Das war Dienstag, der 29. August 2017
Angela Merkel hat heute eine Sommerpressekonferenz gegeben. Das muss eine ziemlich langweilige Veranstaltung gewesen sein. An anderen Orten der Welt geht es da wesentlich brisanter zu: Nordkorea lässt eine Rakete über Japan fliegen und warnt vor einer "extrem starken Explosion". Und in den USA wütet weiterhin der Tropensturm "Harvey". Während US-Präsident Donald Trump die Bühne nutzt, um sich als Krisenmanager zu inszenieren, sorgt seine Gattin Melania mit halsbrecherischen Stilettos für Aufsehen.
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Selbstständiger Roboter löst Polizeieinsatz aus
In einem Elektromarkt in Lübeck hat sich ein Putzroboter selbstständig gemacht und einen Polizeieinsatz verursacht. Er löste Alarm aus. Drei Streifenwagenbesatzungen fuhren daraufhin zum vermeintlichen Tatort, denn sie vermuteten dort Einbrecher. Die Beamten durchkämmten das Geschäft und entdeckten schließlich auf dem Boden vor einem Regal den Reinigungsroboter. Dieser war offenbar aus dem Regal gefallen und hatte dabei einen Bewegungsmelder aktiviert, der den Alarm ausgelöste.
Angela Merkel wird ausgepfiffen
Ostdeutschland bleibt für Bundeskanzlerin Angela Merkel im Wahlkampf ein schwieriges Pflaster. Bei einer Veranstaltung in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt wurde Merkel zwar mit Beifall, aber auch mit lauten Buh-Rufen und Pfiffen empfangen. "Hau ab, hau ab", schallte es ihr zu Beginn ihrer Rede entgegen. Bitterfeld-Wolfen gilt als AfD-Hochburg. Bei der Landtagswahl 2016 erhielten die Rechtspopulisten aus dem Stand heraus 31,9 Prozent der Stimmen - so viel wie nirgendwo sonst in Sachsen-Anhalt.
Spinne bringt Rollerfahrer zu Fall
Eine Spinne hat in Lemgo in Nordrhein-Westfalen gleich zwei Rollerfahrer zu Fall gebracht. Eine 17-Jährige war mit ihrem Zweirad unterwegs, als sich plötzlich vor ihren Augen eine Spinne abseilte. Die junge Frau erschrak dermaßen, dass sie mit dem Vorderrad gegen den rechtsseitigen Bordstein geriet und stürzte. Ein hinter ihr fahrender 45-Jähriger wollte noch ausweichen, stürzte aber ebenfalls. Beide Rollerfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon.
Paris Jackson schickt Vater rührende Botschaft
Der King of Pop wäre heute 59 Jahre alt geworden. Dies hat seine Tochter Paris Jackson zum Anlass genommen, um via Instagram eine rührende Botschaft an Michael Jackson zu senden. "Geburtstagsgrüße an die Liebe meines Lebens, die eine Person, die mir gezeigt hat, was Leidenschaft wirklich bedeutet und die mir ein solides moralisches Fundament fürs Leben und das Träumen gezeigt hat", schrieb die heute 19-Jährige neben ein Foto von sich und ihrem Vater. "Ich werde nie wieder so eine Liebe empfinden, wie ich sie mit Dir empfunden habe. Du bist immer bei mir und ich bin immer bei Dir", so Paris Jackson. "Ich danke Dir für die Magie, für immer und ewig."
AfD verteilt Pfefferspray
Es ist Wahlkampf, liebe Leserinnen und Leser. Und zu diesem Anlass hatte die AfD die spitzen Idee, Pfefferspray an einem Infostand im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach zu verteilen. Natürlich seien die Bürger darauf hingewiesen worden, dass das Spray zu Tierabwehr gedacht sei, erklärte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr. Oder zur Abwehr von Menschen - "aber halt nur in absoluten Notsituationen", so Lohr. Hintergrund der Aktion soll das nächtliche Aufenthaltsverbot in den drei Bad Kreuznacher Stadtparks sein. Auslöser des Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab.
Zu Guttenberg beginnt mit Wahlkampf-Unterstützung
Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von der CSU unterstützt seine Partei ab morgen beim Wahlkampf. Der 45-Jährige spricht in der Stadthalle von Kulmbach in der Nähe des fränkischen Stammsitzes seiner Familie bei einer Kundgebung. Bis zur Bundestagswahl sind noch weitere Auftritte geplant, darunter am kommenden Montag parallel zu SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und anderen Bundespolitikern beim Gillamoos-Volksfest in Abensberg.
Videos des Tages
Alle lachen über Melania Trumps "Sturm-Stilettos"
Diese Kleiderwahl war wohl etwas unglücklich: Nach dem verheerenden Sturm "Harvey" stieg Melania Trump in eleganten und gefährlich hohen Stiletto-Schuhen ins Flugzeug, das sie und ihren Mann Donald in die Flutgebiete im Bundesstaat Texas bringen sollte. Manche Beobachter fanden das Outfit unpassend, die Präsidentenfrau zog in sozialen Medien viel Spott auf sich. Zudem trug sie eine Caprihose, eine armeegrüne Bomberjacke mit gerafften Ärmeln und eine große Sonnenbrille. Auch nicht gerade das typische Flutkatastrophen-Outfit. Die Kleidung des Präsidenten hingegen entsprach eher dem, was Politiker üblicherweise in solchen Situationen tragen: eine schwarze Regenjacke, eine khakifarbene Hose und braune Stiefel. Aber während des Fluges zog sich Melania Trump dann doch noch mal um: Als sie in Texas aus dem Flieger stieg, trug sie dann weiße Turnschuhe. Diese dürften allerdings auch nicht Matsch tauglich sein.
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Missverständnis löst Suche nach Babyleichen aus
In Thüringen hat ein makaberes Missverständnis zwischen zwei Frauen eine Suche nach Babyleichen ausgelöst. Auf einem Privatgrundstück in dem Ort Schkölen stieß die Polizei dann allerdings nicht auf tote Kinder, sondern auf ein Tiergrab mit zwei Hundekadavern. Zuvor hatte die Polizei den Hinweis einer Anwohnerin erhalten, wonach sich auf dem Gelände eine Grabstätte mit Frühchen oder Totgeborenen befinden sollte. Die Frau hatte den Ermittlern erzählt, dass sie sich vor einigen Wochen mit ihrer Nachbarin an der Grabstätte unterhalten habe. Dabei habe die Frau von ihren "Kindern" erzählt, die auf dem Gelände ruhten. Wie sich nun herausstellte, hatte sie damit ihre toten Hunde gemeint.
Dies ist der häufigste Grund für Nachbarschaftsstreit
Tatsächlich ist Lärm der häufigste Grund für Nachbarschaftsstreitigkeiten. 42 Prozent der Deutschen stritten darüber schon einmal. Das ergab eine Umfrage des Energiekonzerns Eon und des Marktforschungsinstituts Kantar Emnid. In ganz Europa ist Lärm der Streitpunkt Nummer eins. Auf Platz zwei folgen mit großem Abstand neugierige und aufdringliche Nachbarn und auf Platz drei Haustiere. Der Streit um Hecken und andere Pflanzen landet nur auf Platz sieben, das Grillen auf dem achten Platz. Häufiger wird noch über zugeparkte Einfahrten, warmlaufende Motoren oder unangenehme Gerüche gestritten. Befragt wurden rund 8000 Menschen in Deutschland, Großbritannien, Italien, Tschechien, Rumänien, Schweden, in der Türkei und in Ungarn.
Sturm "Harvey" lässt Damm bei Houston brechen
Durch die starken Regenfälle im Zuge des Tropensturms "Harvey" ist der Damm an den Columbia-Seen südlich der Großstadt Houston gebrochen. Die US-Behörden forderten alle Anwohner deswegen auf, ihre Häuser zu verlassen.
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OSZE rügt Trump wegen Angriffen auf Medien
US-Präsident Donald Trump hat sich mit den Attacken gegen die Medien eine Rüge der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eingehandelt. In einem Brief an US-Außenminister Rex Tillerson bezog sich der Beauftragte für Medienfreiheit, Harlem Désir, auf eine Rede Trumps am 22. August in Arizona, in der Trump die Medien als verlogen, falsch und unehrlich bezeichnet hatte. "Ich rufe die US-Regierung auf, von solchen Attacken gegen die Medien abzusehen", schrieb Désir. Solche Aussagen Trumps seien problematisch. Sie untergraben die Rolle der Medien in einer demokratischen Gesellschaft, nämlich, die Arbeit der Regierungen kritisch zu begleiten, so Désir. Medien als "Feinde des Volkes" zu bezeichnen, wie Trump es öfter getan hat, setze Journalisten möglicherweise Gewalt aus.
Schlagzeilen zum Feierabend
Reifen bei Air-Berlin-Maschine geplatzt
Bei der Landung eines Air-Berlin-Flugzeugs auf dem Saarbrücker Flughafen Ensheim ist ein Reifen geplatzt. Die Maschine aus Berlin landete aber völlig normal, rollte aus und kam schließlich auf der Bahn zum Stehen. Die 35 Passagiere konnten die Maschine unbeschadet über die Treppe verlassen. Der Tower hatte routinemäßig Alarm ausgelöst: Daraufhin waren Rettungskräfte und Feuerwehr ausgerückt, die aber nicht gebraucht wurden. Im Anschluss wurde der geplatzte Reifen repariert. Deshalb musste am Nachmittag ein Air-Berlin-Flug annulliert werden.
Tanzender Polizist sorgt für Internet-Hit
Mit einer Hip-Hop-Tanzeinlage beim Londoner Notting-Hill-Karneval hat ein Polizist einen regelrechten Internet-Hype ausgelöst. Mehrere Videos, die im Netz kursieren, zeigen den Mann in voller Montur beim Tanzen - unter dem Jubel von Besuchern des Fests, das Hunderttausende in den Londoner Stadtteil lockte.
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Leiche nach 40 Jahren im Eis identifiziert
Der nach Jahrzehnten im Eis gefundene deutsche Alpinist hat vor seinem Tod in den Tiroler Bergen in Rheinland-Pfalz gelebt. Die Herkunft des Mannes konnte nun von der Polizei bestätigt werden. Dokumente in seiner Brieftasche und ein Fahrzeugschein stimmen mit der Vermisstenmeldung aus dem Jahr 1974 übereinstimmen. Damals brach der Sportler aus dem Pfälzerwald auf und kehrte nie mehr ins Tal zurück. Der Berg gab die Gletscherleiche nun wieder frei. Der Leichnam wies bereits starke Mumifizierungsmerkmale auf. Ein Bergführer hatte den auf rund 3000 Metern Höhe in Neustift im Stubaital aus dem Eis ragenden Leichnam am Sonntag entdeckt. Neben der Leiche wurden ein alter Eispickel und ein Messer gefunden. Wie genau der Mann zu Tode kam, ist noch unklar.
Rentnerin vertreibt Dieb mit Staubsaugerrohr
Von wegen wehrlose Senioren: In Wien hat eine Rentnerin einen bewaffneten Einbrecher mit Hilfe eines Staubsaugerrohrs in die Flucht geschlagen. Der Mann hatte die 74-Jährige in ihrem Haus mit einem Messer bedroht und Geld verlangt. Sie gab ihm daraufhin zwar ihre Geldbörse, griff dann aber zum Staubsaugerrohr und vertrieb den Mann mit Schlägen und lautem Schreien. Der Dieb soll sich über eine offenstehende Terrassentür Zutritt zu dem Haus der Frau verschafft haben. Nun wird nach dem Mann gefahndet.
Polizei durchsucht gesunkenes U-Boot erneut
Die Geschichte wird immer mysteriöser: Die Polizei in Kopenhagen sucht das U-Boot "Nautilus" nun mit einem Scanner ab. Die Ermittler gehen davon aus, dass das U-Boot des Erfinders Peter Madsen über Hohlräume verfügt. Und in diesen könnten sich weitere Spuren eines Verbrechens oder eine mögliche Tatwaffe befinden. Der Däne Peter Madsen hatte ausgesagt, dass die schwedische Journalistin Kim Wall an Bord der "Nautilus" ums Leben kam. Wie, ist nicht bekannt. Der Torso ihrer Leiche war später südlich von Kopenhagen angeschwemmt worden, von ihren Gliedmaßen, ihrem Kopf und ihrer Kleidung fehlt jede Spur. Mit Spezialhunden, die auch im Wasser Witterung aufnehmen können, sollte am Dienstag und am Mittwoch die Køge-Bucht abgesucht werden. Dort war das U-Boot am 11. August gesunken.
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Mehrheit der Deutschen befürwortet Tempolimit
Eine gute Mehrheit der deutschen Autofahrer befürwortet ein Tempolimit auf Autobahnen. In einer Umfrage für den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) waren 52 Prozent der Befragten der Meinung, dass es ein generelles Limit geben sollte, 47 Prozent verneinten das. Ebenfalls 52 Prozent der Befragten gaben an, dass dadurch nach ihrer Überzeugung die Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden könne. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Frauen und Männern sowie zwischen Älteren und Jüngeren: So sprachen sich 67 Prozent der Frauen für ein Tempolimit aus, aber nur 38 Prozent der Männer. Bei den bis 34-Jährigen befürworteten zudem nur 38 Prozent der Autofahrer eine Geschwindigkeitsbegrenzung, bei den Älteren ab 55 Jahren waren es 67 Prozent. Von den Befürwortern eines Limits sprach sich die Mehrheit für Tempo 130 aus.
Schichtwechsel
Heute ist der schönste Tag der Woche (O-Ton Björn Alexander) und Heidi Ulrich freut sich deswegen sicherlich riesig, diesen nun zum Feierabend genießen zu können. Ich freue mich derweil riesig, Sie von dieser Stelle aus begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Kira Pieper. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zu der Rubrik "Der Tag" haben, schreiben Sie mir doch gerne an kira.pieper (at) nama.de eine Mail.
Quiz zur Wahl: Wer hat's gesagt?
Aus dem Wahlprogramm welcher Partei stammt dieser Satz? "Wir wollen, dass Deutschland führend wird in der Produktion alternativer umweltfreundlicher Antriebe, wie zum Beispiel der Elektromobilität, und die Entwicklung autonomer Fahrzeuge zur Marktreife führt." Gar nicht so leicht zu sagen, oder? Die Antwort gibt ein neues Online-Quiz zur Bundestagswahl. Dort werden fast 100 Sätze aus den Wahlprogrammen von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP, Linke und AfD zitiert - der Nutzer muss raten, aus welchem Parteiprogramm er ist. Entwickelt wurde es von Politikwissenschaftlern des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).
Falls Sie keine Lust auf das Quiz haben und die Antwort trotzdem wissen möchten: Der Satz stammt aus dem Programm der Union. Und wenn Sie Lust auf das Quiz haben, klicken Sie hier.
Trump zu Nordkorea: Alle Optionen sind auf dem Tisch
US-Präsident Trump warnt Nordkorea nach seinem Raketenabschuss: "Die Welt hat Nordkoreas jüngste Nachricht laut und deutlich gehört: Dieses Regime hat seine Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für einen Mindeststandard an akzeptablem Verhalten signalisiert." Nordkorea isoliere sich nur noch mehr. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", fügte Trump hinzu.
Vorher hatte der nordkoreanische UN-Botschafter Washington vorgeworfen, die koreanische Halbinsel auf eine "extrem starke Explosion" zuzutreiben. Sein Land habe "jedes Recht, mit harten Gegenmaßnahmen sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch zu nehmen", hatte Han Tae Song gesagt. Nordkorea hatte eine Rakete abgefeuert, die über Japan flog und in den Pazifik stürzte.
Erfurter fährt 30 Jahre ohne Führerschein
Erstaunlich, wie lange der Mann damit durchgekommen ist. Rund 30 Jahre lang ist er ohne Führerschein Auto gefahren. Das ist jetzt rausgekommen, weil der 61-jährige Erfurter bei einer Verkehrskontrolle angehalten wurde. Er sagte den Beamten, er sei mehrmals durch die Führerscheinprüfung gefallen. Vielleicht nimmt er die jetzt doch noch mal in Angriff, wenn er weiterhin Auto fahren möchte. Genug Fahrpraxis dürfte er ja inzwischen haben.
Hacker veröffentlichen Nacktfotos von Justin Bieber bei Selena Gomez
Bombe - Koblenzer müssen Wohnungen verlassen
In Koblenz wurde eine Weltkriegsbombe gefunden. Sie soll Samstag entschärft werden. Mehr als 20.000 Menschen müssen dann ihre Wohnungen verlassen. Das ist fast ein Fünftel der Bevölkerung. Auch ein Gefängnis und ein Krankenhaus müssen geräumt werden.
Louisiana wappnet sich für "Harvey"
Sturm Harvey zieht weiter ostwärts. Auch in den nächsten Tagen werden erhebliche Regenmengen erwartet. In Louisiana deckten sich deshalb viele Menschen mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein. In New Orleans bleiben heute Schulen und Behörden geschlossen. Bürgermeister Mitch Landrieu rief die Bewohner dazu auf, zu Hause zu bleiben.
US-Präsident Trump wird in den nächsten Stunden in Texas erwartet. Er will sich unter anderem in Corpus Christi ein Bild von der Lage machen.
Goldpreis steigt nach Raketentest auf Jahreshoch
In schwierigen Zeiten gilt Gold als verlässlicher Vermögenswert. Jetzt ist der Goldpreis auf ein Jahreshoch gestiegen. Das hängt auch mit dem nordkoreanischen Raketenabschuss zusammen. Die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg zwischenzeitlich auf 1322,41 US-Dollar, das ist der höchste Stand seit November 2016. Marktbeobachter sprechen von einer gewachsenen Unsicherheit unter den Anlegern - nach mehreren Terroranschlägen in Europa, dem politischen Hickhack in den USA und eben der sich zuspitzenden Nordkorea-Krise.
Schlagzeilen am Mittag
Diebe stehlen 3,8 Millionen Bienen
Es gibt bestimmt nichts, was nicht schon mal jemand gestohlen hat. Der Diebstahl von 3,8 Millionen Bienen in Luxemburg ist aber schon recht außergewöhnlich. Die Diebe nahmen alle 47 Bienenstöcke eines Imkers mit. "Das müssen Leute gewesen sein, die sich ausgekannt haben", sagte ein Polizeisprecher. Die Stöcke waren noch nicht abgeerntet. Der Imker hat jetzt einen Schaden von rund 50.000 Euro.
Merkel begrüßt Spahns Rückzug aus Start-up
Kanzlerin Merkel hält gerade ihre Sommer-Pressekonferenz. Dabei wurde sie auch nach Finanzstaatssekretär Jens Spahn gefragt. Der CDU-Politiker hatte 15.000 Euro in ein Start-up investiert, das zur Fintech-Szene gehört. Da Spahn Beauftragter der Bundesregierung für Start-ups ist, sieht das nicht gerade vorteilhaft aus. Und er muss sich den Vorwurf eines Interessenkonflikts anhören. Merkel findet es richtig, dass Spahn seine Beteiligung an dem Start-up jetzt verkaufen will. "Das ist sicherlich ein vernünftiger Schritt", sagte sie.
Das war der Morgen bei n-tv
Auf dem Weg zur Arbeit die Nachrichtenlage verpasst? Was heute Morgen interessiert, erregt und bewegt hat, zeigen die Highlights der Morgennachrichten mit Ulrich von der Osten.
Nach Raketenabschuss: Moskau "extrem besorgt"
Der nordkoreanische Raketenabschuss sorgt weltweit für große Besorgnis. Die Lage habe die "Tendenz zur Eskalation", sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Riabkow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. "Wir sind extrem besorgt über die allgemeine Entwicklung." Riabkow sieht aber auch eine Verantwortung bei Südkorea und den USA: Ihre Militärmanöver hätten "eine Rolle dabei gespielt, Pjöngjang zu einem neuen Abschuss" einer Rakete zu veranlassen.
China rief zu Zurückhaltung und Friedensgesprächen auf. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hätten einen "Wendepunkt" erreicht, hieß es vom chinesischen Außenministerium.
Frauke Petry verliert ihre Immunität
Frauke Petry genießt keine parlamentarische Immunität mehr. Heute ist die Widerspruchsfrist des sächsischen Landtags ausgelaufen. "Es hat keiner widersprochen", sagte Parlamentssprecher Ivo Klatte. Damit ist der Weg frei für eine Anklage gegen die AfD-Chefin wegen des Verdachts des Meineides oder des fahrlässigen Falscheides. Hintergrund sind widersprüchliche Aussagen von ihr und AfD-Schatzmeister Carsten Hütter vor dem Wahlprüfungsausschuss des Landtages. Dabei ging es um die Aufstellung der Kandidatenliste zur Landtagswahl 2014.
Heli-Crews ziehen Menschen aus den Fluten
Facebook bestraft Fake-News-Verbreiter
Fake News im Internet sind ein richtiges Problem. Facebook will nun mehr tun, um sie einzudämmen. Seiten, die wiederholt auf gefälschte Nachrichten verlinken oder diese teilen, dürften keine Werbung mehr bei Facebook schalten, heißt es von dem Unternehmen. Falsche Nachrichten seien "schädlich" für die Internetgemeinde.
Kim Jong Un soll wieder Vater geworden sein
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist angeblich zum dritten Mal Vater geworden. First Lady Ri Sol Ju habe das Kind schon im Februar bekommen, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Mit einem Sohn wäre der Herrscherfamilie ein möglicher Stammhalter geboren. Kim und Ri sollen schon zwei Kinder haben, die 2010 und 2013 geboren wurden. Über ihr Geschlecht ist aber nichts sicher bekannt.
Alles zur neuesten Provokation aus Pjöngjang lesen Sie hier.
Kinder brennen Elternhaus ab
Immerhin wurde niemand ernsthaft verletzt! Das ist wahrscheinlich im Moment der einzige Trost für eine Familie aus Zapel in Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden Kinder hatten auf dem Dachboden mit Streichhölzern gezündelt. Sie warfen die abgebrannten Hölzer in einen Papierkorb. Leider brach dann ein Feuer aus und das ganze Haus brannte ab. Die Familie wohnt jetzt erstmal bei Freunden.
Schlagzeilen am Morgen
Hacker posten Nacktfotos von Justin Bieber
Das Instagram-Account von Sängerin Selena Gomez hat weltweit die meisten Follower – und jetzt wurde es offenbar gehackt. Es sind Nacktfotos von ihrem Ex-Freund Justin Bieber aufgetaucht. Gomez habe ihren Account daraufhin deaktiviert, berichten die Promiportale "TMZ" und "Hollywood Reporter". Bei den Bildern handle es sich um zwei Jahre alte Paparazzi-Bilder, die Bieber an einem Pool zeigen, heißt es weiter. Mittlerweile wurden die Bilder gelöscht und Gomez Instagram-Account ist wieder online.
Explosion erschüttert Kabul nahe US-Botschaft
Eine Explosion erschüttert die afghanische Hauptstadt Kabul. Mindestens fünf Menschen wurden laut Polizei getötet, acht weitere verletzt. Die Explosion sei vor einer Bank in der Nähe der US-Botschaft gewesen, sagt ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums. Dort hätten gerade viele Sicherheitskräfte gestanden, um ihren Lohn abzuholen. Wer dafür verantwortlich ist, ist noch unklar. Allerdings hatten die Taliban-Rebellen erst vor kurzem den USA gedroht, weil Washington seine Militärpräsenz in Afghanistan ausbauen will.
Update: Es war ein Selbstmordanschlag. Die Taliban bekannten sich dazu.
Schröder könnte Rosneft-Aufsichtsratschef werden
Ex-Kanzler Gerhard Schröder wird beim russischen Ölkonzern Rosneft womöglich nicht nur ein einfaches Aufsichtsratsmitglied. Er werde als Aufsichtsratschef gehandelt, berichtet die Agentur Interfax. Schröder sei ein weltweit angesehener Politiker, der sich stets für die Energiezusammenarbeit zwischen Europa und Russland eingesetzt habe, wird ein Dokument zitiert. Das dürfte Schröders Parteikollegen Martin Schulz nicht gerade milder stimmen. "Ich würde das nicht tun", hatte der SPD-Kanzlerkandidat zu Schröders Plänen gesagt. Rosneft steht nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 auf der Sanktionsliste der EU.
Nachrichten kompakt
Über 200.000 Binnenflüchtlinge in Afghanistan
Ist Afghanistan nicht viel zu gefährlich, um Menschen dorthin abzuschieben? Darüber wird in der Politik immer wieder gestritten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entscheidet seit kurzem wieder über Abschiebungen von Afghanen. Nun gibt es Zahlen dazu, wie viele Menschen innerhalb von Afghanistan auf der Flucht sind. Laut dem Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) sind das seit Jahresbeginn mehr als 200.000 Menschen. Sie seien vor Gefechten zwischen radikalislamischen Taliban und Sicherheitskräften aus ihren Heimatorten geflohen, heißt es. Demnach gibt es in 34 Provinzen Binnenfluchtbewegungen.
Großstädter bauen Ministadthäuser
Wer in einer Stadt wie Berlin, Hamburg oder München wohnt, kennt das Problem: Zentral wohnen ist teilweise unbezahlbar. Vielleicht tauchen in den Innenstädten deshalb bald winzige Häuschen auf. In Berlin läuft gerade ein Sommerkurs, bei dem die Teilnehmer lernen, ein "Tinyhouse" zu bauen. Das sind mobile Häuschen mit einer Fläche von maximal zehn Quadratmetern. Für Tinyhouses interessieren sich vor allem junge Leute aus der oberen Mittelschicht, sagt der Initiator und Architekt Van Bo Le-Mentzel. Im Kurs zahlen die Teilnehmer 4000 Euro für das Grundgerüst. Mit allem drum und dran sollte man mit etwa 50.000 Euro für ein Minihaus rechnen, sagt Le-Mentzel.
UN-Krisensitzung wegen Nordkorea einberufen
Wie wird die Internationale Gemeinschaft auf den nordkoreanischen Raketenabschuss reagieren? Darüber wird der UN-Sicherheitsrat beraten. Er kommt im Laufe des Tages in New York zu einer Krisensitzung zusammen, wie Diplomaten sagten. Japans Regierungschef Abe sprach von einer "beispiellosen und ernsthaften" Bedrohung für die Bevölkerung. Er hat inzwischen mit US-Präsident Trump telefoniert. Sie hätten vereinbart, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben, sagte Abe.
Spahn verkauft Beteiligung an Start-up
Staatssekretär im Finanzministerium Jens Spahn bietet ein Geschäft an. Er sucht jemanden, der ihm 15.000 Euro für seine Beteiligung an einem Start-up aus der Fintech-Szene gibt. Die brachte ihm nämlich kurz vor der Bundestagswahl viel Kritik ein. Der CDU-Politiker will sie jetzt wieder verkaufen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, sobald er einen Käufer gefunden habe, werde er auch den staatlichen Zuschuss zurückzahlen, den er für das Investment bekommen hatte. Viele fanden es nicht in Ordnung, dass ein Staatssekretär in einem Bereich investiert, für den er gesetzgeberisch zuständig ist.
Sommer erreicht nun auch den Norden
Das wird heute wichtig
Liebe Leser,
ich hoffe, Sie können sich heute genug Zeit freischaufeln. Denn es wird nochmal ein richtig schöner Sommertag! Hier geht gerade die Sonne auf und das sieht schon mal sehr vielversprechend aus! Und was steht sonst noch an?
Nordkorea hat wieder eine Rakete gezündet, dieses Mal ist sie über Japan hinweggeflogen. Japan will deshalb den UN-Sicherheitsrat einberufen.
US-Präsident Trump besucht die Flutgebiete in Texas.
Außenminister Gabriel ist in die USA geflogenen, um mit seinem Amtskollegen Tillerson über die großen Krisen der Welt zu sprechen. Dazu gehört auch die Bedrohung durch Nordkorea.
Kanzlerin Merkel gibt ihre ausführliche Sommer-Pressekonferenz und beantwortet Fragen der Hauptstadtpresse.
Der Prozess gegen den "Reichsbürger" beginnt, der einen Polizisten erschossen haben soll.
Ich bin Heidi Ulrich und wünsche einen schönen guten Morgen! Wenn Sie mir schreiben wollen, erreichen Sie mich über heidi.ulrich@nama.de.
Heute ist der schönste Tag der Woche
Der insgesamt schönste und wärmste Tag in dieser Wetterwoche hat begonnen. Und so geht es heute vor allem in der Westhälfte schon sehr mild los. Dort mit Frühwerten, die sich häufig schon zwischen 14 und 20 Grad bewegen. Weiter ostwärts ist es zu Beginn frischer mit 8 bis 15 Grad. Tagsüber wird es dann aber - nach Auflösung örtlicher Nebel- oder Dunstfelder - verbreitet schön und warm bis heiß. Die Temperaturen erreichen meistens zwischen 24 und 28 Grad. Am Rhein und seinen Nebenflüssen sogar 28 bis 32 Grad. Damit wünsche ich einen guten Start in diesen Sommertag und hoffe, Sie können ihn - zumindest zwischendurch - auch mal genießen. Ihr Björn Alexander