Unterhaltung

Podcast über sexuelle Gewalt Dakota Johnson startet ihr #MeToo-Projekt

AP_19272023927369.jpg

Dakota Johnson macht einen Podcast über sexuelle Gewalt.

(Foto: AP)

Wenn sie arbeitet, hören erst Dutzende zu, dann Millionen. Dakota Johnson zählt zu den bekanntesten Schauspielerinnen der Welt. Nun will sie zur Abwechselung mal ihr Ohr anderen leihen. In ihrem Podcast hört sie mit Opfern sexueller Gewalt.

"Zuzuhören, ist der größte Dienst, den man einem anderen Menschen erweisen kann", schreibt Dakota Johnson in einem neuen Instagram-Post. Und genau das hat die Schauspielerin im vergangenen Jahr getan: Sie hat Opfern von sexueller Gewalt zugehört.

*Datenschutz

Vor einem Jahr hatte der "Shades of Grey"-Star beim Global Citizen Festival eine Telefonnummer verteilt und angeboten, dass sich Opfer von sexueller Gewalt bei ihr melden und ihre Geschichten erzählen könnten. Daraufhin wurde Johnson mit Nachrichten und Geschichten überschüttet. Nun will die 29-Jährige diese Aufnahmen in einem Podcast veröffentlichen. Das kündigt sie auf Instagram an.

"Bitte passt auf euch auf"

Johnsons Projekt trägt den poetischen Namen "The Left Ear" - das linke Ohr. Denn: "Das linke Ohr ist dem Herzen am nächsten", schreibt sie. Es gebe nichts Wichtigeres, als mit dem Herzen zuzuhören, auch wenn es schwerfällt. "Es ist sehr heftig, diese Geschichten zu hören, also bitte passt auf euch auf", warnt sie.

Jedoch: Mit "The Left Ear" wolle sie einen Ort schaffen, an dem die Zuhörer ebenso viel Mut beweisen, wie diejenigen, die ihre Geschichten mit ihr geteilt haben. Um die Privatsphäre der Opfer zu schützen, seien die Aufzeichnungen technisch leicht verändert worden, sodass sich die Stimmen anders anhören. Zudem seien sämtliche Informationen entfernt worden, die auf die Identität der Betroffenen schließen lassen könnten.

Johnson ist eine von vielen Schauspielerinnen, die sich nach #MeToo für die Opfer sexueller Gewalt engagieren. Die erste Folge ihres Podcasts ist bereits online verfügbar, jeden Montag soll eine neue Folge erscheinen.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

Quelle: n-tv.de, ame

Mehr zum Thema