Auch zwei Mütter dabei16 Frauen wollen "Miss Germany" werden

Seit fast 100 Jahren wird in Deutschland bereits regelmäßig die "Miss Germany" gekürt. Am Samstag ist es wieder mal so weit. Dabei versucht der Wettbewerb, sein angestaubtes und altbackenes Image abzustreifen - mit Regeländerungen und einer erstmals rein weiblichen Jury.
Die Vorbereitungen zur Wahl der diesjährigen "Miss Germany" gehen in die entscheidende Runde: Nach einem sieben Tage dauernden Trainingscamp in Ägypten bereiten sich die 16 Finalistinnen in Rust bei Freiburg vor.
Auf dem Programm stehe unter anderem ein Catwalk-Training, teilten die Veranstalter mit. Dieses Üben auf dem Laufsteg solle helfen, den jungen Frauen ein sicheres Auftreten zu geben. Hinzu kämen Foto-Shootings, Videodrehs und ein Interviewtraining.
7500 Bewerberinnen
Gewählt wird die neue "Miss Germany" an diesem Samstag im Europa-Park in Rust. Um den Titel bemühen sich dann 16 Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahren.
Im Vorfeld hatten sich deutschlandweit mehr als 7500 junge Frauen um einen der 16 Plätze bei der Schönheitswahl beworben, sagte Organisator Max Klemmer. Erstmals in der 93-jährigen Geschichte des Wettbewerbs seien auch zwei junge Mütter dabei. Dies sei möglich, nachdem die Regeln in den vergangenen Jahren gelockert worden waren. Frauen, die Kinder haben, konnten früher nicht teilnehmen.
Wer folgt Nadine Berneis?
"Miss Germany" ist laut Veranstalter der älteste und bedeutendste Schönheitswettbewerb in Deutschland. Es gibt ihn seit 1927. Im vergangenen Jahr gewann ihn Nadine Berneis, die für das Bundesland Baden-Württemberg ins Rennen gegangen war.
Dieses Jahr entscheidet erstmals eine rein weibliche Jury über Sieg und Niederlage. In der Jury sitzen unter anderem RTL-Moderatorin Frauke Ludowig, Karate-Kämpferin Anna Lewandowska sowie die frühere CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl, die viele inzwischen als Investorin aus der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" kennen. Wöhrl war 1977 selbst "Miss Germany".