Wer bekommt die Tantiemen?Erbe James Browns aufgeteilt
Zweieinhalb Jahre nach dem Tod des legendären Soulsängers James Brown ist der Streit um sein Erbe endgültig beigelegt.
Mehr als zwei Jahren nach dem Tod von Soul-Legende James Brown ist der erbitterte Streit um sein Erbe beigelegt. US-Richter Jack Early stimmte in Columbia (US-Bundesstaat South Carolina) einer Vereinbarung zu, nach der nur etwa die Hälfte von Browns Hinterlassenschaft wohltätigen Organisationen zugute kommt. Ein Viertel geht an seine Witwe Tomi Rae Hynie und den gemeinsamen kleinen Sohn James, das restliche Viertel an die sechs erwachsenen Kinder des Musikers, wie sein Sprecher bestätigte.
Brown, der am 25. Dezember 2006 nach einer verschleppten Lungenentzündung mit 73 Jahren gestorben war, wollte sein Vermögen fast ausschließlich wohltätigen Zwecken spenden. Die Witwe und die erwachsenen Kinder hatten das Testament jedoch angefochten und sich auch untereinander einen erbitterten Streit geliefert. Die Auseinandersetzung ging so weit, dass Browns Beisetzung längere Zeit aufgeschoben wurde, um die Vaterschaft von Hynies Sohn genetisch nachzuweisen.
Bei dem Nachlass geht es vor allem um die Tantiemen für Browns Songs und Videos sowie um Einnahmen aus dem Verkauf seiner Alben, hieß es. Richter Early nannte den schließlich ausgehandelten Kompromiss laut "San Francisco Chronicle" gerecht und vernünftig. Witwe Hynie sagte: "Mein Sohn James und ich sind dem Richter dankbar und wir hoffen, dass dieser Alptraum jetzt endlich vorbei ist."
James Brown galt als einer der wichtigsten Musiker der vergangenen 50 Jahre. Er war Wegbereiter des Hip-Hop, Funk, Rap und Disco-Sounds. Zu seinen bekanntesten Songs gehören Millionenhits wie "Please, Please, Please", "Sex Machine" und "Papa's Got A Brand New Bag".