Der Tag
23. März 2026
imageHeute mit Max Perseke
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10:39 Uhr

Bollinger sieht AfD nunmehr als "die Arbeiterpartei"

Nach ihren deutlichen Stimmenzuwächsen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die AfD ihr großes Wählerpotenzial in der Arbeiterschaft betont. Es mache die AfD "glücklich, dass wir jetzt die Arbeiterpartei sind", sagte Spitzenkandidat Jan Bollinger in Mainz. Die Partei war bei der Wahl am Sonntag mit 19,5 Prozent auf dem dritten Platz gelandet und konnte ihr Ergebnis damit mehr als verdoppeln. "Wir sind auch die Partei, die von Arbeitern am meisten gewählt wird in Rheinland-Pfalz", behauptete Bollinger. Zugleich verwies er auf die vielen jungen Menschen, die ihr Kreuz bei der AfD gemacht hätten - denn sie spürten "die Politik der Etablierten besonders". Jüngere Menschen hätten auch eine andere Mediennutzung als Ältere und informierten sich etwa stärker über soziale Medien, wo sie sich "ein eigenes Bild machen". Die AfD zielte damit auch auf die SPD als klassische Arbeiterpartei ab, die bei der Wahl am Sonntag auf dem zweiten Platz gelandet war und die Regierungsverantwortung in Mainz damit nach 35 Jahren an die CDU abgibt. 

Bollinger sieht AfD nunmehr als "die Arbeiterpartei"
09:58 Uhr

Planänderung: SPD kündigt Statement von Bas und Klingbeil an

Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil wollen sich überraschend gemeinsam zum Wahl-Debakel ihrer Partei in Rheinland-Pfalz äußern. Eine ursprünglich geplante Blumenübergabe und Pressekonferenz mit dem Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer in Berlin wurde "aufgrund kurzfristig eingetretener Terminänderungen" abgesagt. Stattdessen kündigte die SPD für den späten Vormittag ein Statement der Parteivorsitzenden an. Schweitzer hatte die Landtagswahl deutlich gegen den CDU-Kandidaten Gordon Schnieder verloren. Verantwortung dafür hatten bereits am Wahlabend auch Bas und Klingbeil übernommen. In der SPD wurden Rücktrittsforderungen vor allem gegen Klingbeil laut.

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf ist indes gegen einen Austausch von Lars Klingbeil als Parteichef. Klingbeil trage nicht allein Verantwortung für die schlechten Ergebnisse, sagte Klüssendorf im RTL/ntv Frühstart. Die SPD habe in unterschiedlichster Aufstellung Problem gehabt - egal, wer Parteivorsitzender, Kanzler oder Kanzlerkandidat gewesen sei. "Wir schaffen es nicht, da rauszukommen."

Planänderung: SPD kündigt Statement von Bas und Klingbeil an
09:25 Uhr

Der frühere französische Regierungschef Jospin ist tot

Der frühere französische Regierungschef Lionel Jospin ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren am Sonntag, wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Der langjährige Chef der sozialistischen Partei war von 1997 bis 2002 Ministerpräsident unter dem Staatspräsidenten Jacques Chirac; er trat zweimal vergeblich bei Präsidentschaftswahlen an.

Der frühere französische Regierungschef Jospin ist tot
08:56 Uhr

Zwei Tote und mehrere Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen

Beim Zusammenprall eines Flugzeugs mit einem Fahrzeug auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia sind US-Medien zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Pilot und der Co-Pilot der Maschine starben bei der Kollision am frühen Montagmorgen, wie mehrere US-Medien berichteten. Laut dem Fernsehsender ABC wurden zudem mindestens 13 Menschen ins Krankenhaus gebracht, darunter elf Passagiere und die beiden Insassen des Fahrzeugs. Der Flughafen wurde nach dem Unfall bis auf Weiteres geschlossen. Die Maschine der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada kollidierte auf einer der Start- und Landebahnen "mit einem Fahrzeug der Flughafenbehörde", wie die New Yorker Polizei mitteilte. Die Feuerwehr erklärte unabhängig davon, sie sei "zu einem gemeldeten Zwischenfall mit einem Flugzeug und einem Fahrzeug" auf der Start- und Landebahn vier ausgerückt.

Zwei Tote und mehrere Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen
08:15 Uhr

CDU-Politiker mahnt SPD nach Wahlschlappe

Unions-Fraktionsgeschäftsführer Steffen Bilger mahnt seinen Koalitionspartner SPD nach dessen Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz, die gemeinsame Regierungsarbeit nicht aus den Augen zu verlieren. "Ich glaube, das, was die Leute am wenigsten wollen, ist, dass wir jetzt parteiinterne Debatten führen, die alles aufhalten", sagte der CDU-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". Natürlich gehöre Aufarbeitung von Wahlergebnissen für Parteien mit dazu. "Aber es darf uns nicht davon abhalten, das Richtige zu machen", so Bilger. Die CDU fühle sich durch die Wahlergebnisse durchaus bestätigt. Die Christdemokraten hatten am Sonntag nach 35 Jahren die SPD in Rheinland-Pfalz als stärkste Kraft abgelöst - und zwar deutlich. Die SPD stürzte auf ihr schlechtestes Ergebnis dort bei einer Landtagswahl ab.

CDU-Politiker mahnt SPD nach Wahlschlappe
07:47 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz geht es mir der Auswertung weiter, was das Ergebnis im laufenden Superwahljahr - zwei von fünf Landtagswahlen sind erfolgt - für die einzelnen Parteien zu bedeuten hat. Meine Kollegen Sebastian Huld, Volker Petersen und Hubertus Volmer haben einige Lehren bereits in gewohnter Manier zusammengefasst.

Was heute sonst noch ansteht:

  • Angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an die iranische Führung zur Freigabe der Straße von Hormus ist die Lage in der Islamischen Republik angespannt.

  • Der Bundesgerichtshof entscheidet ab 11 Uhr über zwei Klimaklagen gegen BMW und Mercedes-Benz.

  • Ab heute will US-Präsident Donald Trump die Einwanderungsbehörde ICE an US-Flughäfen einsetzen.

  • Wegen eines bundesweiten Protesttags für höhere Vergütungen sollen heute viele Apotheken geschlossen bleiben.

  • Bundestrainer Julian Nagelsmann versammelt die Fußball-Nationalmannschaft in Herzogenaurach zur Vorbereitung auf die ersten Länderspiele im WM-Jahr.

  • Spargel in Zahlen: Das Statistische Bundesamt gibt Zahlen zu Anbau und Außenhandel von Spargel für die Jahre 1991 bis 2025 bekannt.

Mein Name ist Max Perseke und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Kommen Sie erst einmal gut in der neuen Woche an - ein Kaffee oder Tee könnte helfen.

Das wird heute wichtig
07:21 Uhr

Wal an der Ostseeküste gestrandet – Rettung läuft

Ein Großwal ist an der Ostseeküste in der Lübecker Bucht gestrandet. Das Tier wurde in der Nacht zu Montag im Ortsteil Niendorf der Gemeinde Timmendorfer Strand entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Der Wal sei noch am Leben, Einsatzkräfte der Polizei sowie die Wasserschutzpolizei wollen versuchen, das Tier wieder ins Meer zu bringen.

Es werde vermutet, dass es sich bei dem Wal um dasselbe Tier handelt, das bereits seit einiger Zeit immer wieder in der Ostsee gesichtet wird. Zuerst sei er Anfang des Monats im Wismarer Hafen entdeckt worden. Damals hatten Einsatzkräfte den Wal weitgehend von einem Netz befreit, in dem er sich zuvor verfangen hatte. Am vergangenen Freitag sei derselbe Wal vor Travemünde von der Meeresschutzorganisation Sea Sheperd von weiteren Netzresten befreit worden. Die Organisation gehe davon aus, dass es sich um einen Buckelwal handelt.

Wal an der Ostseeküste gestrandet – Rettung läuft
06:56 Uhr

Flugzeug kollidiert am Flughafen LaGuardia in New York mit Fahrzeug - Verletzte

Bei der Kollision eines Flugzeugs mit einem Rettungswagen am Flughafen LaGuardia in New York hat es offenbar mehrere Verletzte gegeben. Dies berichtet unter anderem die "New York Post". Mindestens zwei Polizisten, die in einer Flughafen-Feuerwehreinheit arbeiten, sollen ersten Berichten zufolge verletzt sein. Rund einhundert Passagiere seien an Bord der Maschine der "Air Canada Express" gewesen. Ob es weitere Verletzte gibt, ist bislang unklar. Bilder zeigen einen völlig verformten Cockpitbereich des Flugzeugs. Die Kollission soll sich nach Ankunft des Fliegers ereignet haben. Details sind bislang unklar. Der Flughafen wurde vorübergehend geschlossen.

Flugzeug kollidiert am Flughafen LaGuardia in New York mit Fahrzeug - Verletzte
06:33 Uhr

Kubaner haben nach "vollständiger Abschaltung" offenbar wieder Strom

Nach dem zweiten landesweiten Stromausfall in Kuba binnen weniger Tage ist das Stromnetz nach Angaben der Regierung des Landes vollständig wiederhergestellt worden. "Dank der Bemühungen unserer Elektriker wurde das nationale Stromsystem wiederhergestellt", erklärte Kubas Regierungschef Manuel Marrero Cruz im Onlinedienst X. Die Behörden warnten jedoch, dass die Nachfrage das Angebot weiterhin übersteigen werde. Am Samstag hatte das Energieministerium eine "vollständige Abschaltung" des nationalen Stromsystems gemeldet. Auslöser des Stromausfalls war nach Behördenangaben der Ausfall eines Kraftwerkblocks in einem der acht Wärmekraftwerke des Landes. Der Ausfall führte demnach zu einem Dominoeffekt.

Kubaner haben nach "vollständiger Abschaltung" offenbar wieder Strom
06:08 Uhr

"Absolutes Neuland": Forscher wollen Antimaterie transportieren

Platz da, hier kommt Antimaterie! Erstmals in der Geschichte der Menschheit sollen am morgigen Dienstag Antiteilchen auf der Straße transportiert werden - um zu beweisen, dass so ein Transport überhaupt möglich ist und die Teilchen nicht entweichen. "Wir betreten absolutes Neuland", erklären die Physiker Stefan Ulmer und Christian Smorra von der Universität Düsseldorf, die in Genf am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Grundlagen des Universums erforschen. "Nie zuvor wurde etwas Ähnliches bewerkstelligt."

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Der "Globe of Science and Innovation" auf dem Cern-Gelände. (Foto: picture alliance / Photoshot)

100 bis 1000 Antiprotonen sollen auf Reisen gehen, fünf Kilometer weit, ausschließlich auf Cern-Gelände bei Genf. Klappt der Test, soll das Material später per Lkw zu Laboren in Düsseldorf, Hannover und Heidelberg gebracht werden. Die Bedeutung wäre immens: Das Cern ist der einzige Ort weltweit, an dem Antiprotonen gespeichert werden können. Gelingt der Transport, könnte ortsunabhängig geforscht werden. Für den Transport haben Smorra, Ulmer und ihr Team eine Art elektromagnetischen Container entwickelt, eine sogenannte Penning-Falle. "Die Falle selbst sieht aus wie ein Stapel aus Fingerringen", erklärt Smorra. Innendurchmesser etwa ein Zentimeter, rund drei Zentimeter lang. Dazu kommt ein supraleitender Magnet, in dem die Teilchen bei minus 268 Grad in einem Hoch-Vakuum schwingen. Insgesamt wiegt der Container rund 800 Kilogramm - für den Transport ist deshalb ein Lastwagen nötig.

"Absolutes Neuland": Forscher wollen Antimaterie transportieren