"Ich habe nichts angeboten"Trump dementiert Zugeständnisse an den Iran

Ein brisanter Medienbericht ruft den US-Präsidenten auf den Plan. Laut "Axios" soll Trump den Mullahs ihre eingefrorenen Milliarden und ein Ende der Sanktionen versprochen haben, damit der Iran-Krieg endet. Das weist der Republikaner brüsk zurück.
US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach er dem Iran eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte angeboten habe. Das Nachrichtenportal "Axios" habe "gerade einen Bericht veröffentlicht, wonach 'Trump' dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder angeboten hat", schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Das ist unwahr. Ich habe ihnen nichts angeboten."
Trump bezeichnete den Bericht als "Schwindel". Er forderte das Nachrichtenportal auf, ihn zurückzuziehen. "Axios" berief sich bei seinem Bericht auf ungenannte US-Regierungsvertreter. Demnach ist Trump "bereit, dem Iran Lockerungen bei den Sanktionen zu gewähren und eingefrorene iranische Gelder freizugeben - im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran hinsichtlich seines Atomprogramms".
Das US-Portal hatte zuvor berichtet, dass indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington unter katarischer Vermittlung bereits am Montag wieder aufgenommen werden könnten. Vertreter der USA und des Iran waren bereits in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengekommen. Trump hatte zuvor "Axios" gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte.
Teheran: Wir planen keine neuen Gespräche
Die strategisch wichtige Meerenge, über die vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Gaslieferungen lief, steht im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte. Seitdem beansprucht der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus, Washington verhängte im Gegenzug eine Blockade gegen iranische Häfen.
Der Iran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche mit den USA über eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Meerenge. "Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran wurden der amerikanischen Seite am vergangenen Dienstag klar und ausdrücklich über einen katarischen Vermittler übermittelt", berichtete die Agentur Irna. Die iranische Delegation werde am Dienstag nach Teheran zurückkehren. Das Thema ist in den USA hochpolitisch, wo der Preisanstieg an den Tankstellen bei den Republikanern Befürchtung weckt, bei den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November abgestraft zu werden.