mit Lukas MärkleDas war Dienstag, der 3. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der Tag war erneut geprägt vom Krieg im Nahen Osten. Die USA und Israel flogen weitere Luftangriffe gegen das Regime im Iran. Teheran reagierte mit Raketen und Drohnenangriffen auf die gesamte Region. Neben Israel sind auch weiterhin die Golfstaaten im Visier.
Dort befinden sich auch viele deutsche Influencer, die auf ihren Social-Media-Kanälen in den vergangenen Tagen - nun ja - interessante Einblicke gegeben haben, wie mein Kollege Tobias Hauser aufgeschrieben hat.
Mitten im Krieg war auch noch Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington zu Gast. Mit dem US-Präsidenten Donald Trump verstand er sich vor laufenden Kameras prächtig. Der Republikaner lobte Deutschland und zog über andere europäische Verbündete her.
Darüber hinaus möchte ich Ihnen noch folgende Texte empfehlen:
Beste Freunde im Oval Office: Merz kann sich bei Trump offensichtlich gut entspannen - von Roland Peters
Keine Panik wie 2022: Warum die Energiekrise (noch) nicht zurückkehrt - von Max Borowski
Drohnenträger Shahid Bagheri: USA wollen bizarres iranisches Kriegsschiff versenkt haben
Tor-Party gegen Slowenien: DFB-Frauen feuern Ausrufezeichen bei Start in WM-Mission raus
Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend!
Wal taucht plötzlich in Wismar auf
Ein Wal hat im Hafen von Wismar in der Ostsee für Aufsehen gesorgt. Nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums handelte es sich bei dem ungewöhnlichen Gast um einen Finnwal. Er hatte sich in einem Netz verfangen. Gegen 18 Uhr habe er den Hafen wieder verlassen, hieß es. Finnwale können mehr als 25 Meter lang werden.
Seit wann sich das Tier dort befand, konnte der Sprecher der Stadt Wismar, Marco Trunk, nicht sagen. "Ich hab' heute Mittag davon erfahren." Etwa 50 Schaulustige beobachteten den Meeressäuger seiner Aussage nach am Nachmittag. Zuerst hatte der Sender Ostseewelle berichtet.
Parlament soll umgangen werden: Trumps Republikaner wollen Giga-Steuersenkung
Mit seinem "Big Beautiful Bill" hat die Administration von US-Präsident Donald Trump bereits an der Steuerschraube gedreht. Mehrere Senatoren aus seiner Partei wollen jetzt nochmal nachlegen - und dabei das Parlament umgehen.
Der Texaner Ted Cruz und Tim Scott aus North Carolina wollen eine 200-Milliarden-Dollar-Steuersenkung erreichen, berichtet die "Washington Post". Das US-Finanzministerium soll demnach Steuern auf Kapitalerträge senken. Diese würde unter anderem die Steuerlast für US-Bürger senken, die Aktien verkaufen.
Viele Steuerexperten stehen dieser Idee skeptisch gegenüber und argumentieren, dass wohlhabendere Haushalte am meisten von drastischen Steuersenkungen bei großen Aktien- und Immobilienkäufen profitieren würden.
"James Bond"-Star kündigt neue Autobiografie an
Dame Judi Dench meldet sich als Autorin zurück. Wie der Verlag St. Martin's Press bekanntgab, erscheint im Herbst ein neues Buch der britischen Schauspielikone. Der Titel lautet: "Is It Too Late to Make a Run For It?" - zu Deutsch etwa: "Ist es zu spät, um noch davonzulaufen?" Das Werk hat Dench gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund und Schreibpartner Brendan O'Hea verfasst, wie das "People"-Magazin berichtet.
Das Buch verspricht eine Fülle an Geschichten aus Denchs bewegtem Leben und schillernder Karriere - von ihren allerersten Schulaufführungen bis hin zu ihrer legendären Rolle als "M" in der "James Bond"-Filmreihe.
Ex-"South Park"-Autor will Trump-Sohn an die Front schicken
Der US-Comedian Toby Morton will Barron Trump, den Sohn von US-Präsident Donald Trump, in den Krieg schicken. Der frühere Autor für die Satire-Serie "South Park" hat eine Website mit der URL draftbarrontrump.com ("Zieht Barron Trump ein") eingerichtet, berichtet "The Independent".
"Amerika ist stark, weil seine Führer stark sind. Präsident Trump beweist das jeden Tag. Natürlich ist sein Sohn Barron mehr als bereit, das Land zu verteidigen, das sein Vater so mutig regiert", heißt es augenscheinlich ironisch auf der Seite. "Dienst ist Ehre. Stärke wird vererbt. Dog Bless Barron." Barron dürfte jedoch alleine aufgrund seiner Körpergröße um eine Einziehung herumkommen, sofern es eine solche in der Zukunft geben sollte: Barron ist mit 2,06 Meter zu groß. Das US-Militär hat die Maximalgröße für Soldaten auf 2,03 Meter festgelegt.
Der US-Präsident selbst hatte bekanntermaßen unter zweifelhaften Umständen vermieden, während des Vietnam-Kriegs eingezogen zu werden. Mit einem Attest wegen eines Fersensporns ließ er sich vom Militärdienst befreien. Ob ein entsprechendes Problem bei dem Republikaner damals wirklich vorlag, wird von US-Medien mitunter in Zweifel gezogen.
50-Jähriger in Berlin niedergeschossen
Ein 50-jähriger Mann ist in der vergangenen Nacht in Berlin niedergeschossen worden. "Gegen 03.15 Uhr wurden unsere Kollegen zu einem verletzten Mann am Volkspark #Friedrichshain alarmiert", teilte die Polizei auf X mit. "Der Mann wies mehrere Schussverletzungen auf."
Der Täter konnte den Angaben zufolge fliehen. Das Opfer wurde mit "lebensbedrohlichen Verletzungen" ins Krankenhaus eingeliefert.
Trump findet besondere Worte für den deutschen Bundeskanzler
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz bei dessen Besuch im Weißen Haus gelobt. "Er macht seine Arbeit sehr gut", sagte Trump beim zweiten bilateralen Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office seit dessen Amtsantritt. Merz sei ein "sehr, sehr erfolgreicher Mann" und sei zu einem "Freund" von ihm geworden, betonte Trump. Die USA und Deutschland kämen sehr gut miteinander klar.
Merz' Antrittsbesuch im vergangenen Juni in der US-Hauptstadt Washington war ausgesprochen harmonisch verlaufen. Im August vergangenen Jahres war er außerdem bei einem Ukraine-Gipfel dort.
Hunderte Delfine schießen spektakulär durchs Wasser
Vor der Küste Costa Ricas fängt eine Seglerin mit ihrer Drohne ein seltenes Naturschauspiel ein: Hunderte Delfine rasen im Gleichklang durchs Meer. Immer wieder schnellen sie aus dem Wasser - in der Luft kommen sie schneller voran als unter der Oberfläche. Forscher sprechen von einer "Delfin-Stampede".
Schlagzeilen zum Feierabend
Deutscher Traditionskonzern muss endgültig schließen
Einer der bekanntesten deutschen Hemden- und Blusenhersteller ist am Ende: Nach 163 Jahren wird das insolvente Unternehmen Eterna in Passau seinen Betrieb im Sommer einstellen, wie die Geschäftsführung mitteilte. In den vergangenen Monaten fand sich kein Käufer, der den in Schieflage geratenen Textilhersteller in Gänze übernehmen wollte.
Das 1863 gegründete Unternehmen beschäftigt laut Firmenwebseite am Passauer Hauptsitz gut 400 Mitarbeiter und ist vor allem für seine Geschäftshemden bekannt. Eine Hauptkundengruppe sind Büroangestellte und Manager. Im Dezember hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt, zunächst gab es mehr als 20 Anfragen potenzieller Investoren. Doch sprangen diese alle wieder ab.
"Ich habe sie betrogen": Boris Becker spricht über Scheidung
Tennislegende Boris Becker hat in einem Interview offen über seine gescheiterte Ehe mit Barbara Becker gesprochen. Die Ehe hielt von 1993 bis 2001 und endete nach Beckers Seitensprung mit Angela Ermakova. "Ich habe sie betrogen, daran besteht kein Zweifel", sagte Becker nun im "The Louis Theroux Podcast" über seine Ex-Frau. Doch nach der Scheidung habe es Situationen gegeben, die "nicht so nett" von ihr gewesen seien. "Wissen Sie, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, sie hatte die Macht, weil ich der Bösewicht war", sagte Becker im Gespräch mit Louis Theroux. "Sie hat einen schönen Scheck dafür bekommen. Sie bekam eine nette monatliche Unterhaltszahlung und erkannte, dass niemand perfekt ist."
Bereits in seiner Apple-TV-Doku hatte Boris Becker erklärt: Nicht seine Affäre mit Ermakova, aus der Tochter Anna hervorging, habe primär zur Scheidung von Barbara geführt. Sondern deren Angewohnheit, den Vorfall immer und immer wieder zu thematisieren. "Bei jeder Diskussion zog sie diesen Joker und sagte, ich solle die Klappe halten: 'Denn wenn die Welt wüsste, was du getan hast, würdest du ohnehin verlieren.'" Er habe erwidert: "Du hast Recht, aber das ist nicht die Art von Beziehung, die ich führen kann. Das ist unmöglich. Ich sagte: 'Barbara, ich glaube, wir brauchen eine Pause."
Benzin teils über zwei Euro: "Viele fühlen sich abgezockt"
Seit Kriegsbeginn im Nahen Osten steigen die Spritpreise rasant an. Im Berufsverkehr kostet ein Liter Super heute zeitweise zwei Euro. Doch der Sprit, der gerade verkauft wird, ist schon vor Kriegsbeginn eingekauft worden. Experten und Verbraucher üben Kritik und erheben Vorwürfe der Bereicherung an der Angst der Menschen.
Lastwagen-Inferno legt Autobahn tagelang lahm
Nach einem Lkw-Unfall bleibt die Autobahn 49 zwischen Kassel und Gießen auf dem Teilstück zwischen Schwalmstadt und Neustadt voraussichtlich noch bis Freitagmorgen voll gesperrt. Das hänge mit notwendigen Fräs- und Asphaltarbeiten infolge des Unfalls zusammen, wie die Polizei mitteilte. Der Verkehr werde umgeleitet.
Demnach war ein 36-jähriger Lkw-Fahrer am Montagvormittag mit seinem Sattelzug aus noch ungeklärter Ursache zunächst rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dabei sei das Fahrzeug in die Leitplanke gekracht, wodurch der Tank beschädigt worden sei. Nach Angaben der Polizei sei der Wagen von dort nach links in die Mittelleitplanke geprallt und schließlich umgekippt. Aufgrund des zuvor beschädigten Tanks habe der Lkw dann Feuer gefangen und sei vollständig ausgebrannt.
Wehrbeauftragter will Vorgaben für Frisur und Bart anpassen
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, drängt auf eine schnelle Neuregelung für die Haartrachten in der Truppe. "Das Verteidigungsministerium muss insbesondere mit Blick auf den Neuen Wehrdienst schnellstmöglich den neuen sogenannten Haar- und Barterlass herausbringen, der zeitgemäß ist und die Interessen aller Bundeswehrangehörigen berücksichtigt", schreibt Otte in seinem in Berlin vorgelegten Jahresbericht.
Ein Stabsfeldwebel hatte sich 2019 vor Gericht mit der Bundeswehr auseinandergesetzt, weil er als Soldat keine langen Haare tragen darf - Frauen aber schon. Seine Beschwerde gegen den sogenannten Haar- und Barterlass der Truppe war vom 1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig allerdings zurückgewiesen worden.
Doch bedürfe die Regelung innerhalb eines "überschaubaren Zeitraums" einer Überarbeitung, stellten die Richter damals fest. Die ausreichende gesetzliche Grundlage für die Vorschrift fehle. Der Vorsitzende Richter sprach deswegen von einem "Teilerfolg" für den damals 51-Jährigen. Das Verteidigungsministerium kündigte darauf eine schnelle gesetzliche Regelung an, damit Soldaten auch künftig nur kurze Haare tragen dürfen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Anne Renzenbrink hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und kann jetzt hoffentlich noch ein wenig das sonnige Wetter in der Hauptstadt genießen.
Mein Name ist Lukas Märkle und ich begleite Sie hier bis in die späten Abendstunden. Wie gewohnt schauen wir auf die politische Welt, aber auch die abseitigeren Themen sollen hier nicht zu kurz kommen.
Bei Fragen, Anmerkungen oder Feedback melden Sie sich gerne bei mir unter lukas.maerkle(at)ntv.de
Kampfhund soll schwangere Freundin totgebissen haben - Hundehalter in Frankreich vor Gericht
Sein illegal erworbener Kampfhund soll seine schwangere Freundin totgebissen haben: Ein 51 Jahre alter Mann muss sich seit Dienstag im nordfranzösischen Soissons wegen fahrlässiger Tötung seiner damaligen Freundin vor Gericht verantworten. Der Angeklagte weist die Vorwürfe zurück. "Wenn (der Hund) Curtis schuldig ist, dann lassen Sie ihn töten - aber legen Sie erst Beweise auf den Tisch", sagte er zum Prozessauftakt.
Die damals 29 Jahre alte Elisa Pilarksi war 2019 mit zahlreichen Bisswunden tot im Wald gefunden worden, wo sie mit dem Hund ihres Lebensgefährten spazieren gegangen war. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die junge Frau gefährdet zu haben, die im sechsten Monat schwanger war. Er habe den Hund illegal in den Niederlanden erworben und fälschlich eine andere Rasse angegeben. Tatsächlich habe es sich um einen in Frankreich verbotenen American Pit Bull Terrier gehandelt. Diesen habe er zudem zum Zubeißen erzogen.
Der Angeklagte schrieb den Tod seiner Freundin einer Gruppe von Jagdhunden zu. Tatsächlich hatte an dem Tag in der Gegend eine Treibjagd stattgefunden. DNA-Analysen belegten aber, dass der Kampfhund der jungen Frau die tödlichen Bisse versetzt hatte. Der Angeklagte habe seiner Freundin zudem in einer Textnachricht versprochen, den Hund töten zu lassen. Dies wertet die Staatsanwaltschaft als Hinweis darauf, dass der Mann sich der Gefährlichkeit des Hundes durchaus bewusst war.
Drogenboss "El Mencho" unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in Mexiko beerdigt
Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ist in Mexiko der vom Militär getötete berüchtigte Drogenboss "El Mencho" beigesetzt worden. Nemesio Oseguera wurde laut einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) in einem vergoldeten Sarg auf einem kleinen Friedhof im Westen des Landes beigesetzt. Dabei erklang traditionelle Musik, und Menschen legten Blumenkränze nieder.
Die mexikanische Armee hatte vor gut einer Woche die Tötung des Anführers des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación bekannt gegeben. "El Mencho" hatte in Mexiko und im Nachbarland USA auf den Fahndungslisten gestanden; in den Vereinigten Staaten war ein millionenschweres Kopfgeld auf ihn ausgesetzt gewesen. Nach der Tötung von "El Mencho" trat das Drogenkartell eine Gewaltwelle los; die Regierung setzte tausende Soldaten zur Eindämmung der Gewalt in dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft ein. Schon seit Sonntag hatten Mitglieder des Militärs, der Nationalgarde und der Polizei das Bestattungshaus überwacht. Die Route zur Überführung des Leichnams zum Friedhof wurde erst kurzfristig bekannt gegeben. Sicherheitskräfte begleiteten den Leichenwagen auf dem Weg zum Friedhof.
Peking stimmt für Entlassung von drei Generälen aus wichtigem Beratungsgremium
In China hat ein zentrales Organ des kommunistischen Systems für die Entlassung von drei Generälen aus dem Beratungsgremium gestimmt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, entschied die Politische Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (PKKCV), die das Parlament berät, die pensionierten Generäle Han Weiguo, Liu Lei and Gao Jin ihres Amtes zu entheben.Das Gremium stimmte auch für die Absetzung zweier weiterer Mitglieder. Gründe dafür wurden nicht genannt. Zehn weitere Mitglieder, über deren Absetzung bereits zuvor abgestimmt worden war, wurden offiziell ihres Amtes enthoben.
Der chinesische Präsident Xi Jinping führt seit seinem Amtsantritt 2012 eine breit angelegte Kampagne gegen Korruption. Kritiker sagen jedoch, dass die Kampagne auch darauf abziele, potenzielle politische Rivalen auszuschalten. Ende Januar wurde der mächtigste General Chinas seines Amtes enthoben. Der Nationale Volkskongress, eine weitere Säule des kommunistischen Systems, schloss in der vergangenen Woche 19 seiner Mitglieder, darunter neun Militärangehörige, ohne Angaben von Gründen aus.
Bericht: Justin Timberlake will Veröffentlichung von Polizeiaufnahmen verhindern
US-Sänger Justin Timberlake (45) geht juristisch gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen der Polizei-Bodycam vor, die während seiner Festnahme im Juni 2024 entstanden sind. Das berichtet unter anderem das "People"-Magazin unter Berufung auf Gerichtsdokumente.
Der Sänger wolle demnach von einem Richter des Obersten Gerichtshofs von Suffolk County eine Anordnung erwirken, um die Veröffentlichung des Videos zu verhindern. Die Aufnahme ist laut Aktenlage derzeit Teil eines Antrags nach dem Freedom of Information Act (FOIA), der von Medienvertretern gestellt wurde. Timberlake war im Juni 2024 wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Er bekannte sich später wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss schuldig.
Explosionen und Schussgeräusche: Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan dauern wohl an
Der vergangene Woche erneut entflammte Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan schreitet nach Angaben aus Kabul voran. "Die Kämpfe dauern immer noch an", erklärte das afghanische Verteidigungsministerium am Dienstag. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen sowie Flugabwehrfeuer und Gewehrsalven in Kabul. Ein AFP-Reporter im afghanischen Dschalalabad, das zwischen Kabul und der Grenze zu Pakistan liegt, berichtete von Explosionen und Schussgeräuschen. An dem nahegelegenen Grenzübergang Torkham gingen die Kämpfen ebenfalls weiter, wie AFP von Anwohnern erfuhr.
Die Kämpfe zwischen der Taliban-Regierung in Afghanistan und Islamabad waren vergangene Woche erneut ausgebrochen. Pakistan wirft Kabul vor, bewaffneten extremistischen Gruppen wie den pakistanischen Taliban Unterschlupf zu gewähren, die immer wieder Anschläge in Pakistan verüben. Kabul weist das zurück. Nach UN-Angaben sind seit der Eskalation des Konflikts mindestens 42 Zivilisten getötet worden. 104 weitere Zivilisten seien zudem zwischen dem 26. Februar und dem 2. März verletzt worden, teilte die Afghanistan-Hilfsmission der Vereinten Nationen mit.
Frauen verdienen nur in jedem zehnten Haushalt mehr als Männer
In nur knapp jedem zehnten heterosexuellen Paarhaushalt verdient die Frau mehr als der Mann. In knapp 56 Prozent der Haushalte ist der Mann Hauptverdiener, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In gut 34 Prozent verdienen beide demnach in etwa gleich viel. Die Daten wurden 2025 erhoben.
Den Angaben nach hat sich an diesem Verhältnis in den vergangenen Jahren wenig geändert. Im Jahr 2021 lag der Anteil der hauptverdienenden Frauen demnach bei etwas mehr als zehn Prozent. Der Anteil hauptverdienender Männer sank etwas stärker - um drei Prozentpunkte. Im vergangenen Jahr gab es also vor allem mehr Paare mit etwa ausgeglichener Einkommenssituation als 2021. Gibt es Kinder im Haushalt, sinkt der Anteil der Hauptverdienerinnen weiter - auf 7,7 Prozent. In knapp zwei von drei Paarhaushalten mit Kindern war dagegen der Mann der Haupteinkommensbezieher. Das liegt vor allem daran, dass Mütter häufig in Teilzeit arbeiten. "Bei den erwerbstätigen Männern ist es umgekehrt: Hier arbeiten Väter sogar seltener in Teilzeit", erklärte das Statistikamt.
Mann stirbt nach Messerangriff in Kaiserslautern - zweites Opfer in Lebensgefahr
Nach der Messerattacke auf zwei Männer in Kaiserslautern ist eines der Opfer seinen Verletzungen erleben. Ein 22-Jähriger sei am späten Montagabend in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Der Zustand des zweiten Opfers des Angriffs von Samstagabend, ein 20-Jähriger, sei nach wie vor kritisch.
Unter Tatverdacht steht ein 18-Jähriger. Gegen ihn wird laut Polizei nun nicht mehr wegen des Verdachts des versuchten Totschlags, sondern wegen Totschlags ermittelt. Der junge Mann war noch am Samstagabend festgenommen worden, er sitzt in Untersuchungshaft. Er soll dem nun gestorbenen 22-Jährigen in der Innenstadt von Kaiserslautern in den Rücken gestochen und den 20 Jahre alten Mann mit dem Messer im Brustbereich verletzt haben. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Formel-1-Star Charles Leclerc heiratet Freundin Alexandra: "Was für ein Tag"
Formel-1-Pilot Charles Leclerc hat seine Freundin Alexandra Saint Mleux geheiratet. Der Ferrari-Star postete bei Instagram Fotos und Videos von der standesamtlichen Trauung. "Ein Tag, an den wir uns für immer erinnern werden", schrieb der Monegasse Leclerc wenige Tage vor dem ersten Saisonrennen an diesem Sonntag in Melbourne. "Teil eins ist geschafft, Teil zwei folgt nächstes Jahr mit all unseren Lieben."
Die Braut postete ebenfalls Fotos von der Zeremonie in Weiß. "Traum", schrieb sie. "Ich kann es kaum erwarten, dich nächstes Jahr noch einmal zu heiraten." Auf Instagram nahm sie auch schon Leclercs Nachnamen an. Ferrari schrieb: "Herr und Frau Leclerc! Was für ein Tag!!" Das Paar hatte einen seiner ersten gemeinsamen öffentlichen Auftritte beim Tennisturnier von Wimbledon 2023. Seit 2025 waren die beiden verlobt. Alexandra Saint Mleux wurde 2001 in Calais (Frankreich) geboren und hat auch mexikanische Wurzeln. Sie studierte Kunstgeschichte, wo sie sich auf die Kunst des 20. Jahrhunderts spezialisierte, und wird mittlerweile als Influencerin bezeichnet.
Asylanträge in der EU sinken 2025 um 19 Prozent
Die Asylanträge in der EU sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 19 Prozent gesunken. Das geht aus einem Bericht der EU-Asylbehörde EUAA hervor. Demnach gingen bis Ende Dezember 2025 rund 822.000 Asylanträge bei den EU-Ländern, der Schweiz und Norwegen ein, rund 163.000 davon wurden in Deutschland gestellt.
Damit ist die Bundesrepublik nach wie vor das Land mit den meisten Asylanträgen. Allerdings sank die Zahl um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Frankreich blieb die Zahl der Asylanträge mit 152.000 ungefähr gleich. In Spanien gingen mit 143.000 rund 15 Prozent weniger Anträge ein, in Italien (134.000) und Griechenland (62.000) waren es rund 16 Prozent weniger. Zusammen wurden in diesen fünf Ländern nach Angaben der EUAA 80 Prozent aller Asylanträge gestellt. Mit dem Rückgang setzt sich der Trend der vergangen drei Jahre fort. Grund dafür sind laut EUAA weniger Asylanträge aus Syrien, Bangladesch und der Türkei. Trotz des allgemeinen Rückgangs stieg die Zahl der Asylanträge aus Afghanistan und Venezuela.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
heute trifft Bundeskanzler Friedrich Merz US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Besuch war schon länger geplant und fällt nun mit dem Krieg im Nahen Osten zusammen, der das Treffen dominieren dürfte. Unterdessen macht Außenminister Wadephul manchen der in der Region gestrandeten deutschen Urlauber Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. "Ich bin guter Dinge, dass das nach und nach gelingt", sagte er im ZDF. Man sei in engem Kontakt mit den Reiseveranstaltern. Das Auswärtige Amt bereitet derzeit die Rückholung von Kranken, Kindern und Schwangeren aus der Konfliktregion vor.
Diese Themen haben wir außerdem im Blick:
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, legt seinen ersten Jahresbericht im neuen Amt vor. Mit Interesse wird erwartet, wie er den Zustand der Streitkräfte bewertet und welche Mängel ihm aus der Truppe gemeldet werden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zweifelt an der Stoßkraft der zu erwartenden Frühjahrsoffensive der russischen Armee. Klar sei, dass Russland weiterhin den Osten der Ukraine sowie im Süden die Städte Saporischschja und Dnipro besetzen wolle, sagte Selenskyj in Kiew. Doch nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus.
Die Europäische Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht um 11.00 Uhr eine Schnellschätzung zur Inflation im Euroraum im Februar 2026.
Um 9.30 Uhr wird in Berlin die Studie "Rechtlich gleichgestellt – praktisch benachteiligt? EU-Zugewanderte in Deutschland" vorgestellt.
Die deutschen Fußballerinnen starten in Dresden gegen Außenseiter Slowenien in die WM-Qualifikation.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik freue ich mich wie immer über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Bekannt aus "Tanz der Teufel": US-Schauspieler Bruce Campbell gibt Krebsdiagnose bekannt
Der US-amerikanische Schauspieler Bruce Campbell, der dank des Horror-Klassikers "Tanz der Teufel" (1981) bekannt wurde, ist an Krebs erkrankt. Es sei eine Krebsart, die als behandelbar, aber nicht heilbar eingestuft werde, teilte der 67-Jährige in den sozialen Medien mit. Nähere Angaben zu der Erkrankung machte er nicht. Wegen der Behandlung müsse er nun beruflich kürzertreten. Leider werde er für diesen Sommer geplante Auftritte bei Filmmessen absagen. Seine Fans ließ Campbell wissen, dass er viel Unterstützung habe und fest damit rechne, "eine Weile da zu sein".
US-Regisseur Sam Raimi holte den Schauspieler 1981 für den Gruselschocker "Tanz der Teufel" als Hauptdarsteller vor die Kamera. Er wirkte auch in den Fortsetzungen "Tanz der Teufel II" (1987) und "Armee der Finsternis" (1992) mit. Unter der Regie von Raimi war er in Nebenrollen auch in der "Spider-Man"-Trilogie und in "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" zu sehen. Von 2007 bis 2013 spielte Campbell in der Agenten-Serie "Burn Notice" mit.
Verbände fordern 25-Euro-Sozialticket und mehr Ökostrom
Um den Klimaschutz voranzubringen, fordern acht Sozial- und Umweltverbände den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und ein Sozialticket für 25 Euro pro Monat für Menschen mit geringem Einkommen. Anders als zuletzt von der schwarz-roten Koalition vereinbart möchten die Verbände zudem an der Regelung aus dem Heizungsgesetz festhalten, wonach neue Heizungen mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollten. Der Ausbau von Wind- und Solaranlagen müsse weitergehen und die Stromsteuer auch für Privathaushalte sinken. Auch die energetische Sanierung von Gebäuden müsse stärker vorangetrieben werden.
Hinter den Forderungen stehen der Paritätische Gesamtverband, die Diakonie, die Caritas, der Sozialverband Deutschland, die Arbeiterwohlfahrt, der Sozialverband VdK, die Klima-Allianz und der Arbeiter-Samariter-Bund. Die Unterzeichner betonen: "Entscheidend ist, dass Klimapolitik so gestaltet wird, dass alle Menschen davon profitieren und der Zugang zu klimafreundlichen Lösungen nicht von Einkommen, Wohnort, Alter oder einer Behinderung abhängt. Eine konsequente Klimasozialpolitik reduziert die Abhängigkeit von teuren Öl- und Gasimporten und stellt sicher, dass alle Menschen auf bezahlbare und saubere Wärme umsteigen können."
Kampagne rettet fünf Löwen in Neuseeland vor Einschläferung
Gute Nachrichten für fünf Löwen in Neuseeland: Die Raubkatzen sollten nach der Schließung des Kamo Wildlife Sanctuary im Norden des Landes eigentlich eingeschläfert werden. Die Betreiber, denen die finanziellen Mittel ausgegangen waren, hatten keine andere Wahl mehr gesehen - zwei Löwen waren im November bereits getötet worden. Dank einer Kampagne gelang nun die Rettung für die verbliebenen Tiere.
Eine Gruppe von Tierfreunden und Geldgebern namens "Lionhearts Project" hat das Gelände nach eigenen Angaben gekauft und in ein privates Altersrefugium umgewandelt. "Keine Shows mehr. Keine Menschenmassen mehr. Nur noch Ruhe, Würde und die beste Altersversorgung, die sich ein Löwe wünschen kann", hieß es in einer Mitteilung. Das Kamo Wildlife Sanctuary, rund 150 Kilometer nördlich von Auckland, war einst durch die TV-Serie "The Lion Man" bekanntgeworden. Gegründet wurde der Tierpark vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch, der später der Tierquälerei beschuldigt wurde. Über die Jahre sorgte der Park, in dem nur Raubkatzen lebten, immer wieder für Schlagzeilen - durch Finanzprobleme, Sicherheitsmängel und 2009 durch den Tod eines Pflegers, der von einem weißen Tiger angegriffen wurde.