Das war Donnerstag, der 27. Februar 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
sind Sie immer noch so geschockt über den Tod von Gene Hackman, wie ich? Natürlich glaubt man bei einem 95-Jährigen nicht mehr an ein noch langes Leben - und aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte er sich bereits vor gut 20 Jahren. Aber die Plötzlichkeit und vor allem die Umstände geben doch einige Rätsel auf. Was bleibt, sind ikonische Rollen in legendären Filmen, wie "Erbarmungslos" oder "French Connection".
Hierzulande brachte erst der Abend eine politische Nachricht, die aufhorchen ließ. Berichten zufolge wollen Union und SPD bereits morgen mit ersten Sondierungsgesprächen über eine mögliche Koalition beginnen. Die Sozialdemokraten haben ihr Verhandlungsteam bereits zusammen, bei der Union ist es zumindest noch nicht offiziell bekannt. Ein zuvor veröffentlichtes Foto - ohne Frauen - sorgte bereits für Kritik.
Die dritte Top-News des Tages betrifft die Türkei, vielmehr die Kurdische PKK. Deren Anführer, Abdullah Öcalan, hat nach 40-jährigem Kampf um Unabhängigkeit, diesen beendet und seine Arbeiterpartei aufgelöst. Im Gegenzug könnte er nach 25 Jahren Haft freikommen. Seit 1984 starben mehr als 45.000 Menschen in dem Konflikt.
Ansonsten gehen die Trump-"Festspiele" weiter - sei es in Sachen Zölle oder im Hinblick auf den Ukraine-Krieg.
Was heute sonst noch wichtig war:
Abwehrmaßnahmen wirken: Ukrainer stören Navigationssystem russischer Gleitbomben
Ordnungsruf nach Provokation: AfD-Abgeordneter sorgt in Potsdam für Eklat
Bürgerschaftswahl am Sonntag: Für Rot-Grün in Hamburg könnte es eng werden
Gerichtsurteil in Mexiko: "Traurigste Elefantin der Welt" soll ein besseres Leben bekommen
Arzt rät von Teilnahme ab: Auch Jeanette Biedermann fällt bei "Let's Dance" aus
Ihnen wünsche ich zunächst einen entspannten Abend. Morgen in aller Früh ist der "Tag" wieder für Sie da. Bis bald.
"König der USA" von echtem Monarchen eingeladen: Charles III. will Trump treffen
Ein vom Weißen Haus zuletzt veröffentlichtes Bild brachte US-Präsident Trump in die Nähe königlicher Würden. Eine Rolle, die ihm sicherlich gefiele. Royale Luft darf er zumindest bald schnuppern, denn König Charles III. hat Trump zu einem Staatsbesuch nach Großbritannien eingeladen. Premierminister Keir Starmer übergab dem US-Präsidenten während seines Besuches im Weißen Haus einen entsprechenden Brief des Königs. Trump sagte, er werde Großbritannien in naher Zukunft besuchen.
Trump war bereits während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2019 zu einem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich. Der US-Präsident gilt als Fan des britischen Königshauses. Zum Programm damals hatte auch ein Staatsbankett im Buckingham-Palast mit der 2022 gestorbenen Königin Elizabeth II. gehört.
Drei Männer in den Hals gestochen - Frau gesteht Angriff vor Gericht
Zu Beginn des Prozesses um eine lebensbedrohliche Messerattacke auf mehrere Menschen in einem Bus in Siegen hat die Angeklagte die Taten eingeräumt. Am Vorabend des 30. August 2024 sei der Entschluss gereift, auf dem Stadtfest möglichst viele Menschen mit einem Messer anzugreifen, sagte die 32-Jährige im Landgericht Siegen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem versuchten Mord vor.
In einem Bus, der zum Festgelände fuhr, habe sie drei jungen Männern in ihrer unmittelbaren Sitznachbarschaft jeweils in den Hals gestochen, räumte die Deutsche ein. Als sie auf die Kinder im Bus habe losgehen wollen, sei sie von hinten umfasst und entwaffnet worden. Wenig später habe sie sich ergeben und vorn im Fahrzeug auf ihre Festnahme gewartet.
Die drei schwer verletzten Männer schilderten als Zeugen vor Gericht, dass die Tat sie bis heute erheblich beeinträchtige. Sie sprachen von Panik und Angst, von Konzentrationsstörungen und Vertrauensverlust. "Seit diesem Tag bin ich nicht mehr der Mensch, der ich vorher gewesen bin", berichtete ein 24-jähriger Syrer, der seit dreieinhalb Jahren in Deutschland lebt und bei der Attacke schwer verletzt worden war.
Todesursache ungeklärt - Familie verweigert Autopsie von Michelle Trachtenberg
Die Todesursache von US-Schauspielerin Michelle Trachtenberg bleibt offen. Das Büro der New Yorker Gerichtsmedizin teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, der Fall sei als "ungeklärt" eingestuft worden. Mehrere US-Medien berichteten, dass die Gerichtsmediziner an der Untersuchung des Leichnams gehindert worden seien, weil Trachtenbergs Familie eine Autopsie nicht genehmigt habe.
Die 39-Jährige war tot in ihrer Wohnung im Stadtteil Manhattan aufgefunden worden. Die Polizei gehe zwar nicht von einem Verbrechen aus, wollte aber dennoch die Todesursache eindeutig klären, mithilfe eine Autopsie. Dazu wird es auf Wunsch der Familie aber nun nicht kommen. Es gab Spekulationen, dass Trachtenberg nicht gesund sei, nachdem sie in den zurückliegenden Monaten mehrfach Fotos auf Instagram gepostet hatte, die sie sehr dünn und blass zeigten. Die "New York Post" berichtete zudem, dass sie sich kürzlich einer Nierentransplantation unterzogen habe.
Immer mehr FSME-Risikogebiete: in Bayern nur eine Stadt nicht bedroht
Die Zahl der Landkreise und Stadtkreise mit einem erhöhten Risiko für durch Zecken übertragene Hirnhautentzündungen hat sich um drei erhöht. Damit gelten deutschlandweit 183 Kreise als FSME-Risikogebiete, teilte das Robert-Koch-Institut in Berlin mit. Mit 686 Erkrankungen an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sei vergangenes Jahr zudem die zweithöchste Zahl seit dem Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001 gezählt worden.
In Bayern zählt nun auch die Stadt Augsburg als Risikogebiet, sodass mit Ausnahme der Stadt Schweinfurt inzwischen das ganze Bundesland diese Einstufung hat. In Brandenburg kam als fünfter Kreis der Landkreis Elbe-Elster auf die Risikoliste, in Niedersachsen als zweiter Kreis der Landkreis Celle.
Generell besteht ein erhöhtes Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg. Einzelne Risikogebiete liegen zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen.
Tate-Brüder sind zurück und keiner weiß, warum - in Florida droht ihnen Ärger
Der umstrittene Influencer Andrew Tate und sein Bruder Tristan haben Rumänien verlassen und sind in den USA angekommen. Gegen die beiden wird in dem südosteuropäischen Land wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und Menschenhandel ermittelt. Seit ihrer Festnahme im Dezember 2022 konnten sie Rumänien nicht verlassen. Die rumänischen Behörden bestätigten inzwischen, dass die Ausreise erlaubt worden sei.
Medien spekulierten, die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump könne sich für die Tate-Brüder eingesetzt haben. Nachfragen, ob sich Trump für die Ausreiseerlaubnis starkgemacht habe, beantwortete Andrew Tate nach der Ankunft in Florida nicht. Der US-Präsident erklärte vor Journalisten im Weißen Haus, er wisse nichts über die Freilassung der Tate-Brüder aus Rumänien.
Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis erklärte, er wisse nicht, wie es zu der Rückreise gekommen sei. Gleichzeitig lote auch der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, mögliche Maßnahmen auf Ebene des Bundesstaats aus, "um damit umzugehen". DeSantis betonte: "Florida ist kein Ort, an dem man willkommen ist, wenn solche Vorwürfe im Raum stehen."
Untersuchungsbericht sieht "völliges Versagen": Gaza-Division am 7. Oktober überrannt
Israels Armee hat ihr "völliges Versagen" bei dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 eingeräumt. Der israelischen Armee sei es nicht gelungen, die Menschen in Israel zu schützen, hieß es in einer Zusammenfassung eines Untersuchungsberichts. Die für das Grenzgebiet zum Gazastreifen zuständige Gaza-Division sei bei dem Angriff "überrannt" worden und habe nicht verhindert, "dass Terroristen die Kontrolle übernahmen und in den Gemeinden und Straßen des Gebiets Massaker verübten".
"Wir hätten uns solch ein Szenario nicht vorstellen können", sagte ein Militärvertreter vor der Veröffentlichung des Berichts. Die Armee sei "zu selbstsicher" gewesen und habe die militärischen Fähigkeiten der Hamas falsch eingeschätzt. Der Angriff der Hamas erfolgte dem Untersuchungsbericht zufolge in drei aufeinanderfolgenden Wellen. Am Ende seien insgesamt rund 5000 Terroristen in israelisches Gebiet eingedrungen, erklärte die Armee.
War Hackman-Tod eine Vergiftung? Gasunternehmen an Ermittlung beteiligt
In die Ermittlungen zum Tod von Oscarpreisträger Gene Hackman und seiner Frau Betsy Arakawa ist auch ein Gasunternehmen eingebunden. Die New Mexico Gas Company arbeite mit dem Sheriffbüro von Santa Fe County zusammen, teilte Unternehmenssprecher Tim Korte der Nachrichtenagentur AP mit. Die Kooperation wird als mögliches Indiz gewertet, dass die Behörden einem Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung als Ursache für den überraschenden Tod von Hackman und Arakawa nachgehen könnten.
Elizabeth Jean Hackman, eine der Töchter des Schauspielers, hatte dem US-Promiportal "TMZ" erklärt, dass auch die Familie sich derzeit nicht sicher sei, woran Hackman und seine Frau gestorben sind. Die Angehörigen glaubten demnach jedoch laut des Berichts, dass giftige Dämpfe zum Tod des Paares geführt haben könnten.
Der 95-jährige Charakterdarsteller, seine Ehefrau und ihr Hund wurden am Mittwoch (Ortszeit) leblos in ihrem Haus im US-Staat New Mexico aufgefunden, wie die Behörden mitteilten - allerdings in unterschiedlichen Räumen. Während Hackman im Eingangsbereich lag (neben ihm eine Sonnenbrille), wurde seine Frau im Badezimmer entdeckt, berichtet das Sheriffsbüro. Die Umstände seien verdächtig, es gebe aber keine Hinweise auf Fremdeinwirkung oder ein Verbrechen.
Kapitän filmt "unglaubliche Szene" mit 2000 Delfinen
Vor der kalifornischen Küste tummeln sich mehr als 2000 Delfine. Einem Kapitän gelingt eine seltene Aufnahme von der "Superschule" und ist begeistert von der Szene: "Es war überwältigend." Denn normalerweise sind die Tiere in deutlich kleineren Gruppen unterwegs.
Sondierung zwischen Union und SPD soll morgen starten
Der Fahrplan, bis Ostern einen Koalitionsvertrag zustande zu bringen, ist wahrlich ambitioniert. Union und SPD wollen es aber offenbar wagen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen die Sondierungen am morgigen Freitag starten. So heißt es demnach aus SPD- und Unionskreisen.
Das SPD-Präsidium hat sein Sondierungs-Team bereits bestimmt. Nach Angaben mehrerer mit dem Vorgang vertrauten Personen gegenüber Reuters sollen die SPD-Chefs Lars Klingbeil und Saskia Esken, die Ministerpräsidentinnen Anke Rehlinger (Saarland) und Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern), Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Arbeitsminister Hubertus Heil sowie der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Achim Post aus NRW dem Team angehören. Zudem wird Generalsekretär Matthias Miersch mit vertreten sein, der aber als Protokollant ausgewiesen wird und deshalb offiziell nicht mitzähle, hieß es.
Bei der Union steht das Team noch nicht fest. Ein kürzlich veröffentlichtes Bild mit den Parteichefs Friedrich Merz und Markus Söder, den Generalsekretären Casten Linnemann und Martin Huber sowie Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt legte ein mögliches Team der Union nahe, entfachte aber Kritik, da offenbar keine Frau vorgesehen war.
Girls-Trip ins All: Katy Perry begleitet Bezos-Frau in Blue-Origin-Rakete
Bei ihrem Konzert vor wenigen Wochen im kanadischen Vancouver sah Superstar Katy Perry ja schon ein wenig wie eine Astronautin aus. Bald muss sie sich tatsächlich für das All kostümieren. Denn sie wird im Frühjahr mit anderen Frauen an Bord einer Blue-Origin-Rakete sitzen.
Das Unternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos führt seit 2021 Touristenflüge ins All durch. An Bord der ersten Rakete saß Bezos selbst. Nun darf seine Frau, Lauren Sánchez die Welt von ganz weit oben betrachten. Dazu kommen die Moderatorin Gayle King, die Wissenschaftlerinnen Aisha Bowe und Amanda Nguyen sowie die Unternehmerin Kerianne Flynn.
Das Raketensystem "New Shepard" fliegt dabei weitgehend automatisiert. Der Ausflug in eine Höhe von rund 100 Kilometern über der Erde dauert etwa zehn Minuten, zeitweise mit Schwerelosigkeit. Wie viel die Tickets für die All-Ausflüge kosten, gibt Blue Origin nicht offiziell bekannt. Schätzungen liegen bei mehreren hunderttausend Dollar.
Hightech aus Deutschland soll Wasser auf dem Mond finden
Die Sonde Athena ist erfolgreich in Richtung Mond gestartet. Dort soll sie nach der Landung unterschiedliche Fahrzeuge absetzen, die den Planeten näher untersuchen sollen. Auch Deutschland ist an der Mission beteiligt.
DDR-Flüchtling in Tschechien festgenommen ... nach 40 Jahren
Eine unangenehme Überraschung hat es für einen deutschen Touristen beim Familienurlaub in Tschechien gegeben. Wie die Zeitung "Pravo" in ihrer Onlineausgabe berichtete, nahm die Polizei den Mann beim Hotelfrühstück im Riesengebirge fest und führte ihn zum Verhör ab. Der kuriose Grund: Der Urlauber war vor mehr als 40 Jahren aus der DDR über die damalige Tschechoslowakei in den Westen geflohen.
Wie sich demnach herausstellte, hatte ein Gericht in Ceske Budejovice (Budweis) den Mann nach der Flucht aus dem sozialistischen Lager im Jahr 1984 auf eine Liste unerwünschter Personen gesetzt. Und daran änderte sich bis heute nichts. "Wir sind so vorgegangen, wie es uns das Gesetz gebietet", betonte eine Polizeisprecherin. Über die Gründe für den Eintrag habe man keinen Überblick. Ein Gericht müsse im Einzelfall die Anordnung zur Ausweisung aufheben.
Auto steht beim Tanken urplötzlich in Flammenmeer
Ein Mann und eine Frau entgehen beim Tanken im chinesischen Tianjin nur knapp einer Katastrophe. Der Tank ihres Minivans hat ein Leck, Kraftstoff läuft unter das Auto - und entzündet sich plötzlich. Fahrzeug und Menschen stehen in einem Flammenmeer, dramatische Szenen spielen sich ab.
BSW will Partei-Rebell Hornauf aus der Fraktion schmeißen
Was ist denn da beim BSW in Brandenburg los? Der noch jungen Partei gelingt dort der Einzug ins Parlament und sogar eine Regierungsbeteiligung, doch nun gibt es Ärger. Im Zentrum - schon wieder muss man fast sagen - Sven Hornauf. Der wollte seinerzeit schon Ministerpräsidenten Dietmar Woidke nicht mitwählen und fiel der Regierungskoalition aus SPD und BSW quasi in den Rücken. Nun soll er die Landtagsfraktion verlassen.
Warum? Hornauf stimmte im Plenum als einziger nicht AfD-Politiker mit der Rechtsaußenpartei. Es ging um einen Antrag von SPD, BSW und CDU. Die wollten die Parlamentarische Kontrollkommission (PKK) von vier auf drei Sitze verkleinern. Ziel war der Ausschluss der AfD. Das halten Letzte und Hornauf für undemokratisch. Die anderen Fraktionen argumentieren, dass die AfD in Teilen verfassungsfeindlich ist und daher keine Kontrollmöglichkeit des Verfassungsschutzes haben sollte. Hornauf lässt das nicht gelten. Genauso wenig wie das Verfahren seiner Partei gegen ihn. Wie das Verfahren ausgeht? Unklar. Freiwillig wird Hornauf in jedem Fall nicht gehen. "Natürlich nicht! Warum sollte ich das tun?", fragte er im Gespräch mit dem "Tagesspiegel".
Gefährliche Gletscherhöhlen locken Wanderer an
In der Schweizer Bergregion versammeln sich schaulustige Wanderer, um ein atemberaubendes Naturspektakel zu bewundern: Gletscherhöhlen. Die Zeit drängt, denn die Höhlen sind kurzlebig - und bei steigenden Temperaturen lebensgefährlich.
Frau in Bremerhaven lässt neunjährige Tochter ans Steuer
Als Jugendlicher träumt doch jeder davon: einmal hinter dem Steuer eines Autos zu sitzen - ein Elternteil oder ältere Geschwister schauen vom Beifahrersitz zu.
In Bremerhaven hat eine Mutter es allerdings ein wenig übertrieben. Sie ließ ihre neun Jahre alte Tochter über einen Parkplatz fahren, wie die Polizei mitteilte. Ein Fahrlehrer und sein Schüler hatten das Mädchen am Mittwoch beobachtet und die Polizei alarmiert.
Als die Beamten eintrafen, saß allerdings ihre 36 Jahre alte Mutter auf dem Fahrersitz. Nach den ersten Ermittlungsergebnissen hatten die beiden kurz vor dem Eintreffen der Polizei die Plätze getauscht. Gegen die Mutter wurde eine Strafanzeige erstattet.
Trotz Schnee und Frost: Winter war zwei Grad zu warmDer
Der Winter in Deutschland ist bereits zum 14. Mal in Folge relativ mild verlaufen. Das geht aus der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlichten vorläufigen Bilanz für die Monate Dezember bis Februar hervor. Die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum lag demnach bei 2,1 Grad. Das waren 1,9 Grad mehr als der Referenzwert der Vergleichsperiode von 1961 bis 1990. Trotz "einzelner markanter Frosteinbrüche" hätten insgesamt milde Temperaturen dominiert, erklärte der Wetterdienst. Außerdem gab es demnach wenig Niederschlag und insbesondere in der zweiten Winterhälfte viel Sonnenschein. Die Gesamtmenge der Niederschläge pro Quadratmeter lag den Angaben zufolge im bundesweiten Schnitt bei 155 Litern, was nur etwa 86 Prozent des Referenzwerts der Vergleichsperiode entspreche. Damit sei der Winter insgesamt "deutlich zu trocken" gewesen.
Bayern war mit einem Temperaturmittel von 0,9 Grad in den Monaten Dezember bis Februar laut DWD das kälteste Bundesland, der Stadtstaat Bremen mit einem Durchschnittswert von 3,6 Grad das wärmste.
Polizei-Post über Mittelspur-Schleicher trifft Nerv
Die Pforzheimer Polizei weist Autofahrer in einem Post in etwas bissiger Form darauf hin, den Mittelstreifen nicht zu blockieren. Damit können sich wohl viele Autofahrerinnen und Autofahrer identifizieren, in den sozialen Medien erntet es viel Lob.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Johanna streicht die Segel und begibt sich in den verdienten Feierabend. Ab sofort sitze ich am "Tag" am Ruder. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis in den Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Polens Staatschef an Trump: "Die EU zockt niemanden ab"
Donald Trump scheint momentan wieder in einem Wettstreit mit sich selbst zu sein um die skurrilste Aussage. Sein neustes Ziel für verbale Angriffe ist die EU: "Seien wir ehrlich: Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten abzuzocken", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung.
Reagiert man darauf oder lässt man es sein? Das fragen sich seit Trumps Amtseinführung vor einigen Wochen Politikerinnen und Politiker auf der ganzen Welt. Der polnische Regierungschef und frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich für eine Antwort entschieden und weist den Vorwurf des US-Präsidenten klar zurück. "Die EU wurde nicht gegründet, um irgendjemanden abzuzocken", schrieb Tusk bei X. Er gibt Trump auch gleich noch eine Mini-Geschichtsstunde mit auf den Weg: "Ganz im Gegenteil. Sie wurde gegründet, um den Frieden zu erhalten, Respekt zwischen unseren Nationen aufzubauen, freien und fairen Handel zu schaffen und unsere transatlantische Freundschaft zu stärken. So einfach ist das."
Das wird den Republikaner wohl kaum sonderlich interessieren. Wie gehabt scheint er auf dem diplomatischen Parkett auf einer verbalen Furchenfahrt zu sein, die an einen alten Ackerpflug erinnert, der jeden Stein - also andere Politikerinnen und Politiker, ganze Nationen und Völker wie Grönland, die Ukraine, den Gazastreifen oder Kanada - rücksichtslos aus dem Weg pflügt. Der Grund für seine Falschbehauptungen ist wirtschaftlicher Natur, ein Streit um Zölle. Trump hatte damit gedroht, Einfuhrzölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus der EU einzuführen. Die Zeit für den 78-Jährigen auf dieser Erde neigt sich dem Ende zu, aber was für tiefe Furchen und Gräben - um beim Ackerpflug-Bild zu bleiben - will er noch in der Welt überall hinterlassen, die sich vielleicht mal nicht mehr so leicht wieder schließen lassen?
Mutmaßlicher Dieb schließt sich selbst in Auto ein
Selten habe ich Mitleid mit einem Kriminellen, aber dieser mutmaßliche Dieb in Bremen hatte wirklich keinen guten Tag, wie sich einer Mitteilung der Polizei entnehmen lässt: Der 37-Jährige macht sich an einem geparkten Auto zu schaffen und sucht wohl nach Wertsachen. Dann kommt es zu einer für ihn folgenschweren, aber für den Autobesitzer wohl glücklichen Entscheidung: Der 37-Jährige zieht die Fahrzeugtür zu und setzt sich dadurch selbst fest. Alle Versuche helfen nicht, er sitzt fest. Das "Spektakel" bleibt nicht unbeobachtet und Zeugen alarmieren die Polizei. Der Besitzer wird hinzugerufen und lässt den mutmaßlichen Dieb frei - und die Polizei legt direkt die Handschellen an. Die Beweislage ist erdrückend: Im Fahrzeug finden die Beamten einen Schraubendreher und eine Zange.
Rekord: In Großbritannien beantragen so viele Menschen Asyl wie seit 20 Jahren nicht
Schon vor dem Regierungswechsel in der Downing Street fuhr Großbritannien einen harten Kurs gegen irreguläre Migration. Diesen Kurs setzte Keir Starmer von der sozialdemokratischen Labour-Partei zwar nicht so fort - hier sei nur an den Versuch der konservativen Tories erinnert, abgelehnte Asylbewerber, egal welcher Herkunft, nach Ruanda abzuschieben, um andere Menschen abzuschrecken - aber auch er hatte angekündigt, hart gegen Schleuser und illegale Grenzübertritte vorzugehen. Kürzlich veröffentlichte die Partei auch öffentlichkeitswirksam Aufnahmen von Abschiebeflügen. Nun meldet das Innenministerium in London einen Rekord an Asylanträgen - so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr: 108.000 Menschen. Es seien aber auch mehr Menschen entdeckt worden, die ohne die nötigen Papiere etwa mit Schlauchbooten ins Land kommen, wie das Innenministerium in London mitteilt. Das seien 18 Prozent mehr gewesen als 2023. Die Zahl liege auch über dem bisherigen Rekord im Jahr 2002 (103.000).
Die Überfahrt über den Ärmelkanal, die die meisten Menschen in kleinen Booten (84 Prozent) wagen, ist lebensgefährlich. Immer wieder sterben Menschen bei dem Versuch, von Frankreich nach England zu gelangen. 72 Menschen verloren dabei nach französischen Angaben im vergangenen Jahr ihr Leben. Der französischen Meerespräfektur zufolge überfüllen Schleuser die Boote mit immer mehr Menschen.
"Trump Gaza": Palästinenser sind entsetzt über geschmackloses KI-Video
Im Gazastreifen herrscht weiterhin blanke Not, die Waffenruhe hängt am seidenen Faden. Inmitten dieser Lage verspottet Donald Trump mit einem KI-Video die Menschen vor Ort. Betroffene Bewohner sind konsterniert.
Deutsche Bahn haut wieder Spartickets auf kürzeren ICE-Strecken raus
Mit dem "Pöbel" (Scherz, mache ich doch auch!) im Regio oder nicht doch lieber schnell und komfortabler mit dem ICE fahren? Ungefähr auf diese Kundschaft zielt wohl ein neues Angebot der Deutschen Bahn (DB) ab: Auf kurzen Strecken bietet der Konzern im März vergünstigte Tickets für das Fahrplanjahr an - also bis erfahrungsgemäß Mitte Dezember die Preise steigen. Das sind Strecken wie von Hamburg nach Bremen oder von München nach Ingolstadt - sprich Routen, die man auch super mit der Regio mit dem Deutschlandticket zurücklegen kann. Ob ich jetzt eine Stunde und zehn Minuten im Metronom zwischen Hamburg und Bremen unterwegs bin oder eine Dreiviertelstunde im ICE - das macht für mich kaum einen Unterschied. Dennoch lockt die Bahn nun mit besonders günstigen Tickets ab 9,99 Euro auf Kurzstrecken. Das teilt der DB-Konzern mit. Wer eine Bahncard besitzt, muss für einige Strecken dann teilweise nur 7,49 Euro zahlen.
Interessanter wird es dann für die Mittelstrecke, also Routen von Frankfurt am Main nach Köln oder von Berlin nach Leipzig, vermute ich. Hier gibt es Angebote für 14,99 Euro ab März. Inhaberinnen und Inhaber einer Bahncard zahlen dafür 11,24 Euro. Mit solchen Rabattaktionen reagiert die DB auf schleppende Verkaufszahlen. Für das Unternehmen sind Sparpreise ein "sehr effektives Instrument zur Steuerung der Auslastung", sagt DB-Marketingchefin im Fernverkehr Stefanie Berk. Ich persönlich fahre gern zeitlich flexibler oder auch mal spontan, was so kaum noch halbwegs sinnvoll möglich ist, weil es kein preisstabiles Flex-Ticket wie früher mehr gibt. Deshalb nehme ich inzwischen doch häufiger wieder das Auto oder eben das Deutschlandticket. Vielleicht entdeckt die Deutsche Bahn Kundinnen und Kunden wie mich doch wieder, um mehr Menschen für eine Fahrt gewinnen zu können ...
Salò nimmt Mussolini Ehrenbürgerschaft weg
Besser spät als nie - das trifft auf die italienische Stadt Salò am Gardasee zu. Die hatte bis jetzt einen mehr als fragwürdigen Ehrenbürger: den faschistischen Diktator Benito Mussolini. Rund 80 Jahre ist der Faschist schon tot. Nach langen Diskussionen stimmte der Gemeinderat gestern Abend mit der neuen Mehrheit der Mitte-Links-Parteien zu. In jüngster Zeit waren zwei solche Versuche noch gescheitert, weil das rechts-konservative Lager die Mehrheit hatte. Das 10.000-Einwohner-Städtchen steht für einen dunklen Teil der italienischen Geschichte. Anders als Adolf Hitler in Deutschland kam Mussolini in Italien bereits 1922 an die Macht. Im Mai 1924 machte ihn Salò zum "cittadino onorario", zum Ehrenbürger. So geschah das in jenen Jahren auch in vielen anderen italienischen Gemeinden, aber Salò hat in der Geschichte des italienischen Faschismus eine besondere Rolle: Dorthin zog sich Mussolini nach seiner Absetzung 1943 zurück und hielt mit Hitlers Hilfe in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs einen Vasallenstaat aufrecht, die "Republik von Salò" - bis Kriegsende. Auf der Flucht in die Schweiz wurde der Hitler-Verbündete Ende April 1945 von Partisanen am Comer See erschossen.
Und wie sieht es mit den anderen Ehrenbürgerschaften so aus? Genaue Zahlen, wie viele italienische Gemeinden den Diktator heute noch als Ehrenbürger führen, gibt es nicht. Vor Salò hatten dies in den vergangenen Jahren auch mehrere andere Städte geändert. Trotzdem ist die Erinnerung an den "Duce" (Führer) lebendig: Immer wieder wird bei Veranstaltungen der eigentlich verbotene faschistische Gruß gezeigt, auch auf offener Straße und häufig auch in Fußballstadien.
In diesem Ort hat nur ein Mensch für die AfD gestimmt - "Wähler wird sich nicht outen"
Das Örtchen Arnis an der Schlei in Schleswig-Holstein ist seltener im großen Rampenlicht. Einmal als Trivial-Pursuit-Frage, welche die kleinste Stadt Deutschlands ist. Denn obwohl Arnis nicht einmal zehn Straßen und nur rund 260 Einwohnende hat, ist es seit 1934 offiziell eine Stadt. Nun rückt das stolze Städtchen im hohen Norden nochmal in den Fokus, denn dort zeigt die Bundestagswahl: Nur ein Bewohner oder eine Bewohnerin hat das Kreuzchen bei der AfD gemacht - eins mehr als 2021. Bürgermeister Jens Matthiesen sagte im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen", dass er gehofft hatte, die Null im Örtchen auch bei dieser Bundestagswahl halten zu können, "aber da haben wir ja keinen Einfluss drauf. Wir sind ganz zufrieden, dass es nur einer war, der diese Partei gewählt hat." 154 Menschen haben in Arnis an der Schlei abgestimmt am vergangenen Sonntag. In so einer kleinen Stadt (!) kennt jeder jeden, also werde schon herumgerätselt, wer das war. "Darüber wird natürlich spekuliert, aber das ist ja müßig. Das kriegt man nicht raus. Der eine AfD-Wähler wird sich auch nicht outen", sagt der Bürgermeister.
US-Sänger Adam Lambert: Politische Entwicklungen sind "beängstigend"
Auf dem Broadway ist das Nachtleben im Berlin der 1930er-Jahre, als die Nazis in Deutschland die Macht übernahmen, gerade Stoff auf der Bühne. US-Sänger Adam Lambert spielt darin mit. In einem Interview mit dem US-Magazin "Variety" sagte er, dass das Stück inzwischen relevanter als noch während der Proben. "Es ist beängstigend, was gerade passiert", sagte der 43-Jährige demnach im Hinblick auf die politischen Entwicklungen. Das Broadway-Musical "Cabaret" sei daher gerade unglaublich relevant, erklärte der Queen-Frontmann. "Meiner Meinung nach sogar noch mehr als bei den Proben, die stattfanden, bevor die derzeitige Regierung ins Amt kam und bevor die Wahl schieflief."
Die Show basiert auf einer Sammlung von Kurzgeschichten des Autors Christopher Isherwood und zeigt, wie unbeschwerte Unterhaltung und sexuelle Freiheit von antijüdischer Stimmung und der Verachtung gegenüber Homosexuellen verdrängt werden. Mit dem Musical könne er dem Publikum jeden Abend "eine Art warnendes Beispiel" geben, erklärte Lambert. Die Zuschauer sähen: "Hey, das kann passieren. Es kann außer Kontrolle geraten", sagte Lambert.
Hollywood-Star Gene Hackman und seine Frau tot aufgefunden
Der US-Schauspieler Gene Hackman ist tot. Der 95-Jährige und seine Ehefrau, die klassische Pianistin Betsy Arakawa, wurden mehreren Berichten zufolge in ihrem Haus im US-Bundesstaat New Mexico tot aufgefunden. Der Oscar- und Golden-Globes-Gewinner war besonders für seine Rolle in "The French Connection" bekannt. Es gebe keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, hieß es vonseiten der Polizei. Zur Todesursache äußerten sich die Behörden nicht. Auch der Hund des Paares sei tot.
Durchbruch in Österreich: ÖVP, SPÖ und Neos einigen sich auf Koalition
In Österreich einigen sich die konservative Volkspartei ÖVP, die sozialdemokratische SPÖ und die liberalen Neos auf die Bildung einer Regierung. Dies teilen die drei Parteien mit. Das Land bekommt damit erstmals eine Dreiparteien-Koalition.
Lauterbach über Notfälle: Habe mehrfach als Arzt Leben gerettet
"Ist hier ein Arzt oder Sanitäter anwesend?" - wir alle kennen wohl diese Durchsagen in Zügen, wenn ein Mensch dringend medizinische Hilfe braucht. Solche Notfälle hat auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach erlebt und nach eigenen Angaben dabei mehrfach Leben gerettet. Wie der SPD-Politiker im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe sagte, sei das in seiner Zeit im Bundestag "ein- oder zweimal oder dreimal" geschehen. Lauterbach schilderte in dem Podcast eine Situation, in der er nicht mehr helfen konnte und ein Mensch gestorben ist. "Das ist mir auch passiert. Und das ist schwierig", sagte er. Auf dem Weg zu einer gesundheitspolitischen Diskussion in Potsdam habe eine Frau die Straße überquert und sei von einem Auto erfasst worden. Sie "flog dann quasi über dieses Fahrzeug weg" und sei "vor uns runtergekommen". Er habe als Arzt getan, was er konnte. Die Frau sei aber gestorben. "Und das erlebt man als Arzt auch, dass man also alles gibt, aber der Mensch stirbt", sagte er. "Und das gehört mit dazu."
Stiftung Warentest prüft Haartrockner - Föhn fängt Feuer
Ein Föhn für 13 Euro? Das ist mal ein "heißes" Schnäppchen: Die Stiftung Warentest hat sieben Online-Marktplätze für besonders günstige Haartrockner unter die Lupe genommen und dabei teils erhebliche Mängel festgestellt. Ein beim Versandhändler Wish bestellter Föhn ging in Flammen auf, als die Luftzufuhr blockiert war, eine Notabschaltung gab es nicht, wie die Warentester in Berlin mitteilen. Bei anderen Anbietern kamen Produkte erst gar nicht an oder waren schlechter, als im Internet beschrieben.
Die Produkttester schauten sich die Schnäppchen von Händlern wie Aliexpress, Temu, Wish, Ebay und Amazon Marketplace an und kommen zu einem ernüchternden Fazit: Die Stiftung Warentest empfiehlt keinen der Online-Shops "uneingeschränkt". Immerhin: Positiv fielen die meist eingehaltenen Lieferzeiten auf.
Ganz Mainz verhöhnt Jürgen Klopp
Der Wechsel in den Red Bull Konzern, wo er seit Januar 2025 als Global Head of Soccer tätig ist, wurde Jürgen Klopp von vielen Anhängern seiner ehemaligen Klubs 1. FSV Mainz 05, Borussia Dortmund und FC Liverpool sehr krumm genommen. Jetzt findet er sich als Reaktion auf sein Engagement bei dem Energydrink-Riesen auch in der Mainzer Fastnacht wieder.
Jürgen Klopp wird nämlich in Übergröße als Pappfigur auf einem der Motivwagen für den diesjährigen Rosenmontagsumzug dargestellt - Hohn und Spott für seine neue Aufgabe beim ungeliebten Red-Bull-Konzern inklusive. Der Wagen wurde am Dienstag offiziell vom Mainzer Carneval-Verein (MCV) vorgestellt.
Jürgen Klopp wird dabei breit grinsend mit einer Dose Red Bull "(Red Bapp") in der Hand haltend nachgebildet. Als Pappfigur sind der Trainerlegende außerdem Flügel bestehend aus Geldscheinen gewachsen, er trägt zudem eine Kappe mit dem Euro-Symbol. Er wird fallend von einem Sockel dargestellt, auf dem die Vereinslogos seiner bisherigen Stationen 1. FSV Mainz 05, Borussia Dortmund und FC Liverpool angebracht sind.
Mehr zum Klopp-Spott hier bei Kollegen von sport.de. Mehr Meldungen aus der Welt des Sports gibt es im Sport-Tag.
Mann täuscht Herzinfarkt vor, Komplize klaut Hundebabys
In wenigen Tagen werden die begehrten Oscars in den USA verliehen. Eine preisverdächtige Darbietung boten auch zwei Kriminelle in einem Geschäft im US-Bundesstaat Colorado. An der Kasse bricht plötzlich ein Mann zusammen. Doch der Herzinfarkt ist nur vorgetäuscht: Der Komplize des Mannes schlendert zu einem Tierkäfig und greift sich zwei Welpen. Mitarbeitende versuchen noch, den Dieb aufzuhalten, doch der kann entkommen - samt der teuren Bulldoggen-Babys.
Umfrage: Mehrheit der Deutschen sieht mögliches AfD-Verbot skeptisch
Die Mehrheit der Deutschen sieht ein mögliches AfD-Verbot einer Umfrage zufolge skeptisch. 41 Prozent der Befragten sprachen sich laut einer Blitzumfrage im Auftrag von RTL und ntv für ein AfD-Verbot aus, 52 Prozent waren dagegen. Auf die Frage, ob die AfD auch im Westen an Zuspruch dazugewinnen könnte, waren die Befragten gespalten. 44 Prozent glauben, dass es in einigen Jahren auch in Westdeutschland ähnliche Ergebnisse geben könnte wie kürzlich bei der Bundestagswahl im Osten. 49 Prozent der Befragten halten dies für unwahrscheinlich. Eine große Mehrheit von 69 Prozent der Befragten findet es der Umfrage zufolge richtig, dass alle anderen Parteien eine Koalition mit der AfD auf Bundesebene ausschließen. 28 Prozent der Befragten halten dies für falsch - insbesondere AfD-Anhänger sowie eine Mehrheit der BSW-Wähler.
Für die Blitzumfrage wurden 1015 Menschen in Deutschland befragt. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit plus/minus drei Prozentpunkte angegeben.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
heute fällt ganz offiziell der Startschuss für die fünfte Jahreszeit in den Karnevalshochburgen der Republik: Mit Weiberfastnacht oder Altweiberdonnerstag beginnt der Straßenkarneval. In vielen Städten stürmen Frauen die Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht. Was uns neben dem närrischen Treiben noch so an diesem Donnerstag bevorsteht:
Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen vielerorts für Stillstand: Gestreikt wird unter anderem an den Flughäfen in Hamburg und München. In Hamburg werden zudem voraussichtlich alle Fähren stillstehen, wie der städtische Fährlinienbetreiber Hadag mitteilt. Die Auswirkungen werden auch bei der Müllabfuhr, im Theater und in Behörden zu spüren sein.
Nach der Wahl ist vor der Wahl in Hamburg: Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl treffen sich die Spitzenkandidaten von SPD, Grünen und CDU zu einem weiteren Triell. Bei der Diskussionsrunde debattieren Peter Tschentscher von der SPD, Katharina Fegebank von den Grünen und Dennis Thering von der CDU ab 19.30 Uhr im NDR.
Im Ringen um eine weitere Unterstützung der Ukraine reist der britische Premierminister Keir Starmer als zweiter hochrangiger Europäer binnen weniger Tage ins Weiße Haus nach Washington.
Winterbilanz: Bei zuletzt zweistelligen Höchsttemperaturen blickt der Deutsche Wetterdienst heute auf den zu Ende gehenden Winter.
Die EU-Kommission berät sich in dieser Woche mit der Regierung Indiens über den Ausbau der Beziehungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist zu diesem Zweck zusammen mit den Kommissarinnen und Kommissaren aus den 27 EU-Ländern zu einem zweitägigen Besuch nach Neu-Delhi.
Ein afghanisches Paar soll den Lebenswandel ihrer Tochter als Gefahr für das Familienleben gesehen und sie deshalb getötet haben. Rund acht Monate nach dem Fund der Leiche der 15-Jährigen am Rhein bei Worms startet der Mordprozess gegen die Eltern.
Der traditionelle Wiener Opernball wird am Abend erstmals nach Richard Lugners Tod ohne den österreichischen Gesellschafts-Löwen über die Bühne gehen. Die Lücke, die er hinterlässt, will seine Familie mit einem leeren Stuhl symbolisieren.
Schauen Sie gern auch mal im Ukraine-Ticker sowie in unserem Sport-Tag und Börsen-Tag vorbei. Bei Fragen, Hinweisen und Kritik erreichen Sie mich am besten via Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de
Michelle Trachtenberg ist tot - Kollegen und Freunde trauern um "Buffy"-Star
Die Nachricht vom Tod von Michelle Trachtenberg hat viele Menschen sehr überrascht. Mit nur 39 Jahren ist der "Buffy"-Star gestorben. Die Polizei geht demnach nicht von Fremdverschulden aus. Der Sender ABC News berichtete, die Schauspielerin habe sich kürzlich einer Lebertransplantation unterzogen. Möglicherweise seien nun Komplikationen aufgetreten. Die Anteilnahme am Tod der bekannten Schauspielerin, die auch in "Gossip Girl" zu sehen war, ist groß. Alyson Hannigan, die in "Buffy" die Willow Rosenberg verkörperte, postete mehrere Fotos aus der Zeit mit Trachtenberg. "Ich bin zutiefst traurig über die Nachricht von Michelles Tod. Sie brachte eine liebevolle Energie ans Set von 'Buffy'. Meine Gedanken sind bei Michelles Familie und Freunden." Und auch Angel-Darsteller David Boreanaz reagierte mit einem Schwarz-Weiß-Bild der Schauspielerin in seiner Instagram-Story und schrieb "So unglaublich traurig. RIP und Gebete für sie und ihre Familie."
Kim Cattrall zollte ihr ebenfalls mit einem Post Tribut. "Ruhe in Frieden, süße Michelle", schrieb der "Sex and the City"-Star dazu. Sie hatte 2005 mit der verstorbenen Schauspielerin im Film "Die Eisprinzessin" gespielt.
Auch aus dem Cast von "Gossip Girl", in der Trachtenberg eine Bösewichtin spielte, meldeten sich ehemalige Kollegen zu Wort wie Ed Westwick. Der 37-Jährige, der den Chuck Bass in der Serie spielte, reagierte mit einem Foto der Schauspielerin in seiner Instagram-Story, zu dem er schrieb: "Ich bin so traurig über das Ableben von @michelletrachtenberg und sende Gebete". Auf dem Foto ist die Schauspielerin in ihrer Rolle der Georgina Sparks zu sehen. Zu einem gemeinsamen Bild mit der Verstorbenen schrieb Schauspielerin Blake Lively in einer Instagram-Story: "Der erste Tag, an dem ich Michelle getroffen habe." Die Aufnahme dürfte folglich um 2008 entstanden sein, als die erste Staffel der Teen-Dramaserie veröffentlicht wurde. Lively hatte den Part der Hauptfigur Serena van der Woodsen inne.
Auch aus ihrem Privatleben meldeten sich Trauernde wie ihr Ex-Freund Shawn Ashmore. Der Schauspieler postete ein Bild des Paares auf Instagram und schrieb: "Sie war eine unglaubliche Person und ich werde mich immer an die Jahre erinnern, die wir zusammen verbracht haben." Sie waren von 2004 bis 2006 zusammen.
Toter Sexualverbrecher: US-Regierung will Epstein-Akten freigeben
Jeffrey Epstein soll junge Mädchen und Frauen zur Prostitution gezwungen haben. Wer war bei diesen Sexpartys dabei? Darüber erhoffen sich viele Menschen Aufschluss beim Einblick in Akten zu dem Fall. US-Justizministerin Pam Bondi hat angekündigt, diese freigeben zu wollen. Das Material könne möglicherweise am Donnerstag öffentlich werden, sagte sie beim Sender Fox News. "Was man hoffentlich am Donnerstag sehen können wird, sind eine Menge Flugverbindungen, eine Menge Namen, eine Menge Informationen", sagte die Ministerin. Die Akten waren von einem Gericht freigegeben worden, wurden aber bisher unter Verschluss gehalten. Zuletzt war der Druck von Politikern beider Parteien in Washington gewachsen, das Material öffentlich zu machen.
Die Taten sollen unter anderem in Epsteins Anwesen in New York und auf einer Karibikinsel stattgefunden haben. Zu den Partys waren zahlreiche Prominente und wohlhabende Gäste geladen. Epstein selbst kam in Untersuchungshaft und starb dort 2019, noch bevor es zu einem Gerichtsurteil gegen ihn kam. Unter anderem dem britischen Prinzen Andrew, Bruder von König Charles III., wurden Kontakte zu Epstein vorgeworfen.