Infografik

Ist der eigene auch dabei? Zahl der Corona-freien Kreise wächst

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Im thüringeschen Suhl gibt es offiziell keine einzige akute Covid-19-Erkrankung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist noch ein langer Weg zu gehen, aber sinkende Infektionszahlen geben in der Corona-Krise Hoffnung. In einigen Gebieten gibt es sogar offiziell gar keine oder nur noch sehr wenige akut Erkrankte. Eine interaktive Karte von ntv.de zeigt, welche Kreise Corona-frei oder auf dem besten Weg dorthin sind.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 164.000 gemeldete Covid-19-Infektionen, von denen bereits knapp 128.500 wieder genesen sind. Akut erkrankt sind damit derzeit offiziell weniger als 29.000 Menschen. Wie die interaktive Karte von ntv.de zeigt, verteilen sich die vom Robert-Koch-Institut gemeldeten Infektionen in der Bundesrepublik sehr unterschiedlich. Einige Regionen sind stärker betroffen, andere kaum. Und es gibt sogar ein paar Kreise, in denen es keinen einzigen gemeldeten aktiven Covid-19-Fall mehr gibt. Derzeit sind das die Stadtkreise Rostock, Flensburg, Emden und Suhl in Thüringen sowie die Landkreise Wesermarsch und Rhein-Lahn.

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Daneben gibt es aber auch sehr viele Regionen, in denen es rein statistisch gesehen kaum anders aussieht. Beispielsweise sind im Landkreis Oberallgäu nur zwei Fälle und in der Stadt Kempten eine akut an Covid-19 erkrankte Person gemeldet. Ähnlich sieht es in den Landkreisen Elbe-Elster (1), Cochem-Zell (2), in Neustadt an der Weinstraße (2) und in Wittenberg (3) aus.

Nicht zu sicher fühlen

Völlig sicher darf man sich aber auch diesen Regionen nicht fühlen. Unter Umständen ist die Dunkelziffer hoch, da Menschen, bei denen die Krankheit harmlos oder sogar unbemerkt verläuft, in der Statistik nicht auftauchen. Einer Schätzung auf Basis der umstrittenen Heinsberg-Studie nach könnte es in Deutschland insgesamt rund 1,8 Millionen Infizierte geben, also ungefähr zehnmal so viele wie offiziell gemeldet wurden.

Außerdem weisen Virologen und Epidemiologen immer wieder darauf hin, dass es auch bei sehr wenigen Covid-19-Erkrankungen immer noch zu größeren Ausbrüchen kommen kann, theoretisch genügt dafür ein einziger sogenannter "Superspreader". Und wenn dies gleichzeitig an vielen verschiedenen Orten in Deutschland passiert, könnte dies in einer zweiten Welle münden, die im schlimmsten Fall nicht mehr kontrollierbar wäre, warnt Christian Drosten.

Quelle: ntv.de, kwe