auto ist jedoch irreparabel beschädigt. Während der Löscharbeiten gestern Abend war die Fahrbahn kurzzeitig voll gesperrt.
Beobachter: Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Drusen und Beduinen in Syrien
Seit dem Sturz des Assad-Regimes ist alles besser in Syrien? Die Menschen können in Frieden und Freiheit leben? Das gilt nicht für die Drusen. Immer wieder kommt es zu Angriffen und Gewalt gegen die Minderheit im Land. Nach Angaben von Aktivisten sind dort erneut Dutzende Menschen ums Leben gekommen bei den Zusammenstößen bewaffneter Gruppen in der südlichen Provinz Suwaida. In der syrischen Stadt leben vor allem Drusen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Aktivisten sprechen von mindestens 27 getöteten Angehörigen der drusischen Minderheit sowie zehn getöteten Beduinen. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden. Ausgelöst worden seien die Unruhen vor einigen Tagen durch einen Raubüberfall auf einen drusischen Jugendlichen auf der Autobahn zwischen Damaskus und Suwaida. Das Verteidigungsministerium habe militärische Verstärkung geschickt.