mit Uladzimir ZhyhachouDas war Montag, der 1. März 2021
Haben Sie schon die Haare schneiden lassen? Ab heute dürfen ja die Friseure wieder öffnen - nach zweieinhalb Monaten des harten Lockdowns. In einigen Bundesländern öffnen jetzt auch Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Was war heute sonst wichtig:
Bestechung von Justizbeamten: Haftstrafe für Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy
35er-Inzidenz aussichtslos: Länder wollen Lockdown verlängern - und aufweichen
Ministerium sieht kein Problem: Reul feierte Beförderungen im Büro
Merkel gegen Fernseh-Impfung: Astrazeneca-Stau droht weiter zu wachsen
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Friedrich Merz für Bundestagswahl nominiert
Die CDU-Vorstände der Stadtverbände Arnsberg und Sundern haben nach Informationen von ntv in getrennten Sitzungen für die Nominierung von Friedrich Merz für die Bundestagswahl im September gestimmt.
Marokko setzt wohl Beziehungen mit deutscher Botschaft aus
Marokko hat die Beziehungen zur deutschen Botschaft in Rabat nach einem Medienbericht ausgesetzt. "Jeglicher Kontakt" mit der Botschaft werde ausgesetzt, heißt es in einem Schreiben des marokkanischen Außenministers Nasser Bourita, das die marokkanische Nachrichtenseite "Medias24" heute Abend veröffentlichte.
Als Grund werden in dem Brief "tiefe Missverständnisse" zu "grundlegenden Fragen des Königreichs Marokko" genannt. Eine offizielle Mitteilung von marokkanischer Seite gab es bislang nicht.
In dem Schreiben werden marokkanische Behörden gebeten, "sämtlichen Kontakt, Umgang oder kooperative Handlungen in allen Fällen und allen Formen" zu unterbinden - sowohl mit der deutschen Botschaft in Rabat wie auch mit deutschen Organisationen, die mit der Botschaft verbunden sind. Ausnahmen müssten dabei explizit vom marokkanischen Außenministerium genehmigt werden.
In dem Land sind mit eigenen Büros unter anderem die Friedrich-Ebert-, die Konrad-Adenauer- und die Friedrich-Naumann-Stiftung vertreten.
Lkw überschlägt sich auf Autobahn - Hunderte Ölkanister zerplatzt
Nach einem Lastwagen-Unfall sind auf der Autobahn 44 in Nordrhein-Westfalen mehrere Hundert mit Motoröl gefüllte Kanister zerplatzt. Der Lkw habe sich am Morgen in der Nähe von Jülich eine Leitplanke touchiert und sich überschlagen, teilte die Polizei mit. Anschließend blieb der 14-Tonner auf dem Dach liegen. Rettungskräfte brachten den 46 Jahre alten Fahrer in ein Krankenhaus. Die Autobahn musste vorübergehend vollgesperrt werden.
"Pferdemist": Taylor Swift teilt gegen Netflix aus
Sängerin Taylor Swift zeigt sich von Netflix enttäuscht. Öffentlich macht sie ihrem Ärger nun Luft und äußert ungehemmt Kritik an der bei dem Streamingdienst verfügbaren Serie "Ginny & Georgia". Bei Twitter prangert die Künstlerin an: Die Serie beinhalte einen "schlechten, zutiefst sexistischen Witz", der auf Kosten ihres Liebeslebens gehe.
Die Zeile, an der sich Swift stört, fällt während eines Gesprächs zwischen Mutter Georgia und deren Teenager-Tochter Ginny. Als die Mutter ihre Tochter fragt, ob sie sich von ihrem Freund getrennt habe, antwortet diese patzig: "Was kümmert es dich? Du wechselst deine Männer schneller als Taylor Swift."
Eine Aussage, die der Sängerin offenbar ein Dorn im Auge ist. "Wie wäre es, wenn wir aufhören, hart arbeitende Frauen zu degradieren, indem wir diesen Pferdemist als lustig bezeichnen?", macht sie ihren Unmut kund.
Junge springt aus fahrender Straßenbahn - Lebensgefahr
Offenbar um einer Fahrkartenkontrolle zu entgehen, ist ein 15-Jähriger in Duisburg aus einer Straßenbahn gesprungen und hat sich dabei lebensgefährlich verletzt. Der Junge habe offensichtlich angesichts der Kontrolle von innen die hintere linke Tür geöffnet und sei aus der fahrenden Bahn herausgesprungen, teilte die Polizei mit. Beim Stürzen sei er schwer verletzt worden. Ein Hubschrauber war im Einsatz, der 15-Jährige kam aber mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.
Schamanin prügelt Mädchen bei Exorzismus tot
Weil sie glaubt, ihre neunjährige Tochter sei von einem Dämonen besessen, bringt eine Mutter in Sri Lanka ihr Kind zu einer Schamanin. Bei dem brutalen Exorzismus prügelt die Frau so lange auf das Mädchen ein, bis es keine Luft mehr bekommt.
Auto kommt von Autobahn ab und prallt gegen Baum - Frau tot
Eine Autofahrerin ist bei einem Unfall auf der Autobahn 65 bei Kandel in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Sie war in Richtung Ludwigshafen unterwegs gewesen und auf gerader Strecke von der Fahrbahn nach rechts abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Dort krachte der Wagen gegen einen Baum. Die 50-Jährige starb noch am Unfallort an ihren Verletzungen.
Meteorit schlägt in England ein - Hunderte beobachten Feuerball
Ein Meteorit über Großbritannien hat bei Wissenschaftlern und Augenzeugen für Aufregung gesorgt. Hunderte hätten den Himmelskörper am Sonntagabend beobachtet, teilte die wissenschaftliche Vereinigung UK Fireball Alliance mit. Auch in Island und den Niederlanden sei der Feuerball zu sehen gewesen. Vermutlich seien Stücke des Meteoriten nördlich der Stadt Cheltenham auf die Erde gefallen, rund 140 Kilometer nordwestlich von London.
Stadt Köln lehnt geschenkten Luftfilter für Schule ab
Monatelang versuchen Eltern in Köln in Eigenregie Luftfilteranlagen für die Schulen ihrer Kinder zu organisieren. Eine Mutter will sogar ein teures Gerät schenken. Doch die Stadt blockt unter fadenscheinigen Gründen ab.
Niedersachsens Gesundheitsministerin Reimann legt Amt nieder
Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann hat ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Das teilte die Landesregierung in Hannover mit. Die SPD-Politikerin erklärte, sie müsse sich zur Behandlung "zeitnah" in ein Krankenhaus begeben und würde ihre Amtsgeschäfte deshalb in nächster Zeit nur noch "sehr eingeschränkt" wahrnehmen können. Wer das Amt nun übernimmt, ist noch unklar.
13-Jähriger erstochen - Ermittler beleuchten Rolle des Mädchens
Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 13-Jährigen in Sinsheim bestreitet der dringend verdächtige 14-Jährige weiter die Tat. Er hatte seine Unschuld bei der Eröffnung des Haftbefehls beteuert. Die Ermittler beleuchten bei ihren Untersuchungen auch die Rolle des 12-jährigen Mädchens, um das es Eifersuchtsstreitigkeiten der beiden Jungen gegeben haben soll. "Das Kind wird sicherlich für die Ermittlungen von besonderem Interesse sein", teilte die Anklagebehörde mit.
Der 14-Jährige war am Mittwoch mit einem Küchenmesser in der Hand neben der Leiche des Jungen und dem Mädchen im Stadtteil Eschelbach festgenommen worden.
Transgender-Unfug: Trump faselt über "Zerstörung des Frauensports"
Wenige Wochen nach Amtsende bereiten die Republikaner Ex-Präsident Trump bei ihrer CPAC-Konferenz bereits wieder die große Bühne. Dabei echauffiert sich der Populist ausufernd über Transgender-Rechte und die angebliche "Zerstörung des Frauensports" durch die Demokraten.
Mutter ermordet drei Kinder - lebenslange Haft
Im Oktober 2020 hatte eine 31-jährige Frau in Wien ihre Töchter im Alter von drei und neun Jahren sowie ihren knapp acht Monate alten Sohn im Schlaf mit einem Kopfkissen erstickt. Heute wurde sie dafür zu lebenslanger Haft verurteilt. Zusätzlich wurde sie in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.
Die Angeklagte hatte ein Geständnis abgelegt und dabei auf ihr unglückliches Leben hingewiesen. "Ich wollte mit den Kindern in den Himmel gehen", sagte sie zu ihrem Motiv. Nach der Tötung der Kinder hatte die Mutter versucht, Suizid zu begehen. Die Versuche, sich das Leben zu nehmen, scheiterten.
Prinz Philip in andere Klinik verlegt
Nach fast zwei Wochen im Krankenhaus ist der britische Prinz Philip in eine andere Klinik verlegt worden. Beim Ehemann von Queen Elizabeth II. sollten zusätzliche Herztests vorgenommen werden, teilte der Palast mit.
Der 99-Jährige war am 16. Februar ins Londoner King-Edward-VII.-Krankenhaus eingeliefert worden. Einige Tage danach erklärte der Palast, dass Philip wegen einer Infektion behandelt werde, die Behandlung schlage an.
Nun aber wurde der Queen-Gemahl in die St.-Bartholomew's-Klinik verlegt. Dort würden die Ärzte "weiter eine Infektion behandeln und zudem Tests und Beobachtungen wegen bereits zuvor bestehender Herzprobleme vornehmen", erklärte der Palast. Der 99-Jährige reagiere auf die Behandlung, müsse aber "mindestens bis Ende der Woche" im Krankenhaus bleiben.
Schichtwechsel
Yuki Schubert verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie ab sofort und bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag!
Radler mit getuntem E-Bike erwischt
Ein 44-jähriger E-Bike-Fahrer aus Pechbrunn in Bayern hat das mit dem Spruch "Schnell wie der Wind" wortwörtlich genommen. Streifenbeamte wurden auf ihn aufmerksam als sie an ihm vorbeifuhren. Denn der Mann war erstaunlich schnell unterwegs. Bei einer Kontrolle entdeckten die Polizisten, dass der Mann den Antrieb des E-Bikes manipuliert hatte. Statt maximal 25 Kilometer pro Stunde schaffte sein sogenanntes Pedelec 43 Stundenkilometer. Wegen der technischen Veränderung des Antriebs hätte der 44-Jährige eine Zulassung und einen Führerschein gebraucht, um mit dem Rad fahren zu dürfen. Weil er beides nicht besitze, müsse er nun mit einer Strafe rechnen. Das E-Bike wurde vorläufig sichergestellt.
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy zu Haftstrafe verurteilt
Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy ist wegen Bestechung und unerlaubter Einflussnahme zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Davon werden zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Max Giesinger spricht über seine Erfahrung mit Mobbing
Popsänger Max Giesinger, der durch seinen EM-Hit "80 Millionen" große Bekanntheit erlangt hat, ist als Schüler regelmäßig gemobbt worden. Darüber sprach der 32-Jährige mit dem Radiosender MDR Jump in einem Videointerview. Er habe sich deshalb aus Angst regelmäßig zu Höchstleistungen angetrieben. "Wenn man es nicht geil macht, wird man vielleicht wieder gemobbt. Was natürlich Quatsch ist", sagte der Sänger. Im vergangenen Jahr habe er deshalb sein Leben umgekrempelt. Nun verbringe er weniger Zeit in den sozialen Medien und sei mehr in der Natur unterwegs.
Lottospieler gewinnt fast zwölf Millionen Euro
Ein Lottospieler aus dem Münsterland hat am Wochenende mächtig abgeräumt. Er tippte beim klassischen 6 aus 49 bei der Ziehung am Samstag die Zahlen 2, 4, 9, 19, 23, 47 und sogar die Superzahl 7 richtig. Als einziger Tipper in Deutschland war er damit mit einem Einsatz von 5,55 Euro in der Gewinnklasse 1 erfolgreich und sicherte sich alleine 11,8 Millionen Euro. Denken Sie jetzt wie ich auch darüber nach, was sie das letzte Mal für fünf Euro gekauft haben?
Corona-Schnelltests bald bei DM erhältlich
Bei der Drogeriemarktkette DM können Kundinnen und Kunden ab kommender Woche Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung kaufen. Die Tests seien "voraussichtlich" ab dem 9. März erhältlich, sofern der Hersteller die Lieferzusagen einhalte, teilte das Unternehmen nun mit. Die Tests würden "so günstig wie möglich" angeboten, hieß es. Auf Nachfrage wollte die Kette jedoch noch "keine genauen Angaben zum Verkaufspreis" machen, da dazu noch Gespräche liefen. Die Abgabemenge werde allerdings zunächst "pro Person limitiert", hieß es weiter.
Ehrlicher Finder gibt vierstelligen Betrag ab
Es gibt sie noch, die ehrlichen Seelen. Ein Mann hat am Sonnabend eine Geldbörse vor einem Discounter in Ammersbek in Schleswig-Holstein gefunden. Darin befanden sich nicht etwa ein paar Euro für Milch, Butter und Brot, sondern 3000 Euro. Der Finder übergab die Geldbörse laut Polizei kurzerhand dem Marktleiter. Dieser wiederum gab alles bei der Polizei ab. Nach kurzer Ermittlung konnte dem Eigentümer sein Portemonnaie überreicht werden. Er zeigte sich überglücklich. Gleichzeitig hatte er zu dem Zeitpunkt den Verlust noch gar nicht bemerkt. Das heißt, er war ein Glückspilz im doppelten Sinne, schließlich blieb ihm der Schweißausbruch durch Unwissen erspart.
Bielefeld trennt sich von Trainer Neuhaus
Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge von Trainer Uwe Neuhaus getrennt. Eine offizielle Bestätigung des Tabellen-16. für die Berichte mehrerer Medien liegt bislang nicht vor.
Khashoggi-Verlobte fordert Bestrafung des saudi-arabischen Kronprinzen
Die Verlobte des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi, der im Oktober 2018 in Istanbul ermordet wurde, hat die "unverzügliche" Bestrafung des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gefordert. "Es ist zwingend erforderlich, dass der Kronprinz, der den Mord an einem unschuldigen Menschen angeordnet hat, unverzüglich bestraft wird", erklärte die in der Türkei lebende Hatice Cengiz. Einerseits werde dadurch ihrem ermordeten Verlobten Gerechtigkeit getan, andererseits könnten "ähnliche Taten in der Zukunft verhindert werden".
Die US-Regierung hatte den saudi-arabischen Kronprinzen am Freitag erstmals für die Ermordung Khashoggis mitverantwortlich gemacht.
Randale für griechischen Terroristen im Hungerstreik
Autonome haben in der Nacht drei Streifenwagen mit Brandsätzen in Athen angegriffen. Verletzt wurde niemand, doch die griechische Polizei warnt vor einer Eskalation, nachdem erst am Sonntag versucht worden war, ein Athener Polizeirevier in Brand zu setzen. Schon am 24. Februar war es zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten gekommen.
Wieso kommt es in Griechenland zu Ausschreitungen?
Auslöser ist der Hungerstreik des Linksterroristen Dimitris Koufodinas.
Der 63-Jährige war 2003 als einer der Mörder der extremistischen Untergrundorganisation "17. November" zu elf Mal lebenslänglicher Haft verurteilt worden.
Seit Januar befindet er sich im Hungerstreik, weil er in ein anderes Gefängnis verlegt worden war.
Betrunkener Dieb klaut Pizza-Taxi und baut Unfall
Ein Auslieferungsauto stand mit geöffnetem Kofferraum und steckendem Schlüssel vor einer Pizzeria in Goch am Niederrhein, als ein 32-jähriger Dieb seine Gelegenheit ergriff. Der Autodiebstahl blieb aber nicht lange unentdeckt. Denn kurz danach - in der Nacht zum Sonntag fiel das Pizza-Taxi auf, weil der Fahrer in Schlangenlinien fuhr, wie die Polizei in Kleve nun mitteilte. Am Steuer fanden sie den mutmaßlichen Täter. Der Wagen wies frische Unfallschäden auf. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Mann zuvor eine Unfallflucht begangen. Von Verletzten ist nicht die Rede. Der Mann war offensichtlich angetrunken, sodass eine Blutprobe entnommen und ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Das Fahrzeug konnte dem Pizzeria-Besitzer zurückgegeben werden.
Schwedische Schule brennt nieder - zuvor gab es Drohungen
In Sigtuna bei Stockholm ist in der Nacht eine Internatsschule in Flammen aufgegangen. Dabei wurde niemand verletzt. Das 100 Jahre alte Gebäude war nach Einschätzung der Feuerwehr nicht mehr zu retten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Einem Bericht des Schwedischen Fernsehens SVT zufolge hatte die Schule in der vergangenen Woche Drohungen erhalten. Eine Person sei daraufhin festgenommen worden. Das Gymnasium hat 700 Schüler.
Reihenhaus explodiert - Bewohner vermisst
Am Morgen gegen 6.45 Uhr ist es in einem Reihenendhaus in Nortorf in Schleswig-Holstein zu einer Explosion gekommen. Der 56-jährige Eigentümer wird bislang vermisst, es ist laut Polizei auch nicht bekannt, wo er sich aufhielt, als sich das Unglück ereignete. Auch die Ursache für die Explosion ist noch unbekannt. Das Haus wurde praktisch komplett zerstört, so ein Sprecher der Polizei.
Biden stellt sich hinter Amazon-Mitarbeiter
US-Präsident Joe Biden hat sich hinter Arbeiter des Online-Handelsriesen Amazon gestellt, die sich in den USA erstmals gewerkschaftlich organisieren wollen. "Arbeiter in Alabama und überall in Amerika stimmen darüber ab, an ihrem Arbeitsplatz eine Gewerkschaft zu gründen", sagte Biden in einem Twitter-Video. Das sei von "großer Bedeutung". Die Arbeiter dürften nicht eingeschüchtert, bedroht oder mit "Propaganda" gegen Gewerkschaften beeinflusst werden. "Jeder Arbeiter sollte die freie und faire Wahl haben, sich einer Gewerkschaft anzuschließen", fügte Biden hinzu. Damit stellte der US-Präsident klar, dass die Amazon-Beschäftigten in den USA das Recht haben, sich zusammenzuschließen und für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Er forderte sie aber nicht ausdrücklich dazu auf, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren.
Verschollene Bienenspezies feiert Comeback
Fast 100 Jahre ist eine australische Bienenart namens Pharohylaeus lactiferus untergetaucht. Kein Wunder also, dass Insektenexperten davon überzeugt waren, dass die Spezies längst ausgestorben ist. Dabei handelt es sich mit bis zu elf Millimeter Länge um relativ große Tierchen mit schwarzem Körper und markanten weißen Gesichts- und Körpermarkierungen. Der Forscher James Dorey von der Flinders University in Adelaide habe in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland drei Populationen der seltenen Biene entdeckt, heißt es in einer im "Journal of Hymenoptera Research" veröffentlichten Studie. Die letzte Aufzeichnung stammte von 1923.
Prinz Harry hatte Sorge, "dass sich die Geschichte wiederholen könnte"
Der erste Trailer zum großen Interview von Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan bei Talkshowmasterin Oprah Winfrey ist raus. Darin wird damit geworben, dass "kein Thema tabu ist". Der Ablösungsprozess vom Königshaus, aber auch traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit kommen in dem Interview zur Sprache, so viel ist jetzt schon bekannt. Das Gespräch wird in der Nacht zum 8. März ausgestrahlt. Der Sohn der 1997 bei einem Verkehrsunfall umgekommenen britischen Prinzessin Diana sagt im Trailer etwa: "Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholen könnte".
Sechsjähriger hilft bei Unfallaufklärung
In Rheinland-Pfalz hat ein sechs Jahre alter Junge Aufklärungsarbeit geleistet. Er hatte in Wittich beobachtet, wie eine Frau mit ihrem Wagen gegen eine Straßenlaterne gefahren war, berichtet die Polizei. Den Jungen trieb seine Beobachtung um, sodass er seiner Mutter davon erzählte, die sich dann an die Ermittler wendete. Der Junge hatte sich sowohl das Autokennzeichen als auch das Aussehen der Fahrerin genau gemerkt. So konnte sie schnell ausfindig gemacht werden. Diese gab den Zusammenstoß direkt zu, allerdings handelte es sich nur um einen minderschweren Fall - weder an der Laterne noch am Auto war ein Schaden entstanden. Der Junge habe "top reagiert", lobte ihn ein Polizeisprecher.
Ben Stiller backt sich einen Golden Globe
Der Comedian Ben Stiller hat bei seinem Auftritt bei den Golden Globes aus dem Lockdown-Nähkästchen geplaudert. So ist er laut eigener Aussage endlich dazu gekommen, sich seine Haare grau zu färben und auch das Backen hat er für sich entdeckt. Den Beweis lieferte er kurzerhand mit einem Bananenbrot in Form der Preisstatue. Er ließ es sich auch nicht nehmen, herzhaft zuzubeißen, allerdings verschluckte er sich dabei. Erstmal blödes Timing, denn er wollte gerade die nominierten Frauen in der Kategorie "Beste Schauspielerin" vorlesen, gleichzeitig ist sein komödiantisches Timing natürlich bestens.
Neue Vorwürfe gegen Aung San Suu Kyi
Die Justiz in Myanmar will die vom Militär entmachtete und unter Hausarrest gestellte Regierungschefin Aung San Suu Kyi wegen eines dritten mutmaßlichen Vergehens belangen. Ihr werde nun vorgeworfen, den Frieden und die Ordnung in dem südostasiatischen Land gestört zu haben, berichtete die Nachrichtenorganisation "Mizzima News". Die frühere Freiheitsikone, die im Zuge des Putsches Anfang Februar festgesetzt worden war, wurde nun zum zweiten Mal per Videoschalte vor Gericht verhört. Der 75-Jährigen werden bereits Vorstöße gegen das Import-Export-Gesetz sowie gegen das Katastrophenschutzgesetz vorgeworfen. Beobachter glauben, dass die Militärjunta die beim Volk sehr beliebte Politikerin langfristig von der politischen Bühne fernhalten will.
Mann flüchtet mit 240 km/h vor Polizei - vier Menschen verletzt
Auf der A2 zwischen Braunschweig und Magdeburg hat sich ein Autofahrer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, bei der vier Menschen verletzt wurden. Der 38-jährige Fahrer habe bei einer Verkehrskontrolle einfach Gas gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Mit teilweise mehr als 240 Kilometern pro Stunde auf dem Tacho fuhr er mit seiner 26-jährigen Beifahrerin Richtung Osten. Im Bereich Magdeburg verließ er dann die Autobahn. Ihn zu stoppen, stellte sich als äußerst schwierig heraus. Er rammte mit seinem Auto insgesamt drei Streifwagen. Der Mann und drei Polizisten wurden bei den Unfällen leicht verletzt. Die Verfolgung am Sonntagnachmittag dauerte etwa eine Stunde. Warum der Fahrer flüchtete, sei laut Polizeiangaben noch unklar. Der Mann wurde festgenommen.
Update: Der 38-Jährige leistete bei der Festnahme erheblichen Widerstand. Ein Drogenschnelltest verlief positiv. Außerdem besitzt er keine Fahrerlaubnis. Während der Mann noch in Polizeigewahrsam ist, kam die 26-jährige Beifahrerin wieder auf freien Fuß.
Handgranate bei Bundeswehrsoldat gefunden
Wieder wurden etliche Waffen bei einem Bundeswehrsoldaten gefunden. Die hessischen Ermittler konnten Kurz- und Langwaffen, Munition, eine Handgranate und Sprengmittel sicherstellen. Dabei geht es nach ersten Erkenntnissen überwiegend um Material, das nicht aus Bundeswehrbeständen stammt. So handelt es sich bei der Handgranate wohl um ein Modell aus dem früheren Jugoslawien. Der Mann befindet sich seit Sonntag in Gewahrsam, er wurde von einem Spezialkommando gestellt. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, unerlaubten Waffen- und Sprengstoffbesitzes sowie wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Mannschaftssoldat des Heeres, ein Mannschaftsdienstgrad, ist in Pfullendorf in Baden-Württemberg eingesetzt.
Update: Auch zwei Verwandte des Bundeswehrsoldaten wurden festgenommen. Allen drei Männern wird zur Last gelegt, illegal Waffen und Munition "gehortet" sowie "sich in rechtsextremer Weise geäußert zu haben".
BND sucht Hacker per besonderer Jobannonce
Der Bundesnachrichtendienst (BND) will mehr Hacker für den Kampf gegen internationale Bedrohungen finden. Unter dem Hashtag "#followtheglitchkarnickel" versucht der deutsche Auslands-Geheimdienst, die Hacker-Szene direkt zu erreichen. Dafür wurden etwa Hasenbilder auf Hauswände und in der U-Bahn projiziert. "Wir müssen die Sprache derer sprechen, die sich für uns interessieren sollen", sagte BND-Präsident Bruno Kahl. Für die Grünen kommt die Aktion und die Suche nach Fachkräften viel zu spät. Zentrale Aufgabe von BND-Hackern ist für die Bundesregierung Informationen unter anderem aus den Bereichen internationaler Terrorismus, der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, Menschenhandel, Organisierte Kriminalität und Wirtschaftsspionage zu beschaffen.
Frühling lässt sich nicht überall blicken
Am Schema der letzten Tage ändert auch die neue Woche wenig. Der Süden freut sich über Sonne, im Norden sind die Aussichten eher grau. Insgesamt steigen die Temperaturen aber, der Frühlingsanfang macht sich bemerkbar. Dafür verantwortlich ist das Hoch "Jacqueline". Die Nächte haben allerdings nach wie vor gerne Frost oder Bodenfrost im Programm.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
mit dem Beginn des neuen Monats dürfen heute wieder bundesweit die Friseure öffnen. Sie mussten seit dem 16. Dezember geschlossen bleiben. Zu dem Zeitpunkt startete der harte Lockdown. In einigen Bundesländern öffnen zudem auch andere Einrichtungen, darunter sind etwa Gartenmärkte, Blumenläden, Fußpflegesalons oder Fahrschulen.
Wie es genau weitergeht, das steht auf der Agenda des nächsten Bund-Länder-Gipfels am Mittwoch. Zuvor hat sich Kanzleramtschef Helge Braun in der ARD zu den Schnelltests geäußert. Diese sollen für Bundesbürgerinnen und Bundesbürger kostenlos sein - hier hat es zuletzt unterschiedliche Aussagen gegeben. Mehr dazu lesen Sie hier. Wie sich die Inzidenzwerte konkret entwickeln, können Sie natürlich auch in unserem Corona-Ticker nachlesen.
Folgende Themen werden heute wichtig:
Die Ministerpräsidenten von Bayern und Sachsen, Markus Söder und Michael Kretschmer, wollen um 10 Uhr einen 10-Punkte-Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen Corona vorstellen.
Die EU-Gesundheitsminister wollen sich bei einem informellen Online-Treffen über die Bekämpfung der Coronavirus-Varianten und die Impfkampagnen in den EU-Staaten austauschen.
Im Prozess gegen Frankreichs ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy soll um 13.30 Uhr das Urteil verkündet werden. Der 66-Jährige muss sich mit zwei weiteren Beschuldigten wegen mutmaßlicher Bestechung und unerlaubter Einflussnahme verantworten. Die Staatsanwaltschaft verlangt eine Haftstrafe von vier Jahren für Sarkozy - zwei davon zur Bewährung. Die Verteidigung fordert hingegen Freispruch.
In Myanmar steht für die entmachtete und festgesetzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi ein Gerichtstermin an.
Bei einer UN-Geberkonferenz für das Bürgerkriegsland Jemen wollen die Vereinten Nationen heute Spenden in Milliardenhöhe sammeln. Um eine Hungersnot noch abzuwenden, seien 3,85 Milliarden Dollar (3,15 Mrd Euro) nötig, sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock. Im vergangenen Jahr hatten die UN Bedarf von 3,3 Milliarden Dollar angemeldet, davon kamen aber nur 56 Prozent zusammen.
Ich hoffe, Sie sind bisher gut in den Tag gestartet. Falls Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen für mich haben, melden Sie sich gerne unter yuki.schubert@nama.de. Ich begleite Sie nun bis zum frühen Nachmittag mit den News aus Deutschland und der Welt.
Nawalnys Ehefrau bald in deutscher "Harper's Bazaar" zu sehen
Nach der russischen Ausgabe der Modezeitschrift "Harper's Bazaar" wird die Ehefrau des Kremlgegners Alexej Nawalny, Julia Nawalnaja, auch in der deutschen Ausgabe zu sehen sein. Am Mittwoch kommt das April-Heft mit Interview und Modestrecke auf den Markt, wie der Medienkonzern Hubert Burda Media ankündigte. Die russische Ausgabe hatte das Ganze in der Rubrik "Helden" veröffentlicht. Dort ist sie etwa im dreiteiligen Hosenanzug von Fendi zu sehen. Das Fotoshooting mit der 44 Jahre alten Ehefrau des Kremlkritikers war in der Zeit des Aufenthalts in Deutschland im Dezember in einem Studio in Offenburg entstanden, wie es vom Medienkonzern weiter hieß.
Neue Frisur um kurz nach Mitternacht
Der frühe Vogel hat die Haare schön. Nach zweieinhalbmonatiger Zwangspause wegen der Pandemie sind bereits in der Nacht die ersten Friseure wieder ihrer Arbeit nachgegangen. "Es tut wirklich gut, wieder die Dienstleistung zu erbringen, die mich und die Kunden glücklich macht: Frisuren machen, die passen", sagte etwa der 52-jährige Friseur Marco Trapani in seinem geöffneten Salon in Dortmund. Um kurz nach Mitternacht ließen er und sein Team bereits die Scheren klappern und die Haarschneidemaschine surren. Sechs Kunden hatten um 0.01 Uhr einen der frühestmöglichen Termine nach dem Lockdown ergattert.
Chadwick Boseman gewinnt Golden Globe posthum
Der im vorigen August an Krebs gestorbene Schauspieler Chadwick Boseman ist in der Nacht bei der Golden Globes Verleihung ausgezeichnet worden. Für seine letzte Rolle in dem Musikfilm "Ma Rainey's Black Bottom" wurde er zum besten Hauptdarsteller in einem Drama gekürt. In der Theaterstückverfilmung spielt er einen hitzköpfigen Jazz-Trompeter in den 1920er Jahren in Chicago. Den Preis hat seine Witwe, Taylor Simone Ledward, entgegengenommen. "Er würde Gott danken. Er würde seinen Eltern danken. Er würde seinen Vorfahren für ihre Anleitung und ihre Aufopferung danken", sagte Ledward während der Preisverleihung. "Und ich kenne seine Worte nicht, aber wir müssen diesen Augenblick nutzen, um diejenigen zu würdigen, die wir lieben."
Mit Boseman waren bei der 78. Globe-Verleihung unter anderem Anthony Hopkins ("The Father") und Gary Oldman ("Mank") nominiert. Boseman ist der zweite Schauspieler nach dem Briten Peter Finch (1977 für "Network"), dem posthum die Auszeichnung in dieser Sparte zuteil wurde.