Leben

Impf-Debakel und Fliegerei Hat die Politik die Kontrolle verloren?

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Unter anderem für Briten gilt seit Ende Januar ein Einreiseverbot.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Schulen sind geschlossen, private Treffen so gut wie verboten, das Gesundheitswesen arbeitet am Limit - aber Flugreisen sind trotzdem möglich. Im ntv-Podcast "Ditt & Datt & Dittrich" macht der pflegerische Leiter der Endoskopie Katholisches Klinikum Lünen/Werne seinem Ärger Luft.

In Windeseile wurden Impfzentren errichtet. Weil Deutschland jedoch nicht über genügend Corona-Impfdosen verfügt, bleiben diese größtenteils leer. Doch die Bundesregierung ist sich einig und sagt, man habe genügend bestellt, die Lieferungen verzögerten sich nur eine Weile. Indes sind einige Corona-Mutanten wie die besonders ansteckende Variante B.1.1.7 auf dem Vormarsch. Seit Monaten befindet sich Deutschland im Lockdown, und auch wenn die Inzidenz vielerorts langsam sinkt, sollten Lockerungen nur mit großer Vorsicht in Erwägung gezogen werden.

Eine wichtige Frage aber bleibt: Hat die Politik die Kontrolle bereits verloren? Die Schulen sind geschlossen, das Gesundheitssystem arbeitet seit Monaten an der Belastungsgrenze, viele Selbstständige stehen vor der Pleite. Und der Flugverkehr? Ging die ganze Zeit munter fröhlich weiter. Wie kann es sein, dass Menschen zu Hause bleiben sollen und nur eine Person aus einem anderen Hausstand treffen dürfen, gleichzeitig aber lange in den Urlaub fliegen und praktisch ungehindert aus Hochrisiko-Gebieten einreisen konnten? Warum wurde die Einreise erst Ende Januar verboten?

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Bundeskanzlerin Merkel antwortete auf Fragen wie diese: "Hundertmal habe ich die Frage in den Runden gestellt: Warum können wir die Reisen nicht verbieten? Dann bekomme ich immer die auf ehemalige DDR-Bürger gemünzte Antwort, dass wir ein freies Land sind. Man kann zwar 15 Kilometer Sperrzone einführen, aber es ist schwer, Reisen in die Welt zu verbieten."

Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass das zögerliche und oft verspätete Handeln der zuständigen Behörden einer Reise ins Ungewisse gleicht. In der aktuellen Folge des ntv-Podcasts "Ditt & Datt & Dittrich" spricht Verena Dittrich mit Axel Herzing, dem pflegerischen Leiter der Endoskopie Katholisches Klinikum Lünen/Werne über das Impf-Debakel, Patienten, deren Therapien sich verzögern und über das Unverständnis darüber, warum der Flugverkehr nicht nahezu auf null reduziert wurde, um die Einschleppung der gefährlichen Mutanten zu verhindern.

Sie stehen auf Trash-TV oder führen gern melancholisch-poetische Gespräche über das Leben? Dann hören Sie rein bei "Ditt & Datt & Dittrich", dem Podcast von ntv.de-Kolumnistin Verena Maria Dittrich, Hausmeister Ronny und Gästen.

Alle Folgen von "Ditt & Datt & Dittrich" finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Ditt & Datt & Dittrich" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Quelle: ntv.de, chr