Unterhaltung

Elf Stunden Stöhnen und SauereienArmin Rohde war mal Porno-Sprecher

18.04.2015, 15:48 Uhr
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"Ein etwas alt geratener Junge": Armin Rohde. (Foto: picture alliance / dpa)

Armin Rohde hatte einen ungewöhnlichen Studentenjob: Während andere Kellnern, finanziert sich der Schauspieler mit dem Synchronisieren von Pornos. Dabei leistete er vollen Einsatz.

Armin Rohde verdiente schon als Student mit seinem schauspielerischen Talent Geld. Seine Frühwerke sind allerdings nicht unbedingt filmpreisverdächtig: Der Schauspieler finanzierte sein Studium unter anderem mit dem Synchronisieren von Pornos, wie er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" verriet. "Für so einen 70-Minuten-Porno gab es damals 400 Mark, das war viel Geld", erzählte Rohde. "Dafür habe ich dann elf Stunden am Mikrofon gestanden, geächzt, gestöhnt und Sauereien erzählt. Aber 400 Mark bar auf die Kralle war eben genauso viel wie mein monatliches Bafög", so der 60-Jährige. "Vielleicht machen sich ja mal ein paar Leute auf die Suche nach den Filmen, in denen irgendein Pornoheld mit meiner Stimme rumstöhnt."

Als Kind sei er dagegen noch eher schüchtern gewesen. Mit zehn Jahren war er "ein stiller Junge und Bücherwurm", sagte Rohde. "Was mich manchmal einsam macht im Ruhrgebiet, ist: Ich habe mit Fußball nichts am Hut. Wenn die anderen auf den Bolzplatz gegangen sind, habe ich mit irgendeinem Comic oder Buch in der Ecke gelegen. Mit zehn Jahren habe ich die klassischen Götter- und Heldensagen des Altertums gelesen."

Das Kind im Manne hat Rohde sich offenbar auch mit 60 Jahren noch bewahrt. 60 klinge allerdings "so ungeheuer erwachsen und seriös", so der Schauspieler. "Da ist es schwer bis unmöglich, jemanden noch davon zu überzeugen, dass man eigentlich ein etwas alt geratener Junge ist." Vor dem runden Geburtstag habe er sich ohnehin gefürchtet: "Vor meinem geistigen Auge tauchte dauernd dieses goldbeklebte Pappschild mit einem Lorbeerkranz und einer 60 in der Mitte auf, das in irgendeinem Lokal mit Seeblick auf dem größten Tisch hinten in der Ecke steht. Und am Eingang steht ein Kellner und fragt, ob man Sekt mit Orangensaft möchte."

Quelle: ntv.de, lou/spot

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