Der Tag
29. September 2026
imagemit Friederike Zörner
Zum Archiv
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 29. September 2026

Ist Philipp Amthor vor einem Mob in den sozialen Medien eingeknickt? Nach der Aufregung um den Strandkorb, den er auf eigene Kosten aus seiner (und meiner) Heimat Mecklenburg-Vorpommern ins Kanzleramt verfrachten ließ, soll das Stück deutsche Ostsee-Kulturgut wieder aus dem Berliner Regierungsviertel verschwinden. Mein Kollege Hubertus Volmer kritisiert in einem Kommentar den Vorgang. Schließlich zeuge das Einlenken Amthors vor dem medialen Shitstorm nicht gerade von politischem Stehvermögen. Und so richtig kann er die Aufregung um das "Symbol für den Urlaub der normalen Leute an der Ostsee" nicht so recht nachvollziehen - da bin ich ganz bei ihm.

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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Dienstag, der 29. September 2026
22:04 Uhr

Trump-Videos sorgen bei eigenen Republikanern für Kritik

Man werde "Kommunisten, Marxisten und Faschisten vertreiben": Wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen, die laut Umfragen einen herben Dämpfer für die Republikaner bedeuten könnten, haben mehrere von der Regierung finanzierte Videos mit Botschaften von Präsident Donald Trump für Aufregung gesorgt. Demokraten bezeichneten die Videos als Wahlwerbung, auch Politiker von Trumps Republikanern äußerten sich kritisch. Für Wahlwerbung dürfen in den USA keine Steuergelder verwendet werden.

Die Videos sind vor allem als Anti-Kommunismus-Botschaft inszeniert. Eins ähnelt einem Wahlwerbespot Trumps aus dem Jahr 2024. Trump spricht in dem Schwarz-Weiß-Video von der "letzten Schlacht". In einem weiteren singt ein Chor im Hintergrund wieder und wieder die Worte "Love me". Trumps Stimme ist zu hören: "Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein." Im Video ist eingeblendet: "finanziert von der US-Regierung". John Thune, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat, sagte laut der Zeitung "The Hill", Trumps Botschaft sollte nicht aus Steuergeldern finanziert werden. Ähnlich äußerte sich der Republikaner Mike Rounds: "Ich denke, sie müssen diese Strategie überdenken", sagte er. Das Weiße Haus erklärte laut dem Sender CNN, es handle sich bei den Videos "ganz eindeutig nicht um Wahlwerbung". Vielmehr handle es sich um Kampagnen zur Aufklärung der Öffentlichkeit. 

Trump-Videos sorgen bei eigenen Republikanern für Kritik
21:26 Uhr

Roller kollidiert mit Streifenwagen - Fahrer tot

Bei einer Trainingsfahrt der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn ist es in Hürth bei Köln zu einem tödlichen Verkehrsunfall mit einem Roller gekommen. Der Streifenwagen sei mit den Sondersignalen auf einer Straße am Ortseingang von Hürth gefahren, sagte ein Polizeisprecher. In einem Kreuzungsbereich sei dann ein Rollerfahrer von links gekommen und mit dem Streifenwagen kollidiert. Der Mann sei trotz Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort gestorben. In dem Polizeiauto hätten sich vier Personen befunden.

Roller kollidiert mit Streifenwagen - Fahrer tot
20:54 Uhr

Helmut Kohls langjähriger Chauffeur Eckhard Seeber ist tot

Eckhard "Ecki" Seeber war über viele Jahre der Chauffeur von Helmut Kohl - und war einer der engsten Vertrauten des langjährigen Kanzlers: Am Montag ist Seeber im Alter von 87 Jahren gestorben - einen Tag vor seinem 88. Geburtstag, wie seine Tochter in Ludwigshafen sagte.

Rund vier Jahrzehnte hatte Seeber den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten und späteren Bundeskanzler Kohl durch die Welt chauffiert - mehr als fünf Millionen Kilometer. Seeber hatte nach dem Tod von Kohl im Juni 2017 auch an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen. Der langjährige Chauffeur selbst soll seine Stelle einmal so beschrieben haben: "Der Chef macht die Politik, und ich fahre."

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Eckhard Seeber bei einer Trauerfeier für seinen verstorbenen Chef im Jahr 2017 - im Hintergrund Kohls Witwe Maike Kohl-Richter. (Foto: picture alliance / Thomas Frey/dpa)
Helmut Kohls langjähriger Chauffeur Eckhard Seeber ist tot
20:14 Uhr

Skandal um Ausschluss von Frauen: Eiffelturm-Chef tritt ab

Vor kurzem räumt die Betreibergesellschaft des Pariser Eiffelturms einen ungeheuerlichen Vorgang ein: Anfang September wurde auf Bitten einer hinduistischen Delegation während eines Besuchs der dritten Etage der Sehenswürdigkeit das dort eingesetzte weibliche Personal abgezogen. Die Empörung ist groß: Das Personal legte aus Protest einen Tag lang die Arbeit nieder, und der Eiffelturm blieb geschlossen. Politiker reagierten entsetzt. Nach dem Wirbel folgen nun weitere Konsequenzen: der Chef des Wahrzeichens, Patrick Branco Ruivo, räumt seinen Posten.

Dass die Mitarbeiterinnen am Tag des Besuchs der hinduistischen Delegation ausgeschlossen wurden, sei eine inakzeptable Situation gewesen, teilte die Betreibergesellschaft des Eiffelturms mit. Eine interne Untersuchung habe eine Reihe von Mängeln und Unregelmäßigkeiten bei der Organisation des Besuchs aufgedeckt. Nach dem Vorfall mit der religiösen Gruppe werde eine eigenständige Protokollabteilung eingeführt, und es würden neue Maßnahmen und Schulungen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern organisiert, hieß es weiter.

Skandal um Ausschluss von Frauen: Eiffelturm-Chef tritt ab
19:42 Uhr

Marokko wird erstmals von einer Frau regiert

In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, im Königspalast und beauftragte sie offiziell mit der Bildung der neuen Regierung. Bei der Parlamentswahl am Mittwoch vergangener Woche hatte El Mansouris Partei für Authentizität und Modernität (PAM) einen klaren Sieg eingefahren. 

Die zukünftige Regierung unter El Mansouri steht vor großen Herausforderungen: Hohe Lebenshaltungskosten und Jugendarbeitslosigkeit haben für große Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit gesorgt, vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Wahlbeteiligung war mit 38 Prozent so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. El Mansouri hatte im Wahlkampf angekündigt, den jungen Leuten in Marokko "wieder Hoffnung zu geben".

Marokko wird erstmals von einer Frau regiert
19:06 Uhr

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen

Party mit Folgen: Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zu Hause aus arbeiten.

Die AfD mietet für ihre Bundesgeschäftsstelle seit 2022 ein Gebäude im Stadtteil Wittenau an. Der Vermieter kündigte den Vertrag mit der Partei jedoch, nachdem diese nach der Bundestagswahl 2025 im Februar eine Wahlparty im Innenhof des Gebäudes gefeiert hatte. Nach Auffassung der klagenden Immobiliengesellschaft waren die Hofflächen und die Außenfassade des Gebäudes nicht vom Mietvertrag erfasst. Da die Partei den Auszug verweigerte, reichte der Vermieter eine Räumungsklage ein. Das Berliner Landgericht entschied dann im September 2025, dass die AfD ihre Bundesgeschäftsstelle räumen muss - größtenteils bis Ende September und vollständig bis zum Jahresende 2026.

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen
18:24 Uhr

Trumps "Superintelligenz" sorgt für Ansturm auf Domainnamen eines europäischen Landes

"Mal sehen, ob ich Macht habe", sagte Donald Trump bei der UN-Vollversammlung. In unnachahmlicher Manier gab der US-Präsident vor, dass künstliche Intelligenz fortan "Superintelligenz" heißen sollte. Einfach weil Ersteres "falsch" klinge und Letzteres "viel akkurater" sei. SI statt KI also. Die US-Regierung werde künftig den neuen Begriff und die neue Abkürzung nutzen, kündigte Trump an und bewies sogleich, dass er natürlich viel Macht besitzt. Denn nach seiner Ankündigung gibt es einen regelrechten Ansturm auf slowenische Internet-Domainnamen.

Seit Trumps Rede vor einer Woche seien die Anträge auf Domainnamen mit der Endung .si für Slovenia stark gestiegen, sagte Klara Herman von der Behörde Register.si, die die Vergabe slowenischer Domainnamen verwaltet. Demnach gingen bei der slowenischen Behörde pro Tag rund 3700 neue Domain-Registrierungen ein - gegenüber rund 3500 im gesamten Monat August. In einer auf ihrer Website veröffentlichten Erklärung empfahl die Behörde "den Inhabern von Markenzeichen, Slogans, Unternehmensnamen und anderen", die bisher noch kein .si-Domain haben, sich "so schnell wie möglich" ihren Domainnamen zu sichern.

Trumps "Superintelligenz" sorgt für Ansturm auf Domainnamen eines europäischen Landes
17:54 Uhr

Nach heftigem Streit: Nachfolger des jüngsten Königs der Welt gekrönt

Der Tod des nur 34 Jahre alten Königs von Tooro, Oyo Nyimba Kabamba Iguru, löst vor einigen Wochen große Bestürzung in Ostafrika aus. Der einst als jüngster König der Welt gefeierte Monarch war an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Jetzt steht sein Nachfolger fest: Edward Rukidi Nyabongo, der den meisten Menschen in Uganda bisher als Nachrichtensprecher bekannt war. Zu dessen Krönung kam nun auch der ugandische Präsident Yoweri Museveni. Tooro ist eines der insgesamt fünf kulturellen Königreiche in dem Land. Die Könige spielen keine politische Rolle, sind aber wichtig für Kultur und Tradition in ihren Königreichen.

Nach dem Tod von König Oyo hatte es heftigen Streit innerhalb des königlichen Clans um die Nachfolge gegeben. Vertreter des Babiito-Clans hatten Nyabongo als neuen Monarchen benannt, während die Mutter des toten Königs darauf verwies, dass König Oyo in seinem Testament seinen Sohn als Nachfolger gewünscht habe. Oyo war offiziell nicht verheiratet gewesen. Nach Angaben von Oyos Mutter lebt das Kind in den USA und ist wegen der Thronfolge-Kontroverse nicht mit der Großmutter und den Tanten zur Beerdigung nach Uganda geflogen.

Nach heftigem Streit: Nachfolger des jüngsten Königs der Welt gekrönt
17:19 Uhr

Frachtschiff voller Mercedes-Sprinter steckt im Rhein fest

Die historisch niedrigen Pegelstände auf Deutschlands Wasserstraßen wirken sich noch immer vielerorts auf den Güterverkehr aus. Seit nunmehr zwei Tagen steckt ein mit Fahrzeugen beladenes Frachtschiff in einem Hafenbecken in Düsseldorf fest. Alle Versuche des Kapitäns, den Frachter freizubekommen, sind bislang gescheitert. Jetzt hoffen die Einsatzkräfte auf einen steigenden Pegel. 

Frachtschiff voller Mercedes-Sprinter steckt im Rhein fest
16:34 Uhr

Deutsche Staatsanwältin stirbt im Urlaub in Istanbul

Schon wieder eine Tote aus Hamburg, schon wieder Istanbul: Eine Urlauberin ist nach Beschwerden über tagelange Übelkeit im Krankenhaus gestorben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden Ermittlungen eingeleitet, nachdem ein Arzt den Tod der Frau als verdächtig eingestuft hatte. Die in Hamburg als Staatsanwältin tätige Urlauberin reiste Anadolu zufolge Mitte September mit ihrem Mann nach Istanbul. Dort bezogen sie eine Wohnung im Randbezirk Silivri auf der europäischen Seite der Stadt. Nachdem die Frau vier Tage lang unter Erbrechen gelitten hatte, suchte sie am 13. September die örtliche Notaufnahme auf. Dort verschlechterte sich ihr Zustand plötzlich, trotz aller Bemühungen des medizinischen Personals starb sie kurz darauf. Die Ermittlungen zur Feststellung der genauen Todesursache dauern an.

Der Fall weckt Erinnerungen an den Tod von vier Mitgliedern einer Familie, die im vergangenen Jahr ebenfalls aus Hamburg nach Istanbul gereist und an einer Pestizidvergiftung gestorben war. Die Eltern mit den beiden Kleinkindern klagten ebenfalls zunächst über starkes Erbrechen, in kurzen Abständen starben alle vier Familienmitglieder. Ein medizinisches Gutachten wies später eine Vergiftung mit Pestiziden nach, die zur Schädlingsbekämpfung im Hotel eingesetzt worden waren.

Deutsche Staatsanwältin stirbt im Urlaub in Istanbul
16:04 Uhr

71-Jähriger nach vier Jahrzehnten im Todestrakt freigelassen

Es ist ein Unrecht, das erst nach mehr als vier Jahrzehnten nach und nach ausgeräumt wird. Ein wegen Mordes verurteilter 71-Jähriger ist in den USA aus dem Gefängnis freigekommen. "Der Staat hat ihm 41 Jahre seines Lebens genommen und ihn dem Grauen unterworfen, mehr als 40 Jahre im Todestrakt zu sein, aber heute Abend ist er endlich zu Hause", erklärte der Anwalt von Douglas Carter, Neal Hamilton. Ein Richter hatte am Montag Carters Freilassung auf Kaution angeordnet, nachdem neue Untersuchungen ergeben hatten, dass seine DNA nicht mit den in dem Mordfall gesicherten Spuren übereinstimmt.

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Douglas Carter ist endlich auf freiem Fuß. (Foto: AP Photo/George Frey)
  • Carter war 1985 wegen des Vorwurfs zum Tode verurteilt worden, die Tante des damaligen Polizeichefs von Provo im Bundesstaat Utah ermordet zu haben. In einem Berufungsprozess wurde er 1992 ein weiteres Mal zum Tode verurteilt.

  • Carter selbst beteuerte seine Unschuld und sagte aus, sein schriftliches Geständnis habe er unter Zwang abgelegt. Seinen Verteidigern zufolge weisen Beweisstücke und Zeugenaussagen zudem darauf hin, dass die Frau von einem Weißen ermordet wurde, während Carter schwarz ist.

  • Carters Verurteilung fußte auf seinem schriftlichen Geständnis und den Aussagen zweier Zeugen. Diese sagten Jahre später aus, sie seien aufgefordert worden, im Prozess zu lügen.

  • Der Oberste Gerichtshof von Utah ordnete im vergangenen Jahr eine Neuverhandlung in dem Fall an und sprach von "schwerem Fehlverhalten" der Ermittler. Dennoch wurde Carter erst jetzt auf freien Fuß gesetzt, während er auf seinen neuen Prozess wartet.

71-Jähriger nach vier Jahrzehnten im Todestrakt freigelassen
15:25 Uhr

US Navy versenkt eigenes Kriegsschiff mit Rakete und Torpedo

Ein Torpedo eines US-U-Boots hat im Nordatlantik die ausgemusterte USS Klakring versenkt. Zuvor hatte ein Zerstörer die frühere Fregatte mit einer Lenkrakete getroffen. Das Manöver war Teil der Übung "Atlantic Thunder 2026".

US Navy versenkt eigenes Kriegsschiff mit Rakete und Torpedo
14:46 Uhr

Berliner Linke geht rechtlich gegen Politikerinnen vor

Die Berliner Linke geht rechtlich gegen Politikerinnen vor, die der Partei via Social Media Antisemitismus und Nähe zu kriminellen Clans vorgeworfen haben. Nach Angaben eines Parteisprechers schickte ein Anwalt sogenannte Unterlassungsverpflichtungserklärungen an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke. Beide CDU-Politikerinnen sollen sich verpflichten, bestimmte Äußerungen auf offiziellen Regierungskanälen nicht zu wiederholen. Falls das nicht geschieht, behält sich die Partei demnach weitere rechtliche Schritte vor. Zuletzt hatte die Berliner Linke bereits Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wegen Äußerungen in der TV-Talkshow gestellt.

Stein des Anstoßes ist diesmal ein auf Instagram veröffentlichtes Video von Reiches Ministerium, in dem die Politikerin die Berliner Linke auf einer Konferenz als Partei beschreibt, "die Antisemitismus offen lebt, die den Juden in dieser Stadt Angst macht, jüdisches Leben bekämpft, die die organisierte Kriminalität fröhlich auf Wahlpartys begrüßt". Das sei gefährlich für die Hauptstadt und für den Investitionsstandort Deutschland, so die Ministerin. Finke wiederum äußerte bei Instagram vor wenigen Tagen mit Blick auf die Linke in Berlin: "Wer Verbindungen zu Clan-Strukturen hat, wer Judenhass in den eigenen Reihen duldet, wer ein gestörtes Verhältnis zu unseren Sicherheitsbehörden hat, darf niemals Verantwortung für die Sicherheit übernehmen."

Berliner Linke geht rechtlich gegen Politikerinnen vor
14:37 Uhr

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Der AfD-Politiker Ulrich Siegmund will sich nach seinem Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Dezember als Ministerpräsident zur Wahl stellen. Das kündigte er in Magdeburg nach einer Fraktionssitzung an.

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl
14:23 Uhr

Attacke in der Slowakei: Achtklässler sticht auf Lehrerinnen und Mitschüler ein

Ein Schüler hat an einer Schule in der Slowakei eine Frau mit einem scharfen Gegenstand getötet und zwei weitere Menschen schwer verletzt. Die Verletzten wurden nach dem Angriff in einer Schule in Staskov im Nordwesten des Landes ins Krankenhaus gebracht, wie eine Sprecherin des Rettungsdienstes sagte. Laut slowakischen Medienberichten handelt es sich bei dem Angreifer um einen Achtklässler. Bei den Opfern handelt es sich demnach um zwei Lehrerinnen und ein Schulkind.

Eine 61-Jährige erlag nach Angaben des Rettungsdienstes ihren Verletzungen. Eine 44-jährige Frau wurde den Angaben zufolge mit einer Stichverletzung in der Brust ins Krankenhaus gebracht. Auch das Kind wurde demnach schwer verletzt. Die Polizei erklärte, die Lage sei mittlerweile "unter Kontrolle". Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico sprach von einem "tragischen Vorfall" und sprach den Hinterbliebenen der Toten sein Beileid aus.

Attacke in der Slowakei: Achtklässler sticht auf Lehrerinnen und Mitschüler ein
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine geschätzte Kollegin Nilofar Breuer hat sich in den sonnigen Feierabend verabschiedet und mir das Zepter für den "Tag" übergeben. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
14:05 Uhr

RTL/ntv-Trendbarometer: CDU/CSU fallen unter 20 Prozent, SPD macht Sprung nach vorn

Im ersten vollständig nach den Landtagswahlen erhobenen RTL/ntv-Trendbarometer gibt es reichlich Bewegung. CDU und CSU verlieren abermals einen Prozentpunkt und fallen auf ein Rekordtief. Die SPD hingegen steht mit einem Plus von zwei Punkten so gut da wie zuletzt vor einem halben Jahr. Würde am kommenden Sonntag gewählt, gingen die Parteien nach den von Forsa erhobenen Zahlen mit folgenden Zustimmungswerten in die Abstimmung: Die AfD liegt bei 26 Prozent, so wenig wie zuletzt in der dritten Juli-Woche. Ihr folgen auf Platz zwei CDU und CSU mit nunmehr nur noch 19 Prozent. Einen so schwachen Wert hatte die Union bisher nur einmal im RTL/ntv-Trendbarometer: kurz vor der Bundestagswahl, Anfang September 2021. Die SPD, die seit dem Frühjahr bei 12 Prozent stagnierte, liegt nun - erstmals seit März - bei 14 Prozent. Bündnis90/Die Grünen kommen auf 16 Prozent - zwei Prozentpunkte weniger als noch Mitte September. Mit unverändert 12 Prozent bleibt auch die Linke für ihre Verhältnisse stark. Die FDP bleibt bei 4 Prozent, das BSW bei 3 Prozent

RTL/ntv-Trendbarometer: CDU/CSU fallen unter 20 Prozent, SPD macht Sprung nach vorn
13:51 Uhr

Gedenkort nach CSD-Anschlag in Berlin erneut beschädigt

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum dritten Mal beschädigt worden. Unbekannte demolierten mehrere Holzlatten der Sitzfläche und brachen mindestens ein Teilstück einer Latte vollständig ab, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes des Berliner Landeskriminalamts liefen.

Einsatzkräfte entdeckten die neuen Schäden demnach in der Nacht zum Dienstag. Die Bank war bereits Anfang September erstmals von Unbekannten zerstört worden. Mehrere Holzlatten wurden damals laut früheren Polizeiangaben mit Gewalt abgebrochen. Nach ihrem Wiederaufbau steht die Bank seit dem 14. September wieder an ihrem ursprünglichen Gedenkort. In der vergangenen Woche demontierten Unbekannte dann eine der Holzlatten der bunten Bank, zwei weitere Holzlatten wiesen ebenfalls Beschädigungen auf.

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Nach der zweiten Beschädigung der als Gedenkort aufgestellten Regenbogenbank im Berliner Tiergarten zeigte die Polizei Präsenz - die Vandalen schreckte das aber offenbar nicht ab. (Foto: picture alliance/Caro Kadatz)
Gedenkort nach CSD-Anschlag in Berlin erneut beschädigt
13:14 Uhr

Gericht: Kein Referendariat nach rechtsextremer Vergangenheit

Kann einem Bewerber mit extremistischer Vergangenheit der Karriereweg in der Justiz verwehrt werden, auch wenn die Aktivitäten jahrelang zurückliegen? In Sachsen-Anhalt hat das Oberverwaltungsgericht entschieden, dass ein vorläufiger Ausschluss vom juristischen Vorbereitungsdienst bei begründeten Zweifeln an der Verfassungstreue möglich ist. Der Vorbereitungsdienst, auch Referendariat genannt, ist eine praktische Ausbildungsphase nach dem ersten Staatsexamen. Dabei werden Stationen bei Gerichten, Staatsanwaltschaften, Anwaltskanzleien und der Verwaltung durchlaufen. Die Phase endet mit dem zweiten Staatsexamen, das zur Tätigkeit als Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt befähigt.

Im konkreten Fall ging es um einen Mann, der bereits im Jahr 2017 aus der Bundeswehr entlassen worden ist, weil er etwa an einem Treffen ehemaliger SS-Offiziere in Estland sowie an Veranstaltungen einer rechtsextremistischen Organisation teilgenommen haben soll. Er soll sich zudem antisemitisch und rassistisch geäußert haben, heißt es in dem Beschluss. Weiterhin sei er Funktionär einer Bestrebung gewesen, die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft worden ist - gemeint ist die ehemalige AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative.

Gericht: Kein Referendariat nach rechtsextremer Vergangenheit
12:31 Uhr

Trump schläft fast ein, aber lästert über "Sleepy Joe"

Bei der Ankündigung eines milliardenschweren Stahlwerks wirkt US-Präsident Donald Trump geradezu schläfrig. Während andere Redner in Washington sprechen, scheinen ihm die Augen zuzufallen, er spricht stockend und undeutlich. Lästereien über seinen Vorgänger, den "schläfrigen Joe" Biden, lässt er sich dennoch nicht nehmen.

Trump schläft fast ein, aber lästert über "Sleepy Joe"
12:01 Uhr

Weniger Kinder, weniger Kitas: Nicht nur Demografie bremst die Betreuung 

Nach dem jüngsten Pisa-Schock sorgen neue Zahlen aus dem Bildungsbereich in Deutschland für ernüchternde Nachrichten. Die Zahl der unter Dreijährigen in der Kindertagesbetreuung sank zum Stichtag 1. März 2026 zum Vorjahr um rund 44.600 oder 5,6 Prozent auf insgesamt 756.700 Kinder, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der dritte Rückgang in Folge. Seit dem Höchststand 2023 fiel die Zahl um insgesamt 99.900 Kinder oder 11,7 Prozent. "Diese Entwicklung hängt mit den sinkenden Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren und der damit rückläufigen Zahl unter dreijähriger Kinder zusammen", erklärte das Amt.

Zudem sank allerdings auch die Betreuungsquote binnen Jahresfrist von 37,8 auf 37,2 Prozent. "Der Rückgang der Betreuungsquote von unter Dreijährigen lässt sich nicht allein mit dem demografischen Wandel erklären", betonte Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. "Statt des von der Politik oft postulierten Ausbaus von Kinderbetreuung für unter Dreijährige erleben wir also einen Rückgang."

Weniger Kinder, weniger Kitas: Nicht nur Demografie bremst die Betreuung 
11:23 Uhr

Ex-RBB-Intendantin Schlesinger soll vor Gericht kommen

Im Sommer 2022 erschüttert der RBB-Skandal den öffentlich-rechtlichen ARD-Sender. Der Fall beschäftigt auch die Justiz. Nun soll die frühere Intendantin des RBB, Patricia Schlesinger, vor Gericht kommen. Das Landgericht Berlin hat eine Anklage der Generalstaatsanwaltschaft wegen Untreue zugelassen. Der Prozess soll nach Angaben einer Gerichtssprecherin am 10. November beginnen. Das Gericht hat demnach zunächst insgesamt 56 Prozesstage bis Ende Juni 2027 eingeplant.

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hatte nach langen Ermittlungen im vergangenen Dezember Anklage gegen die frühere Intendantin sowie drei weitere ehemalige leitende Mitarbeiter erhoben. Die Behörde wirft ihnen unter anderem Untreue vor. Schlesinger weist die Vorwürfe zurück. "Frau Schlesinger hat alle ihre Entscheidungen als Intendantin ausschließlich an den Interessen des RBB ausgerichtet. Wir werden die Vorwürfe vollumfänglich entkräften", teilte ihr Anwalt Oliver Sahan anlässlich der Gerichtsentscheidung mit.

Ex-RBB-Intendantin Schlesinger soll vor Gericht kommen
10:55 Uhr

Europaweite Razzia wegen Millionenbetrugs mit Mogel-Handys

Wegen des Verdachts auf millionenfachen Betrug mit online verkauften Handys führen Fahnder eine europaweit angelegte Razzia mit rund 160 Durchsuchungen in 19 Ländern durch, auch in Deutschland. Verbraucherinnen und Verbrauchern in der EU entstand schätzungsweise ein Schaden von mindestens 300 Millionen Euro, wie die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) in Luxemburg mitteilte. Es handelt sich demnach um mindestens eine Million verkaufte Handys.

Den Betroffenen seien aus gebrauchten Teilen zusammengesetzte Geräte über das Internet als Neuware verkauft worden. Der Schaden entspricht dem Unterschied zwischen dem gezahlten Preis und dem Wert der Handys.

Europaweite Razzia wegen Millionenbetrugs mit Mogel-Handys
10:22 Uhr

Beinahe-Flugzeugunglück in München: Bremsen beim Start betätigt

Beim Beinahe-Unglück eines Vietnam-Airlines-Flugzeugs in München wurden einer Untersuchung zufolge beim Startvorgang die Bremsen betätigt. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor. Die mit fast 290 Menschen besetzte Boeing 787-9 war Mitte August am Münchner Flughafen über die Startbahn hinausgeschossen und konnte gerade noch abheben. Menschen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

Wieso während des Starts die Bremsen betätigt wurden, ist der Untersuchung zufolge noch unklar. In dem Zwischenbericht gehe es um eine reine Sachverhaltsdarstellung, erläuterte ein BFU-Sprecher. Eine Bewertung und Analyse der Unfallursache gebe es erst im Abschlussbericht, der voraussichtlich etwa ein Jahr nach dem Unfall vorliegen werde.

Beinahe-Flugzeugunglück in München: Bremsen beim Start betätigt
09:50 Uhr

Seoul: Explosion nordkoreanischer Mine ist "Verletzung des Waffenstillstands"

Die Explosion einer nordkoreanischen Landmine im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea in der vergangenen Woche stellt der Regierung in Seoul zufolge einen Verstoß gegen das Waffenstillstandsabkommen dar. "Dies ist eine klare Verletzung des Waffenstillstandsabkommens, und nachdem Nordkorea die Verantwortung trägt, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen", sagte Südkoreas Verteidigungsminister Kang Shin Chul vor dem Parlament in Seoul. Bei dem Vorfall waren drei südkoreanische Offiziere schwer verletzt worden, einer verlor seinen Fuß.

Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand. Beide Länder trennt die etwa vier Kilometer breite Entmilitarisierte Zone. In der Mitte dieses von Minen durchsetzten Streifens verläuft die Demarkationslinie.

Seoul: Explosion nordkoreanischer Mine ist "Verletzung des Waffenstillstands"
09:19 Uhr

Trump empfängt Chefs von Tech-Konzernen im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, empfangen heute die Chefs der großen US-Tech-Konzerne für Gespräche über die mögliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz im Weißen Haus. CNN berichtete, dass Mark Zuckerberg von Meta, Sundar Pichai von Google und OpenAI-Vize Greg Brockman geladen seien. Auch Dario Amodei von Anthropic und Jensen Huang von Nvidia werden wohl erwartet. Elon Musk hält sich am Dienstag ebenfalls in Washington auf.

Johnson sagte dem Sender Fox Business, dass die Überwachung von KI-Systemen auf der Agenda stehe. Präsident Trump hat allerdings bislang jegliche Regulierung der Tech-Konzerne abgelehnt. Er sei gegen "strenge Grenzen" oder ein "Moratorium" für die KI-Entwicklung, so Johnson. Er befürworte jedoch "ein bisschen Regulierung". Es gehe darum, "das richtige Gleichgewicht" zwischen Innovation und Aufsicht zu finden.

Trump empfängt Chefs von Tech-Konzernen im Weißen Haus
08:45 Uhr

OpenAI entschuldigt sich nach KI-Vorfall in Australien

OpenAI hat sich nach dem Zugriff eines seiner KI-Programme auf australische Regierungswebsites entschuldigt. "Es tut uns leid, und wir arbeiten daran, es in Zukunft besser zu machen", erklärte OpenAI in einem Blogeintrag. Das Unternehmen werde darlegen, "was wir wissen, was wir geändert haben und was wir unternehmen werden, um das Vertrauen der australischen Bevölkerung wiederherzustellen".

Ein KI-Programm von OpenAI hatte eine Website der australischen Regierung gehackt. Der auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Agent griff nach Angaben von Australiens Premierminister Anthony Albanese auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu.

OpenAI entschuldigt sich nach KI-Vorfall in Australien
08:11 Uhr

Drittes Kind von Brad Pitt legt Namen des Vaters ab

Schon zwei seiner gemeinsamen Kinder mit Angelina Jolie verzichteten offiziell auf Brad Pitts Nachnamen. Nun hat auch seine älteste Tochter Zahara den Schritt vollzogen und "Pitt" aus ihrem Namen streichen lassen. Ein Richter gab Zaharas Antrag auf Namensänderung statt, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichteten. Die 21-Jährige heißt nun rechtlich Zahara Marley Jolie statt Zahara Marley Jolie-Pitt.

Zahara folgt damit ihren beiden Geschwistern Maddox und Shiloh, die sich bereits vor ihr durch eine Namensänderung vom Vater distanzierten. Maddox' entsprechender Antrag wurde zwei Wochen zuvor von einem Richter bewilligt. Shiloh änderte ihren Namen bereits rechtlich im Jahr 2024. Auch ein Antrag der jüngsten Tochter Vivienne läuft Medienberichten zufolge derzeit, ihre Anhörung ist dem "People"-Magazin zufolge für Anfang November angesetzt.

Drittes Kind von Brad Pitt legt Namen des Vaters ab
07:36 Uhr

Gewaltsame Proteste an Frankreichs Schulen eskalieren

Fehlende Lehrkräfte, überfüllte Klassen: In Frankreich demonstrieren Schülerinnen und Schüler laut Medienberichten gegen die schlechten Zustände an Schulen. Nun sind die Proteste eskaliert: In mehreren Städten sind Dutzende Menschen verletzt und mindestens 164 festgenommen worden. Betroffen von den Aktionen seien etwa 180 Einrichtungen gewesen. Für den heutigen Dienstag wird erwartet, dass die Proteste weitergehen. Dann steht in Frankreich auch ein nationaler Streiktag im öffentlichen Dienst an. Begonnen hatten die Proteste bereits am Freitag.

Nach einer vorläufigen Bilanz des Innenministers wurden am Montag zwölf Sicherheitskräfte verletzt. Unter Berufung auf den Bildungsminister teilte er zudem mit, dass es acht Verletzte bei Lehrpersonal - darunter drei Schulleiter - sowie ein Dutzend verletzte Schüler gegeben habe. Innenminister Nuñez sagte: "Das waren keine Forderungen, es war wirklich oft Gewalt in Reinform." Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, um dem Verdacht auf mögliche Gewalt vonseiten der Beamten nachzugehen.

Gewaltsame Proteste an Frankreichs Schulen eskalieren
07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

50 Minuten Audienz beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind für einen deutschen Ministerpräsidenten eine absolute Ausnahme. Kein Wunder, dass sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seinem Besuch in Ankara einerseits über den Coup freut, als er vor die Kameras tritt. Andererseits heizt dies erneut Spekulationen an, ob Erdogan ihm diese Aufmerksamkeit vielleicht nur deshalb gewährte, weil er ihn als baldigen Nachfolger von Kanzler Friedrich Merz ansieht - was Wüst stets dementiert. In jedem Fall setzt der CDU-Politiker heute seine politischen Gespräche in der Türkei fort. Anlass der Reise ist der 65. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. 

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Der nordrhein-westfälische Regierungschef Wüst zu Besuch bei Erdogan in der Türkei. (Foto: picture alliance/Anadolu | TUR Presidency/Mustafa Kamaci)

Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:

  • Der britische Premierminister Andy Burnham hält heute eine mit Spannung erwartete Rede beim Labour-Parteitag in Liverpool. Die Rede gilt als erste größere Bewährungsprobe für ihn.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt in Berlin den Staatspräsidenten Kasachstans Kassym-Schomart Tokajew mit militärischen Ehren. Auch eine gemeinsame Pressekonferenz von Tokajew und Kanzler Merz ist geplant.

  • Merz überreicht heute außerdem den Deutschen Schulpreis.

  • In Berlin trifft sich der Rat für Nachhaltige Entwicklung zu seiner Jahreskonferenz unter dem Motto "Zukunft gewinnen", auch hier ist der Kanzler dabei.

  • Außenminister Johann Wadephul setzt seine mehrtägige Reise in der Slowakei fort. In Bratislava will sich der CDU-Politiker unter anderem mit Ministerpräsident Robert Fico und Außenminister Juraj Blanar beraten.

  • Im Prozess um Rabatte auf der App des Lebensmittelhändlers Lidl soll am Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel eine Entscheidung fallen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband sieht in den Rabatt-Apps eine Diskriminierung.

  • In Hamburg wird der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung fortgesetzt.

Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:03 Uhr

Frau soll in US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden

Es wäre das erste Mal seit 200 Jahren: Im US-Bundesstaat Tennessee soll am morgigen Mittwoch eine Frau hingerichtet werden. Die 50-jährige Insassin wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt. Die Täterin war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt.

1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center ist die 50-Jährige die Einzige der drei, die zum Tode verurteilt wurde. Ihr damaliger Freund war zum Zeitpunkt der Tat 17, er wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Die Verurteilte ist nach Angaben der offiziellen Webseite der Regierung von Tennessee die einzige Frau, die derzeit im Todestrakt des US-Bundesstaates eine Strafe verbüßt.

Frau soll in US-Bundesstaat Tennessee hingerichtet werden
06:31 Uhr

Jetski-Fahrer rast durch überflutete Straßen Bangkoks

Bangkok kämpft mit den Folgen der Flut: In der thailändischen Hauptstadt stehen nach massiven Regenfällen ganze Straßenzüge unter Wasser. Etwa 700.000 Menschen sind betroffen. Ein Mann nutzt die Gelegenheit und wagt eine rasante Fahrt mit dem Jetski. Auf der New Phetchaburi Road beschleunigt er und lässt das Wasser in alle Richtungen spritzen. Für die Beamten ist das ein klarer Fall von Ordnungsstörung.

Jetski-Fahrer rast durch überflutete Straßen Bangkoks
05:57 Uhr

Streit um "Chatkontrolle" - Deutschland stellt sich gegen Kompromiss-Idee

Im EU-Streit um die sogenannte freiwillige Chatkontrolle durch Messengerdienste für den Kampf gegen Kinderpornografie spricht sich die Bundesregierung gegen zusätzliche nationale Genehmigungen aus. In den laufenden Verhandlungen stellt sich Deutschland damit gegen einen Kompromissvorschlag, wie aus einem internen Positionspapier hervorgeht.

Der Vorschlag sieht vor, dass Messengerdienste für die Suche nach etwa Bildern oder Videos von Kindesmissbrauch in privater Kommunikation einen Suchplan bräuchten. Dieser müsste von einer nationalen Justizbehörde oder unabhängigen Verwaltungsbehörde geprüft werden. Eine solche behördliche Genehmigung ist für die bisherige Praxis nicht nötig, wäre also eine zusätzliche Auflage für die Unternehmen.

Streit um "Chatkontrolle" - Deutschland stellt sich gegen Kompromiss-Idee