Unterhaltung

Geschichten von Isabel Allende65. Geburtstag naht

29.07.2007, 00:00 Uhr

Isabel Allende feiert ihren 65. Geburtstag. Vor 25 Jahren verzauberte die wohl bekannteste lateinamerikanische Schriftstellerin ihre Leser mit "Das Geisterhaus". Der Roman erzählt auch aus ihrer eigenen Geschichte.

Vor 25 Jahren machte der Erfolgsroman "Das Geisterhaus" die chilenische Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende auf einen Schlag weltberühmt. Inzwischen hat sie mindestens 17 weitere Titel veröffentlicht, die insgesamt nach Branchenangaben weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft und in 27 Sprachen übersetzt wurden. Allende, die am 2. August 65 Jahre alt wird, gilt als die derzeit wohl populärste lateinamerikanische Schriftstellerin. In ihren Büchern verstand sie es gekonnt, die Geschichte und Magie ihres Landes und Lateinamerikas zu spannenden Romanen zu verweben. Ihre eigene Lebenserfahrung spielte dabei immer eine große Rolle.

Isabel Allende Llona kam am 2. August 1942 in der peruanischen Hauptstadt Lima zur Welt. Ihr Vater war Diplomat. Nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten, kehrte sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Santiago de Chile zurück. Mit dem zweiten Mann ihrer Mutter, ebenfalls ein Diplomat, zog die Familie nach La Paz in Bolivien und den Libanon. Nach ihrer Rückkehr nach Chile arbeitete Allende ab 1958 zeitweise für die Vereinten Nationen und heiratete 1962 den Ingenieur Miguel Fras. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Nach langen Reisen durch Europa gründete sie mit anderen die erste feministische Zeitschrift Chiles "Paula", arbeitete beim Fernsehen und veröffentlichte Geschichten für Kinder.

Als ihr Onkel, der Präsident Salvador Allende, 1973 durch den Putsch von General Augusto Pinochet gestürzt wurde und ums Leben kam, emigrierte sie 1975 nach Venezuela. 1981 lag ihr Großvater im Alter von 99 Jahren im Sterben. Aus Briefen an ihn entstand später der Roman "Das Geisterhaus". Nach der Scheidung von ihrem ersten Mann heiratete sie 1988 den Amerikaner Willie Gordon und lebt mit ihm in Kalifornien.

Auch Allendes neuester Roman "Ins meines Herzens" verwebt die Geschichte Lateinamerikas mit einer spannenden Geschichte über Sehnsucht, Liebe und Leid. Die Spanierin Ins de Suarez zieht in der Zeit der Conquistadores nach Südamerika. Als sie in Peru vom Tod ihres Mannes erfährt, verliebt sie sich in Pedro de Valdivia, einen der Feldherren aus dem Heer von Francisco Pizarro. Gemeinsam machen sie sich an die Eroberung Chiles und gründen das heutige Santiago. Später aber wendet sich Ins von Pedro und dessen ungezügeltem militärischen Ehrgeiz ab.

Von Jan-Uwe Ronneburger, dpa