Der Tag
3. März 2026
imageHeute mit Anne Renzenbrink
Zum Archiv
07:45 Uhr

Asylanträge in der EU sinken 2025 um 19 Prozent

Die Asylanträge in der EU sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 19 Prozent gesunken. Das geht aus einem Bericht der EU-Asylbehörde EUAA hervor. Demnach gingen bis Ende Dezember 2025 rund 822.000 Asylanträge bei den EU-Ländern, der Schweiz und Norwegen ein, rund 163.000 davon wurden in Deutschland gestellt.

Damit ist die Bundesrepublik nach wie vor das Land mit den meisten Asylanträgen. Allerdings sank die Zahl um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Frankreich blieb die Zahl der Asylanträge mit 152.000 ungefähr gleich. In Spanien gingen mit 143.000 rund 15 Prozent weniger Anträge ein, in Italien (134.000) und Griechenland (62.000) waren es rund 16 Prozent weniger. Zusammen wurden in diesen fünf Ländern nach Angaben der EUAA 80 Prozent aller Asylanträge gestellt. Mit dem Rückgang setzt sich der Trend der vergangen drei Jahre fort. Grund dafür sind laut EUAA weniger Asylanträge aus Syrien, Bangladesch und der Türkei. Trotz des allgemeinen Rückgangs stieg die Zahl der Asylanträge aus Afghanistan und Venezuela.

Asylanträge in der EU sinken 2025 um 19 Prozent
07:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute trifft Bundeskanzler Friedrich Merz US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Besuch war schon länger geplant und fällt nun mit dem Krieg im Nahen Osten zusammen, der das Treffen dominieren dürfte. Unterdessen macht Außenminister Wadephul manchen der in der Region gestrandeten deutschen Urlaubern Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. "Ich bin guter Dinge, dass das nach und nach gelingt", sagte er im ZDF-"heute journal". Man sei in engem Kontakt mit den Reiseveranstaltern. Das Auswärtige Amt bereitet derzeit die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor.

Diese Themen haben wir außerdem im Blick:

  • Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, legt heute seinen ersten Jahresbericht im neuen Amt vor. Mit Interesse wird erwartet, wie er den Zustand der Streitkräfte bewertet und welche Mängel ihm aus der Truppe gemeldet werden.

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zweifelt an der Stoßkraft der zu erwartenden Frühjahrsoffensive der russischen Armee. Klar sei, dass Russland weiterhin den Osten der Ukraine sowie im Süden die Städte Saporischschja und Dnipro besetzen wolle, sagte Selenskyj in Kiew. Doch nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus.

  • Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht um 11.00 Uhr eine Schnellschätzung zur Inflation im Euroraum im Februar 2026.

  • Um 9.30 Uhr wird in Berlin die Studie "Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt? EU-Zugewanderte in Deutschland" vorgestellt.

  • Die deutschen Fußballerinnen starten in Dresden gegen Außenseiter Slowenien in die WM-Qualifikation.

Das wird heute wichtig
07:09 Uhr

Bekannt aus "Tanz der Teufel": US-Schauspieler Bruce Campbell gibt Krebsdiagnose bekannt

Der US-amerikanische Schauspieler Bruce Campbell, der dank des Horror-Klassikers "Tanz der Teufel" (1981) bekannt wurde, ist an Krebs erkrankt. Es sei eine Krebsart, die als behandelbar, aber nicht heilbar eingestuft werde, teilte der 67-Jährige in den sozialen Medien mit. Nähere Angaben zu der Erkrankung machte er nicht. Wegen der Behandlung müsse er nun beruflich kürzertreten. Leider werde er für diesen Sommer geplante Auftritte bei Filmmessen absagen. Seine Fans ließ Campbell wissen, dass er viel Unterstützung habe und fest damit rechne, "eine Weile da zu sein".

US-Regisseur Sam Raimi (66) holte den Schauspieler 1981 für den Gruselschocker "Tanz der Teufel" als Hauptdarsteller vor die Kamera. Er wirkte auch in den Fortsetzungen "Tanz der Teufel II" (1987) und "Armee der Finsternis" (1992) mit. Unter der Regie von Raimi war er in Nebenrollen auch in der "Spider-Man"-Trilogie und in "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" zu sehen. Von 2007 bis 2013 spielte Campbell in der Agenten-Serie "Burn Notice" mit.

Bekannt aus "Tanz der Teufel": US-Schauspieler Bruce Campbell gibt Krebsdiagnose bekannt
06:32 Uhr

Verbände fordern 25-Euro-Sozialticket und mehr Ökostrom

Um den Klimaschutz voranzubringen, fordern acht Sozial- und Umweltverbände den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und ein Sozialticket für 25 Euro pro Monat für Menschen mit geringem Einkommen. Anders als zuletzt von der schwarz-roten Koalition vereinbart möchten die Verbände zudem an der Regelung aus dem Heizungsgesetz festhalten, wonach neue Heizungen mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Der Ausbau von Wind- und Solaranlagen müsse weitergehen und die Stromsteuer auch für Privathaushalte sinken. Auch die energetische Sanierung von Gebäuden müsse stärker vorangetrieben werden.

Hinter den Forderungen stehen der Paritätische Gesamtverband, die Diakonie, die Caritas, der Sozialverband Deutschland, die Arbeiterwohlfahrt, der Sozialverband VdK, die Klima-Allianz und der Arbeiter-Samariter-Bund. Die Unterzeichner betonen: "Entscheidend ist, dass Klimapolitik so gestaltet wird, dass alle Menschen davon profitieren und der Zugang zu klimafreundlichen Lösungen nicht von Einkommen, Wohnort, Alter oder einer Behinderung abhängt. Eine konsequente Klimasozialpolitik reduziert die Abhängigkeit von teuren Öl- und Gasimporten und stellt sicher, dass alle Menschen auf bezahlbare und saubere Wärme umsteigen können."

Verbände fordern 25-Euro-Sozialticket und mehr Ökostrom
06:03 Uhr

Kampagne rettet fünf Löwen in Neuseeland vor Einschläferung

Gute Nachrichten für fünf Löwen in Neuseeland: Die Raubkatzen sollten nach der Schließung des Kamo Wildlife Sanctuary im Norden des Landes eigentlich eingeschläfert werden. Die Betreiber, denen die finanziellen Mittel ausgegangen waren, hatten keine andere Wahl mehr gesehen - zwei Löwen waren im November bereits getötet worden. Dank einer Kampagne gelang nun die Rettung für die verbliebenen Tiere.

Eine Gruppe von Tierfreunden und Geldgebern namens "Lionhearts Project" hat das Gelände nach eigenen Angaben gekauft und in ein privates Altersrefugium umgewandelt. "Keine Shows mehr. Keine Menschenmassen mehr. Nur noch Ruhe, Würde und die beste Altersversorgung, die sich ein Löwe wünschen kann", hieß es in einer Mitteilung. Das Kamo Wildlife Sanctuary, rund 150 Kilometer nördlich von Auckland, war einst durch die TV-Serie "The Lion Man" bekanntgeworden. Gegründet wurde der Tierpark vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch, der später der Tierquälerei beschuldigt wurde. Über die Jahre sorgte der Park, in dem nur Raubkatzen lebten, immer wieder für Schlagzeilen - durch Finanzprobleme, Sicherheitsmängel und 2009 durch den Tod eines Pflegers, der von einem weißen Tiger angegriffen wurde.

Kampagne rettet fünf Löwen in Neuseeland vor Einschläferung